DE5186C - Verfahren zur Herstellung farbiger Photographien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung farbiger Photographien

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DE5186C
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J. B. GERMEUIL-BONNAUD in Paris
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C11/00Auxiliary processes in photography
    • G03C11/18Colouring

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectrometry And Color Measurement (AREA)

Description

1878.
Klaass57
JEAN BAPTISTE GERMEUIL-BONNAUD in PARIS. Verfahren zur Hersteilung farbiger Photographien.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. October 1878 ab.
Dieses Verfahren besteht im wesentlichen darin, das leicht empfindlich gemachte Albuminpapier zuerst einer schwachen Belichtung unter dem Negativ auszusetzen und zu fixiren, nur um die Umrisse der Gegenstände zu erhalten, sodann nach diesen Umrissen die Farben aufzutragen, nachher das colorirte Bild abermals zu albuminiren, damit die aufgetragenen Farben auf dem Papier haften und bei der folgenden nochmaligen Lichtempfindlichmachung zur zweiten oder definitiven Belichtung, welche das Hervortreten der Figuren und die Uebergänge der Farben und der Halbtinten hervorbringt, nicht abgewaschen werden.
Auf diese Weise erhält man viel vollkommenere Farbenphotographien, als nach dem seitherigen Verfahren. Die Farben sind in der lichtempfindlichen Albuminschicht des Bildes besser fixirt; der Abzug zeigt eine sehr grofse Feinheit; die Halbtinten kommen viel mehr zum Vorschein, aus dem einfachen Grunde, weil eine zweite Belichtung nach der Farbenauftragung stattfindet.
Zur Ausführung dieses Verfahrens ist es am besten, das Papier in einem Silberbade zu präpariren, welches aus
500 g destillirtem Wasser,
50 g 6-procentiger Silbernitratlösung,
30 g Glycerin
besteht.
Das Papier bleibt zwei Minuten lang in diesem Silberbade eingetaucht und wird nachher getrocknet. Das Blatt soll zuerst nur so lange belichtet werden, bis alle Theile zum Vorschein gekommen sind. Es erfolgt hierauf, wie gewöhnlich, das Beleben der Farben und das Trocknen.
Nun übermalt man das Bild mit Farben, ohne jedoch Sorge auf die Halbtinten und Schatten zu verwenden; nur mufs hierbei Bedacht darauf genommen werden, dafs die Farbentöne heller sind, als sie sein müssen.
Um beispielsweise eine vollkommen blonde Farbe zu erhalten, mufs man reines Silbergelb (jaune d'argent) in dünner Schicht auftragen.
Um die Farben auf das Bild aufzutragen, wendet der Erfinder folgendes Gemisch an:
500 g destillirtes Wasser (im Nothfall auch
gewöhnliches Wasser),
5 g Gummi arabicum,
S g Glycerin,
womit die Farben angerieben werden.
Mit einem Pinsel wird das Gemisch von Farbe und obiger Flüssigkeit so dünn als möglich ausgebreitet. Die zu colorirenden Theile sind vorher anzufeuchten, damit sich die Farbe gleichmäfsig und ohne Flecken ausbreiten läfst.
Alle Farben können zur Anwendung kommen; es ist jedoch rathsam, keine Farben zu nehmen, in welchen Weifs, namentlich aber Zinnober enthalten ist.
Um , die Fleischfarben anzugeben, bedient man sich des rothen und gelben Ockers mit einer Beimischung von Lack, je nach dem Teint der photographirten Person. Hat dieselbe ein frisches Aussehen, so wird der gelbe Ocker durch Silbergelb ersetzt.
Das colorirte Bild wird nun getrocknet und dann albuminirt, indem man es in ein Bad eintaucht, das folgendermafsen zubereitet ist."
Man nimmt das Eiweifs von einer gewissen Anzahl Eier, welche der Anzahl der zu albuminirenden Bilder entspricht, und setzt 1 g Ammoniaksalz auf je ein Eiweifs hinzu. Dieses Gemisch wird so lange geschlagen, bis es anfangt Schnee zu bilden, ohne jedoch letzteren zum Entstehen kommen zu lassen. Man läfst es nun während einiger Stunden in Ruhe und filtrirt es dann durch Leinwand. Es genügt, das colorirte Bild einige Secunden in diesem Bade zu lassen, wobei jedoch Sorge getragen werden mufs, die etwa vorhandenen Bläschen mittelst eines besonders für diesen Zweck bestimmten reinen Pinsels abzustreichen.
Die albuminirten Bilder werden nun getrocknet und dann aufs neue in einem Silberbad lichtempfindlich gemacht.
Letzteres besteht aus: .
500 g destillirtem Wasser,
40 g 8-procentiger Silbernitratlösung,
30 g Glycerin.
Das in das Silberbad getauchte Bild wird nun unter dem Negativ einer zweiten Belichtung unterworfen, welche man so lange dauern läfst, bis die Halbtinten vollkommen gekommen sind. Die jetzt aus den Prefsrahmen genommenen Bilder werden auf die gewöhnliche Weise belebt und fixirt, wobei man darauf zu achten hat, dafs das zur Belebung der Farben dienende Bad ins Rothe fallende Töne hervorbringt, damit die aufgetragenen Fleischfarben ihre Frische beibehalten.
Die Photographic ist nun beendigt, wird beschnitten, kartirt und umrahmt, wie gewöhnlich,

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Das oben beschriebene Verfahren zur Anfertigung farbiger Photographien, indem man zuerst unter dem Negativ einen ganz schwachen Abdruck erzeugt, diesen auswäscht und fixirt, sodann mit den mit der angegebenen Mischung angemachten Farben bemalt, trocknet, abermals albuminirt, diese Schicht im Silberbade präparirt und das Bild abermals unter dem Negativ dem Lichte aussetzt, bis die Formen und Halbtinten vollkommen hervorgetreten sind.
    Das Zwischenlegen der Farbenschicht zwischen zwei Albuminschichten, wovon die zweite nach dem Auftragen und Trocknen wiederum lichtempfindlich gemacht und einer abermaligen Belichtung ausgesetzt wird.
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