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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von photographischen Trockenplatten, die für den Mehrfarbendruck geeignet sind und die Erfindung bezweckt die Platten für schwer oder langsam wirkende Farben empfindlicher zu machen, und zwar durch die Verbindung mit, gewissen Farbstoffen ohne die bisher übliche Anwendung von Lichtfiltern. Die Erfindung besteht in der Verwendung einer das Lösungsmittel des Farbstoffes abstossenden Schicht
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Verstärken der Platte herbeigeführt wird ; die zur Verwendung gelangenden Farben verschwinden bei der regelrechten Behandlung der Platte.
Bei der Ausführung der Erfindung benutzt man eine fertige orthoisochromatische Brjm-
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zuerst einen Übelzug mit abstossender Wirkung gegenüber dem für den Farbstoff verwendeten Lösungsmittel, bestehend aus Wachs, Walrat, Paraffin, Stearinsäure oder dergl., gelöst in einem flüchtigen Mittel, wie Benzin, Benzol, Äther usw. Wenn der Überzug trocken ist. wird die Platte mit reiner Baumwolle oder Sämischleder gerieben und poliert. Hierauf wird die Platte
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Anilinfarben bei 30--400 C gut gemischt. Sodann werden organische Säuren, wie Zitronensäure.
Essigsäure, Ameisensäure oder dergl. bis zur sauren Reaktion auf blaues Lakmuspapier zugefügt.
Nachdem die das Lösungsmittel des Farbstoffes abstossende Schicht, wie oben beschrieben wurde, auf der Platte angebracht ist, wird dieselbe möglichst gleichmässig mit dieser Farbstofflösung bedeckt und sodann beispielsweise in einer Zentrifuge getrocknet. Die Lösung bleibt auf der Obfrnächc dor absolut trockenen Platte, auf der zwei verschiedene Schichten entstehen. Die
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von Gegenständen aller Art für den Halbton-Dreifarbenpiozess auf Metall, für die Ubertraguug auf Stein oder für den Gelatinedruckpiozess benutzt werden.
Man kann auch die Expositionsdaucr abkürzen, so dass es möglich ist, Porträts nach dem Leben mit drei, vier oder fünf verschiedenen Negativen aufzunehmen.
Man bereitet eine chemisch gereinigte Glasplatte als Träger vor und verreiht auf ihrer Oberfläche eine geringe Menge Ochsengalle, wobei man pinen Rand von etwa 6 WM frei lässt. Dieser Rand wird mit einer Lösung von Kautschuk in Benzin bestrichen. Der Träger wird auf eine ebene Fläche gelegt und mit Co ! lodium (lösliche Baumwolle in Amylazetat) begossen, wobei man darauf achtet, dass sich die Lösung über den ganzen Träger bis zum Rande ausbreitet. Sobald
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werden sie Fläche gegen Flache gelegt und gegeneinander gequetscht. Nachdem sie etwa 10 Minuten miteinander in Berührung waren, werden Träger und Copie in warmem Wasser gewaschen,'tm- das Papier und den Überschuss von Gelatine zu entfernen.
Nach dem Auswaschen wird das entstandene Bild mit einer verdünnten Formaldehydlsung gehärtet und dann gewaschen und getrocknet. Um die erste Copie auf ihren bleibenden Träger zu übertragen, macht man eine Lösung von in Wasser aufgequellter Gelatine, zu der man Eisessig hinzufügt, um Metagelatine zu erhalten ; hierauf setzt man so lange Alkohol zu, als eben noch kein Gelatineniederschlag entsteht. Dieses Präparat ist unbegrenzt haltbar. Man nimmt nun die auf dem Glas befindliche Copie und taucht sie mit der Fläche nach oben, in eine Schale, in der sich die zuletzt erwähnte Lösung befindet ; ferner nimmt man den endgültigen Papierträger, den man zuvor in einer anderen Schale mit derselben Lösung geschmeidig gemacht hat und legt ihn mit der Fläche nach unten in die Lösung mit der Glasplatte..
Dann werden beide zusammen aufgehoben, wobei man darauf achtet, dass sich keine Luftblasen dazwischen setzen, um eine innige Berührung ohne Druck zu erzielen ; dann lässt man ablaufen und trocknen. Nach dem Trocknen wird das Papier ringsum abgeschnitten, qu dass man die Copie von dem Glasträger abheben kann. Nun kann man die Operation mit der zweiten Copie wiederholen, die auf dem Glasträger in die Lösung gebracht wird.
Die erste Copie wird in der vorhin erwähnten Schale geschmeidig gemacht und dann auf die zweite Copie gelegt, wobei darauf zu achten ist, dass die Copien genau aufeinandnrpassen und miteinander übereinstimmen. Dann lässt man ablaufen und trocknen und wiederholt das Verfahren so oft als notwendig. Wenn das Collodium entfernt werden soll, so geschieht dies mit Hilfe von Amylacetat ; die letzten Spuren bringt man durch leichtes Reiben mit einem Wattebausch weg.
Sollen Copien auf Metallträger, wie Aluminium, Silber oder weiss gefärbte undurchsichtige Celluloidfilms übertragen werden, so verwendet man eine dickere Amylacetat-Collodium-Lösung und schneidet rund um den Glasträger innerhalb des Gummirandes. Wenn die Copie fertig ist. wird sie in eine tiefe Schale mit der Metagelatinelösung gelegt. Die Copie wird dann am schmalen Ende der Platte gelöst und vorsichtig abgerollt bis sie ganz abgenommen ist. Dann wird der Interimsträger entfernt und der endgültige dafür angebracht. Für Porträtsaufnahmen verwendet man eine sehr starke Linse und stellt drei Negative in einer Sitzung nach einander her. Es empfiehlt sich grössere Platten als 13 : 18 nicht zu verwenden.
Um ein vollkommenes Negativ von jeder der drei Aufnahmen, direct, vergrössert, verkleinert oder von gleicher Grösse zu erhalten, bringt man ein Negativ in eine Kamera und ei, pirt durch das Licht. Durch den nassen Collodiums- prozess erhält man ein Diapositiv, das man unmittelbar durch das gleiche fortgesetzte Verfahren in ein Negativ verwandeln kann. Der nasse CuIludiumsprozess wird vorgezogen. weil man so klare Stellen in den Schatten erhält, was notwendig ist für den sogen. HaIbtou-Dreifarben-Prozess durch Linien-Raster, Übertragung auf Lithographenstein, photographischen Ätzprozess oder
Gelatinedrllck.
Das Negativ kann nach Belieben modifizirt werden, indem man länger oder kürzer expunirt ; mann kann 4 oder 5 Negative mit den drei ursprünglichen herstellen je nach Bedarf.
Es i. st ersichtlich, dass durch das beschriebene Verfahren Zeit und Arbeit gespart wird und dass man viel grössere Blenden benutzen kann, da man nur mit einem Brennpunkt zu rechnen ha, t, der von der Qualität und Srhärfe der benutzten Linse abhängt. Die Pisten erfordern geringe Zeit bei der Exposition als bei der Verwendung von Lichtfiltern, bei welchen man auch be-
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dass man mehrere Brennpunkte hat infolge der verschiedenen Wellenlängen, deren Ursache dit, von den Platten entfernten Filter sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mit Farbfilter versehene lichtempfindliche Platte bestehend aus einer aus Farbstofflösung hergestellten Farbfilterschicht, die auf eine erhärtete Lösung von Stoffen aufgetragen ist, welche das für den Farbstoff verwendete Lösungsmittel abstossen.