AT37881B - Mit Farbfilter versehene lichtempfindliche Platte und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents

Mit Farbfilter versehene lichtempfindliche Platte und Verfahren zu deren Herstellung.

Info

Publication number
AT37881B
AT37881B AT37881DA AT37881B AT 37881 B AT37881 B AT 37881B AT 37881D A AT37881D A AT 37881DA AT 37881 B AT37881 B AT 37881B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
solution
dye
layer
solvent
color filter
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Louis Husson
Andre Frederick Bornot
Original Assignee
Louis Husson
Andre Frederick Bornot
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Louis Husson, Andre Frederick Bornot filed Critical Louis Husson
Application granted granted Critical
Publication of AT37881B publication Critical patent/AT37881B/de

Links

Landscapes

  • Printing Methods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von photographischen Trockenplatten, die für den Mehrfarbendruck geeignet sind und die Erfindung bezweckt die Platten für schwer oder langsam wirkende Farben empfindlicher zu machen, und zwar durch die Verbindung mit, gewissen Farbstoffen ohne die bisher übliche Anwendung von Lichtfiltern. Die Erfindung besteht in der Verwendung einer das Lösungsmittel des Farbstoffes abstossenden Schicht 
 EMI1.2 
 Verstärken der Platte herbeigeführt wird ; die zur Verwendung gelangenden Farben   verschwinden   bei der regelrechten Behandlung der Platte. 



   Bei der Ausführung der Erfindung benutzt man eine fertige   orthoisochromatische Brjm-   
 EMI1.3 
 zuerst einen Übelzug mit abstossender Wirkung gegenüber dem für den Farbstoff verwendeten Lösungsmittel, bestehend aus Wachs, Walrat, Paraffin, Stearinsäure oder dergl., gelöst in einem flüchtigen Mittel, wie Benzin, Benzol, Äther usw. Wenn der Überzug trocken ist. wird die Platte mit reiner Baumwolle oder   Sämischleder   gerieben und poliert. Hierauf wird die Platte 
 EMI1.4 
 Anilinfarben bei 30--400 C gut gemischt. Sodann werden organische Säuren, wie   Zitronensäure.   



    Essigsäure, Ameisensäure   oder dergl. bis zur sauren Reaktion auf blaues Lakmuspapier zugefügt. 



  Nachdem die   das Lösungsmittel   des Farbstoffes abstossende Schicht, wie oben beschrieben wurde, auf der Platte angebracht ist, wird dieselbe möglichst gleichmässig mit dieser Farbstofflösung bedeckt und sodann beispielsweise in einer Zentrifuge getrocknet. Die Lösung bleibt auf der   Obfrnächc dor absolut   trockenen Platte, auf der zwei verschiedene Schichten entstehen. Die 
 EMI1.5 
 von Gegenständen aller Art für den Halbton-Dreifarbenpiozess auf Metall, für die   Ubertraguug   auf Stein oder für den Gelatinedruckpiozess benutzt werden. 



   Man kann   auch die Expositionsdaucr abkürzen, so   dass es möglich ist, Porträts nach dem   Leben mit drei, vier oder fünf verschiedenen Negativen aufzunehmen.   



   Man bereitet eine chemisch gereinigte Glasplatte als   Träger vor und verreiht   auf ihrer Oberfläche eine geringe Menge Ochsengalle, wobei man   pinen   Rand von etwa 6   WM   frei lässt. Dieser Rand wird mit einer Lösung von Kautschuk in Benzin bestrichen. Der Träger wird auf eine ebene Fläche gelegt und mit   Co ! lodium   (lösliche Baumwolle in Amylazetat) begossen, wobei man darauf achtet, dass sich die Lösung über den ganzen Träger bis zum Rande ausbreitet. Sobald 
 EMI1.6 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 werden sie Fläche gegen Flache gelegt und gegeneinander gequetscht. Nachdem sie etwa 10 Minuten miteinander in Berührung waren, werden   Träger   und Copie in warmem    Wasser gewaschen,'tm-   das Papier und den Überschuss von Gelatine zu entfernen.

   Nach dem Auswaschen wird das entstandene Bild mit einer verdünnten Formaldehydlsung gehärtet und dann gewaschen und getrocknet. Um die erste Copie auf ihren bleibenden Träger zu übertragen, macht man eine Lösung von in Wasser aufgequellter Gelatine, zu der man Eisessig hinzufügt, um Metagelatine zu erhalten ; hierauf setzt man so lange Alkohol zu, als eben noch kein   Gelatineniederschlag entsteht.   Dieses Präparat ist unbegrenzt haltbar. Man nimmt nun die auf dem Glas befindliche Copie und taucht sie mit der Fläche nach oben, in eine Schale, in der sich die zuletzt erwähnte Lösung befindet ; ferner nimmt man den endgültigen Papierträger, den man zuvor in einer anderen Schale mit derselben Lösung geschmeidig gemacht hat und legt ihn mit der Fläche nach unten in die   Lösung   mit der Glasplatte..

   Dann werden beide zusammen aufgehoben, wobei man darauf achtet, dass sich keine Luftblasen dazwischen setzen, um eine innige Berührung ohne Druck zu erzielen ; dann lässt man ablaufen und trocknen. Nach dem Trocknen wird das Papier ringsum abgeschnitten,   qu dass   man die Copie von dem Glasträger abheben kann. Nun kann man die Operation mit der zweiten Copie wiederholen, die auf dem Glasträger in die Lösung gebracht wird. 



   Die erste Copie wird in der vorhin erwähnten Schale geschmeidig gemacht und dann auf die zweite Copie gelegt, wobei darauf zu achten ist, dass die Copien genau   aufeinandnrpassen   und miteinander   übereinstimmen. Dann   lässt man ablaufen und trocknen und wiederholt das Verfahren so oft als notwendig. Wenn das Collodium entfernt werden soll, so geschieht dies mit Hilfe von Amylacetat ; die letzten Spuren bringt man durch leichtes Reiben mit einem Wattebausch weg. 



   Sollen Copien auf   Metallträger,   wie Aluminium, Silber oder weiss gefärbte undurchsichtige Celluloidfilms übertragen werden, so verwendet man eine dickere   Amylacetat-Collodium-Lösung   und schneidet rund um den Glasträger innerhalb des Gummirandes. Wenn die Copie fertig ist. wird sie in eine tiefe Schale mit der Metagelatinelösung gelegt. Die Copie wird dann am schmalen Ende der Platte gelöst und vorsichtig abgerollt bis sie ganz abgenommen ist. Dann wird der   Interimsträger   entfernt und der endgültige dafür angebracht. Für Porträtsaufnahmen verwendet man eine sehr starke Linse und stellt drei Negative in einer Sitzung nach einander her. Es empfiehlt sich grössere Platten als 13 : 18 nicht zu verwenden.

   Um ein vollkommenes Negativ von jeder der drei Aufnahmen, direct, vergrössert, verkleinert oder von gleicher Grösse zu erhalten, bringt man ein Negativ in eine Kamera und   ei, pirt   durch das Licht. Durch den nassen   Collodiums-   prozess erhält man ein Diapositiv, das   man   unmittelbar durch das gleiche fortgesetzte Verfahren in ein Negativ verwandeln kann.   Der nasse CuIludiumsprozess wird vorgezogen.   weil man so klare Stellen in den Schatten erhält, was notwendig ist für den sogen.   HaIbtou-Dreifarben-Prozess     durch Linien-Raster, Übertragung auf Lithographenstein, photographischen Ätzprozess oder  
Gelatinedrllck.

   Das Negativ kann nach Belieben modifizirt werden, indem man länger oder kürzer   expunirt   ; mann kann 4 oder 5 Negative mit den drei   ursprünglichen   herstellen je nach Bedarf. 



   Es   i. st ersichtlich,   dass durch das beschriebene Verfahren Zeit und Arbeit gespart wird und   dass man viel   grössere Blenden benutzen kann, da man nur mit einem Brennpunkt zu rechnen   ha, t, der   von der Qualität und   Srhärfe   der benutzten Linse abhängt. Die   Pisten erfordern geringe   Zeit bei der Exposition als bei der Verwendung von Lichtfiltern, bei welchen man auch be- 
 EMI2.1 
 dass man mehrere Brennpunkte hat infolge der verschiedenen Wellenlängen, deren Ursache dit, von den Platten entfernten Filter sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mit Farbfilter versehene lichtempfindliche Platte bestehend aus einer aus Farbstofflösung hergestellten Farbfilterschicht, die auf eine erhärtete Lösung von Stoffen aufgetragen ist, welche das für den Farbstoff verwendete Lösungsmittel abstossen.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der photographischen Platte nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die das Lösungsmittel des Farbstoffes abstossende Schicht aus einer Lösung von Wachs, Walrat, Paraffin, Stearin oder dergl. in einem flüchtigen Lösungsmittel und die Farbschicht aus einem gleichfalls in einem flüchtigen Lösungsmittel gelösten Farbstoffe besteht.
    : 3. Verfahren zur Herstellung von photographischen Trockenplatten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Platten mehrere Schichten aufgetragen werden, von welchen abwechselnd dif eine Schichte aus Stoffen besteht, welche das für den Farbstoff verwendete Lösungsmittel abstossen und die andere Schicht färbende Stoffe in Lösung enthält.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Auftragen der Farbstofflösung, die das Lösungsmittel des Farbstoffes abstossende Schicht getrocknet und poliert wird.
AT37881D 1906-11-20 1906-11-20 Mit Farbfilter versehene lichtempfindliche Platte und Verfahren zu deren Herstellung. AT37881B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT37881T 1906-11-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT37881B true AT37881B (de) 1909-07-10

Family

ID=3555435

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT37881D AT37881B (de) 1906-11-20 1906-11-20 Mit Farbfilter versehene lichtempfindliche Platte und Verfahren zu deren Herstellung.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT37881B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE954127C (de) Verfahren zur Herstellung lichtempfindlicher Platten und aus ihnen Druckplatten
DE734457C (de) Verfahren zum Herstellen von lichtempfindlichem Material
AT37881B (de) Mit Farbfilter versehene lichtempfindliche Platte und Verfahren zu deren Herstellung.
DE2309511A1 (de) Materialien zur herstellung einer druckplatte
DE2249060A1 (de) Verfahren zur herstellung von bildern mittels einer stark lichtabsorbierenden oder lichtundurchlaessigen lichtempfindlichen schicht, die sich auf einem durchsichtigen oder durchscheinenden traeger befindet
DE218852C (de)
DE1597769A1 (de) Zuvor lichtempfindlich gemachte Druckplatte
DE453705C (de) Verfahren zur Herstellung einer fuer Lichtdruck oder Lichtleimdruck verwendbaren kornlosen Druckflaeche aus einem in einer Silberkolloidschicht enthaltenen unsicht-barenBilde
AT46449B (de) Verfahren zur Herstellung von Lichtpausen unter Verwendung von mit lichtempfindlichen Eisenoxydsalzen getränkten Kolloidschichten und von mit Wasser nicht mischbaren Farben.
DE561021C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbbildern auf regenerierter Cellulose
DE615958C (de) Verfahren zur Herstellung von Gerbbildern
DE453845C (de) Verfahren zum Herstellen von Diapositiven zum gemeinsamen Kopieren und AEtzen von Halbtoene und Schrift oder Strichzeichnungen enthaltenden Tiefdruckformen
DE290537C (de)
DE54715C (de) Verfahren zur Herstellung von farbigen Bildern auf Leinwand, Holz und dergleichen
DE703150C (de) Schablonenblatt fuer Vervielfaeltigungszwecke und Verfahren zu seiner Herstellung
DE471508C (de) Verfahren zur Herstellung farbenphotographischer Bilder unter Benutzung von mit Sensibilisatoren in kolloidaler Loesung sensibilisierten Schichten
DE62662C (de) Herstellung von Photographien mittels Guajaretinsäure als lichtempfindlicher Substanz
AT94526B (de) Verfahren zur Umwandlung von Silberbildern in Farbstoffbilder.
AT42478B (de) Verfahren zur Herstellung farbiger Photographien.
DE720006C (de) Verfahren zur Herstellung von positivern bzw. negativen Kopoervorlagen oder Flachdruckformen von Positiven oder Negativen
DE408988C (de) Verfahren zur Herstellung von Lichtdruckformen auf Filmen
AT82487B (de) Verfahren zur Herstellung von Filtern für Farbenphotographie und allgemeine photographische Zwecke.
AT146335B (de) Verfahren zur Herstellung direkter Positive für Autotypiezwecke nach einer Strich- oder Halbtonvorlage.
AT21831B (de) Mehrschichtige photographische Platte für Farbenphotographie.
AT149675B (de) Verfahren zur Herstellung von Mehrfarbenphotographien.