DE514596C - Verfahren zur Darstellung von Estern und Amiden der 2-Aminonaphthalin-3-carbonsaeure - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Estern und Amiden der 2-Aminonaphthalin-3-carbonsaeure

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DE514596C
DE514596C DEI34926A DE514596DA DE514596C DE 514596 C DE514596 C DE 514596C DE I34926 A DEI34926 A DE I34926A DE 514596D A DE514596D A DE 514596DA DE 514596 C DE514596 C DE 514596C
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Germany
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carboxylic acid
aminonaphthalene
esters
amides
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Expired
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DEI34926A
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Dr Ludwig Sander
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Description

  • Verfahren zur Darstellung Von Estern und Amiden der 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäure Ester der a-Aminonaphthalin-3-carbonsäure sind bisher nur auf dem Wege der normalen Veresterung mittels Alkohol und Mineralsäuren erhalten worden, die jedoch auffallenderweise viel schwerer und unvollständiger gelingt als z. B. die Veresterung der analogen Anthranilsäure und ihrer Derivate.
  • Amide der 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäure sind bisher überhaupt nicht bekannt geworden, und die normalen Verfahren zur Darstellung solcher Amide, z. B. die Umsetzung der Ester mit Ammoniak oder Aminen, versagen hier vollständig oder liefern nur geringe Ausbeuten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die zur Herstellung von Farbstoffen wertvollen Ester und Amide der 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäure einschließlich deren Substitutionsprodukte außerordentlich leicht erhält, wenn man die 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäure oder deren Substitutionsprodukte zunächst mittels Chlorkohlensäureester oder Phosgen (beispielsweise nach dem in der französischen Patentschrift 603 97o beschriebenen Verfahren) in die 2, 3-1Taphthisatosäureanhydride überführt und auf diese dann: Alkohole oder Phenole oder Ammoniak oder primäre oder sekundäre Amine, mit Ausnahme der acyclischen, rein aliphatischen sekundären Amine, gegebenenfalls unter Zusatz säurebindender Mittel, wie Kaliumcarbonat, Natriumacetat, Pyridin usw., einwirken läßt. Dabei wird die an der N H-Gruppe stehende C O.-Gruppe des N aphthisatosäureanhydrids als Kohlensäure abgespalten. Es war nicht ohne weiteres vorauszusehen, daß die Ester- und Amidbildung so glatt vor sich gehen würde; es mußte vielmehr auch mit einem andersgerichteten Reaktionsverlauf gerechnet werden, nämlich mit der Bildung von Harnstoffderivaten. Tatsächlich treten bei der erwünschten Reaktion: Naphthisatosäureanhydrille ->- Aminonaphthoesäureester oder -amide stets Nebenprodukte auf, die wohl als Urethancarbonsäuren oder Harnstoffcarbonsäuren zu deuten sind und deren Bildung möglichst zurückgedrängt werden muß. Mit Diäthylamin erhält man aus 2, 3-Naphtliisatosäureanhydrid nach dem vorliegenden Verfahren. überhaupt nicht das gewünschte Amid, sondern ausschließlich alkalilösliche Carbonsäuren, die wahrscheinlich den gemischten Harnstoff aus Naphthisatosäureanhydrid und Diäthylamin enthalten. Andere sekundäre Arnine, wie Methylanilin und Piperidin, verhalten sich normal und bilden Amide. Anthranilsäur eester aus dem von der Anthranilsäure abgeleiteten Isatosäureanhydrid sind bisher nur mittels Natriumalkoholat erhalten worden. Die Darstellung der 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäureester gelingt nach dem vorliegenden Verfahren schon mit Alkohol und säurebindenden Mitteln, wie Kaliumcarbonat usw.
  • Die 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäureester und -amide sind gelb, zum Teil leuchtend grünstichig gelb gefärbte Körper, in organischen Lösungsmitteln und in verdünnten Mineralsäuren löslich, in wäßrigen Alkalien unlöslich. Die Ester und die aus sekundären Aminen hergestellten Amide sind diazotierbar und daher wertvolle Komponenten für Azofarbstoffe. Die mit Hilfe von primären Aminen erhältlichen Amide bilden mit salpetriger Säure durch Ringschluß farblose 2, 3-Naphthotriazone. Beispiele i. 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäureainid. Zoo Gewichtsteile 2, 3-Naphthisatosäure- -anhydr id werden allmählich und unter Kühlung in i 5oo Gewichtsteile alkoholisches Ammoniak, das 5 °/o X LH, enthält, eingerührt. Man rührt 3 Stunden nach und läßt die Temperatur allmählich auf 50° steigen, wobei darauf zu sehen ist, daß der Rückflußkühler sich nicht durch Ammoniumcarbonat verstopft. Man destilliert Alkohol und überschüssiges Ammoniak am absteigenden Kühler ab, wäscht den Rückstand mit ammoniakhaltigem Wasser und trocknet im Dampfschrank. Ausbeute 6o '/,der Theorie. 2-Aminonaphtlialin-3-carbonsäureamid kristallisiert aus Pyridin in leuchtend grünstichiggelben Blättchen vom Schmelzpunkt 23¢ bis 236°.
  • 2. 2-Aininonaphthalin-3-carbonsäureanilid. 7oo Gewichtsteile 2, 3-Naphthisatosäureanhydrid werden mit 2ooo Gewichtsteilen Anilin bei 6o bis 9o° unter kräftigem Rühren so lange erwärmt, bis die Abspaltung von Kohlensäure beendet ist. Man läßt abkühlen und über Nacht stehen. Dann wird das in schönen gelben Blättchen ausgeschiedene Anilid abgesaugt, mit Methylalkohol und Wasser gewaschen und getrocknet. Ausbeute über So °/o der Theorie.
  • 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäurcanilid kristallisiert aus Pyridin in Blättchen vom Schmelzpunkt 2370.
  • 3. 2 -Aminonaphtlialin - 3 - carbonsäurenietliylanilid. ioo Gewichtsteile 2, 3-Naphthisatosäureanhydrid werden mit 15o Gewichtsteilen Monomethylanilin zweckmäßig auf etwa 8o° unter Rühren so lange erwärmt, bis die Kohlensäureentwicklung beendet ist. Nach 12stündigem Stehen in der Kälte wird der gebildete Kristallbrei abgesaugt, mit kaltem Methylalkohol nachgewaschen und getrocknet.
  • 2 - Aminonaphthalin - 3 - carbonsäuremethylanilid kristallisiert aus Pv ridin in derben, schwach gelben Nadeln vom Schmelzpunkt z65'. q.. 2 - Aininonaphthalin- 3 - carbonsäurebenzylamid. In eine Mischung von Zoo Gewichtsteilen Benzylamin mit Zoo. Gewichtsteilen Pyridin werden 200 Gewichtsteile 2, 3-Naphthisatosäureanhydrid unter Kühlung eingerührt. Sodann wird das Gemisch bis zur Beendigung der Kohlensäureentwicklung unter Rückfluß zum Sieden erhitzt.
  • Man läßt erkalten, saugt nach beendeter Kristallisation ab, wäscht mit Methylalkohol, Ammoniak und Wasser und trocknet. Ausbeute 70 °/" der Theorie. 2-Aminonaphthalin-3 -carbonsäur ebenzylamid kristallisiert aus Pyridin in schwach gelben Blättchen vom Schmelzpunkt 2io°.
  • 5. 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäurepiperidid. 75o Gewichtsteile 2, 3-Naphthisatosäureanhydrid werden mit 8o0 Gewichtsteilen Pyridin und 5oo Gewichtsteilen Piperidin gemischt und unter Rühren bis zur beendeten Kohlensäureentwicklung auf 6o bis ioo° erwärmt. Dann läßt man erkalten, saugt den gebildeten Kristallbrei nach i2stündigem Stehen ab, wäscht mit Methylalkohol, Ammoniak und Wasser und trocknet.
  • 2 -Aminonaphthalin-3-carbonsäurepiper idid kristallisiert aus Alkohol in schwach gelben, flachen Nadeln oder Blättchen vom Schmelzpunkt 157 bis i58°.
  • 6. 2-Aminonaphthalin- 3 -carbonsäuremethylester. 5oo Gewichtsteile 2, 3-Naphthisatosäureanhydridwerden mit etwa 5oo Gewichtsteilen fein pulverisiertem Kaliumcarbonat und 5ooo Gewichtsteilen Methylalkohol am Rückfluß zum Sieden erhitzt, bis das Naphthisatosäureanhydrid vollständig gelöst und die Kohlensäureabspaltung beendet ist. Hierauf treibt man den Methylalkohol ab, verrührt den Rückstand mit Wasser, saugt ab, wäscht und kristallisiert evtl. aus Alkohol oder Benzol um oder reinigt in bekannter Weise über das Chlorhydrat. Ausbeute 7¢ °/" der Theorie.
  • 2 - Aminonaphthalin - 3 - carbonsäuremethylester kristallisiert aus Alkohol in leuchtend grünstichiggelben Nadeln vom Schmelzpunkt 104 bis i05°.
  • 7. Ersetzt man in Beispiel 6 den Methylalkohol durch Äthylalkohol, so erhält man den Äthylester der 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäure (Schmelzpunkt 117 bis i18°). In analoger Weise lassen sich auch andere Ester aus den entsprechenden Alkoholen gewinnen, z. B. der Isopr opylester (Schmelzpunkt 85°, aus Methylalkohol), der Butylester (gelbe Nadeln aus Benzol, Schmelzpunkt ioo bis ioi°), der Isobutylester (Schmelzpunkt 99 bis ioo°) und der Benzylester (Schmelzpunkt 105 bis io6°). B. -2-Aminonaplithalin-3-carbonsäureglyi-Zolmonoester. 5oo Gewichtsteile 2, 3-Naphthisatosäureanhydrid werden mit 3ooo Gewichtsteilen wasserfreiem Glykol und 3oo Gewichtsteilen fein pulverisiertem Kaliumcarbonat unter energischem Rühren ebensolange auf 8o° erhitzt, bis das Naphthisatosäureanhydrid völlig gelöst ist und keine Kohlensäure mehr abgespalten wird. Dann verdünnt man mit Wasser, wobei das Kaliumcarbonat sich löst und der Ester als rasch erstarrendes Öl ausfällt. Nach vollständigem Erstarren wird der Ester abgesaugt, in verdünnter Salzsäure gelöst und mit verdünnter \Tatronlauge oder anderen Basen wieder gefällt. Ausbeute 65 °/" der Theorie.
  • Der 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäur eglykolmonoester kristallisiert aus Methvlalkohol in Büscheln feiner gelber Nädelchen vom Schmelzpunkt io2 bis i03°. Aus der Mutterlauge des rohen Esters kann das überschüssige Glykol in bekannter Weise wiedergewonnen werden. cg. 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäurephenylester. 5oo Gewichtsteile 2, 3-Naphthisatosäureanhydrid, 3ooo Gewichtsteile Phenol und 3oo Gewichtsteile Kaliumcarbonat werden bis zur beendeten Kohlensäureentwicklung unter lebhaftem Rühren auf q.o bis 70° erhitzt. Das Reaktionsprodukt wird mit Wasser verrührt, wobei der Ester zunächst als Öl ausfällt, jedoch bald fest wird. Man saugt ab, wäscht, trocknet und kristallisiert gegebenenfalls aus Benzol um. Der 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäurephenylester kristallisiert aus Benzol in gelben Blättchen vom Schmelzpunkt i35°. Aus den wäßrigen Mutterlaugen kann das überschüssige Phenol in bekannter Weise wiedergewonnen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung der Ester und Amide der 2-Aminonaphthalin-3-carbonsäure, dadurch gekennzeichnet, daP man auf 2, 3-Naphthisatosäureanhydride Alkohole oder Phenole oder Ammoniak oder primäre oder sekundäre Amine, mit Ausnahme der acyclischen, rein aliphatischen sekundären Amine, gegebenenfalls unter Zusatz säurebindender Mittel, zur Einwirkung bringt.
DEI34926A 1928-07-14 1928-07-15 Verfahren zur Darstellung von Estern und Amiden der 2-Aminonaphthalin-3-carbonsaeure Expired DE514596C (de)

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