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Betonmischmaschine mit drehbarer, und kippbarer Mischtrommel
Die Erfindung betrifft Betonmischmaschinen, deren umlaufende Trommel zum Entleeren
und Füllen gekippt wird, und die mit einer Anzeigevorrichtung nach Patent 436656
ausgestattet sind, mittels deren die Zeit des Mischens, also die Drehzahl der Trommel
während des Mischens, vorausbestimmt werden kann. Sie besteht darin, daß mit dieser
Einrichtung eine Sperrvorrichtung verbunden ist, die das Kippen der Trommel in die
Entleerungsstellung erst ermöglicht, nachdem die Anzeigevorrichtung betätigt ist.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel.
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Abb. i ist eine Ansicht der Meßvorrichtung bei abgenommenem Gehäusedeckel,
Abb. 2 ein waagerechter Schnitt nach der Linie 11-II von Abb. i, Abb.3 eine Einzeldarstellung
eines Daumens und eines Sperrhebels mit zugehörigen Teilen, Abb. 4. ein Schnitt
nach der Linie IV-IV von Abb. 5 zur Darstellung der Daumenscheibe, Abb. 5 ein waagerechter
Schnitt nach der Linie V von Abb. i, Abb.6 eine Gesamtansicht der Mischmaschine
mit eingebauter MeBvorrichtung und , Abb. 7 ein Grundriß dieser Meßvorrichtung und
der Sperrvorrichtung.
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Im Hauptpatent ist eine Einrichtung beschrieben, bei der die Mischtrommel
i i durch ein Handrad 14 und ein Zahnrad 13 je nach Bedarf in die Mischstellung,
Füllstellung oder Entleerungsstellung gebracht werden kann. Zum Füllen der Trommel
dient ein Eimer 16, der in geeigneter Weise gehoben oder gesenkt wird. Während des
Mischens dreht sich die Trommel unter der Wirkung eines Zahnkranzes i lb, der in
ein Kegelrad 2611 eingreift und die Bewegung über den Zapfen 1211 und den Schneckentrieb
26 auf eine Welle 24 überträgt, die in einer Schnecke 24.a endet, welche in ein
Schneckenrad i9 eingreift. Am Schneckenrad ist ein Arm 2i befestigt. Nach einer
gewissen Umdrehungszahl der Mischtrommel hat sich der Arm 2i so weit nach rechts
herum bewegt, daß er in Berührung mit dem isolierten Stift 23 kommt und dadurch
einen Stromkreis schließt, in dem sich eine elektrische Hupe befindet, gleichzeitig
wird dann der Haken 22 ausgerückt, so daß der Block28 und die Schnecke 24a herabfallen.
Unter der Wirkung einer Schneckenfeder 44. schnellt dann das Schnekkenrad i9 in
die Anfangslage zurück. Das Wiedereinrücken der Schnecke 24.a wird beim
Anheben
des Fülleimers dadurch bewirkt, daß die Stange 32 sich nach links bewegt
und mittels der Schiene 37 den Block 28 anhebt. Soweit stimmt die Einrichtung mit
der des Hauptpatents überein.
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Nach der vorliegenden Erfindung ist nun im Gehäuse 18 auf einem Zapfen
5 5 ein langer Sperrhebe156 gelagert, der schräg durch einen Schlitz in der Oberwand
des Gehäuses hindurchragt und an seinem freien Ende mit einem nach der Seite ragenden
hakenförmig gebogenen Ansatz 56a ausgestattet ist. Der Schlitz in der Gehäusewand
ist mit einem vorstehenden Rande 57 versehen, und am Hebel 56 ist an der Stelle
58 ein Deckel 59
drehbar befestigt, der sich auf die Öffnung legt und verhindert,
daß Beton in das Gehäuse hineinfällt und die Einrichtung beschädigt.
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Am Kranz des Zahnrades 13 (Abb.6), welches mit der Mischtrommel fest
verbunden und mit ihr schwenkbar ist, befindet sich ein Nocken 6o mit seitlich vorragendem
Stift 61. Dieser ist so angeordnet, daß der Sperrhebel 56 sich mit seinem oberen
Ende 56a hinter ihn legt und so die Kippbewegung der Trommel verhindert. Auf gleicher
Achse mit dem Schneckenrad ig und mit ihr fest verbunden sitzt eine Daumenscheibe
63, deren Schubkurve einen gleichachsigen Hauptteil und einen nach außen vorragenden
Teil 63a besitzt. Eine am Sperrhebel 56 sitzende Rolle 64 ragt in diese Schubkurve.
Die Scheibe 63 ist auf der Welle 1911 so befestigt, daß der Sperrhebel im allgemeinen
durch die Schubkurve entgegen der Spannung einer Feder 56b nach unten gezogen wird
und so die Kippbewegung der Trommel verhindert. Gelangt aber der Teil 63a der Schubkurve
an die Rolle 64, so wird der Sperrhebel durch die Feder 56b aus der Sperrstellung
zurückgezogen. Um die Ausbuchtung 63a der Daumenscheibe 63 vor Stößen zu schützen,
ist ein Anschlag 18b für den Sperrhebel vorgesehen, vermöge dessen die Rolle nicht
vollkommen in den Teil 63a eintreten kann.
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Während des Mischvorganges ist der Hebel 56 in der Stellung, in der
er die Trommel sperrt. Ist die eingestellte Mischzeit abgelaufen, so wird die Hupe
mittels des Armes 21 und des Kontaktstiftes 23 eingeschaltet, die Schnecke fällt
herab und Schneckenrad ig und Daumenscheibe 63 werden durch die Feder 44 in dieAnfangsstellungzurückbewegt.
Dabei wird der Hebel 56 durch die Feder 56b nach rechts in Fig. i gezogen, da jetzt
die Rolle 64 in die Ausbuchtung 63a der Daumenscheibe .63 hineingehen kann. Die
Mischtrommel wird dadurch freigegeben und kann nunmehr in die Entleerungs- und Füllstellung
gebracht werden. Durch das Heben des Fülleimers wird ein neuer Arbeitsgang eingeleitet,
in dem die Schnecke24a wieder eingerückt wird.