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Selbsttätiger Eisspatel Gegenstand der Erfindung ist ein selbsttätiger
Spatel für Speiseeismaschinen, bei dem eine Spatelschnecke in feststehender Gefriertrommel
zum Kneten und Abschaben der gefrierenden Eismasse umschwingend angewendet wird.
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Es sind zahlreiche Spatelvorrichtungen bekannt, darunter auch solche,
bei denen sich eine Spatelschnecke in federnder Berührung mit der Gefriertrommelwand
zwangsläufig langsam um ihre Achse dreht und so in schmaler Spur das Eis von der
Trommelwand abschabt. Einer der Gänge der Spatelschnecke erhält dabei einen zum
Abschaben oder Abstreifen der Eismasse von der Trommelwand bestimmten Belag aus
Kunststoff, Holz o. dgl. Diese Schneckenspatelung kann jedoch nur bei umlaufender
Gefriertrommel und bei Antrieb von oben Anwendung finden. Der Trommeldeckel muB
für die Trommelwelle und für die Achse der Spatelschnecke je eine Durchbohrung haben.
Sodann ist ein verwickeltes Getriebe für die Drehung, für das Andrücken und für
die lösbare Befestigung der Spatelschnecke erforderlich.
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Diese Unzulänglichkeiten beseitigt der selbsttätige Spatel nach der
vorliegenden Erfindung, der bei nichtumlaufenden Gefriertrommeln mit Unterantrieb
oder mit Antrieb von oben benutzt werden kann.
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Zahlreiche andere bekannte Eisspatel sind messerartig oder schaberähnlich
ausgebildet und können teilweise in veränderlichem Winkel an die Gefriertrommelwand
zum
Abschaben der gefrierenden Masse eingestellt werden. Diese Eisspatelarten
haben gegenüber der (an sich bereits bekannten) Spatel= srhnecke, wie sie beim Gegenstand
der Erfindung zur Anwendung kommt, den Nach-.: teil, daß sie bei jedem Trommelumlauf
die Masse über die ganze Gefrierhöhe hinweg abschaben und keine Knetwirkung auf
die anfrierenden Masseteilchen vor dem Abschaben ausüben.
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Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in den Abb. i bis
6 in zwei verschiedenen Ausführungsarten dargestellt; und zwar für den Fall, daß
der Antrieb von unten aus geschieht. Wird der selbsttätige Eis-. spatel von oben
her angetrieben, so ändert sich grundsätzlich an der Ausführung nichts. In den Abbildungen
ist ä die zylindrische Gefriertrommel, die in der Mitte in ein senkrechtes Rohr
b übergeht. Sie ruht einerseits auf dem Maschinenflansch c und ist anderseits mit
dem Bördel d befestigt. Der Deckel e macht die Gefriertrommel verschließbar. Die
Motorenwelle f geht durch das mittlere Rohr b bis über das obere Ende desselben
Lind ist dort mit einem Vierkant oder einem Flachkant g versehen. Ein Rohr
lt
schiebt sich drehbar über das finit der Trommel verbundene Rohr b und hat
oben einen Boden mit einer Aussparung, mit welcher es auf das Vierkant oder Flachkant
g der Motorenwelle f aufgesetzt -werden kann. Die Rändehnutter i hält das
Röhr lt auf der Welle f fest, so daß es sich mit dieser .drehen muß. Durch eine
nicht mutgezeichnete Führung am Boden der Gefriertrommel a kann für einen zuverlässigen
Lauf des Rohres h auf dem Rohre b gesorgt werden. -An dem Rohr 1a sind die Lappen
k (s. Abb. 3, 4 und 5) oben und unten angeschweißt. An diesen ist beweglich der
Spatelschn_eckenträger 1 angebracht, der in Abb. i und 2 aus einer oberen und unteren
sektorförmigen Platte besteht, die mit einem angeschweißten senkrechten Blech m
miteinander verbunden sind. Am anderen Ende des Spatelschneckenträgers L ist bei
der Ausführung nach Abb. i, 2 und 3 drehbar die Spatelschnecke n eingesetzt, auf
deren oberem Wellenstumpf das Klinkenrad o mit den Sperrklinken p und q befestigt
ist. Die bewegliche SperAdinke q ist an dem Winkelhebel r gelenkig angebracht, und
die eine Seite dieses Winkelhebels trägt am Ende eine Rolle s. Durch die Schraubenfeder
t, die sich mit dem abkläppbaren Spanner fit spannen und entspannen läßt, wird der
Spatelschneckenträger 1 um den Drehpunkt v so bewegt, daß die Spatelschnecke n finit
der Spannung der Feder t stets an der Trommelwand anliegt. Der Drehsinn des Spatels
ist durch Pfeile in Abb. ?, 3 und 5 angedeutet. Mit zu ist ein sichelförmiger Anschlag
bezeichnet, der mit den Lappen x am Rande der Trommel a oder an der
Abdeckung festgehalten wird.
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=#. Beim Umlauf der Eisspatel gleitet die 'Rolle s- an der zylindrischen
Wand der Trommel a entlang und überläuft den Anschlag w
bei jeder Umdrehung.
Durch diesen Anschlag zu wird der Hebel r jedesmal zurückgedreht und dadurch die
Sperrklinke q zur Weiterdrehung des Sperrades o um ein oder mehrere Zahnlücken veranlaßt.
Dadurch dreht sich dann die Spatelschnecke fit langsam ruckweise um ihre Achse,
und die Speiseeismasse wird von der Trommelwand knetend von unten nach oben abgespatelt.
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Das obere Blech {des Spateltriigers 1 ist als breiter Sektor ausgeführt,
damit die von der Schnecke hochgeförderte Eismasse nicht in das Zahngesperre gelangen
kann. Ein entsprechend abgebogenes Leitblech y führt die hochkriechende Speiseeismasse
selbsttätig wieder abwärts. Am unteren Querblech des Spatelträgers L ist ein pflugscharähnlich
ausgestaltetes Wurfblech z befestigt, durch das die noch flüssige Speiseeisinasse
von der uinlaufenden Spatelung an die Seitenwand der Trommel a hochgeworfen wird.
Die Feder t=
hat die Aufgabe, den Winkelhebel r nach jedem Vorbeigang der
Rolle s am Anschlag Eu wieder in die ursprüngliche Lage Zurückzubringen, also die
Rolle s an die Trommelwand anzulegen.
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Die zweite Ausführungsart des selbsttätigen Eisspatels ist in Abb.
4.,. 5 und 6 dargestellt. Der Spatelträger L ist bei dieser Ausführungsart als kräftiges
Gelenkstück ausgebildet; das an der einen Seite von den Lappen k gelenkig getragen
wird und am anderen Ende den Wellenstumpf der Spatelschnecke n aufnimmt. An Stelle
des Zahngesperres zum Drehen der Spatelschnecke ist bei dieser Ausführungsart ein
Federgesperre gewählt. Dieses besteht aus den beiden Federn o1 und p l; die beide
im gleichen Sinne gewickelt sind und den Wellenstumpf der Spatelschnecke n fest
umfassen. Die Feder p1 ist in dem Spatelträger L am unteren Ende festgehalten, während-
die obere' Feder o1 am oberen Ende in den Arm r1 übergeht, der die Rolle s trägt.
Durch den Knebel u1 können die beiden Federn t1 und t2 gespannt und entspannt werden.-
Die Feder t1 drückt im gespannten Zustand die Spätelschnecke an die. Trommelwand
an, während die Feder t' den Arm r1 nach jedesmaligem überläufr-n des Anschlages
w mit der Rolle s wieder an die Trommelwand andrückt. Bei dem ruckweisen Bewegen
der Feder dl wird die Spatelschnecke nach der einen Richtung hin mitgenommen, nach
der anderen Richtung hin durch die
Feder p` festgehalten. An dem
Rohre lt ist noch das pflugscharartig ausgebildete Blech z` angebracht, das auch
hier die Aufgabe hat, die noch flüssige Eismasse an die Wand der Trommel anzuwerfen.
Die muschelartige Kappe y' am oberen Ende der Spatelschnecke n hat die Aufgabe,
die an der Schnecke hochkriechende Eismasse wieder abwärts zu leiten.
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Es können an Stelle der Federn t, t' und t' Schwunggewichte
angewendet werden, welche die Spatelschnecke i und die Rolle s an die Trommelwand
andrucken.
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Die Gefriertrommel kann auch schrägliegend, also nach der Arbeitsseite
geneigt, angeordnet werden. Das Anwerfen, Kneten und Abspateln der Eismasse geschieht
dann in gleicher \Veise, doch ist die Gefriertromirtel zur Entnahme der gefrorenen
Masse leichter zugänglich.
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An Stelle des Anschlages w läßi sich in der Trommelwand eine ähnlich
geformte Einbuchtung anbringen, durch welche die Hubbewegung des Gesperres bewirkt
wird.
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Ebenso ist es möglich, zur Erzeugung dieser Hubbewegung auf dem Rohre
b einen Exzenter oder eine Nockenscheibe anzubringen. In diesem Falle wird an Stelle
des drehbaren Rohres h ein U-Winkel benutzt, dessen untere Lagerbohrung groß genug
ist, um über den Exzenter oder die \ockenscheibe hinweggeschoben zu werden.
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:Ulan kann auch oberhalb des Spatels eine gerade oder kurvenartig
verlaufende Führung fest oder lösbar anbringen, in der das Ende des beweglichen
Gesperreteiles gleitet.
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Für den Spatelschneckenträger i und teilweise für die Spatelschnecke
zt und die Rolle s lassen sich außer Metall auch Kunstharze oder andere heimische
Werkstoffe benutzen.
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Zum Einsetzen des selbsttätigen Eisspatels wird der Spanner it bzw.
der Knebel it' umgelegt. Damit sind die Federn t bzw. t' und t=
entlastet.
Der Eisspatel knickt dann im Gelenke v zusammen und läßt sich leicht einsetzen und
mit der Rändelmutter i auf der Motorenwelle f befestigen. 2'"acli dem Querstellen
des Spanners it bzw. des Knebels u'
sind Spatelschnecke z1 und Rolle s an
die Trommelwand angelegt, und der Motor kann eingeschaltet werden. Sinngleich geschieht
das Herausnehmen des Spatels nach dein Gefrieren der Eismasse.