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mehrfadenglühlampe Die Erfindung betrifft eine Mehrfadenglühlampe
mit mehreren mittels einer in zwei axial gegeneinander verschiebbaren Sockelhülsen
angebrachten Schaltvorrichtung wahlweise all °in oder in Gruppen schaltbaren Leuchtkörpern.
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Das Kennzeichen der vorliegenden Mehrfadenglühlampe besteht nun darin,
daß die Kontaktpole jedes einzelnen Leuchtkörpers auf gleicher Höhe, die Kontaktpolpaare
der verschiedenen Leuchtkörper jedoch gegeneinander versetzt auf verschiedenen Höhen
an einer Isolierplatte im Innern der axial verschiebbaren Sockelhülse liegen, während
die diesen Kontaktpolen entsprechenden Kontaktelemente sowohl sämtlich auf gleicher
Höhe wie auch in paarweise verschiedenen, den Abständen der Kontaktpolpaare entsprechenden
Höhen an Stromzuleitungsdrähten angebracht sind, die in den Sockelkontakten der
äußeren Sockelhülse enden.
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Eine Lampe gemäß der Erfindung hat den Vorteil, daß der jeweils leuchtende
Faden sich an derselben Stelle im Raume befindet.
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Das ist besonders wichtig, wenn eine Lampe gemäß der Erfindung in
einem Scheinwerfer verwendet wird und man die Lichtstärke verändern will. Durch
Verschiebung der beweglichen Teile läßt sich dann der jeweils leuchtende Faden stets
in den ,Brennpunkt des Scheinwerfers bringen. Das wird erreicht, wenn die Höhenabstände
der Kontaktpolpaare auf der Isolierplatte den gegenseitigen Abständen der Leuchtkörper
gleich sind, so daß der jeweils eingeschaltete leuchtende Faden immer den gleichen
Abstand vom Boden der äußeren Sockelhülse hat.
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Auf .der Zeichnung ist eine Lampe gemäß der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
in Abb. i im Aufriß mit teilweisem Schnitt dargestellt. Abb. a zeigt eine Einzelheit
in Seitenansicht.
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Die Abb. 3 bis 7 zeigen verschiedene Stellungen der beweglichen Teile.
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Bei der vorliegenden Lampe ist eine Glühbirne i, die vorzugsweise
nach dem üblichen Modell ausgeführt wird, auf einem Sockel a, der im Innern eine
Platte 3 aus Isolierstoff, z. B. Glas, aufnimmt, durch welche die Glühfadenträger
hindurchgehen, befestigt. Die Platte 3 und die Birne i sind durch teilweise Schmelzung
o. dgl. verbunden, so daß, wie gewöhnlich, ein möglichst vollkommenes Vakuum im
Innern der Birne geschaffen werden kann.
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Die Lampe enthält in bekannter Weise mehrere Glühfäden von verschiedener
Lichtstärke. Die Zahl der verschiedenen Lichtstärken, die man mit derselben Lampe
erzielen kann, entspricht nicht unbedingt der Zahl der Glühfäden, die sie enthält.
In der
als Beispiel angenommenen Lampe sind drei Fäden A, B, C vorgesehen,
deren Lichtstärken beispielsweise 32, 16 und 2 Kerzen betragen. Bei dem Beispiel
ergibt die Verwendung der Glühfäden A, B, C eine jeweilige Lichtstärke von 32, 16
oder 2 Kerzen und der gleichzeitige Gebrauch aller drei Glühfäden eine solche von
5o Kerzen.
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Die Glühfäden werden wie gewöhnlich von Leitungsdrähten 4. getragen,
welche teilweise in die Platte 3 eingeschmolzen sind und mit dem einen Ende in das
Innere der Birne reichen, wo sie als Fadenträger ausgebildet sind. Mit dem anderen
Ende bilden sie die Stromzuführungsenden 5, welche aus der Platte 3 herausragen.
Wenn man die Achse der Lampe als senkrecht annimmt, so befinden sich die beiden
Stromzuführungsenden eines und desselben Glühfadens waagerecht in derselben Höhe,
wobei jedoch die Stromzuführer des Glühfadens B von der Achse weiter entfernt sind
als die Stromzuführer des Glühfadens C, die Stromzuführer des Glühfadens A wiederum
weiter entfernt von der Achse sind als die Stromzuführer des Glühfadens B. Die sechs
Stromzuführungen liegen dabei in derselben senkrechten Ebene.
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Der Strom wird durch die beiden Führungsdrähte 6, die auf einem auf
.dem Zylinder 2 verschiebbaren Zylinder 7 befestigt sind, zugeleitet. Der Zylinder
7 hat zweckmäßig die ungefähre Form und Abmessungen der gewöhnlich im Handel käuflichen
Fassungen.
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Die Verschiebung der beiden Zylinder zueinander kann durch eine beliebige
Vorrichtung bewirkt werden.
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Die Stromzuführungsdrähte 6 enden in zwei Kontakten 15 für die Stromzuführung,
die hier am Boden des Sockels angebracht sind. Man kann aber auch einen Kontakt
an den Sockelboden und einen am Zylinder 7 in üblicher Weise anbringen. Die Drähte
6 sind im vorliegenden Beispiel in einer senkrechten Ebene angeordnet und derart
gebogen, daß sie in der erforderlichen Weise den Strom den verschiedenen Glühfäden
zuführen. Zu diesem Zweck ist der Teil 16 der Drähte 7 waagerecht und der Teil 17
schräg gestellt. Blattfedern 18 sind an den betreffenden Punkten der Leitung 6 angebracht
und dienen dazu, den Kontakt zwischen den Drähten 6 und den Kontakten 5 herzustellen.
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Das Verschieben des beweglichen Teiles der Lampe gegenüber der Fassung
hat die Wirkung, nacheinander die Kontakte 5 mit den Kontaktfedern 18 in Verbbindung
zu bringen, wodurch zuerst die drei Glühfäden A, B, C zum Leuchten gebracht werden;
wenn man nun fortfährt, die Lampe zu verschieben, wird zuerst der Glühfaden A zum
Leuchten gebracht, dann der Glühfaden B und schließlich der Glühfaden C. Bei noch
weiterern Verschieben des beweglichen Teiles der Lampe kommen die Kontakte 5 der
drei Glühfäden A, B, C vollständig außer Kontakt mit den Blattfedern 18,
so daß alle drei Glühfäden ausgeschaltet sind. Diese verschiedenen Stellungen sind
aus den Abb.3 bis 7 zu ersehen. Abb.3 zeigt die Stellung des beweglichen Teiles
der Lampe und der Stromzuführungen 6 bei Einschaltung zum gleichzeitigen Aufleuchten
aller drei Glühfäden. Abb. q. zeigt die Schaltung zum Aufleuchten des Glühfadens
A, Abb. 5 die für den Glühfaden B und Abb. 6 die für den Glühfaden C. Abb. 7 zeigt
die Stellung bei vollständiger Ausschaltung der drei Glühfäden.
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Die senkrechte Entfernung zwischen zwei Strornzilführangspaaren wird
den Verhältnissen derart angepaßt, daß .die Leitungen 16 den Strom nur jedesmal
an einen einzigen Glühdraht abgeben. Die senkrechte Entfernung kann übrigens zwischen
den einzelnen Paaren von Stromzuführungsenden ungleich sein. In Wirklichkeit wird
die Gesamtverschiebung des beweglichen Teiles nur wenige Millimeter betragen.
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Bei einer anderen Ausführungsart wird der Lampensockel zwischen Schaltvorrichtung
5, i8 und Lampenkolben i beispielsweise in der Ebene B B' der Abb. i unterteilt,
wobei die beiden Sockelteile durch Kontaktvorrichtungen auswechselbar miteinander
verbunden sind. Der Teil, der die Birne umfaßt, welche sich über dieser Linie befindet,
würde dann in einer Art Fassung enden, welche dann auf den anderen Teil aufgesetzt
wird, welcher eine Art Stopfen bildet und unterhalb der genannten Linie liegt. An
der Trennungsstelle enden die Leitungsdrähte in einer Art Kontakt, so daß die Verbindung
gewährleistet ist, wenn die abnehmbare Birne auf den unteren Teil aufgesetzt- wird.
Wenn also die Birne springen sollte, so wäre nur diese auszuwechseln und nicht die
ganze Lampe, so daß eine große Ersparnis erzielt wird. Man kann also in diesem Falle
die Fabrikation der vollständigen Lampen wie auch die Herstellung der Unterteile
einerseits und der dazugehörigen Birnen andererseits getrennt betreiben, besonders
da diese letzteren in viel größerer Zahl als die ersteren vorgesehen werden müssen,
weil die Außerbetriebsetzung einer elektrischen Lampe gewöhnlich wegen Durchbrennens
der Fäden oder Bruch der Birne stattfindet. Der Lampentyp, der den Gegenstand dieser
Erfindung darstellt, gestattet eine Ersparnis von So bis 6o % des sonst gewöhnlich
verlorengehenden Stromes. Der Gebrauch der Lampe erfordert keine Veränderungen der
vorhandenen Installation
(Leitungen, Fassungen, Unterbrecher
..... ). Ihre Formen und Ausmaße sind die der gewöhnlichen handelsüblichen
Lampentypen. Ihre Konstruktion bietet keine besondere Schwierigkeit, ihr Preis ist
nur ungefähr um die Hälfte teurer als der einer gewöhnlichen Lampe von 5o Kerzen.
Dagegen ist eine Lampe mit mehreren Glühfäden viel länger brauchbar als eine Lampe
mit einem einzigen Glühfaden.