DE506440C - Verfahren zur Darstellung von 2-Halogenanthrachinon-3-carbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 2-Halogenanthrachinon-3-carbonsaeuren

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DE506440C
DE506440C DEI32154D DEI0032154D DE506440C DE 506440 C DE506440 C DE 506440C DE I32154 D DEI32154 D DE I32154D DE I0032154 D DEI0032154 D DE I0032154D DE 506440 C DE506440 C DE 506440C
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DE
Germany
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carboxylic acids
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Expired
Application number
DEI32154D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Martin Corell
Dr Emil Hausdoerfer
Dr Georg Kraenzlein
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C66/00Quinone carboxylic acids
    • C07C66/02Anthraquinone carboxylic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von 2-Halogenanthrachinon-3-carbonsäuren Das Patent d.95 335 betrifft die Darstellung von 2-Halogenanthrachinon-i-carbonsäuren, darin bestehend, daß i-AminoanthrachinOn-2-sulfonsäuren dianotiert, mit Kupfercvanür umgesetzt, verseift und mit Halogen oder Halogen abspaltenden Mitteln behandelt werden.
  • Es ist nun weiter gefunden worden, daß sich dieses Verfahren auch auf die Darstellung von 2-Halogenanthrachinon-3-carbonsäuren ausdehnen läßt. Die 2-HalogenanthraeliinOn-3-carbonsäuren wurden bisher nur auf synthetischem Wege analog wie die 2-Chloranthrachinon-i-carbonsäure erhalten (vgl. Ber. -.i, S. 3638: Ber. .47. S. 56i). Die gleichen Umstände, die im Hauptpatent angegeben worden sind, ließen es überraschend (:,rscheinen, daß die Darstellung der 2-Ha-1i- )genanthrachinon-3-carbonsäuren auf die angegebene Weise glatt erfolgt.
  • Die 2-TIalogenanthrachinon-3-carbonsäuren stellen wertvolle Zwischenprodukte für die Darstellung von Anthrachinonfarbstoffen dar. Beispiele i. 300 Gewichtsteile ß-Aminoanthrachinonsulfonsä ure, am besten als Sulfat aus der Sulfonierungslösung abgeschieden, werden mit ioo Gewichtsteilen Natriumnitrit bei gewöhnlicher Temperatur dianotiert, wobei das farblose Diazoanhvdrid der Aminosulfonsäure gebildet wird. Nach dem Absaugen wird neutral gewaschen und die Paste in eine Natrium-Kupfercvanürlösung, hergestellt aus 25o Gewichtsteilen Kupfersulfat und 28o Gewichtsteilen Cyannatrium in 3 ooo Gewichtsteilen Wasser, eingetragen. Unter starker Stickstoffentwicklung scheidet sich die 3-Nitriloanthrachinon-2-sulfonsäure in hellgelb gefärbten Kristallen ab. Nach kurzem Aufheizen auf 6o bis 70° wird abgesaugt und mit verdünnter Kochsalzlösung neutral gewaschen. Man kann nun durch Kochen mit Alkali verseifen. Hierbei wird jedoch teilweise die Sulfonsäuregruppe abgespalten, so daß es vorteilhaft ist, die Nitrilosulfonsäure zu trocknen, in der 5fachen Menge Schwefelsäure 66° Be zu lösen und so viel Wasser hinzutropfen zu lassen, daß ein Siedepunkt von 16o° der Schwefelsäure erreicht wird. Nach anfänglicher Ausscheidung der schwerlöslichen Nitrilosulfonsäure tritt Lösung und Aufhellung ein. Nach './2stündigem Kochen ist die Verseifung beendet. Durch weiteres Verdünnen wird die Konzentration nun so gewählt, daß sich beim Abkühlen die 2-SulfoanthrachinOn-3-earbonsäure in farblosen Nädelchen abscheidet. Die Sulfocarbonsäure ist in Wasser löslich, und sie läßt sich daraus umkristallisieren. Sie wird in 5 ooo Teilen Wasser gelöst, Zoo Volumteile konzentrierte Salzsäure hinzugegeben und-bei go bis 95° unter Rühren eine Lösung von i oo Gewichtsteilen Natriumchlorat in ioo Teilen Wasser gelöst zutropfen lassen. Hierbei scheidet sich allmählich die 2-Chloranthrachinon-3-carbonsäure in guter Reinheit und in einer Ausbeute von 8o°/" der Theorie, berechnet auf die angewandte 3-Aminoanthrachinon--2-sülfonsäure, ab. Nach dem Umkristallisieren aus Nitrobenzol zeigt sie den Schmelzpunkt von 285°. Das Produkt ist identisch mit der in den Berichten 41, Seite 3838, beschriebenen Carbonsäure.
  • 2. 40o Gewichtsteile 3 - 7-Diaminoanthrachinon-2 - 6-disulfonsäure werden, wie in Beispiel i beschrieben, mit Zoo Gewichtsteilen Natriumnitrit diazotiert, das ausgeschiedene graue Diazoanhydrid abgeschieden. Das feuchte Diazoanhydrid wird in eine Lösung von 13 Gewichtsteilen Kupfersulfat und i 5oo Gewichtsteilen Cyannatrium in 8 ooo Teilen Wasser eingetragen und durch schwaches Erwärmen die Abscheidung der bräunlichen Dinitrilodisulfonsäure beendet. Nach gutem Auswaschen mit Kochsalzlösung wird die Säure getrocknet und, wie oben beschrieben, verseift. Die abgeschiedene Disulfodicarbonsäure wird in io 1 Wasser gelöst, 6oo Gewichtsteile konzentrierte Salzsäure hinzugegeben und bei go bis 95' unter Rühren eine Lösung von 3oo Gewichtsteilen Natriumchlorat in 3ooGewichtsteilen Wasser gelöst zutropfen lassen. Die 2 - 6-Dichloranthrachinon-3 - 7-dicarbonsäure scheidet sich langsam aus. Sie wird so genügend rein in einer Ausbeute von 6o bis 70° der Theorie, berechnet auf die angewandte 3 - 7-Diaminoanthrachinon-2 -6-disulfonsäure,erhalten. Sie kristallisiert aus Nitrobenzol in farblosen Nädelchen, die über 300° schmelzen.
  • 3. Erhitzt man die nach Beispiel i dargestellte 2-Sulfoanthrachinon-3-carbonsäure in der iofachen Menge Wasser mit 8o Gewichtsteilen Brom unter Druck 8 bis io Stunden auf 2oo° C, so erhält man die 2-Bromanthrachinon-3-carbonsäure. Sie kann durch Lösen in Soda und Wiederausfällen gereinigt werden. Man erhält so die Säure in einer Ausbeute von 7o bis 8o'/,. Die Säure ist identisch mit der in den Berichten der Deutschen Chemischen Gesellschaft 58, Seite.498, beschriebenen2-Bromanthrachinon-3-carbonsäure vom Schmelzpunkt 284°. Sie zeigt ganz ähnliche Eigenschaften wie die oben beschriebene 2-Chloranthrachinon-3-carbonsäure.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 2-Halogenanthrachinon-3-carbonsäuren nach Patent 495 335, dadurch gekennzeichnet, daß 3-Aminoanthrachinon-2-sulfonsäuren diazotiert, mit Kupfercyanür behandelt, verseift und mit Halogen oder Halogen abspaltenden Mitteln behandelt werden.
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