DE503571C - Verfahren zur Herstellung von Aceton - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aceton

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DE503571C
DE503571C DEH97938D DEH0097938D DE503571C DE 503571 C DE503571 C DE 503571C DE H97938 D DEH97938 D DE H97938D DE H0097938 D DEH0097938 D DE H0097938D DE 503571 C DE503571 C DE 503571C
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acetone
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Aceton Es wurde gefunden, daß Aceton unter Umständen in glatt verlaufender Reaktion aus Acetaldehyd und Wasserdampf in Gegenwart von Katalysatoren bei oberhalb 300°, z. B. zwischen 35o und 6oo' liegenden Temperaturen, erhalten werden-kann. Daneben entstehen Wasserstoff und Kohlensäure.
  • Die Reaktion verläuft entsprechend der Gleichung 2 CH3 CHO + 11,0 = CH. COCH3+ C02-- 2 H2. Als Katalysatoren haben sich Sauerstoffverbindungen von Metallen, z. B. des Eisens, Mangans oder Kupfers, wie Eisenoxyd, Manganhydroxyd, Kupferoxydhydrat, Kupfercarbonat, als geeignet erwiesen. Dabei hat es sich als vorteilhaft gezeigt, derartige Katalysatoren in Verbindung-oder im Gemisch mit anderen Stoffen, z. B. in Form eisenhaltiger Mineralien, zur Anwendung zu bringen. Und schließlich wurde gefunden, daß es möglich ist, die Wirkung der Katalysatoren durch Hilfsstoffe, wie Calciumcarbonat oder Magnesiumoxyd, sehr erheblich zu steigern. Bei Anwendung derartiger Katalysatorenkombinationen, z. B. von Eisenoxyd und Calciumcarbonat, ist es vorteilhaft, die Bestandteile in möglichst enge Berührung miteinander zu bringen, z. B. die einzelnen Körner der Beschickung aus beiden Bestandteilen zusammenzusetzen oder den einen als Träger für den anderen zu verwenden. Die Reaktion tritt bereits ein, wenn die Reaktionsgefäße aus katalytischen Stoffen der einen oder anderen Art bestehen. In Eisenrohren können bei Einhaltung sonst gleicher Bedingungen bessere Ergebnisse erzielt werden als in Quarzrohren. Der Wasserdampf wird vorteilhaft in erheblichem überschuß angewendet.
  • Beispiele i. Ein Essenrohr von 34 mm lichter Weite, welches mit gekörntem Breunerit beschickt war, wurde auf einer Länge von 62o mm auf 5oo bis 55o° erhitzt. Bei dieser Temperatur wurde eine Mischung von i95 g Acetaldehyd und 2ooo g Wasser in Dampfform innerhalb sieben Stunden durch das Rohr geleitet. Die entweichenden Dämpfe wurden kondensiert. Das Kondensat enthält 65 g Aceton neben unverbrauchtem Acetaldehyd und Essigsäure. Die Ausbeute betrug mithin 5o,6% der Theorie, bezogen auf den angewendeten Acetaldehyd.
  • 2. Ein Quarzrohr von 3o mm lichter Weite wurde mit rostigen Eisenspänen, welche mit Calciumcarbonat imprägniert waren, beschickt und in einer Länge von 6oo mm auf 47o bis 475° erhitzt. Innerhalb acht Stunden wurden 165 g Acetaldehyddampf und 15oo g Wasserdampf durchgeleitet. Das aus den entweichenden Dämpfen gewonnene Kondensat enthält 99 g Aceton. Die Ausbeute betrug mithin 9 i % der Theorie, berechnet auf den angewendeten Acetaldehyd. Der Katalysator kann z. B. dadurch erhalten werden, daß eine verdünnte Calciumacetatlösung, in welche die Späne eingelegt sind, unter Rühren eingedampft wird, worauf die Späne geglüht werden. Es ist bereits bekannt, daß beim Überleiten von Acetylen und Wasserdampf bei höheren Temperaturen über Kontakte Aceton gebildet wird. Aus den dieses bekannte Verfahren betreffenden Veröffentlichungen war aber nicht auf die Möglichkeit, Acetaldehyd mittels Wasserdampfs in Aceton überzuführen, zu schließen. - Dazu kommt, daß das neue Verfahren unter gewissen Bedingungen mit hohen Ausbeuten verbunden ist und eine lange Wirkungsdauer der Katalysatoren gewährleistet. Aus dem Chemischen Zentralblatt 1920, 111, S.336, Abs. 1 ist es zwar schon bekannt, ein Gemisch von Acetaldehyd mit Wasserdampf bei 300° über Kupfer, also einen Katalysator, zu leiten. Dabei wird aber ein Reaktionsprodukt erhalten, welches aus wechselnden Mengen von Äthylalkohol, Butyraldehyd und Essigsäure besteht. Von diesem bekannten Verfahren unterscheidet sich dasjenige der Erfindung durch die Zusammensetzung der zu verwendenden Katalysatoren und die zu befolgenden Arbeitstemperaturen und dementsprechend auch in der Wirkung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Aceton, dadurch gekennzeichnet, daß Acetaldehyd und zweckmäßig im überschuß anzuwendender Wasserdampf in Gegenwart von Metallsauerstoffverbindungen, z. B. des Eisens, Mangans oder Kupfers, oder von derartige Verbindungen enthaltenden Stoffen oder Gemischen bei oberhalb 3oo° liegenden Temperaturen zur Reaktion gebracht werden, wobei vorteilhaft für Anwesenheit von reaktionsbegünstigenden Hilfsstoffen, z. B. Calciumcarbonat oder Magnesiumoxyd, Sorge getragen wird.
DEH97938D 1924-07-22 1924-07-22 Verfahren zur Herstellung von Aceton Expired DE503571C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3466334A (en) * 1966-08-05 1969-09-09 Eastman Kodak Co Catalytic synthesis of ketones from a mixture of an aldehyde and an acid

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