DE489182C - Verfahren zur Gewinnung von Blausaeure - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Blausaeure

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DE489182C
DE489182C DEB118803D DEB0118803D DE489182C DE 489182 C DE489182 C DE 489182C DE B118803 D DEB118803 D DE B118803D DE B0118803 D DEB0118803 D DE B0118803D DE 489182 C DE489182 C DE 489182C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/02Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide
    • C01C3/0254Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide from cyanates or from thiocyanates

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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

Es ist ein Verfahren zur Gewinnung von Blausäure aus Rhodanwasserstoff bekannt, bei dem Rhodanwasserstoff für sich oder im Gemisch mit Gasen oder Dämpfen bei erhöhter Temperatur gegebenenfalls in Gegenwart' von Kontaktstoffen mit sauerstoffhaltigen Gasen behandelt wird.
Dieses Verfahren läßt sich allgemein auf flüchtige Rhodanwasserstoffverbindungen ausdehnen, die auf thermischem oder mechanischem Wege verflüchtigt und in feinster Verteilung zur Oxydation gebracht werden. Es lassen sich auch nichtflüchtige Rhodanverbindungen bzw. Gemische von flüchtigen und nichtflüchtigen auf diese Weise behändem.
Die meisten bekannten Kontaktstoffe begünstigen nicht nur die Oxydation des Rhodanwasserstoffes, sondern führen auch zu einer Zersetzung der gebildeten Blausäure.
ao Es wurde nun gefunden, daß einigen Stoffen die Fähigkeit zukommt, die Oxydation von Rhodanwasserstoff vorteilhaft zu beeinflussen, ohne aber zugleich auch eine Zersetzung der gebildeten Blausäure herbeizuführen. Als besonders geeignet wurden hierfür Aluminium, Aluminiumoxyd und Aluminiumlegierungen befunden sowie Eisen, dessen Oberfläche aus einer Aluminium-Eisen-Legierung besteht, die z. B. durch Kalorisieren des Eisens mit Aluminium hergestellt wurde. Die Katalysatoren können z. B. auch als Spiralen, Drahtnetze o. dgl. Verwendung finden, ebenso können sie auf Trägern angebracht sein, oder man führt die Reaktion in Gefäßen durch, die aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen bestehen.
Die erforderliche Verflüchtigung der Rhodanverbindungen erfolgt zweckmäßig durch rasches Verkochen aus Quarzgefäßen bei hoher Temperatur. Bei Verflüchtigung aus Metallbehältern werden unerwünschte Zersetzungen dadurch vermieden, daß die zu verflüchtigende Rhodanverbindung mit überhitzten Flächen in Be-
*) Früheres Zusatzpatent 411104
rührung gebracht -wird, so daß sich zwischen der Metallfläche und der in feinster Verteilung befindlichen Flüssigkeit Dampfmantel bilden. Man läßt z. B. eine Rhodanammoniumlösung S in feiner Verteilung in die überhitzten Gefäße eintropfen. Als Verdampfungsfiächen sind insbesondere solche aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen geeignet. Die Heizflächen werden zweckmäßig erheblich über 150° erhitzt, z.B. auf 250 bis 4500.
Beispiele
i. 1000 ecm einer Lösung, welche 8 Prozent Rhodanwasserstoff enthält, werden im Verlauf von 6 Stunden in einem Quarzkessel verdampft. Der Dampf wird unter Zugabe von 420 1 Luft durch ein mit Porzellanstücken gefülltes, auf 500 bis 525 c erhitztes Aluminiumrohr geleitet.
ao 2. 1000 ecm einer 24prozentigen Rhodanammoniumlösung werden im Verlauf von 40 Minuten in einer Aluminiumblase, die auf ungefähr 300° erhitzt ist, mittels einer Düse versprüht; 350 1 vorerwärmte Luft werden mit dem von der Blase abströmenden Rhodanammon-Wasserdampfgemisch gemischt. In - einem mit Quarzscherben gefüllten Quarzrohr wird das Gasdampfgemenge allmählich auf 480 ° erhitzt.
3. 1000 ecm einer 25prozentigen Rhodanammoniumlösung läßt man derart in ein auf etwa 350° erhitztes Aluminiumgefäß eintropfen, daß die angewandte Menge innerhalb 5 Stunden verdampft. In der gleichen Zeit werden 1200 1 erhitzte Luft in den unteren Teil des Gefäßes eingeleitet. Das Dampfluftgemisch wird durch ein mit Quarzscherben beschicktes Quarzrohr geleitet, welches auf etwa 500° C gehalten wird.
4. 1000 ecm einer technischen 25prozentigen Ammoniumrhodanidlösung werden in einer Stunde auf einem auf 350 ° C erhitzten Metallkessel mittels einer Düse versprüht und zu gleicher Zeit 1800 1 Luft eingeblasen. Das Dampfluftgemisch hat beim Verlassen des Kessels eine Temperatur von 300° C. Es wird in einem aus einer Aluminiumlegierung bestehendem Rohr allmählich auf 5200C aufgewärmt.

Claims (5)

Patentansprüchen
1. Verfahren zur Gewinnung von Blausäure durch Oxydation von Rhodanverbindungen nach Patent 410 418, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydation in Gegenwart von Aluminium oder Aluminiumlegierungen erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Aluminiumoxyd.
3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Aluminium-Eisen-Legierung.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydation in überhitzten Behältern aus Aluminium oder aus Eisen durchgeführt wird, dessen Oberfläche aus einer Aluminium-Eisen-Legierung besteht.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rhodanverbindungen in Quarzgefäßen verdampft werden.
DEB118803D 1923-04-23 1925-03-18 Verfahren zur Gewinnung von Blausaeure Expired DE489182C (de)

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