DE503569C - Verfahren zur Behandlung von Zuckersaeften oder Zuckerloesungen mit Schwefeldioxyd - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Zuckersaeften oder Zuckerloesungen mit Schwefeldioxyd

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DE503569C
DE503569C DEP55612D DEP0055612D DE503569C DE 503569 C DE503569 C DE 503569C DE P55612 D DEP55612 D DE P55612D DE P0055612 D DEP0055612 D DE P0055612D DE 503569 C DE503569 C DE 503569C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/08Purification of sugar juices by oxidation or reduction
    • C13B20/10Purification of sugar juices by oxidation or reduction using sulfur dioxide or sulfites

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Non-Alcoholic Beverages (AREA)

Description

  • Verfahren zur Behandlung von Zuckersäften oder Zuckerlösungen mit Schwefeldioxyd Die schweflige Säure wird in der Zuckerfabrikation vornehmlich angewandt, um in Säften oder Zuckerlösungen enthaltene organische Farbstoffe zu reduzieren (bleichen). Bei ihrer Einwirkung .entstehen auch lösliche Verbindungen, wie z. B. Gips, welche durch längeres Kochen erst ,allmählich wieder ausgeschieden werden und besonders die Heizflächen der Verdampfstation belegen und unwirksam machen. Außerdem sind mit S02 ausgefällte Verbindungen schwer filtrierbar. Um diese Nachteile zu beseitigen, hat man vorgeschlagen, an die S02-Saturation eine CO@-Saturation anzuschließen. Durch ausgefälltes Calciumcarbonat wird nämlich eine leichtere Filtrierbarkeit der S02-Ausscheidungen erzielt, und es kommen auch die angedeuteten, erst durch andauerndes Kochen ausscheidbaren SO.,-Verbindungen durch Umsetzung zur Ausfällung.
  • Dieser Arbeitsweise .haftet aber der erhebliche Mangel an, daß die vorher mit S02 reduzierten Farbstoffe durch dem Kohlendioxyd beigemischten Sauerstoff wieder oxydiert werden, so daß die Wirkung der schwefligen Säure zum größten Teile wieder aufgehoben wird.
  • Das im folgenden in einer beispielsweisen Ausführung dargelegte Verfahren gemäß der Erfindung beseitigt diesen Nachteil.
  • Der geschiedene Rohsaft wird in bekannter Weise in der ersten Saturation mit CO, auf etwa 0,07 bis o, i o/o Alkalität und das. Filtrat derselben in einer zweiten Saturation gleichfalls mit C02, z. B. bis fast zur Neutralität, aussatunert. Das Filtrat wird in eileer dritten Saturation mit SO@ behandelt und danach mit geringen Mengen, zweckmäßig mit ausgefälltem kohlensauren Kalk versetzt, erhitzt, gegebenenfalls auch gekocht oder aufgekocht, dann filtriert und nachfiltriert. Vor oder nach der Filtration oder Nachfiltration wird der Saft durch Zusatz von Ätzkalk oder Soda auf eine Alkalität von etwa o,oo5 bis o,oi % eingestellt. Ein ununterbrochener Arbeitsgang dergestalt, daß der Saft mehrere hintereinandergeschaltete Pfannen durchfließt, ist auch hierbei zu empfehlen. In der ersten Pfanne wird ununterbrochen mit S02 saturiert, in der zweiten Pfanne bei gleichzeitiger Erwärmung kohlensaurer Kalk zugesetzt und in der dritten Pfanne gegebenenfalls die erforderliche Alkalität eingestellt und weiter erwärmt, gekocht bzw. aufgekocht.
  • Durch den Zusatz von kohlensauren Kalkwerden vorher gebildete lösliche S02-Verbindungen umgesetzt und ausgeschieden. Dabei frei werdende C02 vermag, weil ihr Luft nicht beigemischt ist und C02 sich indifferent gegen organische Farbstoffe verhält, diese nicht wieder zu oxydieren. Der zugesetzte kohlensaure Kalk bildet gleichzeitig ein vorzügliches Filtriermittel.
  • Die anzuwendende kohlensaure Kalkmenge beträgt je nach der Dichte und Reinheit der zu behandelnden Zuckerlösungen (Dünnsäfte, Dicksäfte, Raffinadeklären, Sirupe u. dgl.) etwa 0,015 bis 0,050/0; jedoch kann man diese Mengen - schon um die Filtrierfähigkeit zu erhöhen - steigern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Behandlung von Zuckersäften und Zuckerlösungen jeglicher Art, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben mit SO2, Natriumhydrosulfit oder anderen S02 entwickelnden Verbindungen behandelt, dann mit kohlensauren, vorzugsweise ausgefällten kohlensauren .Kalk erwärmt, gelocht oder aufgekocht und filtriert werden.
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