DE503403C - Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Pyrazolanthronreihe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Pyrazolanthronreihe

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DE503403C
DE503403C DEI32141D DEI0032141D DE503403C DE 503403 C DE503403 C DE 503403C DE I32141 D DEI32141 D DE I32141D DE I0032141 D DEI0032141 D DE I0032141D DE 503403 C DE503403 C DE 503403C
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DEI32141D
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Dr Alfred Holl
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/02Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic ring being only condensed in peri position
    • C09B5/04Pyrazolanthrones

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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen der Pyrazolanthronreihe Bekanntlich werden Pyrazolanthron und seine Alkylderivate durch Ätzalkalischmelze in Küpenfarbstoffe übergeführt. Die Reaktion besteht anscheinend in der Verknüpfung mehrerer Moleküle des Ausgangsmaterials.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Körper, welche durch Einführung von negativen Gruppen in die Alkylpyrazolanthrone der Patentschrift 45476o, Kl. i2p, entstehen, durch Behandeln mit Reduktionsmitteln in dieselben Farbstoffe übergehen, welche die Kalischmelze liefert, so daß man also in diesen Fällen die teure Kalischmelze durch eine viel wirtschaftlichere Arbeitsweise ersetzen kann. Auf Grund dieser Erkenntnis wurde weiter gefunden, daß es nicht nötig ist, die Farbstoffe selbst in einem besonderen Arbeitsgang darzustellen, sondern daß man unmittelbar die durch Einführung von negativen Gruppen in die Alkylpyrazolanthrone erhaltenen Körper verküpen und mit den so erhaltenen Küpen in üblicher Weise färben kann. Beispiel i i Teil Methylpyrazolanthron der Patentschrift 45476o, K1. 12p, wird in 5 Teilen Eisessig unter Zusatz von i Teil Natriumacetat gelöst und etwa i Stunde Chlor eingeleitet. Das erhaltene Chlormethylpyrazolanthron wird aus Chlorbenzol umkristallisiert und schmilzt in reinem Zustande bei i8o°. Das hellgelb gefärbte Produkt gibt nun beim bloßen Verküpen mit 4o Teilen Wasser, 2 Teilen Ätznatron und 2 Teilen Hydrosulfit, lauwarm, in glatter Reaktion denselben bereits bekannten echten roten Küpenfarbstoff, welcher in der Kalischmelze von Chlormethylpyrazolanthron sowie von Methylpyrazolanthron entsteht und welcher auch aus Pyrazolanthrongelb - dem Kalischmelzprodukt des Pyrazolanthrons - durch erschöpfende Methylierung gewonnen wird. Bei der Behandlung des Chlormethylpyrazolanthrons mit Reduktionsmitteln entsteht zunächst nicht der rote Farbstoff selbst, sondern dessen blaue Küpe, in welche man mit der zu färbenden Baumwolle ohne weiteres eingehen kann. Man vermag also auf diese Weise mit dem gelben einfach molekularen Körper ohne Anwendung der Kalischmelze direkt rot und echt zu färben und so den hochmolekularen unlöslichen Farbstoff auf die Faser zu bringen. Durch Behandeln der Küpe mit Luft kann der Farbstoff leicht isoliert werden. Beispiel 2 Man kocht das im Beispiel i beschriebene Chlormethylpyrazolanthron mit 2o Teilen 2oprozentiger alkoholischer-Schwefelnatriumlösung,wodurch es zum Teil direkt in den im Beispiel i beschriebenen roten Küpenfarbstoff übergeht, der sich als Niederschlag abscheidet; der nicht in den Farbstoff umgewandelte Teil wird als Natriumsalz des Methylpyrazolanthronmercaptans vom entstandenen Farbstoff durch Filtrieren abgetrennt und durch Aussalzen gewonnen. Hier genügt also schon die schwache reduzierende Wirkung des Schwefelnatriums zur Farbstoffkondensation, zur Verküpung dagegen noch nicht. Beispiel 3 Man führt die Methylmercaptogruppe (SCH,) in das Molekül des im Beispiel i erwähnten Methylpyrazolanthrons ein, indem man die tiefrote Lösung des im Beispiel?, als Nebenprodukt gewonnenen Natriumsalzes des Methylpyrazolanthronmercaptans mit 2 Teilen Natronlauge 40° B6 und i Teil Dimethylsulfat unter Rühren erwärmt, bis die rote Farbe verschwunden und ein gelber Niederschlag entstanden ist. Das so erhaltene leicht lösliche monomolekulare Anthrachinonderivat geht beim Verküpen unter Abspaltung des negativen Substituenten ganz ebenso, wie im Beispiel i beschrieben, glatt in die blaue Küpe des dimolekularen roten unlöslichen Farbstoffes über. Beispiel 4 i Teil Chlormethylpyrazolanthronwird mit 2o Teilen Methylalkohol, i Teil Magnesiumpulver und i Teil Chlorammonium erwärmt. Man erhält hierbei den gleichen Farbstoff wie nach Beispiel i. Beispiel 5 i Teil Chlörmethylpyrazolanthron und i Teil Zinkstaub werden mit 4o Teilen verdünnter Natronlauge (i:io) unter Rühren erwärmt. Es entsteht die blaue Küpe des roten Farbstoffes, des Dimethylpyrazolanthrongelb, welche nach Abtrennen von unverbrauchtem Zink beliebig verwendet werden kann.
  • Beispiel 6 Methylpyrazolanthron vom Schmelzpunkt 223° wird sulfiert, z. B. mit 7 Teilen 2oprozentigen Oleums bei etwa 14o bis 15o°. Die Sulfierung wird in der üblichen Weise aufgearbeitet und das erhaltene orangegelbe methylpyrazolanthronsulfosaure Natrium in Wasser gelöst. Man macht die Lösung mit Natronlauge alkalisch, gibt Hydrosulfit hinzu und erwärmt. Es entsteht ganz wie im Beispiel i unter Abspaltung der negativen Substituenten eine blaue Küpe, welche mit Luft den roten Farbstoff - unlöslich und frei von Sulfogruppen - ausfallen läßt. Beispiel 7 i Teil Äthylpyrazolanthron der Patentschrift q:54 76o, K1. i,->p, wird in 5 Teilen Eisessig unter Zusatz von i Teil Natriumacetat gelöst und etwa 3 Stunden bei 7o bis 75° mit einem Überschuß an Brom behandelt. Das erhaltene Rohprodukt wird zweckmäßig aus Eisessig umkristallisiert. Das so erhaltene Broinäthylpyrazolarithron schmilzt in reinem Zustande bei 257°. Verküpt man nun das erhaltene Brömäthylpyrazolanthrori wie im Beispiel i, so erhält man ganz analog die Küpe desselben Farbstoffes, der auch durch Äthylieren von Pyrazolanthrongelb erhalten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI3: Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen der Pyrazolanthronreihe in Substanz oder auf Faser, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch Einführung von negativen Gruppen in Alkylpyrazolanthrone der Patentschrift 454 76o, K1. I2p, erhaltenen Körper mit Reduktionsmitteln undgegebenenfalls dieLeukokörper mit Oxydätionsmitteln behandelt.
DEI32141D 1927-09-11 1927-09-11 Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Pyrazolanthronreihe Expired DE503403C (de)

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