DE503352C - Motorseilwinde zum Pfluegen von Weinbergen mit zwei dicht nebeneinander liegenden Seiltrommeln - Google Patents

Motorseilwinde zum Pfluegen von Weinbergen mit zwei dicht nebeneinander liegenden Seiltrommeln

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DE503352C
DE503352C DESCH79348D DESC079348D DE503352C DE 503352 C DE503352 C DE 503352C DE SCH79348 D DESCH79348 D DE SCH79348D DE SC079348 D DESC079348 D DE SC079348D DE 503352 C DE503352 C DE 503352C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B3/00Ploughs with fixed plough-shares
    • A01B3/64Cable ploughs; Indicating or signalling devices for cable plough systems
    • A01B3/68Cable systems with one or two engines ; e.g. electrically-driven or with diesel generating set

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Seilwinde mit Motorantrieb für die Bodenbearbeitung in Weinbergen, wie Pflügen, Grubbern u.dgl. Da die bis zu 1,50 m und noch höher werdenden Rebenreihen das beim Seilpflügen in der allgemeinen Landwirtschaft übliche Verschleppen des Zugseils über die zu bearbeitende Fläche nicht zulassen, sind für die Bearbeitung der Weinberge Doppelwinden gebaut worden, deren beide Seile abwechselnd ziehen in der Weise, daß das eine Seil in der Nachbarzeile rückwärts gezogen wird, während das andere arbeitet. Bei einer neueren Bauart sind zwei Seiltrommeln im Abstand der Rebreihen (etwa 1,25 m) angeordnet, wobei in der einen Arbeitsstellung das zweite Seil geradlinig in die daneben liegende Zeile abwärtsgezogen wird. Während dann das zweite Seil zieht, ist es erforderlich, daß das erste Seil hinter der Arbeitstrommel herum in die nächstfolgende Zeile abwärts gezogen wird, wozu Hilfsrollen an der Seilwinde angeordnet sind. Infolge des dabei erforderlichen Abstandes von etwa 2,5 m (gleich dem Abstand von zwei Reihen) zwischen den Hilfsrollen und der entgegengesetzt liegenden äußeren Seiltrommel ergibt sich eine unerwünschte Länge solcher Maschinen.
Der Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Winde, welche durch geringe Abmessung eine Verwendung auch unter den ungünstigsten Verhältnissen, wo Wege vollständig fehlen, gestaltet, wobei aber trotzdem eine intensive Ausnutzung durch zwei eng zusammenliegende Trommeln erreicht wird, welche wechselweise arbeiten. Die eigentliche Winde hat z. B. eine Länge von nur 700 mm, eine Höhe von 450 mm und eine Breite von 400 mm und kann infolgedessen gegebenenfalls auf einer Trage überallhin transportiert werden, auch wenn Wege ganz fehlen.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand abgebildet, und zwar bedeutet
Abb. ι einen Schnitt A-B der Abb. 2, Abb. 2 eine Draufsicht und
Abb. 3 eine Seitenansicht.
Aus dem Schnitt (Abb. 1) läßt sich der Aufbau der eigentlichen Winde am besten erkennen; die beiden Seitenwand© w1 und w2, aus Grobblech bestehend, tragen in den Lagerflanschen Z1 und f2 Rohren1 und r2, auf welchen die Seiltrommeln t1 und t2 drehbar gelagert sind. In der Achsrichtung werden diese Trommeln durch Muttern M1 und M2 begrenzt. In den Lagerflanschen f1 und /2 bzw. in den Rohren/-1 und ή ist eine Welle e dreh- und verschiebbar gelagert, auf deren Mitte ein Doppelantriebskonus k befestigt ist, welcher an seinem Umfang zu einem Zahn- 6n rad ausgebildet ist. Dieses Zahnrad mit Konus wird durch ein Zahnrad z, das auf einer ebenfalls in den Seitenwänden gelagerten Welle χ befestigt ist, angetrieben. Der Antrieb der Welle χ erfolgt z. B. durch ein Zahnrad o. Zum Zwecke ihres Antriebes sind die beiden Seiltrommeln t1 und t2 an dem Umfange der dem Konus k zugekehrten Seite in üblicher Weise mit Gegenkonen versehen, die in den Doppelinnenkonus k hineinpassen.
Zum wechselseitigen Antrieb der beiden Trommeini!1 und /2 wird die Welle <? mit dem Antriebskonus k wahlweise in einen der beiden Konen der Trommeln hineingeschoben. Zur Steuerung der verschiebbaren Welle e ist an ihrem Ende ein Doppeldruckkugellager c vorgesehen, welches sich einerseits gegen einem Absatz der WeEe3 anderseits gegen eine Mutter/ stützt. Die mittlere gemeinsame Laufscheibe des Kugellagers c ist in ein zweiteiliges Gehäuse g eingeklemmt. Letzteres ist mit zwei Bolzen ρ versehen, welche einander diametral gegenüberliegen. Letztere dienen, dem "unten gabelförmigieiij in einem Drehpunkt gelagerten Steuerhebel h in üblicher Weise in zwei Längsschlitzen als Angriff. Zur Sicherung des Hebels h sind in seiner Führung zwei versteckbare Bolzen p2 vorgesehen, welche verhindern, daß ein unbeabsichtigter Antrieb der Trommeln stattfinden kann. Im Betrieb wird wechselweise einer der beiden Bolzen entfernt.
Die zum Zwecke der intensiven Ausnutzung der Winde vorgesehene Arbeitsweise bedingt,
as daß jeweils, wenn sich die eine Trommel in Arbeitsstellung befindet, das andere Seil in die nächstfolgende Zeile leer hinabgezogen wird; um letzteres zu ermöglichen, ist an der einen "Stirnwand der Winde ein hochklappbarer, ein Dreieck bildender Rohrausleger b in Scharnierena1 und u2 schwenkbar gelagert. In Verbindung mit dem Ausleger δ befindet sich eine oben an der Stirnwand1 W1 in einem Scharnier Φ drehbar gelagerte Zugstrebe«. In der Richtung dieser Zugstrebe ist der Ausleger b abgebogen, so daß er mit der Strebe η eine Gerade bildet. Die Strebe« ist an ihrem vorderen Ende in einem Scharnier/ dreh- und verschiebbar gelagert und besitzt einen verdickten Kopf, der sich gegen das Scharnier/ stützt. Durch die Winkelform des Auslegers b und die Zugstrebe η wird einerseits die für den seitlichen Zug, anderseits die für den 'senkrechten Zug erforderliche Stabilität erreicht.
Die Abb. 1 und 2 zeigen den Ausleger b-ti in Arbeitsstellung und lassen erkennen, daß seine weite Ausladung von etwa 1 m den Transport unter gewissen schwierigen Verhältnissen behindern würde, wenn er nicht, wie beschrieben, in einfacher Weise mittels eines Handgriffs hochgestellt werden könnte. Zur Umleitung des leer nach unten gehenden Seiles s sind an dem Ausleger & Leitrollena1 und a2 und an der Winde in de? Mitte vor den Trommeln Rollen α3 und <z4 vorgesehen.
Die Arbeitsweise der Winde ist etwa folgende: Ist beispielsweise die Seiltrommel t1 vor der Mitte des Zwischenraumes zwischen zwei Rebenreihen in Arbeitsstellung gebracht, so wird das Gerät mit dem anhängenden Seil zunächst leer nach unten gezogen, worauf es durch den Windenzug seine Arbeitsbewegung nach oben erhält. Zu diesem Zweck löst der Bedienungsmann den entsprechenden Bolzen p2 und bringt durch Druck auf den Hebel A die beiden Konen in Eingriff. Während dieses Arbeitgangs der einen Trommel wird gleichzeitig durch einen zweiten Bedienungsmann ein zweites Gerät mit dem anhängenden Seil in die nächste Reihe hinabgezogen, wobei das Seil der Trommel/2 über die Rollen α4 und a1 umgeleitet wird. Nachdem das durch die Trommel/1 aufwärtsbewegte Gerät in seiner Endstellung angelangt ist, wird das Seil ausgehängt und die Winde um eine Reihe verschoben, nachdem vorher das Seil aus den Rollen«4 und ß1 herausgenommen wurde. Es befindet sich nunmehr die Trommel/2 in Arbeitsstellung und zieht, durch den Steuerhebel h mit dem Antriebskonus k in Verbindung gebracht, das anhängende Gerät empor. Während dieses Arbeitsgangs wird das Seil der Trommel Z1 über die Rollen«3 und a2 in die nächstfolgende Reihe hinabgezogan. Dieses Spiel wiederholt sich dann dauernd.
Der Antriebsmotor der Winde ist wegen der besseren Übersicht auf der Zeichnung weggelassen. Er wird zweckmäßig auf die Winde gesetzt, so daß durch ihn die für die Einrichtung erforderliche Grundfläche nicht vergrößert wird. Für den Transport kann eine Trage oder Räder verwendet werden.
Nach Abb. 3 können an die beiden Seitenwände w1 und w2 Sporen^ gesetzt werden, welche die Winde beim Arbeiten abstützen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Motorseilwinde zum Pflügen von Weinbergen mit zwei dicht nebeneinanderliegenden Seiltrommeln, deren Seile abwechselnd auf und nieder gehen, dadurch ge'kennzeichlnetj daßi vor jeder , Seiltrommel eine Umlenkrolle (ß3 bzw. al) angeordnet istj die mit je einer, an einem seitlichen Ausleger (b,it) angebrachten weiteren UmlenkroEe (ö1 bzw. a2) derart zusammenwirkt, daß das Seil der jeweils nicht arbeitenden Trommel während des Arbeitens der anderen Trommel in die Nebenreihe abwärtsgezogen werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DESCH79348D 1926-07-04 1926-07-04 Motorseilwinde zum Pfluegen von Weinbergen mit zwei dicht nebeneinander liegenden Seiltrommeln Expired DE503352C (de)

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