DE483930C - Seilzugvorrichtung fuer Bodenbearbeitungsgeraete, die von einem am schmalen Kopfende eines Weinbergs oder Ackers hin und her gehenden Zugtier quer zu seiner Arbeits-richtung gezogen werden - Google Patents

Seilzugvorrichtung fuer Bodenbearbeitungsgeraete, die von einem am schmalen Kopfende eines Weinbergs oder Ackers hin und her gehenden Zugtier quer zu seiner Arbeits-richtung gezogen werden

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DE483930C
DE483930C DEC40937D DEC0040937D DE483930C DE 483930 C DE483930 C DE 483930C DE C40937 D DEC40937 D DE C40937D DE C0040937 D DEC0040937 D DE C0040937D DE 483930 C DE483930 C DE 483930C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B3/00Ploughs with fixed plough-shares
    • A01B3/64Cable ploughs; Indicating or signalling devices for cable plough systems
    • A01B3/68Cable systems with one or two engines ; e.g. electrically-driven or with diesel generating set
    • A01B3/70Systems with one engine for working uphill

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

Um schmale Weinbergszeilen unter Zuhilfenahme tierischer Kraft pflügen zu können, schließt man vielfach das Gerät an ein vom Zugtier gezogenes Seil an, das über eine am Kopfende des Weinbergs im Boden verankerte Umleitrolle geführt wird, wobei das Zugtier am Kopfende des Weinbergs hin und her geht, also das Gerät senkrecht zum Kraftwege zieht. Da die Länge des Ackers in fast allen Fällen das Zwei- und Mehrfache seiner Breite beträgt und meist nur seine Schmalseite für den Weg des Zugtieres zur Verfügung steht, war es bisher notwendig, zum Bearbeiten einer Zeile das Zugtier nacheinander an verschiedene hintereinanderliegende Stellen des Zugseiles anzuseilen, was umständlich und zeitraubend ist und wobei durch die hierbei verwendeten Klemmvorrichtungen das Seil in kurzer Zeit zerstört wird. Ferner werden für jeden Acker ganz bestimmte Längen von Zugseilen benötigt, andernfalls das überflüssige Ende dem Zugtier bzw. der Bedienungsmannschaft stets im Wege ist.
»5 Um diese Nachteile auszuschalten, größere Längen Zugseil stets mitführen zu können und bei nur einmaligem Begehen der Schmalseite des Ackers durch das Zugtier gleichzeitig die um ein Vielfaches längere Zeile bearbeiten zu können, ist erfindungsgemäß zwischen Zugtier und Gerät in den Seilzug ein Vorgelege eingeschaltet, das im wesentlichen aus einem vom Zugtier gezogenen und an das Zugseil des Gerätes angeschlossenen Karren besteht, dessen Fahrräder eine auf dem Karren gelagerte, das Zugseil aufnehmende Seiltrommel unter Zwischenschaltung einer Übersetzung antreiben. Es muß zwar selbstverständlich die aufgewendete Zugkraft ebenso wachsen wie das Übersetzungs-Verhältnis, indessen ist diese Forderung leicht erfüllbar.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι eine schaubildliche Darstellung des Arbeitsvorganges,
Abb. 2 den Zugkarren in Stirnansicht,
Abb. 3 Seitenansicht hierzu,
Abb. 4 ein Einzelteil, Abb. 5 ein Schema der Zeilenbearbeitung.
Wie Abb. 1 zeigt, geht das Zugtier am Kopfende des hängenden Ackers entlang, wobei das Ackergerät, beispielsweise ein Pflug, quer zur Arbeitsrichtung des Pferdes hochgezogen wird. Das Ackergerät ist hierbei an ein Zugseil 2 angeschlossen, das über eine Umleitrolle 3 auf eine Trommel 'eines Zugkarrens aufgewickelt wird. Die Umleitrolle 3 wird von Zeile zu Zeile versetzt und vermittels Klemmvorrichtung an ein am Kopfende des Ackers entlang gezogenes Draht-
seil 4 angeschlossen, das zwischen 5 bis 10 m voneinander entfernten, in den Boden eingeschlagenen Haltestäben 5 gespannt ist. Auf einer Welle 6 des Zugkarrens, die von senkrechten Schilden 8 getragen wird, sitzt eine mit dieser Welle kuppelbare Seiltrommel. Die Schilde 8 sitzen auf der Karrenachse 9, welche von den Lauf rädern 10 und 12 getragen wird. An die Speichen des Laufrades 10 ist ein Zahnrad 13 mit" Innenverzahnung angeschlossen. Dieses steht im Eingriff mit einem Zahnrad 7 der Trommelachse. Das Übersetzungsverhältnis der Räder 13 und 7 ist etwa 1:3. Der Trommeldurchmesser ist derart bemessen, daß bei 1 m Vorwärtsgang des Karrens etwa 3 m Seil auf der Trommel aufgewickelt werden, womit das Arbeitsgerät 3 m hochgezogen wird. Sofern es notwendig ist, werden zwischen die Räder 13 und 7 weitere Zwischenräder eingeschaltet. Ist die Zeile bearbeitet und das Ackergerät oben angekommen, wird die Seiltrommel entkuppelt, das' Zugtier geht an der Ackerschmalseite zurück, und die Umleitrolle 3 wird um eine Zeilenbreite versetzt. Inzwischen wird das Arbeitsgerät die nächste Zeile leer von Hand herabgezogen. Hierauf beginnt der Vorgang von neuem.
Um beim Hinundrückgang des Zugtieres pflügen zu können, können, auf der Welle 6 zwei Trommeln 14 und 15, die beide unabhängig voneinander mit der Welle 6 kuppelbar sind, vorgesehen werden. Jede Trommel trägt ein Zugseil 16 bzw. 17, an welche die Arbeitsgeräte 18 bzw. 19 angeschlossen sind. Der Arbeitsvorgang hierbei ist in Abb. 5 schematisch dargestellt. Der Zugkarren 20 geht in Pfeilrichtung. Die Trommel 15 ist gekuppelt, das Zugseil 16 wird aufgewickelt, und das Gerät 18 nach oben gezogen. Die Trommel 14 dagegen ist entkuppelt, das Zugseil 17 wickelt sich ab, und das an ihm hängende zweite Gerät 19 wird von Hand die Zeile leer herabgezogen. Ist das Arbeitsgerät 18 oben und das Gerät 19 unten angekommen, geht der Karren rückwärts, und es wird nunmehr Pflug 19 hochgezogen, während Pflug 18 leer abwärts geht usw. Da die schmalen Arbeitswege ein Wenden des Zugkarrens meist nicht zulassen, ist die Schere 21 des Karrens um die Achse 20 schwenkbar, so daß sie am Wegende nach Ausspannen des Zugtieres in Pfeilrichtung geschwenkt werden kann. Sie legt sich hierbei in wagerechter Lage in U-Eisenführungen des Karrens und wird mit diesen durch einen Steckstift 23 verbunden. Um das Gewicht des Karrens zu erhöhen und sein Gleiten auf dem Boden zu vermeiden, sind Sitze für Vorundrückwärtsfahrt für den Bedienungsmann vorgesehen. Vermittels Kupplungshebel 25, Bremshebel u. dgl. bedient dieser die Trommeln von seinem Sitz aus.
Damit das Zugseil 16 bzw. 17 von der Umleitrolle nicht herabfällt, ist sie als Doppelrolle nach Abb. 4 ausgebildet. Es sind zwei Rollen 26 an Zapfen eines Körpers 27 angeordnet, der an das Spannseil 4 festgeklemmt wird. Zwischen den Rollen 26 wird das Zugseil 16 bzw. 17 geführt und umgeleitet. Damit das jeweils von der entkuppelten Trommel in der Gehrichtung des Zugtieres sich abwickelnde Seil das Tier nicht behindert, sind an der Seite des Karrens und, wenn notwendig, auch am Scherenende Seilablenkrollen 28 angeordnet, über welche das sich abwickelnde Seil nach der Seite abgelenkt wird.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Seilzugvorrichtung für Bodenbearbeitungsgeräte, die von einem am schmalen Kopfende eines Weinbergs oder Ackers hin und her gehenden Zugtier quer zu seiner Arbeitsrichtung .gezogen werden, gekennzeichnet durch einen vom Zugtier gezogenen und an das Zugseil des Gerätes angeschlossenen, also zwischen Zugtier und Zugseil eingeschalteten Karren, go dessen Fahrräder (10, 12) eine auf dem Karren gelagerte, das Zugseil aufnehmende Seiltrommel unter Zwischenschaltung einer Übersetzung (7, 13) antreiben.
  2. 2. Ausfühxungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Ausnutzung des Hinundrückgangs des Zugtieres zur Arbeitsleistung auf der Welle (6) des Karrens zwei unabhängig voneinander kuppelbare Seiltrommeln (14 und 15) vorgesehen sind.
  3. 3. Ausführungsform nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Gehrichtung des Zugtieres liegende, sich abwickelnde Zugseil für den Leergang des Arbeitsgerätes durch seitlich am Karren vorgesehene Ablenkrollen (28) seitlich abgelenkt wird.
    Hierzu r Blatt Zeichnungen
DEC40937D 1928-01-13 1928-01-13 Seilzugvorrichtung fuer Bodenbearbeitungsgeraete, die von einem am schmalen Kopfende eines Weinbergs oder Ackers hin und her gehenden Zugtier quer zu seiner Arbeits-richtung gezogen werden Expired DE483930C (de)

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