DE50226C - Schaukasten mit ruckweise sich umdrehendem Schauprisma - Google Patents

Schaukasten mit ruckweise sich umdrehendem Schauprisma

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DE50226C
DE50226C DENDAT50226D DE50226DA DE50226C DE 50226 C DE50226 C DE 50226C DE NDAT50226 D DENDAT50226 D DE NDAT50226D DE 50226D A DE50226D A DE 50226DA DE 50226 C DE50226 C DE 50226C
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DE
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pawl
prism
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wheel
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT50226D
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English (en)
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E. LOHR in Lüneburg
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F11/00Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position
    • G09F11/02Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the display elements being secured to rotating members, e.g. drums, spindles

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT:
KLASSE S4: Papiererzeugnisse.
Zweck vorliegender Erfindung ist, dem Publikum nach einander eine Anzahl von auf steifen Pappen befestigten Gegenständen, Bildernu. s.w. vorzuführen, und zwar so, dafs jedes einzelne Bild eine gewisse Zeit stillsteht und dann einem neuen Bild Platz macht, wobei der das Bild Betrachtende durch sein Eigengewicht beim Hintreten an den Schaukasten das Aufziehen des das Schauprisma drehenden Uhrwerkes bewirkt.
Dieser Schaukasten ist auf beiliegenden Zeichnungen in zwei Ausführungen dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht des Triebwerkes,
Fig. 2 eine Vorderansicht der ganzen Einrichtung mit Gewichtsbetrieb,
Fig. 3 einen Grundrifs davon und
Fig. 4 eine Seitenansicht der Aufziehvorrichtung, ■
Fig. 5 eine Seitenansicht dieses neuen Sch'aükastens mit elektrischem Triebwerk,
Fig. 6 einen Grundrifs hierzu.,
Fig. 7 eine Vorderansicht und
Fig. 8 eine Vorderansicht des ganzen Schaukastens.
Ueber ein achtseitiges Prisma A ist die endlose Kette B von Pappstücken gehängt und mit der Prismenwelle M die Welle C gekuppelt, auf welcher das Büchsenrad D drehbar ist. Einerseits mit dem Rad D, andererseits mit ' der Welle C verbunden, ist eine Schraubenfeder E; ferner sind auf dem Rad D abwechselnd vier kürzere und vier längere Stifte' F bezw. G in verschiedener radialer Entfernung befestigt. Auf . derselben Welle C sitzen noch die beiden je mit vier Zähnen versehenen und um 450 zu einander versetzten Sperrräder H und /, denen die durch kleine Federn angedrückten Sperrklinken K und L entsprechen. Durch Ingangsetzung des von Federkraft oder Gewichten angetriebenen Uhrwerkes dreht sich das Büchsenrad D in der Pfeilrichtung und zieht das an ihm befestigte Ende der Feder E mit; die Sperrräder und Klinken werden die sonst leicht mögliche Mitdrehung der mit dem anderen Ende der Feder verbundenen Welle C verhindern, die Feder E wird also gespannt. Bei der Drehung von D nähert sich z. B. einer der längeren Stifte G allmälig der unteren Verlängerung der das Sperrrad J haltenden Sperrklinke L, um schliefslich auf diese Verlängerung zu drücken und die Klinke L vom Sperrrad / auszulösen. Durch die in der Feder E vorhandene Spannung wird jetzt die Welle C herumgeschnellt, und zwar so weit, bis die andere Sperrklinke K in das zweite Sperrrad H eingreift, also um eine Achteldrehung. An dieser Drehung wird infolge der Kupplung der Welle C mit der Welle M das Prisma A theilnehmen und somit die über dem Prisma hängende Kette B um ein Bild weitergeführt. Das Spiel wird dann von neuem beginnen, durch Drehung - des Rades D wird wieder die Feder E gespannt werden, und jetzt nähert sich einer der kürzeren Stifte F der zweiten Sperrklinke K, löst diese vom Sperrrad H aus, und die Drehung der Wellen C und M und des Prismas A wird somit erfolgen, bis die Klinke L wieder in Sperrrad / eingreift.
Die Aufziehvorrichtung des Uhrwerkes ist, wie aus Fig. 2, 3 und 4 zu erkennen, eine
zweifache, eine für Handbetrieb und eine durch Belastung bezw. durch das Gewicht des Beschauers wirkende. Vor dem Schaukasten ruht auf Federn b eine Platte a. In der Mitte der Unterseite dieser Platte greift ein zweiarmiger Hebel c d an. Auf dem langen Arm d ist eine rechtwinklig gebogene Stange e gelagert, deren nach oben führender Schenkel mit dem Winkelstück /, welches seinen Drehpunkt in g hat, verbunden ist. An der Verbindungsstelle von e und f befindet sich die Sperrklinke h, welche durch die Feder i, die an der unteren Verlängerung der Klinke wirkt, nach vorn bis an den kleinen Stift k gedrückt wird; dieselbe mufs sich in ihrer Ruhelage aufser Eingriff mit dem Rade befinden. Auf der Welle ο sitzt ein Sperrrad ρ und ein kleines Zahnrad q, welch letzteres in das gröfsere Zahnrad r, welches gemeinsam mit der Schnurtrommel s auf der Welle t angebracht ist, eingreift. Mit dem Rade r steht auch das Zahnrädchen u in Eingriff und dieses überträgt mittelst der Welle m die Wirkung des Gewichtes ν auf das Uhrwerk.
Endlich ist hinter der Sperrklinke noch ein. durch die Stifte I in Längsschlitzen m1 geführtes Blech m, welches an den beiden unteren Ecken nach vorn führende Schenkel η hat, angeordnet.
Eine Person, welche die ausgestellten Bilder betrachten will, tritt auf die Platte a. Infolge dessen wird sich diese bis auf die Stützen % senken und den Hebelarm c herunterdrücken, während der Arm d und mit ihm die Stange e gehoben wird. Dabei steigt auch das Winkelstück f und beschreibt einen Kreisbogen um die Achse g. An dieser Bewegung nimmt die Sperrklinke h Theil, tritt in das Sperrrad ρ und dreht dieses um ein Stück vorwärts, um oberhalb des Sperrrades wieder auszutreten, ohne den Gang des Werkes weiter zu beeinflussen. Mit ρ wird dann auch das Stirnrad q, durch dieses das Rad r und mit diesem wiederum die Schnurtfommel s gedreht, das Gewicht ν also um ein Stück aufgezogen. Bei häufiger Besichtigung des Schaukastens könnte es nun eintreten, dafs das Gewicht zu hoch käme, also entweder die Gewichtsschnur zerrissen oder das Triebwerk zertrümmert würde; dieses verhütet das Blech m n. Ist das Gewicht ν in eine bestimmte Höhe gelangt, so legt es sich unter die "beiden Schenkel η und hebt diese mit dem Theil to, wie strichpunktirt eingezeichnet. Geht nun die Sperrklinke h aufwärts, so wird ihr unterer Arm durch m verhindert, den Kreisbogen um g zu beschreiben; er wird nach vorn gedrückt und die Klinke selbst nach hinten, damit sie nicht in das Sperrrad ρ eingreifen und dieses drehen kann; ein weiteres Aufziehen ist also vermieden.
Die zweite Aufziehvorrichtung wird von Hand in Bewegung gesetzt und dient dazu, das Schauprisma bei ungenügender Benutzung des Schaukastens oder bei Beschädigung der Aufziehvorrichtung in Gang halten zu können. Sie besteht aus dem Hebel N, welcher um die Welle t drehbar ist und an .dem die Sperrklinke O, welche durch die Feder P angedrückt wird und eine Verlängerung Q hat, befestigt wird, ferner aus dem Sperrrad R, welches mit der Welle t fest verbunden ist, und einem festen Stift S. Der Hebel, welcher für gewöhnlich niedergelegt im Kasten ruht, wird zum Gebrauch hochgehoben und vor- und rückwärts bewegt; bei der Vorwärtsbewegung gleitet die Klinke O über die Zähne des Sperrrädchens jR, bei der Rückwärtsbewegung dagegen greift die Klinke ein, zieht das Sperrrädchen mit sich herum, und dieses bewirkt weiter ein Drehen der Schnurtrommel und ein Aufziehen des Gewichtes. Ist das Aufziehen geschehen, so drückt man den Hebel wieder in seine Ruhelage, dabei stöfst die Verlängerung Q der Sperrklinke O an den Stift S, drückt auf die Weise die Klinke selbst zurück und macht das Sperrrad frei, was zum Gang des Werkes erforderlich ist, da sonst die Sperrklinke das Sperrrad und somit auch die Schnurtrommel festhalten würde.
Bei dem durch Fig. 5 bis 8 dargestellten Schaukasten erfolgt das ruckweise Umdrehen des Schauprismas elektrisch. In demselben bezeichnen α bis m Theile eines Stromunterbrechers, der oben und unten von Holzleisten, an den Seiten von Metallplatten umgeben ist. Mit diesem steht ein Arm η in Verbindung, welcher die Sperrklinke 0 trägt und durch die Feder ρ auf das auf der Welle r befestigte Sperrrad q gedrückt wird. In dieses Sperrrad greift noch die durch die Schraubenfeder s niedergedrückte Sperrklinke t ein. Ferner ist mit q auf derselben Welle das Stirnrädchen u angeordnet, welches seine Bewegung auf das Rad Z) und von diesem ruckweise auf das Prisma A überträgt.
Ein von einem oder mehreren Elementen v, Fig. 8, erzeugter Strom durchläuft die Schraube a und umfliefst dann die beiden mit Draht überwickelten weichen Eisenkerne d, tritt darauf durch den Draht e in die aus Metall bestehende Seite der ä'ufseren Umhüllung des Stromunterbrechers, fliefst in diesem aufwärts und gelangt durch Stift g, Feder h h1, Schraube k, Metallplatte / und Draht m nach der Schraube b, wo der andere vom Element kommende Draht angeschlossen ist. Der Strom ist also geschlossen, und es werden die weichen Eisenkerne d magnetisch und ziehen die vor ihnen an der Feder h hängende Eisenplatte i an. Der Theil h1 der Feder wird von der Schraube k entfernt und der Strom geöffnet, die dadurch unmagnetisch werdenden Eisenkerne d lassen die Platte i los, die
Feder h1 gelangt wieder in Verbindung mit der Schraube k, und der Strom ist wieder geschlossen, so dafs das Spiel von neuem beginnen kann. Durch diese Schwingungen wird der an der Platte i fest und mit der Sperrklinke ο verbundene Theil η rück- und vorwärts bewegt. Bei der Rückbewegung gleitet die Sperrklinke ο über die Zähne des Sperrrades q hinweg, beim Vorwärtsgang dagegen versetzt sie es in Drehung. Die Klinke t verhindert ein Rückgehen desselben, und es wird, wie schon erwähnt, durch das Stirnrädchen u diese Bewegung ganz wie in der vorigen Weise auf das Rad D und das Prisma A übertragen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Schaukasten mit ruckweiser Vorführung der Schaustücke, gekennzeichnet durch ein um eine horizontale Achse sich ruckweise drehendes Prisma, um welches die Objecte in endloser Kette gehängt sind, und das durch ein geeignetes, durch Ge-" wicht, Federkraft oder Elektricität betriebenes Uhrwerk dadurch eine plötzlich vorrückende, dann einige Zeit pausirende Bewegung erhält, dafs auf seiner Achse eine Scheibe oder ein Rad D verkuppelt ist, welches an seiner Stirnseite in wechselnder Reihenfolge mit langen und kurzen Stiften F G versehen ist, durch welche die Klinkenhebel K und L abwechselnd aufser Eingriff
    mit zwei Sperrrädern mit versetzten Zähnen H und J auf der Prismenachse gebracht werden und so eine durch den continuirlichen Gang des Uhrwerkes in Spannung gebrachte und plötzlich freigelassene Spiralfeder M in gleichen Zeitabschnitten das Prisma momentan dreht, bis die zweite Klinke die Drehung hindert.
    An einem Schaukasten nach Anspruch i. die selbsttätige Aufziehvorrichtung durch das Gewicht des Beschauers bethätigt und „bestehend in einer auf einem Hebel c d ruhenden Platte α in Verbindung mit der Uebertragungsstange e, dem Schaltmechanismus fhik, einer selbstthätigen Sicherheitsvorrichtung Imn zur Auslösung der Schaltung bei aufgezogenem Gewicht.
    An dem unter i. gekennzeichneten Schaukasten die Aufzugvorrichtung für Handbetrieb, gekennzeichnet durch den schwingenden Hebel -ZV in Verbindung mit dem Sperrrad R, der Klinke O, dem Daumen Q. an letzterem und dem Stifte 5 zur selbstthätigen Ausrückung der Klinke O aus dem Sperrrad in der Ruhelage des Hebels N.
    An dem unter i. gekennzeichneten Schaukasten die Verbindung des Stiften- und Klinkenwerkes F G K L mit dem durch den elektrischen Strom bethätigten und stetig wirkenden Schaltwerk op q r s behufs Erzielung der ruckweisen Bewegung des Prismas.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT50226D Schaukasten mit ruckweise sich umdrehendem Schauprisma Expired - Lifetime DE50226C (de)

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