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Geldzählmaschine für Hartgeld Gegenstand der vorliegenden Erfindung
ist eine Geldzählmaschine für Hartgeld, mittels welcher das lose Hartgeld in einen
Behälter geschüttet und alsdann automatisch gezählt wird.
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Es sind bereits Geldzählmaschinen für Hartgeld bekannt, welche dazu
dienen, eine vorher bestimmte Geldsumme automatisch in Papierhülsen abzuzählen,
wobei diese abgezählte Summe von einem Schalträdchen in Abhängigkeit steht, so daß
es nicht möglich ist, eine größere oder kleinere Summe Geld abzuzählen, weshalb
diese Geldzählmaschinen nur eine beschränkte Verwendung finden.
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Gegenüber diesen bekannten Geldzählmaschinen besitzt die vorliegende
Erfindung den Vorteil, daß eine bestimmte Sorte Hartgeld sowohl in festgesetzter
Menge als auch in irgendeiner anderen Menge selbsttätig abgezählt werden kann.
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Das Wesen des Erfindungsgegenstandes besteht darin, daß der bekannte
Fülltrichter, in welchen das lose Hartgeld geschüttet wird, eine selbsttätige Schüttelfallklappe
besitzt, und der unter diesem Trichter angeordnete Schacht gegliedert, beweglich
und freihängend angeordnet ist, wobei das untere Ende des gegliederten Schachtes
in einen feststehenden Schachtteil führt, der einen kleinen Zwischenraum zwischen
ihm und der Zählplatte besitzt, auf welcher sich das Hartgeld auftürmt. Der Zulauf
des Hartgeldes in den Schacht wird bei Erreichung einer bestimmten Höhe selbsttätig
geregelt, während die unterste Münze auf der Zählplatte von Greiferkrallen einer
Transportkette weggezogen und durch die Münzverschiebung ein Zählwerk geschaltet
wird, welches beim Herabfallen des Geldstückes den gezählten Betrag auf einem Zahlenband
anzeigt.
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Während des Betriebes der Geldzählmaschine wird die Schüttelfallklappe
im Fülltrichter mechanisch bewegt, wodurch die gleichmäßige Beförderung der Münzen
aus dem Fülltrichter über die Fallklappe in den gliederartigen Schacht bewirkt wird.
Die Greiferkrallen werden durch die Transportkette in horizontaler Richtung über
die Zählplatte geführt.
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Bei der Zählung einer bestimmten Menge Hartgeld, deren Höchstzahl
auf dem Zahlenband festgesetzt ist, setzt der Antriebsmechanismus mit dem Zählwerk
beim Erscheinen des Höchstbetrages in der Ableseöffnung selbsttätig aus, womit die
weitere Zählungsarbeit unterbrochen wird, und zwar durch eine Kupplung, welche selbsttätig
ausrückt, wobei das Zahlenband mit der Höchstzahl am Schauloch stehenbleibt und
mit einer Federtrommel in gespanntem Zustand verbleibt. Durch Fingerdruck auf einen
Hebel ist das Zahlenband auslösbar, das infolge der Federwirkung sich selbsttätig
aufrollt und auf die Nullstellung zurückläuft, während die Kupplung gleichzeitig
wieder eingerückt wird.
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Beim Zählen eines beliebigen Betrages, der unter der auf dem Zahlenband
festgelegten Höchstzahl liegt, wird die Kurbeldrehung
unterbrochen,
wobei das Zahlenband stehenbleibt, ohne daß die Kupplung ausrückt.
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Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand beispielsweise
in einer Ausführungsform; es zeigen Abb. i eine Seitenansicht der Geldzählmaschine,
Abb.2 eine Vorderansicht derselben, Abb. 3 eine Vorderansicht der Zählplatte mit
Transportkette und Kralle, Abb. 4. einen Grundriß der Abb. 3, Abb. 5 eine schaubildliche
Ansicht des Guliteiles, auf welchem die Zählplatte, die Transportkette und die zugehörigen
Zahnräder befestigt sind, Abb.6 das obere Ende des am Zählwerk befindlichen Zahlenbandes,
Abb.7 das untere Ende dieses Zahlenbandes, Abb.8 eine Vorderansicht der Ein- und
Ausrückkupplung in ausgerücktem Zustande. In dein oberen Teil des Gehäuses i (oder
außerhalb auf dem Gehäuse angebracht) befindet sich der Behälter 2, welcher beliebig
groß sein kann und in welchen das Hartgeld lose eingeschüttet wird. Wände und Boden
des Behälters haben eine derartige Neigung, daß kein Geldstück liegenbleiben kann,
sondern der ganze Inhalt durch die untere Ausgangsöffnung gehen muß.
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An letzterer, welche eine fast waagerechte Lage hat, befindet sich
eine Fallklappe 3, welche infolge des in nachstehend beschriebenen Arbeitsvorgang
bewirkten fortwährenden Auf- und Niederklappens die Geldstücke in gleichmäßiger
Verteilung nach unten befördert.
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In einem besonderen Gehäuse .I befindet sich der gemeinschaftliche
Antrieb (in der Zeichnung, Abb. 2, Handbetrieb).
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Durch Drehen der Kurbel 5 wird das mit dieser fest verbundene Antriebszahnrad
6 in Bewegung gesetzt. Auf der gleichen Achse befestigt befindet sich noch das Sperrad
7 mit Klinke 8 und Feder 9 zur Verhinderung des Rückwärtsdrehens: Das Antriebszahnrad
6 greift in das Zahnrad io ein, welches mit dem großen Zahnrad i i fest verbunden
ist. Das große Zahnrad i i treibt das Zahnrad i2 am Kopfe der Welle 13 für den gemeinschaftlichen
Antrieb. Zwischen den Rädern i i und 12 ist noch ein Rad 1.4 eingeschaltet.
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Innerhalb des Gehäuses i befindet sich auf der durch alle Abteilungen
führenden gemeinschaftlichen Antriebswelle 13 in jeder Abteilung eine Eil!- und
Ausrückkupplung 15 und 16 (Abb.8). Die eine Kupplungshälfte 15 besteht aus einer
mit einer Anzahl runder Zapfen besetzten Scheibe mit Ein- und Ausrückhülse 17. Dieselbe
ist mittels Nut und Feder 18 lose verschiebbar mit der Welle 13
verbunden.
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Die andere Hälfte 16 ist ein Zahnrad, welches ebenfalls lose auf der
Welle 13 sitzt und gegen seitliches Verschieben durch Stellringe i9 gesichert ist.
Dieses Zahnrad 16 ist mit so vielen Löchern durchbohrt, als die Scheibe 15 Zapfen
hat, welche in die Löcher beim Einrücken eingreifen. Eine Drehung dieses Zahnrades
16 beim Leerlauf der anderen Hälfte wird verhindert durch das Eingreifen seiner
Zähne in die Zähne des nächster. Rades 2o. Letzteres sowie die beiden Kettenräder
21 und -2a befinden sich auf einer Welle 23.
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Das Kettenrad 21 bringt durch den Kettentrieb 24 das Kettenrad 25
zum Antrieb. Letzteres ist fest verbunden mit der durch den trichterförmigen Behälter
26 hindurchgehenden Welle 27. An beiden Enden dieser Welle 27 befindet sich an den
Außenseiten des Trichters.je eine Hubscheibe 28 und 29, «-elche bei jeder Umdrehung
zwei Hübe eines quer durch den Trichter laufenden, durch an dein Trichter seitlich
angebrachte senkrechte Schlitze 3o herausragenden und auf den Hubscheiben aufliegenden
Stabes 31 bewirken. Letzterer kann zwecks leichteren Hinweglaufens über die Hubscheiben
an seinen äußeren Enden mit Röllchen versehen sein.
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An diesem Stab 31 hängt in der Mitte, lose, gegen seitliches Verrutschen
gesichert. ein Kolben 32, welcher zwecks Vermeidung von Vor- und Rückwärtsschwingungen
die Welle 27 umgreift. Der Kolben 32 hebt bei jedem I3ub die Fallklappe 3 hoch und
läßt sie beim Überschreiten des Höchstpunktes der Hubscheiben 28, 29 wieder herabfallen.
Die Geldstücke werden durch dieses gleichmäßige Aufundniedergehen der Fallklappe
3 in möglichst gleichmäßiger Mengenverteilung nach unten befördert.
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Von dem Behälter 26 aus gelangen die Geldstücke durch einen aus einzelnen,
beweglich zusammenhängenden, trichterförmigen Teilen bestehenden Schacht 33 auf
eine glatte Zählplatte 34 (Abb. 3), auf welcher sie sich innerhalb des Schachtes
flach übereinandergelegt aufschichten.
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Das untere Ende des Schachtes 33 besteht aus einem zweckmäßig geformten
Gußstück 35, welches auf der linken Seite unten mit der Zählplatte 34. bzw. deren
Unterlage fest verbunden ist. Die einzelnen Teile des Schachtes 33 hängen an kleinen
Ketten oder Drähten, sind unter sich verbunden und etwas ineinandergreifend oben
an dem Behälter 26 aufgehängt; unten sind sie mit dem Gußstück 35 verankert. Diese
freihängende Anordnung in kurzen Stücken hat den Zweck, Verstopfun-. gen des Schachtes
33 durch sich verkehrt stellende Geldstücke zu vermeiden. Um diesen
Zweck
voll zu erreichen, ist noch eine I@ütt=1-vorrichtung angeordnet, welche den Schacht
33 in raschen kurzen Rüttelbewegungen hält, wodurch ein Schräg- oder Aufrechtstellen
von Geldstücken in dem Schacht verhindert wird.
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Diese Rüttelvorrichtung besteht aus einem einen Schachtteil umschließendem
und daran befestigten Bandeisen 36, an dessen einem Ende eine Druckfeder 3; (Schraubenfeder)
angebracht ist. Dieses sowie das andere Ende finit einem Röllchen 38 haben je eine
Führung 39 und 4.o. Das Band 36 wird vermittels einer Hubscheibe .4i, welche bei
jeder Umdrehung ebenfalls zwei Hube bewirkt, etwas zurückgedrückt und durch die
Druckfeder 3; wieder vorgeschnellt. Hierdurch wird der ganz Schacht 33 in raschem
Tempo dauernd gerüttelt und damit ein Aufrechtstellen der fallenden Geldstücke bz-w.
eine Störung vermieden. An der Rückseite des Gußstückes 35 kann -zweckmäßig noch
ein schmaler Schlitz angebracht werden, durch welchen man nötigenfalls mit einem
Stäbchen nach innen gelangen kann.
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Die Hubscheibe 4.e ist illit der Welle .I2 und dem Kettenrad .I3 fest
verbunden. Letzteres wird ebenfalls durch den Kettentrieb 24. mit angetrieben. ..)a.
und 4.5 sind Leit- und zugleich Kettenspannrollen.
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Um bei etwa zu starkem Geldzulauf eine Überfüllung des Behälters 26
zu verhüten, hat der Kolben 32 an seinem unteren Ende eine stempelförmige Verbreiterung
46. Ist nun der Schacht 33 bis oben hin mit Geldstücken gefüllt und erreichen diese
die Kolbenverbreiterung 46, dann fällt der Kolben 32 mit dem Anwachsen der Geldmenge
immer weniger nach unten, um schließlich ganz oben zu bleiben und die Fallklappe
3 geschlossen zu halten. In dem Maße, wie unten wieder Raum für neuen Zulauf geschaffen
wird, fängt der Kolben 32 wieder an zu arbeiten.
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Das Kettenrad 22 treibt durch den Kettentrieb 4; das Kettenrad 48
mit dem auf gleicher Welle .I9 fest verbundenen Zahnrad 5o. Zum Regulieren der Kettenspannung
dient die Spannrolle 51.
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Zahnrad 5o wiederum treibt ein Zahnrad 52, welches auf einer Welle
mit einem Kettenrad 53 fest verbunden ist. Über die Kettenräder 53 und 54 läuft
eine besonders koei-. struierte Kette 55, bei welcher je nach Größe und Menge der
zu fördernden Geldstücke nach jedem zweiten, dritten, vierten usf. Glied ein mit
einer Kralle 56 ( Abb. 2, 3) versehenes Glied eingeschaltet wird. Diese Krallen
müssen dein jeweiligen Durchmesser und der Dicke der betreffenden Geldsorten angepaßt
sein.
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Die Räder 52, 53 und 54 sind auf einen zweckmäßig geformten Gußteil
(Abb. 5) illontiert, der zur Aufnahme der Kettenräder 53 und 54 vorn entsprechend
ausgenommen ist. Die Bohrung 57 dient zur Aufnahme der `Felle des Rades 53 und der
Schlitz 58 zur Aufnahme der Welle des Rades 54. Das Gußstück (Abb. 5@) selbst wird
mit seinem hinteren Teil durch Schrauben 5c) fest mit der Seitenwand des Gehäuses
r verbunden.
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Das äußere Wellenlager 6o für die Räder 52. 53 und ;4 ist auf
das Gußstück (Abb. 5)
aufgeschraubt. Am hinteren Teil von 6o befindet sich
die Spannvorrichtung 61, rnit welcher Kettenrad @4 und Kette 55 reguliert
werden.
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Unmittelbar auf dem Gußteil (Abb. 5) befestigt ist die glatte Zählplatte
34., welche mit ihrem verlängerten vorderen Ende als Abgleitfläche für die Geldstücke
stark abwärts gebogen ist, während bei dem kürzeren hinteren Ende will hemmungslosen
Auflaufen der Kettenkrallen eine geringere Abwärtsbiegung genügt.
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Die Versenkungen d des Gußstückes c (Abb. 5) dienen zur Aufnahme der
Transportkettenräder 53 und 5.1 für die Gelenkkette 55. Die Bohrung 57 dient
zur Aufnahme der Welle für das Transportkettenrad 53. wälerend der Schlitz 58 zur
Aufnahme der verschiebbaren Welle für das Transportkettenrad 54 vorgesehen ist:
e sind Schraubenlöcher zum Befestigen des äußeren Wellenlagers 6o für das Zahnrad
52 und für die Transportkettenräder 53 und 54. Die obere Fläche des Gußteiles trägt
die glatte Zählplatte 34. deren vorderes Ende verlängert und stark abwärts gebogen
ist und als Abgleitfläche für die Münzen dient, während das hintere Ende kürzer
und weniger abwärts gebogen ist. Der abgerundete Teil f des Gußstückes c dient für
den Auflauf und derjenige g für den Ablauf der Transportkette ;S mit den Greiferkrallen,
welche sich über die Zählplatte bewegen.
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Über diese Zählplatte 3.4, auf welcher innerhalb des Gußstückes 35
die Geldstücke aufgeschichtet lagern. läuft die Kette 55 mit den Greifkrallen 56.
Über den Greifkrallen 5( befindet sich noch eine Deckplatte 62 mit einem Schlitz
63, so daß die Greifkrallen 56 die Geldstücke zwischen der Zählplatte 34 und der
Deckplatte 62 nach vorn schieben.
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Die Greifkrallen 56 sind so geformt, daß sie das einzelne Geldstück
in etwa Dreiviertel seines Durchmessers umfassen. Der von der Kralle nicht umfaßte
Teil des Geldstückes bleibt zum Antrieb des Hebelinechanismusses für das Zählwerk
frei.
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Die Gleitfläche der Zählplatte 34 darf in der Breite den Geldstücken
nur einen angemessenen Spielrauen lassen, um dieselben an einem seitlichen Ausweichen
zu hindern.
Gußstück 35, Deckplatte 62 und Zählplatte 34 sind übereinander
auf dem Gußteil a. (Abb. 5) aufgeschraubt.
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Das Zählwerk besteht aus folgendem. Im oberen Teil des Gehäuses i
befindet sich auf der Welle 64 freilaufend eine Trommel 65, in deren Innerem seine
Uhrfeder 66 untergebracht ist und die außen zwischen den Backen 67 ein Zahlenband
68 in Form eines Filmstreifens aufnimmt. Dieses Zahlenband kann ein dünnes Stahlband
sein oder aus sonst einem geeigneten Material bestehen.
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Soll die Spannung der Uhrfeder 66 verstärkt werden, so macht man einige
Rechtsdrehungen des Flügels 69, nachdem man die neben dem Anker 7o befindliche Sicherungsschraube
7 i herausgenommen hat. Um die Spannung" zu schwächen, bewegt man den Anker 7o einige
Male schnell auf und nieder. Die Sicherungsschraube 71 muß alsdann wieder
eingeschraubt werden. Der Flügel 69 und das Sperrädchen 72 sind mit der Welle 64
fest verbunden.
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Das Zahlenband 68 ist in der Art der Filmstreifen an beiden Rändern
mit Führungslöchern versehen und trägt vom Anfang nach dem Ende die Zahlen der jedem
herausgezählten Geldstück entsprechenden Beträge: also z. B. bei io-Pfennig-Stücken
o,io, o,2o, 0,30, 0,40 ... i,00, i,io, i,2o usw., bei i-Mark-Stücken Rmk i, 2, 3,
4. 5 usw., bei 3-Mark-Stücken Rmk 3, 6, 9y 1:2, 15, 18 usw.
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In vorliegender Zeichnung ist ein Zahlenband für ioo i-Mark-Stücke
- 9,lt ioo angenommen.
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Das Zahlenband 68 läuft von der Trommel 65 über eine Leitrolle 73,
von da senkrecht abwärts unter der Walze 74 hindurch über die Zählertrommel 75 und
von hier weiter abwärts auf die Aufwickeltrommel 76. Mit seinem Anfang ist das Zahlenband
auf der Aufwickeltrommel 76 und mit seinem Ende auf der Trommel 65 befestigt.
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Die Zählertrommel 75 trägt zu beiden Seiten genau in die Führungslöcher
des Zahlenbandes 68 passende Erhöhungen und die Walze 74 in diese Erhöhungen passende
Vertiefungen, wodurch das Zahlenband seine feste Führung erhält. Außerdem ist die
Walze 74 der Schonung der Zahlen auf dem Zahlenband wegen nach der Mitte etwas ausgenommen.
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An den beiden äußersten Enden hat die Zählertrommel 75 je einen Transportzahnkranz
77 in gleicher Zahneinteilung und an beiden Enden ihrer Welle, beweglich angebracht,
je einen Hebel eines Hebelmechanismus 78, 79, 8o. Auf den beiden Hebeln 78 befindet
sich je ,eine bewegliche Klinke 81, «-elche in die beiderseitigen Transportzahnkränze
77 eingreifen. Der rechtwinklige Hebel 8o, welcher seinen Drehpunkt bei 82 hat,
trägt an seinem kurzen Ende ein in einem Schlitz 83 verstellbares Rädchen 84 (Abb.
3), welches in den Schlitz 63 der Deckplatte 62 hineinragt. Durch Höher- oder Niederstellen
des Rädchens läßt sich die Hubhöhe des Hebelmechanismus genau regulieren.
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Jedes Geldstück, welches nun durch eine Greifkralle 56 der Kette 5;
zwischen der Zählplatte 34 und der Deckplatte 6:2 nach vorn geschoben wird,
drückt das in den Schlitz 63 hineinragende Rädchen 84 vor- und aufwärts, wodurch
der Hebelmechanismus sich hebt und durch die Klinke 81 die Zählertrommel 7; uin
eine Hubhöhe dreht.
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Sobald eine Greifkralle 56 ein Geldstück so weit vorgebracht hat,
als das Rädchen 84 mitlaufen kann, gleitet das Geldstück auf der vorderen Biegung
der Zählplatte 34 herab, von wo es durch den Kanal 85 nach außen gelangt. Gleichzeitig
zeigt das Zahlenband 68 auf der Zählertrommel 75, durch die Ableseöffnung 86 sichtbar,
den gezählten Betrag, und der Hebelmechanismus .-8, 79, 80 fällt infolge
seines Eigengewichtes von selbst in seine ursprüngliche Lage zurück. Dieser Vorgang
wiederholt sich in rascher Reihenfolge. Sollte es vorkommen, daß eine Kralle 56
kein Geldstück greift, vielleicht weil der Geldzulauf von oben nicht genügend mitgekommen
ist, dann wird das Hebelrädchen 84 nicht gehoben und das Zahlenband 68 nicht weitergerückt.
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Wenn das Zahlenband 68 auf die Trommel 65 aufgerollt ist, hat die
Uhrfeder 66 keine oder nur ganz geringe Spannung. Läuft ersteres bei dem eben beschriebenen
Vorgang hubweise ab, dann kommt die Uhrfeder 66 ebenso hubweise in Spannung.
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Die Aufwickeltromme176 läuft mit ihren Seitenbacken auf den Backen
einer Walze 8; , welche zwecks linksseitiger Aufwicklung des Zahlenbandes eingeschaltet
ist, und Walze 87 wiederum wird durch die neben dem Transportzahnkranz 77 der Zählertrommel
75 tiefer liegenden glatten Flächen 88 gedreht.
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Die Backen von 76 und 87 und die Flächen 88 wirken zusammen wie Friktionsscheiben.
Die Trommel 76 und die Walze 87 lagern mit ihren Achsen heb- und senkbar in je einem
Schlitz 89 der Trägerwände und 76 auch auf zwei heb- und senkbaren Lagern 9o innerhalb
der Trägerwände. Die Lager 9o sind beweglich verbunden mit einem doppelarmigen Hebel
9i, dessen Drehpunkt bei 92 liegt. Unter dem Hebel 9i befindet sich vorn eine Druckfeder
93, welche bewirkt, daß die Aufwickeltrommel 76 und die Walze 87 nach oben gegen
die Zählertrominel 75 gepreßt werden und so von dieser ihre Drehung erhalten.
Die
Zählertrommel 75 gibt das Zahlenband 68 an die Aufwickeitroinmel 76 ab und letztere
wickelt es lose und hemmungslos auf.
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Hat man nun durch Drehen der Kurbel den gewünschten Geldbetrag, welcher
unter ioo Stück (oder einem anderen auf dein Zahlenband 68 festgelegten Höchstbetrag)
liegt, herausgezählt, dann hört man sofort beim Erscheinen der entsprechenden Betragsziffer
in der Ableseöffnung 86 mit der Kurbeldrehung auf. Alsdann läßt man das Zahlenband
68 wieder bis auf o zurücklaufen, indem man leicht mit dem Finger die Taste cif
des Hebels 9i niederdrückt. Dadurch senken sich die Trommel ; 6 und die Walze 87
etwas und befreien die Zählertrommel 75 von dem Druck von unten. Gleichzeitig hebt
der Hebel 9i die vertikal an der Verbindungsstange der Klinken 81 hängende Stange
95, wodurch die Klinken 81 die Sperrung aufheben und die Zählertrominel7j zum Rücklauf
freigeben. Die durch den Abzug des Zahlenbandes 68 in Spannung gebrachte Uhrfeder
66 entspannt sich nun wieder, dreht die Trommel 65 rückwärts und diese wickelt das
Zahlenband 68 wieder auf.
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Um das Zahlenband mit genauer Einstellung der o in der Ableseöffnung
86 anzuhalten, ist ersteres in entsprechender Entfernung unter o mit einem kleinen
Ausschnitt 96 (Abb.7) versehen,"in «-elchen ein Haken 97 eingreift, der das Band
festhält. Beien Ablaufen des Bandes nach unten wird der Haken durch seine schräge
Fläche von selbst wieder zurückgedrückt.
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Die Stange 9j hat unten einen Schlitz c)8, um die Aufundabbewegungen
der Klinken @8i mitmachen zu können. Durch die anhängende Stange 95 werden die Klinken
81 unten beschwert und dadurch deren Fallen nach rfickwärts verhindert.
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Werden die Ziffern des ganzen Zahlenbandes 68 durchgezählt, dann rückt
sich beim Herunterfallen des hundertsten Geldstückes (oder einer auf dem Zahlenband
beliebig festgelegten Höchstzahl) in den Kanal 85 die betreffende Abteilung von
selbst aus, und zwar in folgender Weise.
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Wie unterhalb der o, so befindet sich im Zahlenband 68 auch oberhalb
der Höchstzahl ein Ausschnitt 99 (Abb. 6), in welchen, wenn diese Höchstzahl in
der Ableseöffnung 86 erscheint, ein Hebel ioo eingreift, welcher von denn Zahlenband
bis auf den Widerstand ioi herabgedrückt wird. Der Hebel ioo ist vorn abgeschrägt
und trägt, um eine Abschleifung von Band und Hebel zu vermeiden. vorn ein wenig
hervorragendes Rädchen io2. An seinem hinteren Ende ist der Hebel ioo durch eine
`Felle 103 mit einem Rädchen in.f fest verbunden, in dessen Rille eine Drahtkordel
in; läuft. welche abwärts zu einem Hebel ioCj führt und an dessen vorderem Ende
befestigt ist. Um das Röllchen des Hebels ioo dauernd auf der Rückseite des Zahlenbandes
68 laufen und den Hebel beim Erscheinen des Ausschnittes 99 sofort in diesen eingreifen
zu lassen, ist entweder dein Hebel auf seiner Welle 103 für eine ganz kleine
Drehung Spielraum zu geben oder die Drahtkordel io5 etwas zu lockern.
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Der Hebel ioo ruht mit seinem vorderen Ende auf einer Unterlage
107, hat seinen Drehpunkt bei io8, ist an seinem hinteren Ende rechtwinklig
seitwärts abgebogen und endigt in einer Nase i o9 mit schräg abwärts laufender Gleitfläche.
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Der Ein- und Ausrückhebel i io mit Drehpunkt bei i i i hat vorn, außerhalb
des Gehäuses i. einen Handgriff 112 und endigt hinten mit einer Gabel 113, welche
nebst einem Führungsring 114 die Ein- und Ausrückhülse 17 umfaßt und letztere verschiebt.
Am Vorderteil des Ein- und Ausrückhebels i io, ungefähr in der Mitte zwischen Drehpunkt
und Handgriff, ist eine Zugfeder 115 befestigt, welche das Bestreben hat. den Hebel
nach links zu ziehen.
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Wird der Handgriff i i-, nach rechts geschoben, dann rückt die Kupplungshälfte
i 5 nach links in die andere Hälfte 16 ein, die Nase iog schnappt ein und hält den
Ein- und Ausrückhebel i io in seiner Lage fest.
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Ist nun bei dein Zählvorgang auf dem Zahlenband 68 die Höchstzahl
(beispielsweise die Zahl ioo) erreicht, dann greift bei deren Erscheinen in der
Ableseöffnung 8(, der Hebel ioo in den Ausschnitt 99 ein, wird lierabgedr%ickt und
das Rädchen io.4 zieht den Hebel io6 vorn um so viel hoch, daß die hinten abwärts
gehende Nase iog den Hebel i i o freigibt. letzterer durch die Zugfeder i 15
vorn nach links gezogen wird und somit die Kupplungshälfte 15 nach rechts ausrückt.
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Um die Münzenzählabteilung wieder in Gang zu setzen, ist es, wie schon
oben gesagt, nur nötig, durch einen Fingerdruck auf die Taste 9.1 das Zahlenband
68 zurücklaufen zti lassen, wodurch die Hebel ioo und i o0 wieder in ihre ursprüngliche
Lage kommen: worauf durch Schieben des Handgriffes 112 nach rechts die Kupplung
15, r 6 wieder eingerückt wird.
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Uni das geräuschvolle Klappern der herabfallenden Geldstücke zu dämpfen,
können die in Betracht kommenden Stellen - besonders in den Behältern 2 und 26 sowie
im Kanal 85 - mit geeigneten schalldämpfenden Mitteln bekleidet werden.
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Die durch den Kanal 85 herausfallenden Geldstücke werden je
nach Erfordernis in geeigneten Behältern (Säckchen, Vorrichtungen zum Rollen u.
dgl.) abgefangen.