DE499646C - Anordnung zur Trennung ungedaempfter elektrischer Wellen von gedaempften Wellen derselben Frequenz - Google Patents
Anordnung zur Trennung ungedaempfter elektrischer Wellen von gedaempften Wellen derselben FrequenzInfo
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Anordnungen zum störungsfreien Empfang
ungedämpfter elektrischer Wellen und zur Trennung dieser Wellen von gedämpften WeI-len
und ist insbesondere bei der Telephonie mit und ohne Draht verwendbar.
Nach der Erfindung werden die Energien, die unmittelbar oder mittelbar von der ungedämpften
und gedämpften Empfangswelle herrühren, in ein Ortssystem zum Fortpflanzen von Wellen geführt, das als Ganzes auf
die Schwingungsfrequenz der ungedämpften Energie abgestimmt ist und dessen wirksame
Ausdehnung so groß gewählt ist, daß die nur aus einer oder wenigen Pulsatiooen bestehende
gedämpfte Energie darin fortschreitende Wellen, die ungedämpfte Empfangsenergie dagegen stehende Wellen erzeugt, so
daß das verschiedene Verhalten beider Ener-
ao gien in dem System dazu benutzt werden kann, sie voneinander zu trennen.
Die Erfindung betrifft weiter vein besonderes Aussonderungsverfahren, mit welchem
man auf einem Wellenfortpflanzungssystem die Energie der stehenden Wellen auswählen
und die Energie der freien Wellen vernichten kann. Dabei wird die bekannte Tatsache
verwertet, daß nach Herstellung eines Dauerzustandes stehender Wellen die Energie längs
des Schwingungssystems in zwei Formen vorhanden ist, und zwar in kinetischer und in
potentieller Form, wobei die Höchstwerte der potentiellen Energie mit den 'kleinsten
Werten der kinetischen Energie zusammenfallen, und umgebehrt.
Erfindungsgemäß wird in der Hauptsache an den Stellen des Systems, wo eine der
Energien ihren kleinsten Wert erreicht, eine Einrichtung zur Vernichtung von Energie
angeordnet. Es ist klar, daß dann der Energieverlust der stehenden Welle gering ist,
während der Energieverlust einer über das System fortschreitenden Welle groß ist, weil
etwa die Hälfte der Energie der Welle vernichtet wird.
Ein derartiges Wellenfortpflanzungssystem kann in der verschiedensten Weise zur Anwendung
gelangen und eignet sich besonders zu einem Empfangsverfahren, das in .der
Hauptsache folgende Maßnahmen umfaßt.
ι. Die Erzeugung von Schwebungen regelbarer
Schwingungsweite in den zur ersten Aussonderung. dienenden Empfängerkreisen
vor der ersten Detektorbehandlung; diese
Schwebungen weisen eine jenseits des Hörbarkeitsbereichs
liegende regelbare Frequenz
auf (in der Größenordnung von beispielslweise ioooo Perioden in der Sekunde) und
kommen dadurch, zustande, daß in den genannten Empfängerkreisen die durch die
Schwingungen der Etnpfangsantenine induzierten
Ströme mit dem durch, einen örtlichen Hochfrequenzerzeuger induzierten Strom
überlagert werden.
2. Die Verstärkung der die Schiebungen ίο bildenden Hochfrequenzenergie in Hochfrequenzverstärkern
und eine Umsetzung dieser Energie in übertonfrequente Schwebungsenergie.
3. Die Trennung dieser übertonfrequenten Schwebungsenergie von etlichen Periodengruppen,
die mit wenigen begrenzten Amplituden infolge eines oder zweier Störungsströme auftreten, und von den Strömen niedriger
Frequenz, die von der Aufeinanderfolge von .20 Störungsströmen herrühren.
Diese zweite Aussonderung findet in einem Wellenfortpflanzungssystem der erwähnten
Art statt.
4. Die Verstärkung der lausgesonderten' übertonfrequenten Ströme und ihre Umformung
in einen Strom von Tonfrequenz.
Im Falle telegraphischer Zeichenübermittlung
kann die Umformung der übertonfrequenten Energie in tonf requientie Energie; durch
eine zweite Überlagerung und darauffolgende Gleichrichtung durch, einen Detektor erfolgen.
5. Im Falle telegraphisdher Zeichenüjbermittlung
die Anwendung einer Aussonderung auf eine hörbare Frequenz.
Die Erzeugung von Schwebungen mit'einer
über dem Hörbereich, liegenden Frequenz in den zur ersten Aussonderung dienenden Empfängerkreisen
geschieht durch induktive Kopplung eines örtlichen Hochfrequenz-Schwingungserzeugers
entweder mit den die Wellen auffangenden Leitern oder mit dem damit gekoppelten Primärabstimmungskreis
oder auch, mit einem Kreis der Verstärkei?-
anordnungen für die durch die Antenne
4S empfangenen Hochfrequenzströme oder durdh
ein anderes Verfahren.
Das für die zweite Aussonderung beschriebene Verfahren kann gleicherweise für die
erste Aussonderung sowie für akustische Aussonderung verwendet werden. .
Gegenstand der Erfindung ist weiter die Anordnung von Eiiirichtungein, die die praktische
Durchführung des erwähnten Aussonderungsverfahrens und des beschriebenen Aussonderungsempfangs gestatten.
Diese Einrichtungen sind namentlich durch folgende Punkte gekennzeichnet:
i. Die Anordnung von Verstärkern für Ströme mittlerer, oberhalb des Hörbarkeits1-bereiches
liegender Frequenz nach der zweiten Aus'sonderungsvorrichtung.
2. Die Anordnung von Hochfrequenzverstärkern für Ströme der primären Frequenz).
3. Die Anwendung von Schwingungskreisen oder künstlichen Leitungen, welche von übertonfrequenten
Strömen durchflossen werden und ein für allemal als Ganzes auf eine bestimmte oberhalb des Hörbarkeitslbereiches
hegende Frequenz abgestimmt sind, während die Einstellung der über dem Hörbarkeitsibereich
liegenden Frequenz auf die entsprechenden Stromkreise durch Veränderung der Frequenz des örtlichen Schwingungserzeugers
erfolgt.
4. Die Anwendung von Stromkreisen mit Rückkopplung zur Erzeugung von übertonfrequenten
oder tonfrequenten Schwebungen.
5. Die Anwendung einer Rückkopplung zwischen Kreisen mit übertonfrequenten
Strömen und Kreisen mit Strömen von Empfangsfrequenz.
In den Zeichnungen sind Einrichtungen zur Ausführung der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Empfangsanlage für störungsfreien
Empfang von hoher Aussonderungsfähigkeit für den Empfang von ungedämpften Wellen.
Fig. 2 und 3 bringen geänderte Ausführungsformen von Einzelheiten.
Fig. 4 bis 10 stellen in Kurven die Ströme
in verschiedenen Teilen des Systems dar.
Fig. 11 zeigt eine Ausführungsform der
Verbindung eines Empfangsluftleiters mit einer künstlichen Leitung.
Fig. 12 zeigt eine andere Ausführungsart einer störungsfreien Empfangsanlage.
Fig. 13 bis 15 stellen geänderte Ausführungsfarmen
von Einzelheiten dar.
Erste Ausführungsform
Folgende Teile bilden die Empfangsanlage in der Anordnung nach Fig. 1:
1. Eine erste Aussonderungsvorrichtungj,
die durch Empfangskreise gebildet wird, die den gewöhnlich beim drahtlosen" Empfang
verwendeten entsprechen.
Eine Selbstinduktionsspule 1 ist einerseits an einen Luftleiter 7 und andererseits unter
Zwischenschaltung einiger Kopplungswindungen 106 und eines (nicht gezeichneten) induktionsfreien
Widerstandes an Erde 8 gelegt. Die Selbstinduktionsspule ist induktiv mit einem verhältnismäßig gedämpften Schwingungskreis
2, 3 gekoppelt.
2. Ein Hochfrequenzverstärker mit Detektorwirkung, der zwischen den Anschlüssen A, B
und C, D dargestellt ist und drei Vakuumröhren 4, S und 6 enthält, die derart geischaltet
sind, daß sie nacheinander eine Verstärker- und Detektorwirkung auf die Hochfrequenzströme
ausüben.
Die Glühdrähte 11, 14-, 17 dieser drei
Röhren 4* S ^033^- 6 werden in Parallelschaltung
von einem Akkumulator 32 geheizt.
Die drei Anodenkreise der drei Röhren werden von derselben Anodenbatterie. 2 5 gespeist.
Der Gitterkreis der Röhre 4 wird durch das Gitter 12, den Schwingungskreis 2, 3 und
den Glühdraht 11 gebildet, zwischen Glühdraht
und Gitter liegt ein hoher Widerstand 20 im Nebenschluß,. Im Anodenkreis der
Röhre 4 liegt die Primärseite eines Autotransformators 23 von geringer verteilter Kapazität,
der mit einem Kern aus fein lamel-•5
liertem Eisen versehen sein kann. Wenn man diesen Eisenkern fortläßt, so kann diese Spule
beispielsweise aus einer spiralförmigen Wicklung in mehreren Drahtlagen, vorzugsweise
von Kupferdraht, bestehen, der so fein wie möglich ist und verhältnismäßig dick isoliert
ist.
Das Gitter 15 der Röhre 5 ist an die Sekundärseite
des Autotransformators 23 über einen Kondensator 24 geringer Kapazität anas geschlossen.
Die Anode 1,6 ist an die Batterie 25 über
die Primärwicklung eines Autotransformators
26 angeschlossen, der einen fein lamellierten Eisenkern aufweisen und gegebenenfalls in
ähnlicher Weise wie die Spule 23 gebildet sein kann; die Sekundärseite dieses Autotransformators
wird durch die ganze Wicklung der Spule gebildet, während die Primärseite beispielsweise nur die Hälfte umfaßt.
Das Gitter 18 der Röhre 6 ist an der Sekundärseite von 26 über einen Kondensator
27 angeschlossen.
Die Autotransformatoren 23 und 26 können durch Drosselspulen ersetzt werden.
Die Anode 19 und die Batterie 25 sind an
die beiden Anschlüsse C bzw. D gelegt, an die die zweite Aussonderungsvorrichtung in
der später erwähnten Weise angeschlossen ist.
3. Ein örtlicher Hochfrequenzschwingungserzeuger, der beispielsweise eine Vakuumröhre
10 enthält, die als Schwingungserzeuger durch induktive Kopplung der Spule 44
und 45 geschaltet ist. Zwischen der Anode und dem Gitter dieser Röhre liegt ein veränderlicher
Kondensator 43. Zwischen die Spulen 44 und 45 ist ein Kondensator 46 großer Kapazität geschaltet. Eine Kopplungsspule 9 ist in dem Schwingungskreis 43, 44,
45 gelegt, dessen Eigenschwingungen durch die Röhre 10 ungedämpft unterhalten werden.
Der Schwingungskreis 43, 44, 45, 9 1st auf eine Frequenz abgestimmt, die von der Eigenfrequenz
des Kreises 2, 3 um eine große Periodenzahl in der Sekunde (beispielsweise
von der Größenordnung 10 000) abweichtj. Die Spule 9 ist entweder mit der Spule 1 oder
mit der Spule 2 oder mit den Spulen 23 bzw. 26 induktiv gekoppelt.
Die Kopplung zwischen dem Schwingungserzeuger und den ersten Aussonderungskreisen
kann auf alle bekannten Kopplungsarten ausgeführt und an allen Punkten der Kreise
von dem Luftleiter an bis zur Prirnärspule des Autotransformators 26 einschließlich, d.h.
vor der ersten "Gleichrichtung durch 6 vorgenommen werden.
4. Ein Wellenfortpflanzungs'Siystem als
zweite Aussonderungsvorrichtung, auch. Filter genannt.
Diese Vorrichtung besteht aus einer Anzahl in Reihe geschalteter Kondensatoren 34
und aus Selbstinduktionsspulen 33; die Enden dieser Spulen sind einerseits an die Verbindungen
der aufeinanderfolgenden Kondensatoren gelegt, andererseits liegen sie an einem gemeinsamen geerdeten Leiter 49.
Diese Kondensatoren und Selbstinduktionsspulen sind derart bemessen, daß folgende
Bedingungen erfüllt werden:
a) Die Gesamtanordnung bietet den geringstmÖglichen Wedhselstromwider stand bei
der über dem Hörbarkeitsbereich, liegenden Frequenz, die dem Frequenzunterschied der
Eigenfrequenzen der Kreise 2, 3 und 43, 44,
45 gleich ist. go
b) Die Werte der Kapazitäten und Selbstinduktionen sind derart bestimmt, daß zu
einem bestimmten Zeitpunkt die über die Aussonderungsvorrichtung verteilten Ströme
eine Gruppe der aufeinanderfolgenden Kondensatoren in einem Sinne und die folgende
Gruppe im entgegengesetzten Sinn durchlaufen, und daß diese Ströme der auszusondernden,
über der Hörbarkeitsgrenze liegenden Frequenz ihren Sinn in Intervallen umkehren,
die η Kondensatoren umfassen, wobei η zwischen 2 und 6 liegen kann und beispielsweise
im Falle der dargestellten Einrichtung 6 beträgt.
Die äußeren Spulen 33° und 33* haben im allgemeinen einen doppelt so großen Wert
wie die Spulen 33. Die beiden Enden der Spule 33° sind an die Klemmen der Sekundärwicklung
2I9 eines Abwärtstransformators 30 angeschlossen, dessen Primärspule zwisehen
den Anschlüssen C und Z> liegt.
Vorzugsweise' ist ein veränderlicher Kondensator 31 zwischen den Anschluß 126 der
Sekundärwicklung dieses Transformators und den Anschluß 127 der Spule 33° gelegt.
In dem Leitungsabschnitt zwischen den beiden Kondensatoren 3 4a und 34*, in dem
sich ein Wechsel der Stromrichtung ausbildet, sind zwei Spulen 36 und 38 auf beiden Seiten
der Spule 33C in Reine geschaltet.
Die Kapazität der beiden Kondensatoren 34a und 34δ ist geringer als die der Komden-
satoren34· Die den Spulen 33 ähnliche Spille
33- ist mit einer Spule 3 5 gekoppelt.
Zwei mit Spulen 36 bzw. 38 gekoppelte Spulen 37 und 39 sind in Reihe mit der Spule
35 und der Spule 40 an einen veränderlichen ■Kondensator 41 angeschlossen.
Der Schwingungskreis 35, 37, 39, 41, 40
muß eine möglichst geringe Dämpfung haben und ist annähernd auf eine Frequenz abgestimmt,
die dem Unterschied in den Eigenfrequenzen der Schwingungskreise 2, 3 und 43, 44, 45, 9 gleicht, d.h. auf eine Frequenz
von etwa 10 000 beispielsweise.
Die Anordnung der Spulen 33, 33°, 33*,
*5 33^, 36 und 38 und der Kondensatoren 34,
34β, 34δ bildet eine sogenannte Kondemsatorleitung.
Letztere könnte aus einer abweichenden Anzahl von Teilen bestehen.
5. Ein abgestimmter Verstärker mit Überlagerung und Gleichrichtung für mittlere und
niedrige Frequenz, der aus einer gewissen Anzahl von Vakuumröhren 53, 54, 55, 56, 57, 58
mit drei Elektroden besteht, deren Glühdrähte 59, 62, 65, 68, 71 und 74 in Parallelslchaltung
geheizt werden und deren Anodenkreise eine gemeinsame Anodenbatterie 92 haben.
Die. Anschlüsse E, F des Sdhwingungs'-kreises
35, 37, 39, 41, 40 sind an das Gitter 60 bzw. an den Glühdraht 59 der Rohre 53
unter Zwischenschaltung eines Blockkondansators 83 und Anordnung eines großen "Widerstandes
77 zwischen 59 und 60 geführt.
Die Anode 61 dieser Röhre 53 liegt an -einem Abgriff einer Selbstmduktionsspule 93
von geringer verteilter Kapazität, die mit einem fein lameliierten Eisenkern versehen
sein kann. Der Anodenkreis dieser Röhre 53 geht über 'die Primärseite der Autotransformatorspule
93 und über die Batterie 92. Die Sekundärseite dieses Autotransformators liegt parallel zu einem Kondensator 94 und
ist mit einem Ende an das Gitter 63 der folgenden Röhre 54 über einen Blockkondansator84
der letzteren und mit dem anderen Ende an den Glühdraht 62 der Röhre 54 über
die Batterie 92 angeschlossen. Wie vorher
liegt ein großer Widerstand 78 im Nebienfschluß zwischen 63 und 62.
Die gleiche eben beschriebene Verbindung zwischen dem Anodenkreis 61, 93, 92 der
Röhre 53 und dem Gitterkreis 63, 84, 92, 62 der folgenden Röhre 54 wiederholt sich bei
den folgenden Röhren.
Die Schwingungskreise 93,94, 95, 96, 97, 98
sind auf eine Frequenz abgestimmt, die der durch die erste Überlagerung erzeugten
Schwebungsfrequenz oberhalb des Hörbarkeitsbereiches
nahekommt.
Die Blockkondensatoren 85 und 86 der.
Röhren 55 und 56 haben eine Kapazität, die der des Blockkondensators 84 nahezu gleich
ist· indessen ist die Kapazität des Kondensators 86 ein wenig kleiner, und die zu den
Röhren 55, 56, 57, 58 gehörigen Widerstände 79, 80, 81, 82 entsprechen dem Widerstand
78.
Im Anodenkreis der letzten Röhre 58 liegt das Empfangstelephon 104 mit einem im Nebenschluß
angeordneten Kondensator 103.
Die beiden Schwingungskreise 99,100 und ι ο i, 102 der Röhren 57 und 58 sind auf eine
im Hörbarkeitsbereich liegende Frequenz abgestimmt, die dem Höchstwert der Empfindlichkeit
dieses Telephons 104 nahekommt. Die Spulen 99 und 101 besitzen gewöhnlich
einen Eisenkern.
Die Blockkondensatoren 87 und 88 bieten dem Strom, mit Tonfrequenz einen Scheinwiderstand
derselben Größenordung, wie sie der "Kondensator 84 dem übertonfrequenten
Strome bietet.
Wirkungsweise
In den Fig. 6.bis' 10 sind die Kurven der
Änderungen der in verschiedenen Teilen der Kreise auftretenden Ströme in Abhängigkeit
von der Zeit aufgetragen. Die Zeit ist dabei als Abszisse, die Ströme sind als Ordinaten
aufgetragen.
Unter der Einwirkung eines ungedämpften Wellenzuges, auf den der Lufüieiterkreis abgestimmt
ist,· wird die Spule 1 von einem Hochfreqiuenzwecihsielstrom 11 ια (FigUö)
durchflossen. Gleichzeitig fließen in dieser Spule gedämpfte Wechselströme 107«, die entweder
von der Eigenschwingung des Luft- -leiters unter der Einwirkung stark gedämpfter
Störungsstöße oder von gedämpften Wellen derselben Periode, wie die, auf welche der
•Luftleiter abgestimmt ist, herrühren.
Diese Ströme induzieren im Schwingungskreis 2, 3, der in passender Weise gedämpft
ist, Ströme, von denen in Fig. 7 nur einige Perioden und Hüllkurven oder -geraden gezeichnet
sind. Diese Ströme sind:
1. ein Wechselstrom in6 von Sinusform!,
dessen Umhüllenden 111 "ist,
2. gedämpfte Ströme wie beispielsweise 107* mit den Umhüllenden 107, 108, die von
Störungsstößen oder von gedämpften Sendern herrühren, '
3. wird" in diesem Kreis durch den als Überlagerer dienenden Schwingungserzeuger
10 ein sinusförmiger Wechselstrom 1 io6 induziert,
dessen Frequenz von der des Stromes in6 um eine einer Frequenz über der Hörgrenze
entsprechende Anzahl von Perioden ■ abweicht. Der im Kreis 2, 3 fließende Strom
ergibt sich aus der Zusammensetzung der erwähnten drei Ströme.
Die Überlagerung der Ströme no6 und
in6 ist in Fig. 8 gegeben. Man sieht dort
die Erzeugung von Schwebungen 112 mit
499640
Überton- oder Mittelfrequenz durch die Überlagerung des von dem ungedämpften Sender
herrührenden Stroms mit dem von dem örtlichen Schwingungserzeuger kommenden Strom.
Die Figur möge den Fall darstellen, daß die ungedämpfte Welle eine Frequenz von
60 000 Perioden in der Sekunde aufweist. Der Erzeuger 10 überlagert die Frequenz
70000; es ergeben sich also 10 000 Schiebungen
in der Sekunde.
Der Störungsstrom 107 ist von kurzer Dauer und kann daher höchstens eine oder
zwei Schwebungen von 10 000 Perioden geben; dabei ist die Schwingungsweite dieser
Schwebungen regelbar, und der Höchstwert der Schwingungsweite entspricht der des
durch den örtlichen Erzeuger induzierten. Stromes.
ao Es ist weiter wichtig, zu beachten, daß die durch die Überlagerung bewirkte verhältnismäßige
Verstärkung für den schwachen ungedämpften Sender unendlich viel größer ist als für den starken Störungsstrom, und daß
as sie auf den Höchstwert durch Veränderung
der Schwingungsweite der durch den Überlagerer induzierten Schwingungen eingestellt
werden kann.
Diese Schwebungen und Hochfrequenzströme werden von der Röhre 4 verstärkt,
deren Anodenkreis von formgleichen Strömen durchflossen wird. Die Hochfrequenzspannungsänderungen,
die sich an den Anschlüssen 23 bilden, werden durch den Konden,-sator
24 auf das Gitter der Röhre 5 übertragen.
Ebenso werden die verstärkten Hochfrequenzströme und -schwebungen, die in der
Spule 26 auftreten, auf das Gitter 18 der Röhre 6 übertragen, die in bekannter Weise
als Detektor arbeitet.
Der Anodenkreis 19, C, D, 25, 17 der
Röhre 6 wird von den aus "dem Detektor kommenden Strömen durchflossen.
Die Ströme, deren Frequenz von der Größenordnung der Empfangsfrequenz ist, können
über den Weg 105, 123 abgeleitet werden, der ihnen einen sehr geringen Widerstand
bietet.
Im übrigen würden, selbst wenn man 105, 123 fortläßt, diese Hochfrequenzströme durch
die Eisenspule 28 stark gedrosselt werden.
Wenn die Hochfrequenz der empfangenen Wellen sehr hoch und infolgedessen sehr verschieden
von der Übertonfrequenz ist, kann, die Spule 123 fortgelassen werden.
Bei diesen Bedingungen fließen nur Ströme von Übertonfrequenz und niederer Frequenz
durch den Transformator C, Ζλ
Fig. 9 zeigt ganz schematisch die Spannungen 119, 120 an den Klemmen von 29
unter der Einwirkung des Störungsstromes, und Fig. 10 gibt in der Kurve 121 die Spannung,
die der ungedämpften Welle entspricht, an.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß es vergeblich ist, die Wirkung der heftigen Störungsströme
von der der ungedämpften Wellen dadurch trennen zu wollen, daß zur zweiten Aussonderung ein Schwingungskreis vorgesehen
wird. Letzterer wird erfahrungsgemäß durch Stoß des niederfrequenten Stromes 120 erregt, wodurch jeder Störungsstoß in einen übertonfrequenten Strom verwandelt
wird, derart, daß eine Aussonderung der Störungsströme nicht eintritt. Man muß also zu neuen Aussonderungsverfahren greifen,
die hier beschrieben werden und ein wirksames zweites Aussonderungsmittel ergeben.
Unter der Wirkung des von 29 gelieferten Wechselstromes 121 auf das System mit
verteilten Selbstinduktionen und Kapazitäten 3 Ij 33a, 33>
34, 3^ 38, 34°, 34*. 33b, das,
wie erwähnt, eine sogenannte Kondensatorleitung bildet, entstehen stehende \Wellen,
wenn dieses System auf Resonanz mit dem übertonfrequenten, von dem ungedämpften Sender verursachten Strom abgestimmt ist.
Die Kurve 124 (Fig. 1) stellt die durch
die darunterliegenden Kondensatoren 34 und ihre Verbindungen fließenden Ströme dar;
die Kurve 125 gibt die Spannung längs der Kondensatorleitung an. So geben z. B. die
Pfeile 132 bzw. 133 die Stromwerte in den Leitungsstücken 127, 128 bzw. 128, 129, die
Pfeile 134* bzw. 134* die Spannungen zwischen
127 und 49 bzw. 129 und 49 an usw.
Die Kurve 135 (Fig. 4) stellt schematisch
abgerundet unter Vernachlässigung der Stufen die Verteilung des Stromes auf einer
Strecke von 5/i Wellenlänge in dem Augenblick
dar, wo der Strom seinen Höchstwert hat, wenn die stehende Welle ausgebildet' ist; dabei gilt als Wellenlänge die konstante
Entfernung (beispielsweise nach der Anzahl von Gliedern gezählt) zweier Punkte auf der
Leitung, an denen der Strom bzw. die Spannung dieselben Werte und dieselbe Richtung
haben.
Die Ströme von zwei solchen Punkten der Leitung sind miteinander in Phase befindliche
Wechselströme, die gegen die Spannungen an denselben Punkten um 900 vorverschoben
sind.
Im Gegensatz dazu kann der Störungsstrom keine stehenden Wellen ergeben, weil
er nur eine Periode des übertonfrequenten Stromes hervorbringt. Eine fortschreitende
Welle pflanzt sich über die Kondenisatorlei- iao
rung· derart fort, daß die Spannung sich in jedem Punkt in Phase mit dem Strom an-
dert. Die 'Kurve 137 (Fig. 4) stellt den Strom
zu einem gegebenen Zeitpunkt dar, während die Verteilung der Spannung in 138 gezeichnet
ist. Wenn man daher die Kopplung 39, 38 in bezug auf die Kopplung 37, 36 umkehrt,
so erhält man in der Gesamtanordnung 37, 39 eine Spannung in Phase mit der
Spannung an den Enden von 35. Diese beiden
Spannungen können im Fall einer fortschreitenden Welle entgegengesetzt sein bei einer passenden Wahl des Kopplungssinnes
von 35, 35C. Bei der stehenden Welle dagegen
sind die beiden induzierten Spannungen um 900 in der Phase gegeneinander verschoben
und addieren sich geometrisch bei derselben Kopplungsanordnung, Die Wirkung des Störungsstromes in der über dem Hörbarkeitsbereich
liegenden Frequenz auf den Schwingungskreis 35, 37, 39, 41, 40 kann
somit aufgehoben werden, während die Wirkung des ungedämpften Senders in der über
dem Hörbarkeitsbereich liegenden Frequenz erhöht wird.
Andererseits kann sich der von dem Störungsstrom hervorgerufene Niederfrequenzstrom
nicht auf der Leitung ausbreiten; die Wellenlänge des Störungsstromes, die (nach
der Anzahl von Gliedern der .künstlichen Leitung gezählt) der Frequenz proportional
ist, ist .für niedrige Frequenzen klein und erstreckt sich daher nur über eine geringe Anzahl
von Kondensatoren. Hierbei ergibt sich eine Reflexion des Niederfrequenzstromes und
eine außerordentliche Abschwächung dieses Stromes längs der Leitung.
Wenn alle Wirkungen des Störungsstromes beseitigt sind, so werden die Schwingungen
des Kreises 35, 37, 39, 41, 40 nur noch von dem ungedämpften Sender beeinflußt.
Die Schwingungen dieses Kreises werden mit Hilfe von drei Vakuumröhren 53, 54, 55
verstärkt, deren zur ICopplung dienende Schwingungskreise 93, 94, 95, 96 und 97, 98
leicht gegen die Frequenz des Kreises 35, 4^ 37, 39, 41, 40 verstimmt sind, wobei die
Kreise mit den Kondensatoren 94, 96, 98 den Resonanzwert übersteigen, und zwar in dieser
Reihenfolge zunehmend. Unter diesen Bedin-'gungen beginnt das System infolge der losen
induktiven Kopplung zwischen den verschiedenen Kreisen bei einer über dem Hörbarkeitsbereich
liegenden Frequenz zu schwingen, 'die wenig von der von dem Sender verursachten
abweicht. Durch die Überlagerung des durch die Eigenschwingung des Systems erzeugten Stromes und des durch die erste
Überlagerung erzeugten Schwebungsstromes werden Schwebungen hörbarer Frequenz erzeugt,
die von der Röhre 56 gleichgerichtet und in einen Strom mit Tonfrequenz verwandelt
werden. Es ist zu bemerken: 1, daß dieses übertonfrequent selbsterregte'System eine
bei weitem größere Empfangsempfindlichkeit für schwache Ströme als für starke zeigt, was
sehr günstig für den Empfang schwacher Sender ist; 2. daß die tonfrequenten Schwebungen
stets in der Schwingungsweite begrenzt werden können.
Die Frequenz dieser Schwebungen im Hörbarkeitsbereich ist durch Veränderung der
durch den Überlager er 10 der Fig. 1 induzierten Hochfrequenz regelbar und kann, daher
auf die Resonanzfrequenz der Kreise 99, 100 und 101, 102 und des Telephons 104
abgestimmt werden, welch letzteres durch ein Resonanzgalvanometer ersetzt werden kann.
Wenn die Kreise 93, 94, 95, 96, 97, 98 hinreichend gedämpft sind (beispielsweise durch
Verwendung von Widerstandsspulen), so setzen die übertonfrequenten Schwingungen nicht ein. In diesem Falle werden die Kreise 93)
94) 9S) 96, 197) 98 auf die oberhalb der
Hörbarkeitsgrenze liegende Frequenz des Kreises 35, 37, 39, 41, 40 abgestimmt, und
es wird ein Überlagerer zur Erzeugung eines übertonfrequenten Stromes verwendet. Dieser
Überlagerer wird beispielsweise durch die Selbstindu'ktionsspule 42 mit der Spule 40 gekoppelt;
dabei weichen die beiden übertonifrequenten Schwingungen um eine Anzahl von
Perioden voneinander ab, die einer Frequenz im Hörbarkeitsbereich entsprechen, z. B. um
700 Perioden, und ergeben in den Kreisen 93, 94 usw. Schwebungen mit Tonfrequenz.
Beim Empfang ungedämpfter Wellen eines drahtlosen Telephoniesenders wird natürlich
die akustische Aussonderung fortgelassen, und es werden die Kreise 99, 100 und 101, 102
durch Transformatoren mit Eisenkern ersetzt.
Außerdem wird dann ein Verstärker für Frequenzen über der Hörgrenze angewendet,
der nicht zugleich als Überlagerer einer Übertonfrequenz wirkt, und auch der Überlagerer
42 wird fortgelassen.
Endlich ist es möglich, den Überlager er 10
durch eine hochfrequente Selbsterregung des Verstärkerdetektors A, B, C, D zu ersetzen, die
man erhält, indem man die verstärkten Ströme auf den Schwingungskreis 2, 3 zurückwirken
läßt, was beispielsweise durch induktive oder direkte Kopplung der Kreise, in denen diese
Ströme fließen, mit dem Kreis 2, 3 geschieht.
Andere Ausführungsformen 11(.
Fig. 2 stellt eine andere Ausführungsform dar, bei der ein Transformator (z. B. mit Eisenkern)
zwischen den Schwingungskreis 2, 3 und das erste Gitter derart geschaltet ist, daß
dieser Kreis durch einen größeren Energieverbrauch des Gitterkreises der Röhre 4 gedämpft
wird.
Die Anordnung der Kondensatorleitung, deren Anwendung zur zweiten Aussonderung
beschrieben ist, kann gleichfalls verwendet werden:
i. für die erste Aussonderung, für die akustische Aussonderung und allgemein immer
■dann, wenn es sich darum ,handelt, eine
Störung eines Wechselstromes abzusondern,, dessen Periode kürzer ist als die Dauer der
ίο Störung,
2. für die Trennung eines Wellenzuges von einigen Perioden von einem aus einer großen
Anzahl von Perioden bestehenden Wellenzug. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, daß. zur
t5 Erreichung des letztgenannten Zweckes an Stelle einer Kondensatorleitung der beschriebenen
Art eine sogenannte Spulenleitung oder gewöhnliche künstliche Leitung Verwendung
finden kann, die dadurch gebildet wird, daß ao man in der Kondensatorleitung die Spulen
33 und die Kapazitäten 34 vertauscht. Ferner kann man im Sinne der Erfindung andere
verwickeitere Systeme verwenden.
Fig. 3 zeigt eine an einem Luftleiter vorgesehene vereinfachte Anordnung, die dazu
dient, die Stoßerregung des Luftleiters in der Frequenz der Welle, auf die die Gesamtanordnung·
abgestimmt ist, beträchtlich zu verringern. Wie man in der Darstellung sieht, wird die gleiche Anordnung der Kondensatorleitung
wie bei der zweiten Aussonderung verwendet. Die Darstellung auf der Zeich-,
nung zeigt schematisch die Verteilung des im Lufileiter von dem zu empfangenden ungedämpften
Sender erregten Stromes an.
In Fig. 3 ist eine Kondensatorleitung in Reihe mit dem Luftleiter geschaltet, um im
System Luftleiter-künstliche Leitung die Fortpflanzung von elektrischen Stoßen zu vermindem,
deren Dauer größer ist als die Periode, auf die das System abgestimmt ist und die
es empfangen soll.
Wenn man dagegen gegen Stöße von geringerer Dauer als der erwähnten geschützt
sein will, so ist eine gewöhnliche künstliche Leitung in Reihe mit dem Luftleiter anzjusordnen.
Weiter kann man, anstatt diese Leitungen in den unteren Teil des Luftleiters zu legen,,
die Teile der Spulenleitung oder der Konden;-satorleitung über den Luftleiter selbst verteilen.
'
Es lassen sich im Rahmen der Erfindung ebenso Zusammenstellungen verwickelterer
Art von Spulenleitungen und Kondensatorleitungen benutzen. Das kennzeichnende
Merkmal dieses Teiles der Erfindung ist die Tatsache, daß für die auszusondernde Frequenz
die Anzahl der Kondensatoren oder Selbstinduktionsspulen auf einer Wellenlänge klein ist, beispielsweise neun beträgt, jedoch
höher als drei sein muß; während für jede stoßweise sowie für jede andere Störung:,
deren Periode verschieden ist von der Periode, auf die abgestimmt ist, die Zahl der Teile für die Wellenlänge weniger als
vier beispielsweise beträgt und die Fortpflanzung dadurch sehr abgeschwächt wird.
Fig. 11 stellt eine Ausführungsform der
vorgeschlagenen Zusammenschaltung von Empfangsluftleitern mit Spulen- und Kondansatorleitungen
dar.
Dieses System wird durch eine beondlere Anordnung doppelter künstlicher Leitungen
gekennzeichnet, bei denen die in Reihe bzw*. Nebenschluß geschalteten Teile jeder Leitung
miteinander induktiv gekoppelt sind.
Die beiden Enden eines Rahmens 161 vorzugsweise
großer Ausdehnung sind mit den zwei Leitungen verbunden, die die Doppelanordnung
bilden. Letztere wird beispielsl· weise durch eine verdoppelte Spulenleitung
gebildet, die aus Spulen 162, welche induktiv gekoppelt und in Reihe geschaltet sind, und
aus Kondensatoren 163 besteht, die zu zweien in Nebenschluß geschaltet sind, wobei die
Mittelanschlüsse der Kondensatoren bei 167 geerdet sind. An die verdoppelte Spulenleitung
schließt sich eine verdoppelte Kondensatorleitung an, die aus Kondensatoren 164
und Spulen 165 besteht, welche zu zweien induktiv gekoppelt und an ihren gemeinsamen
Punkten geerdet sind. Der Pfeil 166 gibt die Richtung der ankommenden Wellen an.
Diese verdoppelte Leitung hat infolge der magnetischen Kopplungen zweier einfacher
Spulen- bzw. Kondensatorleitungen nicht die gleiche Eigen- und Resonanzfrequenz, wenn
die in den Spulen einer jeden Leitung fließenden Ströme in Phase sind oder nicht
derart, daß, wenn eine Stoßerregung infolge elektrostatischer störender Wirkungen oder
Wirkungen senkrecht gerichteter Ströme eintritt, Schwingungen mit einer Frequenz angestoßen
werden, die etwas von der Frequenz abweicht, auf die abgestimmt ist.
Diese Leitungen mit magnetischer Kopplung können überdies mit allen für gewöhnliche
Leitungen bekannten Vervollkommnungen versehen sein, zur ersten, zweiten oder dritten Aussonderung dienen und an verschiedenen
Punkten der Anlage angeordnet sein. Vorzugsweise macht man die Kopplung zwischen den Spulen 162 bzw. 165 sehr fest;
je zwei gekoppelte Spulen können durch gleichzeitiges Aufwickeln zweier isolierter
Drähte auf denselben Körper oder auf irgendeine andere Art hergestellt werden.
Die beiden letzten Spulen 165 sind vorzugsweise im umgekehrten "Sinne gewickelt und
mit dem Schwingungskreis 2, 3 gekoppelt. In gewissen Fällen kann die Spulenleitung
ganz oder teilweise durch, eine Spule mit doppelter Wirkung gebildet werden, wobei
die verteilte Kapazität der beiden Drähte genügend ist.
Verbesserte Aussonderung
In einer Aussonderungsvorrichtung der beschriebenen Art für elektrische Wellen kann
die Trennung eines elektrischen Stromstoßes
ίο beliebiger Dauer und eines kurzen Wellenzuges
bestimmter Frequenz von einem langen Wellenzug bestimmter Frequenz ferner auf
folgende Weise ausgeführt werden:
Die in Fig. 12 dargestellte Einrichtung besteht
ungefähr aus den gleichen Teilen wie die in der Fig. 1 und la; gleiche Zahlen und
Buchstaben bezeichnen gleiche Teile. Dabei sind die Verstärker und Überlagerer durch
Rechtecke dargestellt ohne Angabe der inneren Verbindungen, die den vorher beschriebenen
gleichen.
In dieser Einrichtung sind folgende Veränderungen gegenüber der nach Fig. 1 getroffen:
as i. Eine Rückkopplungsspule 170 ist mit
einer Spule 168 gekoppelt, zu der ein Kondensator 169 parallel liegt und die in Reihe
mit dem Schwingungskreis 2, 3 derart angeordnet ist, daß der übertonfrequente "Strom
durch die Verstärkerröhren wieder verstärkt wird. Dieser rückgekoppelte Strom kann auch
aus der künstlichen Leitung entnommen werden.
2. Der Verstärker für mittlere und niedere Frequenzen ist unmittelbar am Ausgang der
künstlichen Leitung angeordnet.
3. Widerstände 142, 143 sind in Reihenschaltung
in der künstlichen Leitung vorgesehen, und zwar an den Spannungsbäuchen der stehenden Wellen, die die auszusondernden
übertonfrequenten Ströme in der Leitung hervorrufen.
Außerdem sind an den Spannungsfcnoten Widerstände 140, 141 in Reüie mit denNehenschlußteilen
angeordnet; die Widerstände können übrigens auch unmittelbar in Nebenschluß
geschaltet sein.
Die Widerstände 142, 143 haben beispielsweise
den Wert
!/—T
y ο
wobei L die Selbst-
induktion der Spulen 33 und C die Kapazität der Kondensatoren 34 bedeutet.
■ Unter diesen Bedingungen findet man tatsächlich, daß fortschreitende Wellen ebenso
wie im allgemeinen auch stehende Wellen ab^ geschwächt werden, während allein die Ströme
der bestimmten auszusondernden Frequenz ohne merkenswerte Abschwächung hindurchgehen,
sobald ihre stehenden Wellen ausgebildet sind.
Es ist darauf hinzuweisen, daß" die Wirkung um so vollkommener ist," je besser die
Knoten ausgebildet sind, d. h. daß es von Wert ist, die verteilten Verluste der Leitung
zu verringern, die besonders durch die Widerstände der Spulen bedingt sind. Man kann
diese geringen Verluste dadurch ausgleichen, daß man der Leitung an einer ziemlich großen
Anzahl von Punkten Energie zuführt. Beispielsweise kann man den übertonfrequent en durch die Röhren 53, 54 und 55
(Abb. ia) der vorher beschriebenen Einrichtung verstärkten Strom an allen Spannungsbäuchen auf die Nebenschlußspulen zurückwirken
lassen, indem man die Kreise derart zusammen anordnet, daß der Energieverlust einen Höchstwert für einen Wechselstromwiderstand
hat, der sehr viel geringer als
~ ist, z. B. _ / -^- beträgt.
λ
ίο γ C Bo
In Fig. 13 ist eine gegenüber Fig. 12 abgeänderte
Ausführungsform dargestellt; hier läßt man den Strom des Schwingungskreises 93, 94 auf die künstliche Leitung zurückwirken.
Selbstinduktionsspulen 144 und 145 sind
in diesem Kreis in Reihe mit der Selbst;-indukrlonsspüle
93 geschaltet und mit den an den Spannungsbäuchen der Leitung liegenden Spulen 33 gekoppelt.
Bei der beschriebenen Schaltung verbrauchen die eingeführten Widerstände nur
sehr wenig Kraft der stehenden Welle, was darauf zurückzuführen ist, daß sie nicht gleichmäßig
verteilt, sondern an bestimmten Stellen angeordnet sind. Dagegen sollen die Kompensationsspulen
soweit wie möglich verteilt und mit den Spulen 33 im richtigen Sinn gekoppelt
sein. Die Rückkopplung hat nur die Verluste der Leitung zu decken. Schließlich
ist noch darauf hinzuweisen, das die Widerstände bei diesen Einrichtungen vorteilhafterweise
durch Strombegrenzungsvorrichtungen ersetzt werden können.
Wenn diese Vorrichtungen allein zur Schwächung von Störungs strömen verwendet
werden, so haben sie den Nachteil, den Strom während der Dauer einer Störung von großer
Schwingungsweite auf einen gleichmäßigen Wert zu begrenzen.
Hingegen wird bei der Verbindung dieser Vorrichtungen mit einer Kondensatorleitung
die Dauer der Begrenzung gering und von der Größenordnung einer halben Periode der
bestimmten auszusondernden Frequenz, weil die Niederfrequenzen sich nicht auf der Leitung
ausbreiten können.
Die Strombegrenzungsvorrichtung mit zwei Röhren nach Fig. 14 zwischen den Punkten G
und H kann einen zwischen diesen Punkten iao liegenden Widerstand ersetzen. Sie besteht
aus zwei Vakuumröhren 146,147 mit Glüh-
drahten 148, 150, die durch Batterien 155 und
156 geheizt werden. Die Glühdrähte sind
durch zwei in Reihe geschaltete große Widerstände 153, 154 verbunden. Die Anoden 149
und 151 liegen am positiven Pol einer Batterie 152 von einigen Volt.
Die Elektronen können nur von solchen Stellen des Glühdrahtes ausgehen, die mit
Bezug auf die Anode negativ sind, und es ist für einen Fachmann leicht einzusehen, daß,
wenn die Spannung an 153 und 154 einen gewissen Wert im einen oder anderen Sinne
übersteigt, die Spannung von 149 oder 151 in
bezug auf 148 oder 150 negativ wird; in diesem
Augenblick führt der einzig mögliche Weg für den Strom über einen der großen Widerstände und über die dem anderen Widerstand
zugeordnete Röhre; infolgedessen wird der Widerstand zwischen G und H sehr
groß.
Man kann auch die Batterie 152 fortlassen
oder ihren Sinn je nach dem gewünschten Begrenzungswert ändern.
Man kann im Sinne dieses Teiles der Erfindung offensichtlich Vorrichtungen dieser
Art aus einer oder mehreren Vakuumröhren mit drei Elektroden oder mit mehreren Glühdrähten
zusammenstellen.
Alle diese Einrichtungen können vorteilhafterweise für die erste, zweite oder dritte
Aussonderung verwendet werden, d.h. hei Hochfrequenz, Übertonfrequenz oder Tonfrequenz.
3g Mechanische Aussonderung
Fig. 15 zeigt, wie man das Dämpfungsverfahren
für fortschreitende Wellen bei einer schwingenden Schnur zu dem Zweck verwenden
kann, um mechanisch die Aussonderung einer Tonfrequenz zu verwirklichen.
Eine schwingende Schnur 160 ist zwischen zwei Punkten K. und L ausgespannt. 157 und
158 stellen Vorrichtungen dar, die elektrische Ströme in mechanische Schwingungen um·
wandeln können, und umgekehrt (beispielsweise Telephone). Zum Beispiel ist 157 der
Geber und 15*8 der Empfänger, wo*bei 157
bei 104 in Fig. 12 angeordnet sein kann. 159
sind Dämpfer mit in eine Flüssigkeit tauchenden Scheiben, die an den Schwingungskinotenpunkten
der auszusondernden Frequenz an der Schnur angebracht sind. Nach den erwähnten Gesetzen werden die fortschreitenden
Wellen durch die Bewegungen der Scheiben stark gedämpft, während die stehende Welle
der bestimmten Frequenz nicht gedämpft wird.
Die oben beschriebenen Einrichtungen sind in ihrer Verwendung nicht auf künstliche Leirungen
beschränkt; sie können, vielmehr auch bei wirklichen Leitungen'und im allgemeinen
bei allen Systemen Verwendung finden, auf denen Wellen (elektrische, elastische, akustische
usw.) sich fortpflanzen können und die für eine bestimmte Frequenz in stehenden
Wellen zu schwingen vermögen. Alle diese Ausführungsformen der Erfindung gestatten
eine Verbesserung der Wirkungsweise der Aussonderungsempfangssysteme.
Claims (1)
- 70 Patentansprüche:■i. Anordnung zur Trennung ungedämpfter elektrischer Wellen von gedämpften Wellen derselben Frequenz, insbesondere für Telegraphie und Telephonic mit oder ohne Draht, gekennzeichnet durch ein Wellenfortpflanzungssystem, das als Ganzes auf die Frequenz der ungedämpften Empfangswelle abgestimmt ist und dessen wirksame Ausdehnung so groß gewählt ist, daß die nur aus einer oder wenigen Pulsationen bestehende gedämpfte Energie darin fortschreitende Wellen, die ungedämpfte Empfangsenergie dagegen stehende Wellen erzeugt und das verschiedene Verhalten beider Energien in dem System dazu benutzt wird, sie voneinander zu. trennen.%. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung mehrerer WeUenfortpflanzungssysteme zur aufeinanderfolgenden Aussonderung der ungedämpften Empfangsenergie.3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem WeI-lenfortpflanzungssystem Einrichtungen von passender Größe zur Vernichtung van Energie an solchen Stellen eingeschaltet sind, an denen die Energieverzehrung für stehende Wellen von bestimmter Frequenz sehr gering, für fortschreitende Wellen dagegen sehr stark ist.4. Anordnung nach einem der ; Ansprüche ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die durch das Wellenfortpflanzungssystem geleitete Energie verstärkt und ein Teil dieser verstärkten Energie dem Wellenfortpflanzungs system derart wieder zugeführt wird, daß vollkommen stehende Wellen mit besonders ausgeprägten Knoten entstehen.5. Anordnung nach einem der Ansprüche ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Wellenfortpflanzungssystem aus einer künstlichen elektrischen Leitung oder einer Mehrzahl solcher Leitungen besteht, die aus einer größeren Anzahl von Gliedern mit Selbstinduktion und Kapazität zusammengesetzt sind und' bei denen an den Spannungsbäuchen der in dem System erzeugten stehenden Wellen in Reihe geschaltete Widerstände angeordnet sind.6. Anordnung· nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die künstliche elektrische Leitung· durch eine Aufeinanderfolge untereinander ,ähnlicher Glieder gebildet ist, von. denen auf die Länge der .stehenden Welle eine so· geringe Anzahl entfällt, daß sie für die ungestörte Fortpflanzung1 der auszuwählenden Frequenz geinügt, und daß die Gesamtzahl der Glieder so groß ist, daß die Zahl der stehenden Wellen auf der Leitung größer ist als die der Perioden des unerwünschten Wellenzuges.7. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, 'daß das Wellenfortpflanzungssystem aus 'einem in mechanische Schwingungen zu versetzenden Körper besteht.8:. Verfahren zum drahtlosen TeIegraphie- oder Telephonieempfang, dadurch gekennzeichnet, daß ühertonfrequente Schwebungen durch Überlagerung der Empfangsenergie erzeugt und einem Wellenfortpflanzungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6 zugeführt werden.9. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine. Anzahl von Verstärkerröhren (4, 5, 6, Fig. 1), welche zur Verstärkung der die Schwebungen tragenden Hochfrequenzenergie (im Kreis 2, 3, Fig. 1) oder gegebenenfalls auch, teilweise zur Verstärkung der Empfangsenergie allein (Kopplung :der Spule 9 mit 26, Fig". 1) sowie zur Umsetzung der die Schwebungen tragenden Hochfrequenzenergie in übertonfrequente Schwebungsenergdie dienen.ίο. Anordnung- nach Anspruch9, dadurch gekennzeichnet, daß 'eine Rückkopplung (168, 170, Fig. 12) zwischen Kreisen (A, 2, 3, 168, B, Fig. 12), in denen die die Schwebungen tragende Hochfrequenzenergie pulsiert, und Kreisen (C, 28, 170, El·, Fig. 12), in denen die durch die Umsetzung erzeugte übertonfrequente Schwebungsenergie pulsiert, besteht.11. Anordnung· zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 8, gdkennzeichnet durch eine Anzahl von Verstärkerröhren (53 bis 58, Fig. ia), welche zur Verstärkung der durch das Wellenfortpflanzungssystem geleiteten Schwebungsenergie sowie zur Umsetzung dieser Energie in tanfrequente Energie dienen.12. Anordnung nach Anspruch 11 zum Telegraphieempfang, dadurch gekennzeichnet, daß die durch das Wellenfort- pflanzungssystem geleitete Energie noch einmal überlagert wird, gegebenenfalls durch Selbsterregung eines Teils der Verstärkerröhren (54, 55, 56, Fig. ia), derart, daß tonfrequente Energie entsteht, 'welche unter .'Benutzung eines Detektors in einem Telephon hörbar gemacht wird.13. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz des Übierlagerers (10, 'Fig. 1), der zur Erzeugung der übertonfrequenten Schwebungen "dient, einstellbar ist, zum Zweck, mit einem auf eine bestimmte Frequenz abgestimmten Wellenfortpflanzungssystem Sender verschiedener Wellenlänge empfangen zu können bzw. bei festEegender· Frequenz einer zweiten Überlagerung die durch diese erhaltene Schwebungsfrequenz vierändern zu können.14. Anordnung zum drahtlosen TeIephonie- und Telegraphieempfang nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer Vorrichtung, die Röhren enthält, durch welche die Primärfrequenz in eine über der Hörgrenze liegende sekundäre Frequenz umgewandelt wird, ein auf die Sdkundärfrequenz abgestimmter Aussonderungskreis verbunden ist, und daß für die durch die Aussonderung gewonnene Energie ein Röhrenverstärker vorgesehen ist, welcher unmittelbar oder mittelbar die Anzeigevorrichtungen in Tätigkeit setzt.15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Umformer vorgesehen ist, welcher den verstärkten übertonfrequenten Strom in einen tonfrequenten, die Anzeigevorrichtungen (Telephon) in Tätigkeit setzenden Strom umwandelt.16. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß. als Frequenzumformer die Vereinigung eines Detektors, z. B. eines Röhrendetektors, (mit einem örtlichen Hoehfrequenzsichwinigungserzeuger benutzt ist, welcher auf eine. Frequenz abgestimmt ist, die um eine hohe Periodenzahl von der Empfangswelle abweicht, so daß übertonfrequente Srihwebungen entstehen.17. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die zur "Verstärkung und Gleichrichtung der ,aufzunehmenden Signalwellen: dienenden Organe zugleich das Überlagerungsorgan sind.18. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Frequenzumformer Aussonderungskreise vorgesehen sind, welche auf die Primärfrequenz abgestimmt! sind.19. Anordnung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Fre-quenzumformer Verstärker vorgesehen sind.20. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß für die verschiedenen Stufen des zweiten Verstärkers Aussoriderungskreise vorgesehen sind, welche auf die sekundäre Frequenz abgestimmt sind.21. Anordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß als zweiter Umformer die Vereinigung eines Detektor-Stromkreises mit einem örtlichen Schwingungserzeuger benutzt ist, welcher übertonfrequente Ströme erzeugt, die auf die sekundären Kreise einwirken und mit den darin fließenden Strömen Schiebungen tertiärer Frequenz erzeugen.22. Anordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Schwebungen tertiärer Frequenz eine Selbsterregung der zweiten Verstärkeranordnung benutzt wird (Autodyn).23. Anordnung nach Anspruch 22, insbesondere für Telegraphie, dadurch gekennzeichnet, daß in der zweiten Verstärkeranordnung Aus'sonderungskreise vorgesehen sind, die gegen die sekundäre Frequenz leicht verstimmt sind.24. Anordnung nach Anspruch 23, insbesondere für Telegraphie, dadurch gekennzeichnet, daß auf die tertiäre Frequenz abgestimmte Aussonderungskreise vorgesehen sind.25. Anordnung nach Anspruch. 14, insbesondere für Telephonic, dadurch gekennzeichnet, daß nicht abgestimmte Verstärker zur Verstärkung der Ströme mit Tonfrequenz benutzt werden.26. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine vorher gewählte und ein für allemal festgelegte sekundäre Frequenz benutzt wird, auf welche alle sekundären Aussonderungskreise durch Veränderung der Frequenz des ersten örtlichen Schwingungserzeugers abgestimmt werden.27. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reihe von Aussonderungsschwingungskreisein benutzt wird, die ein für allemal auf vorher festgelegte Frequenzen abgestimmt sind, und daß die Abstimmung "der von den aufeinanderfolgenden Transformationen der Primärfrequenz herrührenden Frequenzen ausschließlich durch die Abstimmung des ersten Frequenzformers bewirkt wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR506297T | 1918-10-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE499646C true DE499646C (de) | 1930-06-16 |
Family
ID=8905143
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEL50936A Expired DE499646C (de) | 1918-10-01 | 1920-07-10 | Anordnung zur Trennung ungedaempfter elektrischer Wellen von gedaempften Wellen derselben Frequenz |
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| Country | Link |
|---|---|
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| DE (1) | DE499646C (de) |
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-
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- 1918-10-01 FR FR506297A patent/FR506297A/fr not_active Expired
-
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-
1920
- 1920-07-10 DE DEL50936A patent/DE499646C/de not_active Expired
- 1920-07-10 AU AU16553/20A patent/AU1655320B/en not_active Expired
- 1920-08-25 GB GB24690/20A patent/GB150352A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB150352A (en) | 1921-12-28 |
| FR22589E (fr) | 1921-07-23 |
| FR506297A (fr) | 1920-08-18 |
| AU1655320B (en) | 1921-06-07 |
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