DE49839C - Elektrisches Läutewerk - Google Patents

Elektrisches Läutewerk

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DE49839C
DE49839C DENDAT49839D DE49839DA DE49839C DE 49839 C DE49839 C DE 49839C DE NDAT49839 D DENDAT49839 D DE NDAT49839D DE 49839D A DE49839D A DE 49839DA DE 49839 C DE49839 C DE 49839C
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DE
Germany
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contact
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pin
bell
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT49839D
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English (en)
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C. THEOD. WAGNER in Wiesbaden, Mühlgasse 4
Publication of DE49839C publication Critical patent/DE49839C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/06Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs the resonating devices having the shape of a bell, plate, rod, or tube
    • G10K1/062Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs the resonating devices having the shape of a bell, plate, rod, or tube electrically operated
    • G10K1/063Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs the resonating devices having the shape of a bell, plate, rod, or tube electrically operated the sounding member being a bell
    • G10K1/064Operating or striking mechanisms therefor

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Elektrisches Läutewerk.
Das in den Zeichnungen Fig. 1 bis 4 dargestellte und in nachfolgendem beschriebene elektrische Läutewerk dient zu folgenden Zwecken:
1. um langsam aufeinander folgende Glockenschlä'ge hervorzubringen, so lange ein Contact geschlossen wird,
2. nach einem stattgehabten Contactschlufs selbstthätig, nur unter Mitwirkung einer Batterie ein bestimmtes Signal durch eine begrenzte Zahl solcher Glockenschläge zu geben' und
3. in Verbindung mit dem stündlich oder viertelstündlich geschlossenen Contact in einem ' Gehwerk die Stunden und Viertelstunden durch entsprechende Glockenschläge anzuzeigen.
Für den erstgenannten Zweck ist zunächst folgende Construction ohne Verwendung eines Laufwerkes oder Pendels mit einem auf der Grundplatte A montirten Läutewerk verbunden. In die beiden Schenkel einer Brücke B sind zwei Zapfen α und . b verstellbar eingesetzt, zwischen welchen sich die Achse C mit der Unruhe D drehen kann. Um die Achse C ist die Spiralfeder E gelegt und mit dem einen Ende auf der mit der Achse fest verbundenen Messingscheibe F und mit dem anderen auf dem unteren Schenkel der Brücke B durch Schrauben befestigt. Die Unruhe trägt den Stift c, in welchen rechtwinklig zu demselben das Platincontactstück d eingesetzt ist. Wenn der elektrische Strom unterbrochen ist, so wird dieses Contactstück d gegen die in die Messingsäule G eingeklemmte Feder H gedrückt, da die Unruhe D vermöge der um die Achse C gelegten Spiralfeder E das Bestreben hat, von oben gesehen, in der Richtung des Zeigers einer Uhr weiter zu schwingen, wenn sie nicht durch die Feder H1 an die das Contactstück d anstöfst, daran gehindert würde. Die Feder H wird, so lange kein Stromschlufs erfolgt, durch den einen Schenkel des Winkels J nach letzterem hin angespannt und hat daher die Tendenz, die freie Lage wieder einzunehmen, sobald diese Spannwirkung aufhört. Die Bewegungen des Winkels J werden von dem Läutewerk, insbesondere von dem Elektromagneten K1 dessen Anker L und von dem um die Achse e drehbaren Ankerträger M beherrscht, auf dessen oberer Verlängerung der Winkel / angeschraubt ist. Durch die Abreifsfeder N wird bei geöffnetem Strom der obere Theil des Ankerträgers M mit dem Winkel J nach ersterer hingezogen. Wird nun z. B. durch den Taster O, Fig. 1, die Leitung geschlossen, so wird der Strom von dem einen Pol einer Batterie durch den Leitungsdraht P nach der Schraube Q in der Grundplatte A und dadurch in das Metall eingeführt und zur Feder H, ferner zu dem an ihr anliegenden Contactstück d und zur Schraube / in der Brücke B übergeleitet, welche durch die Hartgummiplatte R von der Grundplatte A isolirt ist. Mit der Schraube f ist das eine und mit der Klemme S das andere Ende der Drahtwindungen des Elektromagneten K verbunden. Der Strom durchlauft daher von der Schraube f aus die Windungen des Elektromagneten K und gelangt über die Klemme S zum anderen Pol der Batterie zurück. Unter dem Einflufs des Stromes wird der Anker L durch den Elektromagneten K angezogen und der Hammer T schlägt gegen die Glocke U. Gleich-
zeitig wird aber der Winkel J von der Feder H wegbewegt und letztere freigegeben, so dafs sie in die freie Lage zurückfedert und durch den Druck gegen das Contactstück d der Unruhe D den Anstofs zu einer Schwingung giebt. Der Contact zwischen der Feder H und dem Contactstück d wird aber in demselben Augenblick aufgehoben und der Anker L vermittels der Abreifsfeder JV abgezogen. Erst nachdem die Unruhe D diese Schwingung hin und wieder zurück ausgeführt hat, wird der Contact zwischen H und d wieder hergestellt, wodurch der zweite Glockenschlag erfolgt. Dieser Vorgang würde sich so lange wiederholen, als die Leitung durch den Taster O geschlossen ist. Die Glockenschläge erfolgen dabei ähnlich wie bei dem Schlagen einer Uhr in langsamen Tempos auf einander.
Statt der zum Anschlag des Hammers T dienenden regulirbaren Schraube Y in dem Winkel Z kann auch eine zweite Glocke angebracht weiden zur Erzielung von Doppelschlägen.
Durch die Anordnung der Feder H, welche der Unruhe D nach einer Hin- und Herschwingung einen neuen Impuls immer in gleicher Stärke ertheilen mufs, wiederholen sich auch die Glockenschläge immer in gleichen, von der Stromstärke gänzlich unabhängigen Zeitintervallen. Die Aufeinanderfolge der einzelnen Glockenschläge lä'fst sich durch eine besondere Stellvorrichtung verlangsamen oder beschleunigen. Zu dem Zwecke ist die Messingsäule G, in welche die Feder H eingeklemmt ist, aus zwei Theilen gebildet, derart, dafs der Zapfen F an dem oberen Theil in die Ausbohrung des unteren, auf der Grundplatte A befestigten Theiles drehbar eingesetzt ist und durch die Schraube W festgeklemmt werden kann. Je nachdem der obere Theil der Säule G vermittels des vorstehenden gerippten Randes X nach der einen oder anderen Richtung hin gedreht wird, kann die Feder H schwächer oder stärker gegen den Winkel J gespannt werden. Durch schwächeres Anspannen wird auch der Impuls zu den Schwingungen schwächer, die Schwingungen werden daher kleiner und die auf einander folgenden Glockenschläge in beschleunigtem Tempo hörbar, und umgekehrt.
Um die nachtheilige Wirkung des Extrastromes auf den Contact zwischen der Feder H und dem Contactstück d möglichst zu beseitigen, ist auf den Anker L die Feder g festgeschraubt, deren Ende die Contactschraube h gegenübersteht. Hierdurch wird bei entsprechender Regulirung der letzteren nach erfolgtem Anzug des Ankers L die Batterie in sich kurz geschlossen und infolge dessen die Funkenbildung zwischen den Contactstellen der Feder H und des Contactstückes d geschwächt. Durch die nunmehr zu beschreibenden Constructionstheile wird das Schlagwerk dahin ergänzt, dafs dasselbe auch ferner eine bestimmte Anzahl von langsam auf einander folgenden Glockenschlägen selbstthätig unter Einwirkung einer Batterie abgeben kann, nachdem ein einmaliger Contactschlufs stattgefunden hat.
Den Bewegungen der Achse e folgt der mit ihr fest verbundene Hebel i mit der Schiebeklinke k, welche um die in den Hebel i fest eingesetzte Achse Z drehbar ist, und deren Drehbewegung nach der einen Seite hin durch den Anschlagarm m und den Stift η begrenzt wird. Das Ende der Schiebeklinke k liegt in der Zahnlücke eines in Fig. 2 z. B. mit 60 Zähnen versehenen Sperr- und Schlofsrades A1 und schiebt dieses Rad in der Pfeilrichtung um einen Zahn weiter, sobald der Elektromagnet K erregt und der Anker L angezogen worden ist. Das etwaige Weiterschieben des Rades A1 um mehr als um einen Zahn wird dadurch verhindert, dafs das Ende der Schiebeklinke gegen den Stift 0 anstöfst. Einer etwaigen Drehung des Rades A1 in entgegengesetzter Richtung wirkt die um die Achse ρ drehbare Sperrklinke q entgegen, die vermöge des mit ihr verbundenen schweren Gegengewichtes r bei dem Weiterbewegen des Rades A1 jedesmal in eine folgende Zahnlücke eingreift. Das Sperr- und Schlofsrad A1 ist seitlich mit einer Anzahl von Stiften in gleichen Abständen von einander versehen. In Fig. 2 sind z. B. sechs solcher Stifte angegeben, doch kann die Zahl derselben beliebig geändert werden. Im Zustand der Ruhe befindet sich unterhalb der Achse f, um die sich das Rad A1 dreht, ein solcher Stift s und liegt auf der kleinen Auflagerfläche am Ende des einen Armes u eines Winkelhebels auf, dessen anderer Arm ν ist. Dieser Winkelhebel ist auf die Welle n> drehbar aufgesetzt. Durch eine Feder χ wird der liegende Arm u stets nach oben gedrückt. Neben dem aufrechten Arm ν, der den Platincontactstift y trägt, ist auf die isolirende Hartgummiplatte B1 der Messingwinkel £ und gegen dessen aufrecht stehenden Schenkel die Feder CL1 angeschraubt. Gegenüber dem Platincontactstift y ist dieser Schenkel durchbohrt, so dafs ersterer mit der Feder αλ in Berührung kommen kann. Die Hartgummiplatte B1 , die Achsen t ρ und w des Rades A1 bezw. der Sperrklinke q und des Winkelhebels mit den Schenkeln u und v, sowie der Winkel b1 , in welchen die Feder χ eingeklemmt ist, sind in einer auf die Grundplatte A aufgeschraubten Messingplatte C1 befestigt. Die vorstehend genannten Theile functioniren durch einen stattgehabten momentanen Leitungsschlufs auf folgende Weise: Durch das Weiterschieben des Sperr- und Schlofsrades A1 um einen Zahn ist auch der
untere Stift s dieses Rades von der Auflagerfläche des Armes u wegbewegt, und der Platincontactstift y durch Einwirkung der Feder χ auf den Winkelhebel u ν gegen die Feder Ci1 gedrückt worden. Da letztere Feder mit der Klemme D1 und diese mit dem einen Pol der Batterie verbunden ist, so findet nun der Strom eine geschlossene Leitung, welche so lange geschlossen bleibt, bis der folgende Stift S1 des Rades A1 den" Arm u wieder niederdrückt und den Localschlufs der Leitung aufhebt. Der Stromlauf ist in Fig. ι durch die Pfeilrichtung angedeutet. Durch den Platinstift y und den Winkelhebel u ν erreicht der Strom das Metall und läuft auf dem oben angegebenen Weg weiter durch den Elektromagneten K und zum anderen Pol der Batterie zurück. Enthält, wie z. B. in Fig. 2 angegeben, das mit 60 Zähnen versehene Sperr- und Schlufsrad A1 6 Stifte, so giebt also das Schlagwerk durch jedesmaliges kurzes Schliefsen der Leitung 10 langsam auf einander folgende Glockenschläge ab; sind 12 Stifte in das Rad A1 eingesetzt, so erfolgen nach jedem Stromschlufs 5 Glockenschläge u. s. w.
In gleicher Weise wie das Läutewerk nach den Zeichnungen und der vorhergegangenen Beschreibung infolge des Ankeranzuges arbeitet, kann auch durch Umkehrung der Mechanismen die Sperr- und Schlofsvorrichtung nach erfolgtem . Anzug des Ankers durch das - Zurückgehen der Abreifsfeder N betrieben werden.
Das Läutewerk kann ferner dazu benutzt werden, um die Stunden zu schlagen. In dem Fall ist das Sperr- > und Schlofsrad A1 nach Fig. 4 z. B. mit 78 Zähnen und mit 12 Stiften in den der Anzahl der Schläge entsprechenden Abständen versehen. Der Stromschlufs wird dann alle Stunde durch1 den in einem Gehwerk angebrachten Contact hergestellt.
Wenn auch die- Viertelstunden geschlagen werden sollen, so wird ein zweites Schlagwerk mit einem Sperr- und Schlofsrad von 10 Zähnen und 4 Stiften mit ersterem in Verbindung gebracht, das alle Viertelstunde durch den Contact in einem Gehwerk in Thätigkeit gesetzt wird und seinerseits wieder nach jedem Umgang des Rades einen Contact für das erste Schlagwerk mit Stundenschlag herstellt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ein elektrisches Läutewerk, gekennzeichnet:
    ι. durch die Unruhe D und die in der Ruhelage angespannte Contactfeder H, welche bei erfolgtem Anzug des Ankers L durch den Winkel J an dem Ankerträger M freigegeben wird und der Unruhe D den Impuls zu einer durch die Spiralfeder E beeinflufsten Hin- und Herschwingung um die Achse C ertheilt, wodurch jedesmal der Contact zwischen dem Contactstück d und der Contactfeder H geschlossen und wieder geöffnet wird und das Läutewerk dementsprechend während der Dauer eines Leitungsschlusses langsam auf einander folgende einzelne Glockenschläge abgiebt, deren Zeitintervalle durch die verstellbare Contactfeder H regulirbar sind;
  2. 2. durch das Sperr- und Schlofsrad A1 mit den seitlich angebrachten Stiften s S1 . . ., das vermittels der beweglichen Schiebeklinke k an dem mit der Achse e verbundenen Hebel i nach stattgehabtem einmaligen Leitungsschlufs bei, dem Anzug des Ankers L je um einen Zahn weitergeschoben wird, wobei sich der Stift s von dem Arm u fortbewegt und der Platinstift y in dem Winkelhebel u ν durch den Druck der Feder χ gegen letzteren mit der Feder ax zum Contact kommt, der so lange geschlossen bleibt und den Strom in das Läutewerk eintreten läfst, bis der folgende Stift S1 an die Stelle von 5 getreten ist und den Arm u wieder niedergedrückt hat, infolge dessen das Läutewerk eine begrenzte Zahl von Einzelschlägen abgiebt, deren Zahl und Reihenfolge wählbar ist, je nach der Annahme der Zähnezahl für das Sperr- und Schlofsrad A1 und der Zahl und Stellung der Stifte s S1
    in demselben.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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