DE49678C - Webstuhlgeschirr - Google Patents
WebstuhlgeschirrInfo
- Publication number
- DE49678C DE49678C DENDAT49678D DE49678DA DE49678C DE 49678 C DE49678 C DE 49678C DE NDAT49678 D DENDAT49678 D DE NDAT49678D DE 49678D A DE49678D A DE 49678DA DE 49678 C DE49678 C DE 49678C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- thread
- shafts
- strand
- strands
- weight
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000007373 indentation Methods 0.000 description 6
- 238000009941 weaving Methods 0.000 description 2
- 230000003203 everyday effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C9/00—Healds; Heald frames
- D03C9/06—Heald frames
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C13/00—Shedding mechanisms not otherwise provided for
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Woven Fabrics (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
N. REISER in AACHEN. Webstuhlgeschirr.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. März 188g ab.
Durch die tagtäglich sich mehrende gröfsere Verbreitung der mechanischen Weberei tritt
mehr und mehr die Frage in den Vordergrund, wie es möglich zu machen ist, die Einrichtungen
des Webstuhles zu vereinfachen bezw. die Schaftzahl zu vermindern. Die gegenwärtige
Erfindung bezieht sich auf die Verminderung der Schaftzahl in Webstühlen, derart, dafs gewisse
oder alle Fäden einer Kette auf zwei oder mehrere Schäfte zugleich eingezogen werden.
Es ist auf der Zeichnung:
Fig. ι und 2 die Vorder- und Seitenansicht eines Schaftes,
Fig. 3 die Ansicht einer dazu gehörigen Litze,
Fig. 4 und 5 die Vorder- und Seitenansicht zweier Schäfte mit Litzen,
- -Fig. 6 und 7 die Vorder- und Seitenansicht
derselben mit einem gehobenen Schaft und Litzen,
Fig. 8 Beispiele der Anwendung der Litzen mit sechs verschiedenen Bindungsarten gleichzeitig
in acht Schäften zu weben, .
Fig. 9 ein Grundriß mit Angabe des Einzugs der Kettenfäden in die acht Schäfte des
Webstuhles,
Fig. 10, 11, 12 die Seitenansichten des Einzugs verschiedener. Kettenfäden,
Fig. 13 die Seitenansicht des Einzugs eines Kettenfadens durch zwei (oder mehrere) Litzen
mit nur einer Gewichtsbeschwerung F.
Die beiden horizontalen Theile A und B eines Rahmens oder Schaftes sind mit in einander
hängenden Litzen C, Fig. 1, verbunden, der untere Theil· B desselben erhält an jeder
Seite ein Gewicht D angehängt; zu jeder solchen Litze C, Fig. 1 und 2, wird erforderlichenfalls
eine Litze E, Fig. 3, angewendet bezw. in dieselbe eingehängt, welche unten ein
Gewicht F trägt. Der Kettenfaden G wird, wie aus den Fig. 4 bis 7 ersichtlich, durch die
Litze E, Fig. 3, über der Verschlingung H der
Litze C des Rahmens durchgezogen, so dafs diese Verschlingung H dem Kettenfaden als
Auflager dient, wenn der Rahmen oder Schaft gehoben wird und den Kettenfaden G nebst
der Litze E und dessen Gewicht F mit hochnimmt, Fig. 6 und 7, oder senkt. Geht ein
Kettenfaden G durch zwei oder drei etc. Litzen E und ein Schaft wird hochgehoben, so werden
alle diese Litzen E durch den Kettenfaden G mitgehoben. Die an die Litzen E angehängten
Gewichte F sind je nach Bedarf verschieden, so dafs das Gesammtgewicht dasjenige von
einem einzigen sonst üblichen für die betreffende Waare ausmacht. Die an beiden Seiten des Unterrahmens
angehängten Gewichte D verhindern beim ·Hochgehen eines anderen Schaftes, dafs
durch Reibung der Litzen an einander die unten bleiben sollenden Schäfte mitgenommen
werden.
In dem Grundrifs Fig. 9 sind die ersten acht Kettenfäden von links nach rechts je durch
einen einzigen der acht Schäfte gezogen und mit Gewichtslitzen E, Fig. 3, beschwert; hierdurch
arbeiten diese Fäden nur allein mit je einem Schaft, d. h. sie werden nur von einem
einzigen Schaft gehoben und gesenkt; die folgenden Fäden 9 bis 16 sind wie folgt durch
zwei Litzen gezogen, also:
der 9. Faden durch je eine Litze des Schaftes ι und 2;
der 10. Faden durch je eine Litze des Schaftes 2 und 3;
der ι ι. Faden durch je eine Litze des Schaftes
3 und 4;
der 12. Faden durch je eine Litze des Schaftes 4 und 5
u. s. w., wodurch jedesmal, wenn der eine oder der andere oder beide Schäfte, in welche ein
gemeinschaftlicher Faden eingezogen ist, gehoben wird, der betreffende Faden mitgeht,
die hebende Bewegung der beiden Schäfte jedesmal mitmacht und infolge dessen die
Kreuzungen nach oben hin auf sich vereinigt.
Die Fäden ι γ bis 24 sind in anderer Weise wie die vorhergehenden durch zwei Litzen wie
folgt gezogen:
der 17. Faden, geht durch je eine Litze der
Schäfte ι und 3;
der 18. Faden geht durch je eine Litze der
Schäfte 2 und 4;
der 19. Faden geht durch je eine Litze der
Schäfte 3 und 5 ;
der 20. Faden geht durch je eine Litze der Schäfte 4 und 6 u. s. w.
Fig. 10 zeigt den Einzug des 17. Fadens,
Fig. 12 den Einzug des. 18. Fadens,
Fig. 11 den Einzug des ig. Fadens.
Die letzten acht Fäden 25 bis 32 sind wieder in anderer Weise in zwei Litzen eingezogen,
und zwar:
der 25. Faden in den 1. und 4. Schaft,
- . 28. - - -4.-7. - u. s. f. Hieraus ist ersichtlich, dafs die verschiedenartigsten
Kreuzungen mit einander vereinigt werden können, und dafs man hierzu nur acht Schäfte benöthigt, während man sonst bis
64 Schäfte braucht.
Wird ein Kettenfaden durch zwei (oder mehrere) Litzen gezogen, wie in Fig. 13 bei
den Litzen der Schäfte 4 und 6 angegeben ist, so kann man die Litze E, Fig. 3, mit Gewicht F
nur bei einer, und zwar der jeweilig hinteren Litze anwenden, um einen Faden nur mit einem
Gewicht jF zu belasten. Die in Fig. 8 dargestellten Bindungsarten geben ein weiteres
Beispiel für die Anwendung dieser Litzen, und zwar sind die in dieser Figur enthaltenen
sechs verschiedenen Bindungsarten nebst noch vielen anderen, alle auf einmal, also gleichzeitig
in acht Schäften zu weben.
In Fig. 8 giebt uns das Schema α die hier gedachte Grundbindung und bildet einen achtfachen
verstärkten Atlas, wozu Schema b den gewöhnlichen Einzug andeutet.
Für diese Gruppen von Fäden, ob 8, 16, 24
oder mehr, wäre zu jedem Faden nur je eine Litze E zu nehmen und diese Fäden in Litzen,
wie in den Fig. 4 und 5 ersichtlich, einzuziehen und mit dem gewöhnlichen Normalgewicht
F zu belasten. Das Schema c bringt uns eine ganz andere Art 8 er verstärkten Atlas.
Um diese Bindung gleichzeitig mit der von Schema α in demselben Webgeschirr und mit
gleichen Karten zu erzielen, haben wir beispielsweise mit Litzen in den Fig. 4 und 5 den
ersten Faden in die erste und zweite Litze einzuziehen, den 2. Faden in die 2. und 3. Litze,
den 3. Faden in die 3. und 4. Litze, den 4. Faden in die 4. und 5. Litze, den 5. Faden
in die 5. und 6. Litze, den 6. Faden in die 6. und 7. Litze, den 7. Faden in die 7. und
8. Litze und den 8. Faden in die 8. und i. Litze, wie uns auch der Einzug Schema d
angiebt. Hierbei braucht die Schwere jedes Gewichtes F nur die Hälfte des Normalgewichtes
zu haben.
Schema e zeigt regelmäfsigen Atlas und können wir wieder mit Schema α gleichzeitig
in demselben Webgeschirr und mit gleichen Karten erzielen, wenn wir die Litzen von
Fig. ι bis 3 anwenden. Hier hätten wir die Fäden wie folgt einzuziehen:
, ■ Faden 1. in die Schäfte 1 und 3,
- 8 - - - 8-2,
wie uns auch Schema/ angiebt.
wie uns auch Schema/ angiebt.
Auch hier wäre das Gewicht F nur die Hälfte des Normalgewichtes.
Zur Erzeugung von Schema g brauchen wir Einzug h,
zur Erzeugung von Schema i brauchen wir Einzug Ar,
zur Erzeugung von Schema / brauchen wir Einzug m
u. s. w. Da hier bei diesem doppelten und mehrfachen Einziehen alle Maillons und Knoten
wegfallen, so ist vergröfserte Litzenzahl nicht allein kein Hindernifs, sondern noch wesentlich
besser für die Fadenschonung, als einzelne Litzen mit Maillon, und umsomehr, als die zu
einem Faden benöthigten Litzen nicht neben einander, sondern hinter einander zu stehen
kommen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüch:Ein Webstuhlgeschirr, mit welchem bei einer gegebenen Schäftezahl die Zahl der möglichen Bindungsmuster dadurch erhöht wird, dafs die Kettenfäden" nicht von gewöhnlichen Zeugringeln, sondern von den Schleifen der oberen Schaftlitzen in Gemeinschaft mit einzeln belasteten Schleifen (E), welche auf den Kettenfäden reiten, geführt werden, so dafs die gleichzeitige Einziehung desselben Kettenfadens in mehrere nicht gleichzeitig zu hebende Schäfte möglich ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49678C true DE49678C (de) |
Family
ID=324586
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT49678D Expired - Lifetime DE49678C (de) | Webstuhlgeschirr |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE49678C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3961649A (en) * | 1974-04-09 | 1976-06-08 | Staeubli, Ltd. | Heddle frame arrangement for a weaving machine |
-
0
- DE DENDAT49678D patent/DE49678C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3961649A (en) * | 1974-04-09 | 1976-06-08 | Staeubli, Ltd. | Heddle frame arrangement for a weaving machine |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3818680C5 (de) | Vorrichtung zum Bilden einer Dreherkante | |
| EP1599622A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines gewebes und weblitze, insbesondere zur verwendung hierbei | |
| DE19917868B4 (de) | Weblitzen für paarweisen Einsatz | |
| DE49678C (de) | Webstuhlgeschirr | |
| DE19924214C2 (de) | Arbeitsverfahren und Webmaschine zum Weben eines Polgewebes | |
| EP1000187B1 (de) | Webharnisch und jaquardwebmaschine mit webharnisch | |
| EP2236655A2 (de) | Jacquarddrehervorrichtung und Jacquardmaschine | |
| DE616709C (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Schaft- oder Jacquarddrehergeweben | |
| DE287556C (de) | ||
| DE18096C (de) | Webstuhlgeschirr für Damastgewebe zur Fachbildung mit ungekreuzten Kettenfäden | |
| DE616874C (de) | ||
| DE167955C (de) | ||
| DE203188C (de) | ||
| DE612058C (de) | Verfahren zur Herstellung von Jacquarddrehergeweben | |
| DE85260C (de) | ||
| DE171279C (de) | ||
| DE425260C (de) | Jacquardharnisch fuer Web- und Bandwebstueble | |
| DE266700C (de) | ||
| DE96168C (de) | ||
| AT43344B (de) | Vorrichtung zur Herstellung von mehrfarbig gemusterten Kettenflorgeweben mittels Jacquardmaschine und Drehergeschirr. | |
| DE157145C (de) | ||
| DE159128C (de) | ||
| DE94255C (de) | ||
| DE53134C (de) | ||
| DE594950C (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Jacquard-Drehergeweben |