DE18096C - Webstuhlgeschirr für Damastgewebe zur Fachbildung mit ungekreuzten Kettenfäden - Google Patents

Webstuhlgeschirr für Damastgewebe zur Fachbildung mit ungekreuzten Kettenfäden

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Publication number
DE18096C
DE18096C DENDAT18096D DE18096DA DE18096C DE 18096 C DE18096 C DE 18096C DE NDAT18096 D DENDAT18096 D DE NDAT18096D DE 18096D A DE18096D A DE 18096DA DE 18096 C DE18096 C DE 18096C
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DE
Germany
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warp threads
rake
shedding
jacquard machine
uncrossed
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Active
Application number
DENDAT18096D
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English (en)
Original Assignee
H. GÜNTHER in Chemnitz (in der Sächsischen Webstuhl-Fabrik — LOUIS SCHÖNHERR —)
Publication of DE18096C publication Critical patent/DE18096C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C3/00Jacquards

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Damastgewebe haben gewöhnlich solche Muster (Figuren), die von der Mitte der Waare nach den Leisten hin gleichlaufend abbinden, die also symmetrisch zu beiden Seiten angeordnet sind. Um die Herstellung solch grofser Figuren mit weniger Platinen und Karten zu ermöglichen, werden die sogenannten mehrlitzigen Einzüge angewendet. Bei diesen Einrichtungen wird das Fach aber sehr klein und enthält gekreuzte Kettenfäden. Wenn man dagegen ein gröfseres Fach, ohne gekreuzte Kettenfäden, nur vermittelst einer Jacquard-Maschine herstellen wollte, so würde eine der Hälfte sämmtlicher Kettenfäden entsprechende Anzahl Platinen erforderlich sein, was praktisch unthunlich ist.
■ Die in beiliegender Zeichnung in Seiten-, Vorder- und Detailansicht dargestellte Maschine hat den Zweck, dieselben Damastgewebe mit der gebräuchlichen Anzahl Karten und Platinen ohne gekreuzte Kettenfäden zu weben, und enthält beispielsweise 9600 Kettenfäden auf 1,420 m Breite.
; Die Jacquard-Maschine A, Fig. 1 und 2, wird direct vom Webstuhl aus durch das Excenter Έ1 bewegt, und zwar in der Weise, dafs der einarmige Hebel D', Fig. 2, durch die Zugstange k auf den doppelarmigen, auf die Welle b' lose aufgesteckten Hebel F' wirkt. Dieser überträgt die Bewegung durch den Hebel e auf die Welle G, mithin auch auf die Hebel /' und /". Letztere sind durch die Zugstangen g' und g" mit dem Platinenboden C verbunden und bewegen diesen auf und nieder, während die Messer c der Jacquard-Maschine in Ruhe bleiben. Die dem Drehpunkt d des Piatinenbodens zunächst liegenden Platinen a machen die kleinste, die entfernt liegenden die gröfste Bewegung.
Die Jacquard-Maschine arbeitet nicht bei jedem Schufs, sondern, je nach Bedarf, nach mehr oder weniger eingeschlagenen Schufsfäden, und wird auf folgende AVeise regulirt: Eine iri Fig. ι und 2 und in gröfserem Mafsstabe in Fig. 4 dargestellte Klinke h wird durch eine über den Cylinder p laufende Karte und darauf geschraubte Daumen / gehoben, ..oder niedergelassen, wenn die Daumen fehlen. Im ersteren Fall kann die Nase der Klinke h nicht in das sich bei jedem Schufs hin- und herbewegende Messer η eingreifen, sondern wird durch die Feder 0" angezogen, wodurch der' untere, gebogene Druckhebel i gegen die Zugstange k drückt, deren Haken ί sich unter den Achsenstift des Hebels D' legen mufs. Wird die Klinke h niedergelassen, so schiebt das Messer η dieselbe nach, aufsen hin und entfernt den Druckhebel i von der Zugstange k. Hierdurch kann sich der Haken ί auslösen, indem das Scharnier t, durch die schwächere Feder 0'" angezogen, mit der Rolle r in entgegengesetzter Weise gegen die Stange drückt. Der Hebel D', durch die starke Zugfeder o' stets gegen das Excenter Έ' gehalten, geht in letzterem Fall leer nieder, ohne die Jacquard-Maschine zu bewegen. Dieser Mechanismus ist leicht aus der im Durchschnitt gezeichneten Fig. 4 in beiden Stellungen zu ersehen.
Diejenigen Platinen, welche beim Arbeiten der Jacquard-Maschine an den Messern hängen bleiben, ziehen mittelst Schnuren die daran befestigten Enden der horizontal liegenden Stäbe?/, Fig. 3, hoch, während alle die mit dem Platinenboden niedergehenden Platinen diese Stäbe bis auf die unter sie gespannten Drähte fallen lassen. Ein an jedes Stabende, an die Schnuren ν gehängtes Gewicht beschleunigt dieses Niederfallen. Zum Zweck der horizontalen Verschiebung der tiefliegenden Stäbe dienen die Schienen w, welche in den Schlitzen des Gestelles B geführt werden und ihre Bewegung durch die schwingenden Hebel J erhalten.
Die Hebel J werden durch den Winkelhebel N von der Welle G aus bewegt. Aus Fig. 3 ist die Stellung der arbeitenden Stäbe u ersichtlich, und zwar sind hier die Stäbe u, i, 4, 6, 8 und io durch die Schienen w nach links bezw. vorgeschoben, während die Stäbe u, 2, 3, 5, 7 und 9 durch die Platinen oder Schnuren hochgezogen und dadurch mit den Schienen w aufser Eingriff gebracht sind. Diese Verschiebung der Stäbe u, welche eine der Dichte der Waare entsprechende Anzahl Helfen führen, hat den Zweck, die letzteren in zwei verschiedene Gruppen zu theilen, um mit jeder derselben eine von der anderen unabhängige Bindung hervorbringen zu können.
Die Reihen der Platinen in der Jacquard-Maschine, die Reihen der Löcher im Chorbrett K, die Reihen der Stäbe u und endlich die Schienen w sind in gleich grofser Anzähl (hier zehn) angebracht. Ebenso sind reihenweise die Platinen mit den Stäben verbunden, welche die gleiche Bewegung erhalten, so dafs beiderseits die differirenden Bewegungen von den kleinsten bis zu den gröfsten hinauf zu einander passen.
Im unteren Theil des Gestelles B, rechtwinklich zu den Stäben u gerichtet, sind doppelseitige Rechen M hingezogen, wie Fig. 3 zeigt. Dieselben bestehen aus faconnirten Plättchen, die in gleichen, den Helfenschnuren angemessenen Abständen auf einen Rundstab gesteckt und durch Muttern fest angezogen werden, und deren Tragfähigkeit durch die untergeschobenen Schienen L erreicht wird, wie aus Fig. 5 und 6 in Vorder- und Seitenansicht ersichtlich ist. In gleichen Entfernungen, wie die Rechen M von einander angebracht, sind auch durch die Stäbe u Löcher gebohrt, und zwar in jeden so viel, als Rechenzwischenräume vorhanden sind. Der Dichtigkeit des Gewebes entsprechend, werden nun mehr oder weniger Helfen angewendet, und je eine von unten zwischen die Rechen durchgeführte Helfenschnur durch ein Loch eines Stabes gezogen und sodann an dem stabilen Helfenhalter H befestigt. Bei der oben erwähnten Zahl von 9 600 Kettenfäden sind z. B. durch jeden Stab sechs der Helfenschnuren gezogen. Besagte Helfen haben aufser Belastungsgewichten und Fadenauge noch einen Knoten α, welcher beim Aufgange des Helfenhalters H bezw. beim Zug für das Oberfach noch über den Rechen M hinaufgezogen wird. Da nun beim Niedergang nur die knotenfreien Stellen der Schnuren die Zwischenräume der Rechenplättchen passiren können, so wird jede einzelne Helfe durch den Knoten gehindert, herunterzufallen, indem sich letzterer (Fig. 5 rechts) hinter die Nasen der Rechenplättchen einlegt. Hierdurch wird das Oberfach erhalten.
Die Unterfachbildung geschieht durch die Schienen X, Fig. 3, 4 und 5, welche so in Führung gehalten werden, dafs dieselben links und rechts dicht an dem Rechen M auf- und niedergleiten können, Fig. 5. Diese Bewegung geschieht durch die Winkelhebel y, welche durch eine Zugstange ζ verbunden und gemeinschaftlich die Schienen X tragen. Jeder Zugstange hakt sich eine Platine m ein, welche, über Messer η und Karte P, Fig. 4, liegend, in dem aufrechten Schlitz eines Gufsstückes 0 geführt ist. Die Daumen q der Karte P heben die Platinen m, was ein Eingreifen des Messers η in die Nasen der letzteren verhindert und ein Zurückbleiben des Platinenzuges und Winkels, mithin ein Tiefliegen der Schienen X bewirkt. Die Knoten α der Helfschnuren können dabei ungehindert vom Rechen gefangen werden und bilden, wie oben gesagt, ein Oberfach. Die vom Messer η gefafsten Platinen (an der Stelle, wo die Daumen der Karte fehlen) heben dagegen die Winkel und mit ihnen die Schienen X. Die Helfenschnuren werden in diesem Fall von dem Rechen abgedrängt (Fig. 5 links), der Knoten α gleitet über die Rundung der Schienen hinweg und das Unterfach wird bestimmt.
Die Bewegung des Helfenhalters geschieht durch das Excenter JS" des Webstuhles und des einarmigen Hebels J)", welch letzterer mit Hebel F" verbunden, durch diesen und den gegenüberliegenden Hebel F"' dieselbe auf den Helfenhalter H überträgt.
Der Hebel Q auf Welle b' bewegt die untere Welle b", mithin auch das Messer n. Der Wendehaken dreht die Cylinderwelle/ um ein Viertel der ganzen Drehung. Alle diese Theile machen für jeden Schufs eine Bewegung.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Die aus der Zeichnung ersichtliche Maschine für Damastgewebe zur Fachbildung ohne g& kreuzte Kettenfäden, insbesondere darin:
    i. Die von der Jacquard-Maschine getrennte Hebung und Senkung der Kettenfach bildenden Helfen.
    Die directe Festhaltung jeder einzelnen Helfe für das Oberfach durch Knoten und Rechen.
    Die Führung der Helfen von einem Rechen zum andern durch die Karten der Jacquard-Maschine.
    Die Anordnung jeder Helfenreihe zwischen zwei am Rechen gleitenden Stäben, durch welche das Unterfach gebildet wird und zwei von einander abweichende Grundbindungen mittelst Karten der Schaftmaschine erzeugt werden können.
    Die durch separate Karte der Schaftmaschine bewirkte Auslösung und Verbindung der Jacquard-Maschine mit dem Webstuhl. .
    Hierzu ί Blatt Zeichnungen.
DENDAT18096D Webstuhlgeschirr für Damastgewebe zur Fachbildung mit ungekreuzten Kettenfäden Active DE18096C (de)

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