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Handnähmaschine zum Durchziehen von Heftfäden durch einen Stoß von
Stoffstücken Bei @ler Herstellung voll Kleidungsstücken in großen Mengen wird gewöhnlich
der Stoff in einer größeren Anzahl von Lagen auf dem Arbeitstisch übereinander aufgeschichtet,
und auf der obersten Lage zeichnet man den Umrill #les -Musters, das auszuschneiden
ist, auf. Dann schneidet man mit Maschinen durch den ganzen Stoß voll Stoff und
stellt auf diese Weise eine ganze Anzahl voll gleichartigen, (lern Kleidungsstück
einzuverleibenden Teilen her. Zum Ausschneiden dieses Stoffes benutzt man eine Musterschnei-lmaschine,
die gewöhnlich durch einen elektrischen Motor angetrieben wird, und der Zuschneider
folgt dabei den Umrißlinien des Musters auf der obersten Stofflage.
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Um nun auf den verschiedenen Einzel-:tücken lie Lage der Knöpfe, Knopflöcher,
"Paschen tt:w. anzuzeichnen, zieht man für re«-öhnlich durch den f ganzen Stoß dieser
S',offschichten an den betreffen len Stellen einen langen Faden. Dieser Faden kann
entweler einfach oder doppelt durchgezogen ,ein, so rlaß eine Schleife entsteht.
Werden nach -ler Zuschneidung die einzelnen Stoffschichten voneinander abgehoben,
so verbleibt in je-ler Schicht an der betreffenden Stelle ein kurzes haclenstück,
da zwischen den einzelnen Schichten oler Lagen diese Fäden bei der Abnahme der einzelnen
Stofflagen entzweigeschnitten werden. Nachdem dann an der betreffenden, durch die
Fäden angezeigten Stelle die Arbeit, beispielsweise das Einschnei#len IesKnopfloches,corgenommen
wor-<äen ist, zieht man diese kurzen Fadenlängen heraus.
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Die Maschine nach der vorliegenden Erfinlung dient nun dem Zweck,
diese Fadenanzeichnungenmechanisch vorzunehmenunddabei mit einer Genauigkeit zu
arbeiten, die die-gewöhnliche Genauigkeit übertrifft. Die Fäden werden in Schleifenform
durchgezogen, und es ist eine Vorrichtung vorgesehen, um die Schleife aufzufangen,
ohne daß man dabei einen anderen Teil des Mechanismus in Bewegung setzen müßte.
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Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsb eispiel dar.
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Abb. i ist ein Aufr.iß der Maschine, zum Teil im Schnitt; Abb. z ist
eine Draufsicht auf die Grundplatte der Maschine mit dem Pfosten auf dieser Grundplatte
in Schnittdarstellung nach 2-z der Abb. i ; Abb. 3 zeigt die Draufsicht auf die
Grundplatte von unten zur Darstellung des Schleifenfängers und seines Mechanismus;
Abb. .l ist wieder eine Seitenansicht ähnlich der Abb. i, wobei jedoch numnehr der
Handgriff in einer anderen Lage dargestellt ist; Abb. 5 zeigt in größerem Maßstab,
teilweise im Schnitt und teilweise im Aufriß, die Einzelheiten des hin und her beweglichen
Nadelträgers, des Drückerfußes und der Sperrung für den Drückerfuß mit seinem hin
und her gehenden Träger; Abb.6, 7 und S sind Einzelheitsschnitte nach 6-6, 7-; und
8-S der Abb. 5;
Abb. g ist eine Draufsicht auf den Drückerfuß unter
Darstellung seiner Trägerstange im Querschnitt; Abb. io zeigt in einem Teilschnitt
die Sperrvorrichtung für die Drückerstange des Drückerfußes; Abb. i i zeigt in größerem
Maßstab einen Schnitt nach i i-i i der Abb. 2 und zeigt den Schleifenfänger mit
seinen Mechanismen in Seitenansicht; Abb. 12 ist eine Draufsicht von unten auf die
in Abb. i i gezeigten Teile; Abb. 13 und 14 .ist eine ähnliche Draufsicht, wobei
jedoch,die einzelnenTeile des Schleifenfängers in verschiedenen Lagen dargestellt
sind; Abb. 15 zeigt in größerem Maßstab eine Draufsicht von unten auf einen anderen
Teil der Grundplatte zur Darstellung anderer ,Einzelheiten des Schleifenfängermechanismus;
Abb.16 ist eine Ansicht ähnlich der Abb.15 unter Darstellung der Teile in einer
anderen Lage; Abb. 17 ist wieder eine Darstellung der in Abb. 12, 13 und 14 gezeigten
Einzelheiten in einer neuen Lage; Abb. 18 zeigt eine etwas abgeänderte Ausführungsform
:des Handhebels und der damit zusammenhängenden Teile, und zwar in :der Ruhelage;
Abb. ig zeigt die in Abb. i8 dargestellten Teile in der Arbeitslage.
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Die Grundplatte i der Maschine hat auf der unteren Seite eine Aushöhlung
und hat nach Abb. 3 und i i Längs- und Querrippen 2 und 3 in dieser Aushöhlung.
An der Grundplatte :ist durch Schrauben 4, die vorzugsweise von unten her eingesteckt
werden, wie in Abb. 3 gezeigt, ein .Ständer 5 befestigt,der einen nach vorn ragenden,
parallel zur Grundplatte verlaufenden Arm 6 besitzt. Am - Vorderende dieses Armes
befindet sich der Kopf 7, :dessen Ober- und Unterseite flach ausgebildet ist, während
.das vordere Ende des Kopfes, wie in Abb. 8 gezeigt, bei 8 abgerundet ist. Durch
die Mitte dieses Kopfes erstreckt sich eine senkrechte Bohrung g.
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An der Unterfläche des Kopfes ist durch Schrauben io eine Platte ii
befestigt, die sich mit dem zylindrischen Ansatz 12 in die Bohreng g hinein erstreckt,
jedoch eitnen bedeutenden kleineren Durchmesser als die Bohrung selbst aufweist.
Auf diesen zylindrischen Ansatz 12 ist eine Röhre 13 aufgepaßt. Diese Röhre dient
als Führung einer zweiten Röhre 14 (Abb. 5), die auf der unteren Röhre 13 frei nach
oben und unten gleiten kann. Der zwischen :der Röhre 13 und der Bohrung g des Kopfes
7 verbleibende Ringarm ist groß genug, um das Fußende der äußeren Röhre 14 aufzunehmen,
wenn diese ihre unterste Stellung erreicht. Die Röhre 13 ist mit der Platte i i
fest verbunden, beispielsweise durch Verschweißung, Verstiftung o. dgl. Ähnlich
ist auch am Kopfende der oberen Röhre 14 eine Buchse 15 fest angebracht,
und diese Buchse dient zur Aufnahme eines Schraubstöpsels 16, der einen vergrößerten
und gerauhten Flanschen 1 7 besitzt, um die Einsetzung und Entfernung dieses Schraubstöpsels
zu erleichtern.
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An dem inneren Ende des Schrau.bstöpsels ist ein stangenartiger Ni
adelträger 18 angebracht, dessen unteres Ende zur Aufnahme der Nadel ig dient. Befindet
sich der Nadelträger 18 in seiner Höchststellung, wie in Abb. 5 gezeigt, so wird
.das untere Ende desselben durch einen Führungsring 2o gehalten, der in die Röhre
13 eingesetzt ist. Bei Senkung der Nadelschiene 18 erstreckt sie sich dann durch
einen zweiten Führungsring 2i, der ungefähr in der Mitte zwischen dem Führungsring
2o und -dem zylindrischen Ansatz 12 der Platte i i befestigt ist. Die Bohrung 22
des zylindrischen Ansatzes ist genau so groß wie -die Bohrung der Führungsringe
2o und 21, und diese Bohrungen dienen dem Nadelträger i8, der einen zylindrischen
Querschnitt hat, als Führung.
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Befindet sich die Nadelschiene i8 in ihrer Höchststellung, so ragt
die Spitze der Nadel ig ein kurzes Stück unter dem Boden der Platte i i heraus und
durchdringt eine Führungsöffnung 23 in einem Arm 24, welcher nach Abb. 5 am oberen
Ende des Presserfußes 25 herausragt. Der Presserfuß ist in Abb. g besonders herausgezeichnet
und besteht aus zwei gegeneinander hin gerichteten bogenförinigen Armen 26, die
bei 7,7 gerade weit genug voneinander getrennt sind, um :dem Heftfaden den
Durchgang zu gestatten.
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Die Röhre 14 wird derart von einem Gestell umschlossen, so daß sie
sich durch dasselbe hindurchbewegen kann (Abb. i). Dieses Gestell weist eine untere
Führungsschelle 28 auf, die vollständig ringförmig ausgebildet sein kann, und eine
obere Führungsschelle 29, die jedoch .geschlitzt ist. Die beiden Schellen sind durch
Leisten 3o, die zu beiden Seiten der Röhre 14 verlegt sind; fest miteinander verbunden.
Die Anordnung dieser Teile geht aus Abb. i und 7 hervor. Nach Abb. 7 sind diese
Leisten 30 mit Bohrungen 31 zur Aufnahme der Schwingzapfen 32 eines Hebels
33 versehen. Die obere Schelle 2.9 hat ferner die quer zur Achse herausragenden
Flanschen 34 (Abb. 6), von welchen :der eine Gewinde hat, während der andere glatt
durchgebohrt ist, um die Schraube 35 aufzunehmen, durch welche diese beiden Flanschen
zusammengezogen werden können. Infolge dieser Anordiiung kann die Schellenvorrichtung
auf der
Röhre 1.1 -erstellt tin#1 nach ihrer Verstellung wieder
sicher befestigt werden.
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Der obere Schellenteil 29 hat nach Nbb.6 auch eine nach rückwärts
gehende Verlängerung 36, die gegabelt ist. In dieser Gabel finit rechteckigem Ouerschnitt
ist eine entsprechend ausgebildete Stange 37, die als Träger des Presserfußes 25
dient, gleitbar gelagert. Die Trägerstange 37 des Presserfußes wird in der Gabel
36 der Schelle durch eine Platte38 gehalten, die bei 39 angeschraubt ist.
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Nach Abb. 5 hat die Trägerschielie 37 des Presserfußes bei -.o einen
Allschlagsstift, der für gewöhnlich gegen die obere Seite der Verlängerung 36 der
Schelle 29 durch die Feder 41 gezogen wird. Das untere Ende dieser Feder ist am
Stift 42 der Platte 38 verankert, und das andere Eilde ist all den Haken .I3 einer
Stailge44 angeschlossen, die vom Kopf der Trägerschiene 37 nach oben ragt.
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Die Trägerschiene37 des Presserfußes wird von einer Schraubenfeder
.15 umschlossen, und zwar liegt -die Schraubenfeder zwischen der Verlängerung 36
der Schelle und der Oberfläche des Kopfes 7 am Arm 6 des Ständers. Sie befindet
sich beständig unter Druck, um die Röhre 14 und den Hebel 33 für gewöhnlich nach
oben hin nachgiebig in Stellung zu halten. Auch dient die Feder dazu, diese Teile
in die erwähnte und in Ahb. 5 gezeigte Lage nach jeder Einzelarbeit zurückzuführen.
Bei dieseln Anhub der Röhre 14 und des Hebels 33, herbeigeführt durch die Feder
.I5, schlägt cler Presserfuß 25 mit seinem Arm -2.4 gegen die Platte i i am Kopf
; und wird dadurch begrenzt. Die Berührung des Stiftes 40- mit ,ler Verlängerung
36 dient ebenfalls als Belyreilzung. Nach Alb. 5 und 9 hat der Pr esserfuß 25 bei
.I6 eine Nut, in «-elche sich die Schiene 37 teilweise einlegt, und an diese Schiene
ist der Fuß durch die Schraube ,I7 angeschlossen.
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Ein. Joch 48 (ebb. 7) bildet einen Teil des Hebels 33 und umgreift
sowohl die Trägerschiene 37 als auch die Schellenanordnung und die Röhre 1d.. Die
Zapfen 32, die in der Schellenanordnung drehbar gelagert sind, erstrecken sich in
(las Joch hinein und iverdeil dort durch die Stellschrauben 49 gesichert. Am äußeren
Ende trägt der Hebe133 den in Abb. 5 gezeigten Handgriff 5o, und das innere Ende
des Hebels ist bei 51 auf einem Lagerstälider 52 schwingbar unterstützt, welcher
am Arm b des Ständers 5 befestigt oder einheitlich damfit vergossen ist.
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Um nun eine geradlinige Attfundabbewegung der "Zapfen 32 zu ermöglichen,
ist der Hebel 33 aus zwei Teilen 53 und 54 zusaminengesetzt, von welchen sich der
rohrartige Teil 53, rler bei 55 mit dem Ansatz 54 fest verbunden ist, auf einem
anderen Teil 56 gleitbar führt. Auf diese Weise wird bei Ausschwingung des Hebels
die -Verschiebung der Röhre rd. über der Röhre 13 herbeigeführt, und zwar wird dabei
die Federkraft 45 zum Teil überwunden, so daß nach der Auslösung des Drucks auf
den Hebel diese Feder 45 den Hebel wieder zurückbringt.
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Wird der Hebel nach unten hin gedrängt, so geht die Na-lel ig und
auch der Drückerfuß 25 gleichzeitig nach unten. Die Bewegung wird fortgesetzt, bis
der Drückerfuß auf den Stoß von Stoa aufschlägt, der unter der Maschine aufgestellt
ist. Die Feder .11 gibt dann nach, so.daß die Röhre 14 .ihreBewegung fortsetzen
kann und die Nadel i9 durch ;den Stoß des Stoffes hindurchdringen kann. Diese Nadel
bringt eine Schleife des Heftfadens durch den ganzen Stoß hindurch und auch durch
eine Üffnung 57 in der Grundplatte i. Nach dem Durchdringen dieser üffnung liegt
die Spitze der Nadel dicht über der Oberfläche des Arbeitstisches.
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Der Heftfaden kann von einer beliebigen Quelle hergeleitet werden,
und die Nadel hat ihr Öhr ganz nahe an der Spitze wie bei den gewöhnlichen Maschinennadeln.
Nach Nbb. i und 4 wird der Heftfaden 58 von einer Spule 59 abgenommen, und
die Spule befindet sich drehbar auf dein Stift 6o, der auf dein Ständer 5 befestigt
ist. Von der Spule aus geht der Heftfaden durch eine üse 62 am oberen Ende eines
gleichfalls dort befestigten Drahthakens 63. Eine weitere Führung des Fadens nach
dem Durchgang .durch die (Ise 62 kann dadurch herbeigeführt werden, daß man ihn
zu einer Öse 6.4 an der Oberseite des Armes (Abb. i ) bringt und von da entweder
unmittelbar in das Nadelöhr einzieht oder aber noch weitere Führungen vorsieht,
wenn dies wünschenswert erscheint.
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Der Mechanismus zum Erfassen der durch die Nadel vorgeschobenen Fadenschleifen
liegt unter der Grundplatte i und ist namentlich in Abb. 3, 11 bis 13 und Abb. 15
bis 17 dargestellt.
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Eine Schiene 65 führt sich in zwei Bügeln 66, die durch die Schrauben
67 in Stellung gehalten werden, und wird für gewöhnlich nach rückwärts durch eine
Feder 68 gezogen, die einerseits bei 69 an dieser Schiene verankert ist und andererseits
in der Grundplatte bei 7o eingehakt ist (Abb.3). Nahe dem Vorderende dieser Schiene
65 ist an ihr der Fadenfänger 71 angelenkt. Dieser bügelartig ausgebildete Fänger
besitzt bei 72 einen Stift zur Festlegung einer Feder 73, die all ihrem anderen
Ende bei 7.1. an der Schiene 65 befestigt ist. Die Feder 73 hat das Bestreben, den
Fänger 71 für gewöhnlich in der in Abb. 12 gezeigten Lage der Schiene 65, entsprechend
auch der Lage der Abb. 3, gegen
einen Begrenzstift 75 anzudrängen.
Der Fänger 71 ist jedoch um einen Zapfen 76 schwingbar, und zwar besteht
dieser Zapfen aus einer Schraube, die in ihrem Mittelteil glatt ist und mit diesem
glatten Teil die Schiene 65 durchdringt, während der mit Gewinde versehene Teil
in eine Gewindebohrung des Fängers 7 i eindringt und dort angestaucht werden kann.
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Wird der Handhebel 33 von der in Abb. i und 5 gezeigten Lage nach
unten hin gedrückt, so geht die Röhre 14 damit nach abwärts. Der Presserfuß 25 legt
sich gegen die oberste Schicht von Stoffund clieNadel i9 setzt dann ihre Bewegung
durch diesen Stoß hindurch fort, bis sie das Stichloch 57 in der Grundplatte durchdringt.
Gerade ehe die Spitze der aclel durch dieses Stichloch 57 hindurchgeht, wird nun
der Fänger 71 nach vorn gestoßen, um die in Abb. 13 dargestellte Lage einzunehmen.
Der Vorstoß des Fängers in die in Abb. 13 dargestellte Lage von der Lage
nach Abb. i2 findet durch folgende Vorrichtung statt: Nach Abb. i ist an dem Ständer
5 ein Schwinghebel 77 um den Zapfen 78 drehbar befestigt, und zwar dient eine federnde
Unterlagsscheibe79 dazu, dieDrehung desHebels 77 etwas zu erschweren. Das andere
Ende des Hebels geht durch einen Schlitz 8o in der Grundplatte i hindurch (Abb.
2 und 15) und stößt gegen das rückwärtige Ende der Schiene 65 nahe der einen.
Ecke derselben an. (siehe auch Abb. 3, 15 und i6). Aus diesen Abbildungen
geht hervor, daß die Seitenfläche des Hebels 77 und die Seitenkante der Schiene
65 in einer Ebene liegen.
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An das Kopfende des Schwinghebels 77 ist bei 81 eine hin und her gehende
waagerechte Schiene 82 angelenkt, deren vorderes Ende bei Bewegung dieser Schiene
auch etwas nach oben und unten schwingt; dabei wird es je-(loch unter einem Führungsbügel
83 festgehalten, der durch Schrauben 84 an der Seite fles Armes 6 befestigt
ist. Für gewöhnlich wird diese Schiene 82 in der in Abb. i gezeigten Hochstellung
und Vorderlage durch eine Feder 85 gehalten, die einerseits bei 86 im Arm 6 und
andererseits bei 87 an der Schiene 82 verankert ist. Zur Begrenzung der Vorwärtsbewegung
der Schiene 82 dient ein Gummikissen. 88 o. dgl. (Abb. i) links unten, gegen welches
sich der Schwinghebel 77 für gewöhnlich legt, da ja die Schiene 82 durch
die Feder 85 nach vorn gedrängt wird.
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Die hin und her gehende Schiene 82 hat an- ihrer Oberkante bei 9o
eine Kerbe, deren eine Schulter 89 schwach geneigt ist. Die andere Schulter dient
als Angriffspunkt für einen unterschnittenen Teil 9i an der Spitze eines Arms 92,
der mit dein Hebel 33 fest verbunden ist. In der abgeänderten Ausführungsforin nach
Abb. i8 und i9 befindet sieh in. der Kerbe eine Arbeitsleiste goa, und statt der
unterschnittenen Spitze am Arme 92 ist nach Abb. i 8 und i 9 in diesen Arm ein besonderer
Stift gia eingesetzt, tun die bei Betrieb der Maschine auftretenden Beanspruchungen
aufzunehmen.
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Für gewöhnlich befinden sich Kerbe und Arm in der in Abb. i bzw. 18
gezeigten Lage, so daß zwischen der senkrechten Schulter 9o der Kerbe und der Spitze
des Hebels ein Abstand verbleibt. Dieser Abstand ist so bemessen, daß bei der Abwärtsbewegung
des Handhebels 33 .der Arm 92 in die Schiene 82 erst eingreift, gerade wenn die
Nadel i9 in die Öffnung 57 eintritt. Erst dann wird der Hebel 77 ausgeschwungen,
und dieser Hebel stößt nun die Schiene 65 nach vorn, um auch rlen Schleifenfänger
71 nach vorn hin zu stoßen und dabei unter dem Einfluß der Feder 7 3 auszuschwingen,
wie in Abb. 13 gezeigt. Die Lage nach Abb. 13 kommt tatsächlich erst zustande, wenn
der Hebel j3 seine Abwärtsbewegung vollendet hat.
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Unter dem Einfluß der Spitze 9i bzw. 9ia und der Kerbe 9o wird der
Fänger 71 etwas über die in Abb. 13 gezeigte Lage hinausbewegt, wobei am
Ende der Bewegung infolge der kreisförmigen Bewegung der Spitze 9i dieselbe aus
der Kerbe 9o (Abb. 4.) heraustritt. In diesem Augenblick kommt die Feder 85, die
inzwischen gespannt worden ist, zur Wirkung und zieht die Schiene 82 nach vorwärts,
wobei ein Haken 93 am Ende eines Fortsatzes 94 des Armes 92 in Eingriff mit einem
Anschlag 95 der Schiene 82 gerät.
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Es mag in einzelnen Fällen wünschenswert sein, die Stöße auf den Mechanismus
abzudämpfen, indem man an Stelle des starren Hakens 93 eine Blattfeder 93a oder
einen ähnlichen Teil benutzt, wie in Abb. 18 und i9 bezeigt ist. In diesen Abbildungen
.ist die Blattfeder 93a an der Winkelverlängerung 94 Ales Armes 92 dadurch befestigt,
daß das Ende dieser Verlängerung bei 96 einen nach oben gerichteten Ansatz aufweist.
An diesem nach oben gerichteten Ansatz ist die Blattfeder 93a durch die Schraube
97 befestigt, und sie wird gegen seitliche Verschiebung dadurch festgehalten, daß
ein Stift 99 aus dein Ansatz 96 in einen Schlitz 98 der Blattfeder eindringt. Auch
ist hier der Anschlag 95, auf welchen diese Feder 93a mit - dem hervorragenden Ende
einwirken soll, etwas anders ausgebildet, wie in Abb. i und 4., da eine unterschnittene
Kerbe 95a vorgesehen ist, deren Schulter sich unter der Kraft der Feder 85 fest
gegen- den leervorstehenden Rand der Blattfeder 93a legt, sobald die Spitze 91a
des Armes 92 die in Alzb. iq gezeigte Lage einnimmt, d. h. aus der
Kerl>(,
cy) der Schiene heraustritt. Sollte also hei dieser zweiten Ausführungsform der
Anschlag 95 auf die Feder 93a mit beträchtlicher Kraft auftreffen, so wird
sich die Feder etwas abbiegen und dadurch den Stoß abdämpfen. Diese Feler 93a ist
etwas stärker als die Schraubenfeder 85, und sie legt sich also für gewöhnlich gegen
den Winkelfortsatz 96 und bringt die Schiene 82 in jene Lage, in welcher cier Fänger
7 1 die in Abb. 13 gezeigte Steliung einnimmt. Die Feder 68 zieht die Gleitschiene
65 etwas zurück und hält dadur ch den Eingriff des rückwärtigen Endes dieser Schiene
init dern Schwinghebel 77 aufrecht.
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Der Fänger 71 ist gegabelt. Die eine Zinke ino dieser Gabel ist gerade
und hat am freien En-le eine Verstärkung toi, in welche eine \a#lel od,@r ein zugespitzter
Stift io2 ein-esteckt ist. um als Haken zu dienen. Die andere Zinke 103 der
Gabel ist an ihrem freien Ende bei 104 etwas nach innert hin gegen die andere Zinke
abgebogen, und diese abgebogene Zinke bietet auf .diese Weise eine rlubkante io5
zu bestimmten Zwecken dar. Zwischen :len freien Enden .der beiden Zinken verbleibt
der verhältnismäßig enge Schlitz tob (Abb. 12). Die Gleitschiene 65 hat hinter dem
Schwingzapfen ; 6 für den Fänger eine ausgerun:lete Kerbe 107, in welche
sich .der Zapfen ; 2 des Fängers unter dein Einfluß der Feiler 73 einlegt. sobald
die Schiene nach @ or=n gestoßen wird und der Fänger dadurch ,,cis -lem Bereich
des Begrenzungsstiftes 75 licraustritt. Die Ausschwingung ,des Fängers von der Lage
nach Abb. 12 in die Lage nach Abb. 13 wird durch .den Eintritt dieses Ankerstiftes
7 2 der Feder 73 in -die Kerbe ioj begrenzt.
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ZVähr end sich der Fänger noch weiter nach vorn verschoben hat, als
dies in Abb. z 3 gez"igt ist. (l. h. wenn der Handhebel 33 sich ,lern unteren Ende
seiner Schwingungsbahn nähert, ui1-l gerade ehe die Spitze gi oder gia aus ler Kerbe
go austritt, geht die N adelspitze id durch das Stichloch 57 in der Grundplatte
i un#1 tritt zwischen die Zinken ioo ,r11#1 in3 des Fängers 71. Die Nadelspitze
liegt schließlich in einem Abstand unter der Ebene, in der sich der Fänger bewegt.
Diese Lage der Nadelspitze wird erreicht, gerade ehe lie Schiene 82 an der Seite
des Armes 6 durch lie Feiler 85 nach vorn geschnellt wird und ehe der Anschlag 95
an dieser Schiene den Haken 93 bzw. die Blattfeder 93a an-#tößt, um dadurch die
Stellung des Fängers 1a mit Bezug auf das Stichloch zu der in Abb. 13 gezeigten
Lage zu gestatten.
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Gellt nun der Hebel 33 nach oben, so wird natürlich die Nadel ig mitgenommen.
Gleichzeitig bewegt sich aber auch der Fänger nach rückwärts, unl bei dieser Verschiebung
nach rückwärts greift die Hubkante 105 an der einen Zinke auf den Körper
der Nadel ein, so daß dadurch der Fänger ausgeschwungen wird und sich mit dem Arm
ioo in Richtung gegen die Nadel hin bewegt. Die durch die Nadel nach unten geleitete
Schleife des Heftfadens ist gegen die Seite des Armes ioo hin offen, und dadurch
wird der zugespitzte Stift i o2 so bewegt, daß er in die offene Schleife eintreten
kann. Die Schleife ist deswegen auf der Seite des Armes ioo des Fängers 71 offen,
weil der andere Arm 103 dieses Fängers ja auf die Nadel eingreifen muß. Nach dieser
Seite hin kann also die Schleife des Heftfadens nicht offen verbleiben. Sobald die
Spitze gi oder gia von dem Anschlag 95 ausgelöst ist, zieht die Feder 85
die Schiene 82 zurück und bringt den Hebel 77 auf seine Normallänge, und
gleichzeitig zieht auch die Feder 68 die Gleitschiene 65 sehr rasch zurück, um den
Fänger 7i in die in Abb. i2 gezeigte Lage zu schnellen, etwas, was unter dem Eingriff
der Hubkante io5 auf die Nadel zustande kommt, ehe die letztere noch soweit angehoben
worden ist, daß ihre Spitze vollständig aus .der Ebene des Fängers herausgetreten
ist. Der Fänger ist aber nunmehr im Eingriff mit dem Degrenzungsstift75, und bei
weiterer Rückwärtsbewegung der Gleitschiene 65 führt sich der Fänger an diesem Begrenzungsstift.
Bei dieser geradlinigen Bewegung des Fängers nimmt der gespitzte Stift io2 die Schleife
des Fadens mit, die vorher auf dieseSpitze aufgeschoben war,und die Nadel zieht
sich nun zurück, läßt aber dabei die Schleife unter dem ganzen Stoß des Stoffes
lose liegen.
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Die Öffnung dieser Schleife, d. h. ihre Erweiterung, wird noch ferner
dadurch erleichtert, daß der Drückerfuß 25 auf dem ganzen Stoß des Stoffes beim
Anfang des Aufwärtsganges der Nadel liegenbleibt,_und um diesen Fuß unter Druck
auf den Stoff einwirken zu lassen, wird dafür gesorgt, daß die Trägerschiene 37
des Drückerfußes während der Erweiterung der Schleife des Heftfadens verriegelt
bleibt. Es wird dies in der Maschine nach der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht,
daß an der Seite .der Schiene 37, die der Führungsröhre 13 zugekehrt ist, eine große
Anzahl von feinen V-förmigen Kerben vorgesehen ist, und in diese Kerben tritt ein
Haltezahn ein. Nach Abb. 5 und io besteht dieser Haltezahn aus einem gleitbaren
Klotz i og in einer Bohrung der Platte i i, und dieser Klotz hat an der Vorderkante
ähnliche Kerben i io. Der Klotz ist so lang, daß bei Eingriff seines gekerbten Endes
auf die Kerbe ler Trägerschiene 37 das entgegengesetzte Ende des Klotzes gerade
knapp in die Bohrung 2.2 des n-lindrischen Ansatzes der Platte
r
r hineinragt. Die Nadelschiene 18 kann also frei durch die Bohrung 22 gleiten, und
während dieser Gleitbewegung wird die Schiene 37 gegen. Aufundabbewegung sichert.
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Um den Sperrklotz iog nach Verschiebung in seiner Längsrichtung in
einer bestimmten Lage festzuhalten, hat er auf der unteren Seite eine Vertiefung
i i i, in welche ein Stift i 12 der Platte i i eindringt. Für gewöhnlich kann sich
dieser Klotz frei in seiner Längsrichtung verschieben, d. h. ehe noch die Nadelschiene
18 in die Bohrung 22 des zylindrischen Ansatzes 12 eingetreten ist. Diese freie
Verschiebbarkeit wird aufrechterhalten, bis das Vorderende der Nadelschiene i8 sich
ungefähr über dem Klotz iog befindet. Solange die Bewegung des Klotzes iog nicht
begrenzt wird, kann die Schiene 37 auf und ab bewegt werden, wie in Abb. 5 und io
gezeigt ist. Die Bewegung des Klotzes iog von den Kerben io8 der Trägerschiene 37
des Presserfußes weg wird durch den Stift 112 begrenzt. Um aber der Nadelschiene
i8 freien Zutritt bis zu ihrer tiefsten Stellung zu gestatten, ist diese Nadelschiene
an ihrem Fußende an jener Seite, an welcher sich der Gleitklotz iog befindet, ausgeschnitten,
wie bei 113 in Abb. 5 gezeigt, und zwar ist dieser Ausschnitt schräg zur Achse der
Nadel verlegt. Aus Abb. 4 und 5 geht hervor, daß die Nadelschiene 18 nahe dem Fußende
erst gerade abgeschnitten ist, dabei jedoch dünner ist als der -Oberteil der Nadelschiene
und -dann eine schräge Schulter hat, wie bei 114 gezeigt, so daß diese Schulter
eine Hubleiste zur Einwirkung auf den Sperrklotz iog darstellt.
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Bei dieser Anordnung bewegt sich also .der Drückerfuß 25 gleichzeitig
.mit der Nadel ig nach abwärts, ungefähr in jener Beziehung zueinander, die in Abb.
i und 5 gezeigt ist. Dann wird der Druckerfuß angehalten und drückt den Stoß von
Stoffen zusammen, ,da die Feder 41 verhältnismäßig kräftig ausgebildet :ist. Die
Nadel setzt aber ihren Weg durch diese Stoffe fort. Sobald dann die Hubkante 114
der Nadelschiene 18 auf .den Vorsprung iog auftrifft. verschiebt sie diesen Vorsprung
in Richtung gegen die Schiene 37 des Drückerfußes 25 hin, und nunmehr wird der Drückerfuß
in der zuletzt angenommenen Lage durch die Kerbe io8 des Klotzes iog gesperrt. Auch
während des Rückganges der Nadel wird dieser Druckzustand noch aufrechterhalten,
bis schließlich wieder der verjüngte Teil 113- der Nadelschiene i8 dem rückwärtigen
Ende des Sperrklotzes iog gegenübersteht. Nun kann die Feder 4.i die Trägerschiene
37 auf ihre ursprüngliche Lage mit Bezug auf die Nadel i9 zurückbringen. Diese Lage
findet dann während des Endes r;es Rückwärtsganges der Nadel statt. Eine Abhebung
des Drückerfußes kann also unter keinen Umständen stattfinden, gleichgültig wie
hoch auch der Stoß sein mag, bis die Nadel so weit nach oben gegangen ist, daß die
Schleife des Heftfadens genügend weit geöffnet wurde, um von dem Fänger ; i er faßt
worden zu sein. Wäre keine Sperrvorrichtung für .den Drückerfuß vorhanden, so wäre
bei manchen Stoffarten die Elastizität :groß genug, um die Spannung der Feder 41
zu überwinden, namentlich während des Rückzuges der Nadel aus dem Stoß. Wenn nämlich
elastischer Stoff zusammengehalten «erden soll, so hat gerade die Formveränderung
des Stoßes des Stoffs das Bestreben, die Fadenschleife zusammen mit der Nadel nach
oben gehen zu lassen, wodurch natürlich die Öffnung der Schleife entweder vollständig
verhindert wird oder wenigstens so weit verhindert wird, daß sie von dein Fänger
71 nicht ergriffen wird.
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In anderen Maschinen dieser Art wird die Auslösung des Fängers aus
der Schleife ,des Heftfadens nach Durchführung des Stiches vom Arbeiter selbst von
Hand aus vorgenommen, indem er einen Teil des Fängermechanismus ergreift.- In- anderen
Maschinen muß dieser Mechanismus von Hand aus nach jeder Ausführung eines Stiches
auf seine ursprüngliche Lage zurückgebracht werden, ehe ein zweiter Stich vollendet
werden kann. Die vorliegende Maschine sieht auch Mittel vor, um den Fänger aus der
Schleife des Heftfadens von Hand aus auszulösen und ,den Mechanismus auf seine ursprüngliche
Lage zurückzubringen. Zu diesem Zweck ist die hin und her gehende Schiene 82 des
Armes 6 an ihrem. vorderen Ende (Abb. i, .4, 18) mit einem Winkelansatz i r i versehen,
und der Führungsbügel 83 hat einen entsprechenden anderen Winkelansatz 116.
Der Arbeiter kann mit Daumen und Zeigefinger von außen her auf diese= beiden Ansätze
drücken, um den Ansatz i i -gegen den Ansatz r 16 zu verschieben
-und .auf diese Weise die Schiene 82 nach rückwärts zti bewegen. Dadurch
wird `vieler der Hebel 7- ausgeschwungen, und die Ausschwin.g ing dieses Hebels
führt zu einer Bewegung der > Gleitschiene 65, -,vodurch der Fänger 71 nach vorn
geschoben wird und aus dem Bereich des Anschlages 75 heraustritt. Sowie das geschieht,
nimmt er die in Abb. 13 und 14 gezeigte Lage ein und stellt sich schräg, so daß
der zugespitzte Stift io2 aus der Schleife des Heftfadens selbsttätig herausgezogen
wird. Sollte jedoch der Heftfaden dann nicht vollständig von diesem zugespitzten
Stift ausgelöst werden, so kann diese Auslösung durch den Arbeiter leicht vorgenomrnen
werden, indem er die beiden Ansätze i 15
und 116 zusa mengedrückt hält und
mit der
aii-ler c-ti Hand die Schleife des Heftfadens aus -Ic#r
Grundplatte i von oben her herauszieht. (e-lenfalls wird die ausgelöste Schleife
dann durch lie Rohrang 57 vorn Arbeiter entfernt «-erlen können.
-
Vorzugsweise wird jedoch eine selbsttätig wirkende Vorrichtung benutzt,
um den. Heftfaden selbsttätig vom Fänger nach jeder Stichbildung auszulösen. Zu
diesem Zweck ist an Blei- Unterseite ler Grundplatte i nach Abb.3 nahe dem rückwärtigen
Ende eine Klinke i 17 angeordnet, die bei i i S schwingbar unterstützt ist.
Sie erstreckt sich lieben dein Fuß des Scliwingliebels ;; und neben dein rückwärtigen
Teil der Gleitschiene 65 tin..d wird für gewöhnlich gegen den Schwinghebel 77 und
Gleitschiene 65 durch eine Feder i i9 gedrückt, clie durch die Schraube 6; festäehalten
«erden kann. Das freie Ende dieser Druckfeder legt sich gegen eine Schulter i2o
der Klinke. An jener Seite der Klinke, die ,gegen die Gleitschiene 65 und den Hebel
--
hin gerichtet ist, hat sie einett Vorsprung 121 mit einer rechtwinklig
verlaufenden Schulter j2.2 (Abb. 15 und i 6) , und von dieser Schulterstelle aus
ist die Längskante der Klinke bei 123 eigentfimlich gekrümmt, tun eine Hubleiste
zu bilden.
-
Befindet sich -lie Gleitschiene 65 in stur in Abb. 3 gezeigten Lage,
wo sie also am weitesten zurückgezogen ist, so legt sich der Vorsprung 121 der Klinke
t 17 -gegen die kante dieser Schiene, nahe deren rückwärtigem Ende. M'enn der Hebel
;; zusammen mit dieser Schiene 65 nach vorn gestoßen wird, so kann infolge des kraftschlüssigen
Eingriffs des Hebels ; 7 auf die Schiene die Klinke 117 nicht zwischen
die beiden Teile einfallen, und eine Sperrung der Gleitschiene findet also dann
nicht statt. Dies trifft sowohl auf die Vorwärtsbewegung der Schiene 65 als auch
deren Rückwärtsbewegung zu. Die Ab b. 15 zeigt. dalj bei dein Vorstoß der Schiene
()5 durch den Hebel 77 der Vorsprung 121, der vorher auf clie Schiene 65 eingriff,
nunmehr auf lie Seite des Hebels;; eingreift. Der Fänger 7 i befindet sich bei der
Einstellung Flur Schiene 65 und des Hebels nach Abb. i 5 in der in Abb. 13 gezeigten
Lage. Wird je--loch die Gleitschiene 65 unabhängig von dein Hebel ;; nach vorn gestoßen,
wie dies in Abb. ic-@ angedeutet ist, so schnappt der Vorsprung 12 1 der Klinke
117 hinter das rück-W.
-
Ende der Gleitschiene 65 und verhinclert nunmehr die Rückwärtsbewegung
derselben, bis dieser Eingriff unterbrochen worden ist. Bei dieser Stellung der
Schiene 65 befindet sich der Fänger- 71 in der in Abb. 14 ,gezeigten Lage, eine
Lage, in welcher die Nadel 102 aus der Schleife des Heftfadens herausgezogen ist.
Es ist daher einleuchtend, daß, wenn die Schleife des Heftfad;ns noch voll dem Fänger
; i festgehalten wird, wenn sich derselbe in seiner gewöhnlichen zurückgezcgenen
Lage (Abb. 3 und 12) befindet und der Arbeiter an dem Faden zieht, dadurch auch
die Gleitschiene 65 mit dem Finger 71 nach vorn bewegt wird. und zwar in eine Lage,
.die etwas weiter vorn ist als die in Ahb. 14, so daß der Stift rot sich gerade
unterhalb des Stichloches 3; befindet. Bei dieser Einstellung -ler Teile befindet
sich der Fänger 71 im wesentlichen in gerader Linie mit der Gleitschiene 65 wie
in Abb. 12, da ja (lie Hand des Arbeiters durch Zug an dem Heftfaden entgegen der
Spannung der Feder 68 die Teile in dieser Stellung sichert. Das rückwärtige Ende
der Gleitschiene 65 lieb dann eine kurze Strecke vor dein Vorsprung i2i der Klinke
117, und letztere kann nunmehr hinter die Gleitschiene 65 einschnappen Lind dadurch
diese Schiene gegen Rückbewegung in ihre -Normallage sichern, selbst wenn der Arbeiter
den Faden losläßt oder diesem Faden gestattet, schlaff zu werden. Wird der Faden
losgelassen oder auch nur gelockert, so wird dadurch der gespitzte Stift io2 von
-leni Eingriff auf die Schleife cles Heftfadens ausgelöst, denn die Feder 7 3 zieht
nunmehr °jen Fänger 71 in die in Abb. 1.4 angedeutete. @Vinhellage, und dann nach
dieser Auslösung der Schleife kann der Faden natürlich durch die Üffnung 57 herausgezogen
werden.
-
Der beschriebene Mechanismus stellt also eine fast selbsttätige Auslösung
des Heftfadens vom Fänger 71 dar, und diese Auslösung kommt zustande, wenn der Arbeiter
die Fadenschleife nach der Bildung des Stiches anzieht und den Faden erschlaffen
läßt. Dann kann die ganze Schleife herausgezogen «-erden.
-
Befinden sich die Teile noch in der in Abb. 14 bzw. 16 gezeigten Lage
und ist der Faden schön herausgezogen worden, so kann doch .die Maschine gleich
«-leder zur Ausführung des nächsten Stiches benutzt «-erden, ohne daß es notwen@lig
wäre. die Teile wieder auf ihre ursprüngliche Lage, wie in Abb. 3 und i2 gezeigt,
zurückzubringen. Wird nämlich der Hebel 77 durch den Handhebel 33 ausgeschwungen,
so schlägt die Vorderkante des Hebels 77 nahe dessen Fuß gegen die Hubkante 123
des Vorsprungs 121 (Abb. 16) und schwingt dadurch die Klinke um ihren Zapfen 118,
so claß die Halteschulter 122 aus ihrem Eingriff auf die Schiene 65 heraustritt.
Die Vorwärtsbewegung -les Schwinghebels ;; in Eingriff mit der Gleitschiene 65 stößt
dann diese Gleitschiene wieder nach vorn, wie das zur Ausführung eines Stiches notwendig
ist.
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Während die Schleife des Heftfadens von lein Fänger ; i abgenommen
werden kann,
wenn der Arbeiter die beiden Ansätze i 15
der
Gleitschiene 82 und 116 des Führungshügels 83 zusammendrückt, oder indem er -die
Gleitschiene 65 durch Ziehen am Heftfaden selbst nach vorn zieht, solange sich der
Heftfaden noch an dem gespitzten Stift io2 befindet, kann jedoch eineAuslösung der
Schleife des Heftfadens von diesem Stift auch leicht und zugänglich durch den Arbeiter
dadurch herbeigeführt werden, daß er den Handhebel 33 herabdrückt. Er bewegt dadurch
die Gleitschiene 65 nämlich nach vorn, so daß auch der Fänger 7 1 nach vorn gestoßen
wird wie 13e.- tler Ausführung eines Stiches. Wird der Handhebel auf dies Weise
in Betrieb gesetzt, so findet das statt, nachdem der vorhergehende Stich beendet
ist und nachdem der Stoff unter ,ler Nadel i9 herausgenommen ist. Die Herausnahme
des Stoßes von Stoff macht dem Arbeiter keine Schwierigkeiten, und während dieser
Entfernung des Stoßes gleiten die beiden Schenkel der Fadenschleife durch .den Stoß.
Der Arbeiter kann mit der einen Hand bequem den ganzen Stoff herausnehmen und den
Hebel 33 mit der anderen Hand bedienen., Die Maschine zeigt also alle jene Merkmale,
die. jenen Heftmaschinen eigen sind, die nur von Hand bedient ---erden können, und
außerdem gestattet sie auch selbsttätige Auslösung der Heftfadenschleifen.
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Abli. 17 zeigt eine etwas abgeänderte Ausführungsform desFadenfängers.
Anstelle des Stiftes 72, der sich in eine Kerbe io7 der Gleitschiene 65 einlegt,
hat der Fänger nach dieser Ausführungsform in der Verlängerung der einen Gabelzinke
ioo einen Arm 12,4, :der sich parallel zir Schiene 65 erstreckt. Am Ende dieses
Armes 124 befindet sich ein Winkelansatz 125 statt des Stiftes 72 der ersten Ausführung,
und dieser Ansatz liegt in einem Abstand von der Gleitschiene, wenn,der Fänger gegen
den Begrenzungsstift 7 5 anstößt. Der andere Arm 103 des Fängers nach dieser
Ausführungsform ist an dein freien Ende mit einer zum Arm ioo parallelen Kante versehen
statt der Hubkante io5, die die erste Ausführungsform aufweist. Diese Verlängerung
ist bei 126 angedeutet, und nur der Cbergang zur Verlängerung dient hier als Hubkante
105. An dieser Stelle hat der Arm 103 einen Flansch i27, .damit eine
bessere Anlage gegen die Nadel i 9 ermöglicht wird und dadurch auch eine bessere
Führung des Fängers bei seinem Rückzug, so claß die Schleife .des Heftfadens sich
nicht an der Seite der _\ a;del öffnet.
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Statt der Schraubenfeder 73 der Ausführungsform nach Abb. i- bis 1.1.
ist in dieser Ausführungsform ein federnder Draht 128 angeordnet, der an dem einen
Ende fest im Flansch i27 verankert ist, beispielsweise durch Festklern:inen, wie
bei 129 gezeigt, während das andere Ende dieses federnden Drahtes in eine Öffnung
130 der Gleitschiene 65 eingehakt ist.
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In der Abb-. 17 sind in vollen und gestrichelten Linien die verschiedenen
Stellungen angedeutet, die dieser Fänger bei dein Vorschub und Rückzug der Schiene
65 einnehmen kann.
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Der in Abb. 9 besonders deutlich sichtbare Schlitz 27 in dem bogenförmigen
Arm 26 des Drückerfußes dient besonders dazu, die Schleife des Heftfadens
leicht herausziehen zu lassen, nachdem der Stich vollständig durchgeführt ist, und
auch dazu, diesen Faden leicht durch eine besondere Abtrennv orrichtung zerschneiden
zu lassen. Dieser Schlitz erleichtert auch die Einfädelung des Fadens durch Glas
Öhr der Nadel i9, indem man den Faden oberhalb des Ringes 26 einführt. Wäre ein
derartiger Schlitz. nicht vorhanden, und würde nach der Abtrennung eines Fadenendes
unmittelbar nach der Ausführung eines Stiches ein längeres Stück des Fadens herabhängen,
so wäre es schwierig, dieses herabhängende Fadenende durch einen vollständig geschlossenen
Ring -wieder nach oben zu bringen, und gerade diese Einlegung des Fadens nach oben
hin ist für den richtigen Betrieb der Maschine von Wert.
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Wie in Abb. 3, 15 und 16 gezeigt, ist bei 131 ein Anschlag vorgesehen,
der ähnlich dem Anschlag 88 für .den Schwinghebel 77 ausgebillet ist. Dieser Anschlag
131 liegt dicht am rückwärtigen Ende der Gleitschiene 65 an (Abb. 3), wenn diese
Gleitschiene ihre Ruhestellung einnimmt. Der Anschlag 131 besteht jedoch auf elastischem
Material und dient zugleich als Kissen zur Abdämpfung des Stoßes, wenn die Gleitschiene
durch die Feder 68 nach rückwärts geschnellt -wird. Infolge dieser Anordnung des
nachgiebigen Anschlages 131 -wird auch die Stoßbeanspruchung auf den Schwinghebel
77 beträchtlich herabgemindert, und namentlich -wird dadurch jede Gefahr vermieden,
daß bei der plötzlichen Bewegung der Schiene 65 nach rückwärts letztere auf las
Fußende des Hebels 77 auftrifft.
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Die beiden Anschläge 88 und 131 können eine beliebige Form annehmen.
In Abb. 2 ist der eine Anschlag als ein bügelförmiges Metallstück ausgebildet, das
an dem einen Schenkel eine Verlängerung zur Befestigung an dem Ständer 5 aufweist.
Der andere Schenkel ist jedoch nicht befestigt und dient dazu, den Stoß des daran
anschlagenden Teils abzudämpfen.
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Die Vorrichtung zum Abtrennen des Fadens besteht aus einer Platte
132 (Abb. 5 und 8), die an der Seite des Kopfes 7 am Ausleger 6 befestigt ist, beispielsweise
durch
Schrauben i33. An dem vom Kopf 7 abstelienden Teil sind an
dieser Platte ab-en und unten Kerben 13¢ eingeschnitten, und neben fliesen Kerben
ist die Platte spitz- oder Hornartig nach beiden Seiten hin verlängert, wie bei
135 gezeigt. leben .der Platte 132 befindet sich eine andere Platte 136,
die im wesentlichen dieselben Umrißlinien aufweist. Zwischen fliesen beiden Platten
132 und 136 ist nun ein sehr diinties Sclineideinesser 137 durch eine Schraube 138
o. dgl. festgeklemmt, wobei (lie Schneidekanten die Kerben 134 kreuzen, um eine
Abtrenliung eines Fadens zuzulassen, der von oben oder unter her dagegen gedrückt
wird. Die Schraube 138, die hier zur Sicherung des Abtrennmessers für den Heftfaden
dient, kann aber auch als Fadenführung dienen, wenn eine solche zusätzliche Fadenführun'-
zwischen der üse 64 und -dem Öhr fler Nadel 1g gewünscht wirft. Sie hat zu diesem
Zweck unter einem geraubten Flansch eine Bohrung 140. durch welche der Faden, der
von der öse 6q. herkommt, dem Nadelöhr zugeleitet werden kann. Um unter der Grundplatte
1 genügend Platz zur üffnung der Schleife des Heftfadens zu lassen und auch tim
Bewegungsfreiheit für den Fänger 71 zu geben, hat diese Grundplatte bei 141 eine
rechtwinklige öffnung (Abb. 3), und auf diese i )ffnung wird ein nach aufwärts
gekrümmter, Hohler Deckel 142 (Abb. 2, 11' aufgesetzt. Das Stichloch 57 befindet
sich in diesem Deckel 142, und in das Stichloch wird vorzugsweise eine Buchse 143
eingesetzt. deren Flansch nach innen zu abgerundet ist, um die Nadel ig in das eigentliche
Stichloch 57 einzuführen, auch wenn die Nadel ein wenig verbogen sein sollte. Der
Deckel 142 wirrt vorzugsweise durch Schrauben 1.14 in Stellung gehalten, die @-on
unten fier in, die Grundplatte eingesetzt \c erden.
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Wälireii-d in Abb. 5 die Nadelschiene 18 nur auf der einen Seite unter
Abschrägung eines kurzen Stücks bei 113 verjüngt ist, kann diese Schiene, die als
Rundstange ausgebildet sein niag, auf ihrem ganzen Umfang finit einer solchen kegelförmigenHubfläche
114 versehen sein. Wenn glas geschieht, so wird die Zusammenstellung der Nadelschiene
18 mit dein übrigen Teil des Mechanismus erleichtert, da :tann die Schiene 1S auf
den Sperrklotz 1o9 auch einwirkt, gleichgültig, in welcher Lage sie in den Stnpse116
eingesetzt -,vor@leil ist.