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Vorrichtung für den diaskopischen Bildwurf von Schreibreklame, bei
dem die schreibende Hand mitprojiziert wird Es ist bekannt, zu Reklamezwecken u.
dgl: Schriftzeichen, Zeichnungen usw. gleich in ihrer Entstehung auf eine Fläche
zu projizieren, pndem man durchscheinende Schriftzeichen auf einer Glasscheibe durch
Wegnehmen ihres undurchsichtigen Überzuges mit Hilfeeines von Hand geführten Schreibstiftes
erzeugt und dann zur Projektion bringt. Da aber die Glasscheibe nur von unten beleuchtet
wird, erzeugt die Hand, wenn sie beim Schreiben in den Projektionskegel gerät, störende
Schatten im Schaubilde.
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Demgegenüber tritt bei der Erfindung die schreibende Hand zusammen
mixt den leuchtenden Schriftzeichen, soweit sie hergestellt sind, auf der Projektionsfläche
in voller Beleuchtung und deutlichem Bilde dadurch in Erscheinung, daß vor der Schreibplatte
ein Halter zur Aufnahme von Lampen für den gleichzeitigen episkopischen Bildwurf
der Hand des Schreibendem vorgesehen ist.
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Die Erfindung erstreckt sich ferner auf die Verbindung des Lampenhalters
mit einer beweglichen Handauflage, so daß seine Lampen jeder Bewegung der Hand folgen
und sie ständig beleuchten.
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Bei der Erfindung erfolgt ferner die Einfärbung der Glasscheibe durch
eine Walze, die an den Enden von zwei über Zahnräder laufenden endlosen Ketten geführt
und mittels einer an der einen Zahnradwelle sitzenden Handkurbel. von einem am Scheibenrand
angeordneten Farbkasten über die Scheibe zu einem entgegengesetzten Farbkasten hin
und her gerollt wird.
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Abb. i veranschaulicht die Erfindung schematisch in kleinerem Maßstab,
während Abb. a biss 5 beispielsweise die Erfindung vollständig wiedergeben, und
zwar ist Abb. a ein Axialschnitt durch die Vorrichtung, Abb.3 eine Draufsicht, Abb.
q. ein waagerechter Schnitt nach der Linie A-A in Abb. z und Abb.5 ein senkrechter
Schnitt nach der Linie B-B in Abb. 2.
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Wie Abb. i zeigt, ist an der einen Seite der Kammer i ein trichterförmiges
Projektionsrohr z mit Objektiv 3 und Verschluß q: angeschlossen. Die Kammer i ist
durch eine Spiegelscheibe 5 ohne Spiegelfolienbelag in zwei verschiedene Abteilungen
6 und 7 unterteilt. Die Scheibe 5 ist auf der oberen. Seite mit einem nicht haftenden,
undurchsichtigen Überzug 8 versehen und wird auf beiden Seiten durch in den Abteilungen
6 bzw. 7 angeordnete Lichtquellen g und io beleuchtest.
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In einer Seitenwand der Abteilung 6 ist eine öffnung i i angebracht,
durch die der Bedienungsmann den Vorderarm durchsteckt und mit einem Griffel ,oder
anderen passenden Werkzeug auf der Scheibe 5 durch Wegnehmen des undurchsichtigen
Überzuges, 8 durchscheinende Zeichen, Zeiehnungen oder Buchstaben :entstehen läßt.
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Ist der Verschluß 4 offen und sind die
Lichtquellen
9 und io eingeschaltet, so bemerkt man, daß das Bild der durch die Lichtquelle 9
beleuchteten Hand auf einen passend angeordneten. Schirm 12 projiziert wird, und
daß gleichzeitig die von dem Bedienungsmann hervorgerufenen durchscheinenden Zeichen
oder Buchstaben, die von der Lichtquelle io beleuchtet werden, auf den Projektionsschirm
12 leuchtend erscheinen, soweit sie gebildet sind. Bei der Projektionsvorrichtung
nach Abb. 2 bis 6 ist die Kammer 7, die die zur Projektion durch Transparenz dienende
Lichtquelle i o enthält, gegen Austritit des Lichtes mit Ausnahme ihres durch die
Scheibe 5 gebildeten Oberteils vollkommen dicht und sitzt in dem Gehäuse i, das
die Kammer 6 mit der durch Reflexion wirkenden Projektionseinrichtung bildet und
durcheinen Deckel 14 geschlossen ist. Auf dem Deckel 14 ist das mit einem Verschluß
4 und feineinstellbarem Objektiv 3 ausgestattete Projektionsrohr 2 angebracht.
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In der Seitenwandung des Deckels 14 ist die Öffnung I I angebracht,
an die sich ein Ärmelteil 16 anschließt. Dieser umschließt den Arm des Bedienungsmannes
so dicht, daß kein Licht nach außen entweichen kann. Über der Öffnung i i befindet
sich ein Fenster aus schwarzem Glas; das dem Bedienungsmann einen Einblick in das
Innere der Kammer 6 gestattet, ohne durch das von den Lampen _q der Kammer 6 ausgehende
Licht belästigt zu werden. Die Lampen 9 beleuchten die Hand sowie die mit dem nichthaftenden
undurchsichtigen Überzug 8 versehene Seite der Scheibe 5.
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In der Kammer 6 ist eine Handauflage 26 angeordnet (Abt. 2 und 4),
die noch eine besondere Armstütze 27 in Form eines halben Armbandes trägt. Die Auflage
26 ist so angebracht, daß sie sich waagerecht in zwei zueinander senkrechten Richtungen
bewegen kann, um der auf der Scheibe 5 gleitenden Hand stützend zu folgen und gleichzeitig
die Lampen 9 so zu verschieben, daß sie die Hand in jeder beliebigen Stellung auf
der Scheibe 5 beleuchten. Die Auflage 26 weisst zu diesem Zweck einen unteren waagerechten
Arm 26a auf, der zu dem oberen, die Hand stützenden Schenkel parallel ist. Der untere
Arm 26a kann sich in einer Führung- 28 verschieben, die ihrerseits an einem in Quernuten
30 unter dem Boden der Kammer 7 gleitenden Schlitten 29 sitzt. Der Schlitten
29 trägt andererseits einen senkrechten starren Schenkel 31, der an seinem oberen
Ende in eine Gabel mit zwei lotrechten Zinken ausläuft (Abb.5). Zwischen letzteren
ist ein die beiden Lampen 9 tragender Bügel 33 um zwei waagerechte Zapfen 32 drehbar
angeordnet. Die beiden Lampen 9, die mit Silber belegte Spiegel aufweisen, sind
waagerecht und geneigt zu beiden Seiten der Ebene der Handauflage 26 angebracht,
wie Abb. 4 und 5 zeigen.
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Andererseits trägt der untere Arm 26a der Handauflage an seinem freien
Ende eine mit lotrechten Zinken versehene Gabel 34, in der sich ein an dem Lampenträger
33 sitzender Arm 3 5 frei bewegen kann. Die Folge ist, daß der Larnpentrager, der
die Verschiiebungen des Schlittens 29 mitmacht, sich auch an den Verschiebungen
der Armauflage 26 in der Führunj# 28 beteiligt und so unter Mitnahme der Lampen.
9 und Zapfen 32 in Passender Richtung ausschwingt, damit die Hand des Bedienungsmannes
dauernd beleuchtet wird.
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Im Inneren der Kammer 6 ist außerdem eine Einrichtung enthalten, die
die Scheibe 5 auf der dem Objektiv zugekehrten Seite wieder mit .einem undurchsichtigen
Überzug bedeckt, was teils bei Ingangs@etmng der Vorrichtung, teils nach jeder Projektion
zwecks Auswischens des projizierten Bildes, Textes usw. geschieht. Diese Einrichtung
umfaßt zwei Farbkästen 36 (Abt. 5), die zu beiden Seiten der Scheibe 5 angebracht
sind, und eine Farbwalze 37, die von einem Farbkasten zu dem anderen geht und dabei
über die Scheibe rollt.- Wie Abb.4 zeigt, wird. die Achse der Farbwalze 37 an ihreü
Enden von zwei parallelen endlosen Ketten 38 getragen; letztere laufen über vier
Zahnräder 39, die paarweise auf zwei waagerechten, in den Wandungen des Gehäuses
s -sich drehenden Achsen 40.befestigt sind. Eine dieser Achsen 40 trägt an ihrer
nach außen gehenden Verlängerung eine Handkurbel 41, die im geeigneten Zeitpunkt
von. dem Bedienungsmann gedreht i werden kann. - -Die Vorrichtung arbeitet tinfolgender
Weise: Wenn der Verschluß geschlossen ist, dreht der Bedienungsmann in passendem
Sinn die Handkurbel 41, , läßt die Farbwalze 37 über die Scheibe 5 rollen und schwärzt
diese ein. Die Lampen 9 und io werden mittels eines an dem Gehäuse passend angebrachten
Schalters eingeschaltet. Dann führt man die mit einem --Griffel oder sonstigem Schreibgerät
versehene Hand durch den, Ärmelteil i6 in die Kammer 6. Der Verschluß 4 wird dann
geöffnet. Der Bedienungsmann schreibt dann auf die Scheibe 5, indem er mit fitem
von der Hand gehaltenen Stift den undurchsichtigen, nicht haftenden Überzug 8, der
die Scheibe 5 auf der nach der Kammer 6 zugewendeten Seite deckt, fortnimmt und
so durchscheinende Buchstaben .oder Zeichen erzent. Letztere werden durch die Lampen
io erhellt und projizieren :sich in leuchtenden- Zeichen.
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Während des Aufzeichnens der Zeichen ver
schiebt die
Hand die bewegliche Auflage 26,
die die Lampen 9 in. solcher Weise mitnimmt,
daß die Hand ständig beleuchtet wird, gleichgültig wie ihre Laffe und Stellung auf
der Scheibe ist, und daß die Hand zugleich mit dem durch Transparenz projizierten
Text ihrerseits durch Reflexion projiziert wird.
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Diese Doppelprojektion kann mit einem geeigneten, Veränderungen in
der Sehweite und Vergrößerung zulassenden Objektiv erreicht werden, das nötigenfalls
mit einer optischen Einrichtung vereinigt ist, die die Bilder wieder geraderichtet.
Die Wiedergerad'erichtung der Bilder wird hier mittels zweier Spiegel 42 und 43
erreicht, deren Achsen 4.3 bzw. 4.6 in zwei senkrecht zueinander liegenden Ebenen
angeordnet sind.