DE484242C - Verfahren zur Herstellung von in aromatischen Kohlenwasserstoffen und anderen Loesungsmitteln loeslichen Staerkeestern der hoeheren Fettsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in aromatischen Kohlenwasserstoffen und anderen Loesungsmitteln loeslichen Staerkeestern der hoeheren Fettsaeuren

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DE484242C
DE484242C DES61884D DES0061884D DE484242C DE 484242 C DE484242 C DE 484242C DE S61884 D DES61884 D DE S61884D DE S0061884 D DES0061884 D DE S0061884D DE 484242 C DE484242 C DE 484242C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B31/00Preparation of derivatives of starch
    • C08B31/02Esters
    • C08B31/04Esters of organic acids, e.g. alkenyl-succinated starch

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von in aromatischen Kohlenwasserstoffen und anderen Lösungsmitteln löslichen Stärkeestern der höheren Fettsäuren In dem Hauptpatent 483 080 wird ein Verfahren zur Herstellung von löslichen. Celluloseestern der höheren Fettsäuren beschrieben, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man Hydrocellulose in Gegenwart von tertiären Basen, insbesondere Pyridin, Chinolin o. dgl. und eines Verdünnungsmittels mit Chloriden der höheren Fettsäuren auf etwa ioo° erhitzt. Nach diesem Verfahren gelang es zum ersten Male, Celluloseester der höheren Fettsäuren mit solchen Löslichkeitseigenschaften herzustellen, welche eine technische Verwendung ermöglichen.
  • Es wurde nun gefunden, daB, man zu wertvollen, bisher nicht bekannten Verbindungen gelangt, wenn man in diesem Verfahren Hydrocellulose durch unveränderte Stärke ersetzt. Man verfährt dabei z. B. in der Weise, daß man gewöhnliche Stärke, gegebenenfalls nach Vorbehandlung mit Verdünnungsmitteln, mit einem höheren Fettsäurechlorid in Anwesenheit von tertiären Basen, insbesondere Pyridin, Chinolin o. dgl., und eines, Verdünnungsmittels, z. B: Chloroform, Benzol, Toluol usw., bei mäßiger Temperatur erhitzt und das Gemisch hierauf unter fortgesetztem Rühren auf der Siedetemperatur des Verdünnungsmittels hält. Die Reaktion vollzieht sich. bei gewöhnlicher Temperatur unter beträchtlicher Wärmeabgabe und wird durch allmähliches Steigern der Temperatur zu Ende geführt. Nach Beendigung der Reaktion wird der entstandene Stärkeester ausgefällt, gewaschen und getrocknet.
  • Die höheren Fettsäureester der Stärke erhält man in Form amorpher Stücke; sie sind geruchlos und unbrennbar. Sie lösen sich u. a. in den aromatischen Kohlenwasserstoffen, in Chloroform, Halogenderivaten des Äthans, Tetrachlorkohlenstoff. Die vollkommen klaren Lösungen lassen beim Verdampfen auch ohne Zusatz eines Plastizierungsmittels farblose -durchsichtige, unentflammbare Häutchen zurück. Die neuen Stärkeester eignen sich daher vorzüglich allein oder in h`Iischungen mit anderen Estern der Stärke oder mit Celluloseestern zur Herstellung aller Arten von plastischen Massen, z. B. Filmen, Fäden, Lacken, . Appreturen, Firnissen, Überzügen auf Geweben, Papieren u. dgl. Selbstverständlich können den so hergestellten plastischen Massen alle aus der Industrie der Cellulosederivate bekannten Zusätze einverleibt werden.
  • Es ist zwar bereits bekannt, Stärkeacetat und Stärkebenzoat nachähnlichem Verfahren, jedoch. ausgehend von löslicher Stärke, herzustellen. Im Gegensatz hierzu wird nach dem neuen Verfahren unveränderte Stärke als Ausgangsmaterial. verwendet, so daß ein besonderer Arbeitsgang zum Überführen der Stärke in den löslichen Zustand erspart wird. Außerdem sind die neuen Stärkeester gegenüber den Acetaten und Benzoaten der Stärke und gegenüber den gleichfalls bekannten entsprechenden Estern der Cellulose durch eine sehr große Weichheit, Geschmeidigkeit und Biegsamkeit, durch niedrigen Schmelzpunkt, vorzügliche plastische Eigenschaften und Indifferenz gegen chemische Einwirkungen ausgezeichnet. Ebenso unterscheiden sich die neuen Stärkeester von den bekannten höheren Fettsäureestern der Cellulose, der Glukose; des Mannits, des Glycerins und des Glykols. Hier nehmen die Stärkeester eine MitteIstellung zwischen den Estern der Cellulose und denen der Glukose ein. und füllen damit eine bisher als sehr störend empfundene Lücke aus. Gegenüber den Fetts,äureestern der Cellulose besitzen die entsprechenden Ester der Stärke eine bedeutend niedrigere Viskosität und einen niedrigeren Schmelzpunkt trotz im übrigen gleichbleibender chemischer Eigenschaften. Sie sind -daher noch stärker als die entsprechenden Celluloseester plastifizierbar. Man kann aus ihnen, ohne Schwierigkeit gut fließende, höchstkonzentrierte Lösungen (z. B. 70% Estergzhalt) herstellen, während die verdünnten Lösungen sich infolge ihrer niedrigeren Viskosität für viele Zwecke, z. B. für die Imprägniereng von Stoffen, besser als gleichkonzentrierte Lösungen der entsprechenden Celluloseester eignen. Von den entsprechenden Estern der Glukose und des Mannits unterscheiden sich die höheren Fettsäureester der Stärke dadurch, fdaß ;sie nicht deren schon fast schmierige, fettähnliche Konsistenz besitzen. Beispiel i Man befeuchtet ioo g trockne gewöhnliche Stärke mit einer Mischung von 4009 Benzin und i8og Pyridin. Hierauf fügt man in kleinen Mengen eine Mischung von 60o g Pahnitylchlorid und 400 g Benzol zit und erhitzt 1/2 Stunde lang auf dem Wasserbad unter fortgesetztem Bewegen auf 6o°. Nach Beendigung der Reaktion fällt man den gebildeter Stärkeester durch: Zusatz von Äthanol aus, wäscht und trocknet. Man erhält ein Stärkepalmitat, welches u. a. in Benzol löslich ist.
  • Beispiel 2 Man vermischt Zog gewöhnliche, bei 50° ;getrocknete Stärke mit 5o g Pyridin und 6o g Toluol. Hierauf trägt man in kleinen Mengen ein Gemisch von ioog Stearylchlorid und ioog Toluol ein und erwärmt unter fortgesetztem Rühren 2 Stunden lang, bis :die Masse pastenartig und gleichmäßig wird. Dann fügt man ioo g siedendes Toluol zu und zentrifugiert das Reaktionsgemisch, um unlöslich gebliebene Teile abzuscheiden. Die abgetrennte Lösung wird noch warm in Äthanol gegossen, wo sie erstarrt. Zur Reinigung wird das entstandene Stärkestearat mit kochendem 4thanol gewaschen, nochmals in kochendem Toldöl gelöst und mit Äthanol ausgefällt.
  • a Beispiel 3 In ein Gemisch von 20 g Stärke, 40 g Pyridin. und 5o g Toluol läßt man ein Gemisch von 8o g Undecylenylchlorid und ioo g Toluol einfließen und erhitzt 2 Stunden lang unter fortgesetztem Rühren auf 6o°. Sobald das Reaktionsgemisch pastenartig und gleichmäßig geworden ist, setzt man ioo g Toluol hinzu und erwärmt zum Sieden. Zur Trennung von unlöslich gebliebenen Stoffen wird die Lösung warm zentrifugiert und in Athanol eingetragen. Das Stärkeundecylenat fällt in gallertartiger Form aus und kann durch Auswaschen mit kochendem Äthanol und nachfolgendes Verdampfen des Lösungsmittels in Form farbloser Ie.rnchen erhalten werden, idie u. a. in kochenden aromatischen Kohlenwasserstoffyen löslich sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von in aromatischen Kohlenwasserstoffen und anderen Lösungsmitteln löslichen Stärkeestern der höheren Fettsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man in Abänderung des Verfahrens des Hauptpatents 483 080 unveränderte Stärke in Gegenwart tertiärer Basen, insbesondere Pyridin, Chinolin o. dgl., und eines. Verdünnungsmittels mit Chloriden der höheren Fettsäuren erhitzt.
DES61884D 1923-01-13 1923-01-13 Verfahren zur Herstellung von in aromatischen Kohlenwasserstoffen und anderen Loesungsmitteln loeslichen Staerkeestern der hoeheren Fettsaeuren Expired DE484242C (de)

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