DE411900C - Verfahren zur Herstellung von trocknenden OElen, Firnissen, Lacken, Kunstfaeden, Filmen, plastischen Massen und verwandten Produkten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von trocknenden OElen, Firnissen, Lacken, Kunstfaeden, Filmen, plastischen Massen und verwandten Produkten

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DE411900C
DE411900C DEF54949D DEF0054949D DE411900C DE 411900 C DE411900 C DE 411900C DE F54949 D DEF54949 D DE F54949D DE F0054949 D DEF0054949 D DE F0054949D DE 411900 C DE411900 C DE 411900C
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DE
Germany
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films
varnishes
production
lacquers
oils
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Expired
Application number
DEF54949D
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English (en)
Inventor
Dr Wolfgang Lenhard
Dr Leo Rosenthal
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Bayer AG
Original Assignee
Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D167/00Coating compositions based on polyesters obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain; Coating compositions based on derivatives of such polymers
    • C09D167/08Polyesters modified with higher fatty oils or their acids, or with natural resins or resin acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von trocknenden Ölen, Firnissen, Lacken, Kunstfäden, Filmen, plastischen massen und verwandten Produkten. Es wurde gefunden, dafi die Ester solcher ungesättigter Fettsäuren, wie sie in den natürlichen trocknenden Ülen enthalten sind, mit Mono- oder Polysacchariden sich hervorragend zur Herstellung von trocknenden Ölen, Firnissen, Lacken, plastischen Massen, Filmen, Kunstfäden und ähnlichen Produkten eignen. Als Fettsäuren koninieri beispielsweise Ölsäure, Linolsäure, insbesondere Linolensäure, ferner Holzölsäur e, die stark ungesättigten Fettsäuren der Trane finit hoher Jodzahl in Betracht. Unter den zahlreichen zur Verfügung stehenden Mono- und Polysacchariden haben sich besonders Traubenzucker, Stärke, Cellulose und ihre Derivate, Hydrocellulose als vorteilhafte Ausgangsstoffe bewährt.
  • Die Herstellung dieser Ester erfolgt nach den bekannten _ Methoden, beispielsweise durch Einwirkung der Fettsäurechloride auf die Mono- oder Polysaccharide bei Gegenwart von salzsäurebindenden Mitteln, wie Pyridin, Chinolin oder ähnlich wirkenden Basen; durch Umsetzung von Alkalicellulose finit Fettsäurechloriden oder durch Einwirkung von Fettsäureanhydriden auf die Monoader Polysaccharide in Gegenwart von Kondensationsmitteln. Man kann auch in der Weise verfahren, daß inan nicht die einzelnen Fettsäurechloride oder Atihy<lrizle zur Reaktion br fingt, sondern eine Mischung solcher Fettsäurechloride oder Anhydride, wie sie sich aus den Gesamtfettsäuren der trocknenden Ole erhalten lassen, gegebenenfalls nach vorheriger Abtrennung der gesättigten Fettsäüren. _ Diese Produkte sind beispielsweise leicht löslich in aromatischen Kohlen«asserstofferi, Lackbenzinen, Terpentinöl, trocknenden und nicht trocknenden Ülen und lassen sich finit einer großen Anzahl von Harzen zu homogenen Lösungen oder Massen verarbeiten. Die Ester der einfachen Zuckerarten stellen bei gewöhnlicher Temperatur viskose Üle dar, die der Stärke und Cellulosen bilden hellfarbige, fließende Halbfeste bis weichelastische Hassen.
  • Lösliche -hochmolekulare gesättigte Fettsäureester von Sacchar iden sind bereits wiederholt beschrieben worden. Von diesen bekannten Substanzen unterscheiden sich die vorliegenden Produkte durch ihre den natürlichen trocknenden Ülen gleichen trocknenden Eigenschaften. Während die bekannten Fettsäuresaccharide an der Luft praktisch unveränderliche Substanzen darstellen, trocknen die beschriebenen Stoffe in dünner Schicht, wie sie durch Aufstrich ihrer Lösungen erhalten wird, unter Sauerstoffaufnahme zu elastischen, festen Filmen, die in dein ange- .-endeten Lösungsmittel und in den gebräti..hlichsten Verdünnungsmitteln der Lacktechnik; völlig unlöslich sind. Dieser Trockenprozeß wird durch Zusatz geringer Mengen Sikkat ivewesentlich abgekürzt. - " Die beschriebenen Stolte stellen hochwertige Produkte mit neuen, insbesondere für die Lackindustrie bedeutungsvollen Eigenschaften dar, die an nachstehenden Beispielen erläutert seien. Beispiel i. Glucoselinoleat, das durch Einwirkung von Linolsäur echlorid auf eine Lösung von T r aul:eiizucker in Pyridin erhalten wird, ist ein helles Öl von etwas höherer Viskosität als Leinöl, das für sich allein ini Aufstrich in etwa d. Tagen auf Zusatz von 3 Prozent harzsaurem Bleimangan in etwa 15 Stunden zu einem linoxynartigen Häutchen trocknet. Beispiel e. Der gemischte Ester der Stärke mit dein gesamten flüssigen Fettsäureanteil des Leinöls (Ülsäure, Linol- und I:inolensäuremi-@chung) ist eine bei gewöhnlicher Temperatur weiche, kaum fließende Masse, die sich beispielsweise in Terpentinöl, Benzol in jedem Verhältnis löst. Eine Lösung von So Gedichtsteilen dieser Esterniischung in 5o Ge-\tichtsteilen Lackbenzin oder Terpentinöl unter Zusatz von i Gewichtsteil leinölsaurem Kobalt trocknet im Aufstrich in etwa 6 Stunden zu einer hartelastischen, unlöslichen Schicht von hoher Widerstandsfähigkeit geren mechanischen Angriff. Die Eigenschaften dieses Lackes können durch Zusatz von nichttrocknenden oder trocknenden Ölen oder Harzen in weiten Grenzen abgeändert werden. Beispiel 3. Hydrocellulose wird mit einer Mischung von Linolsäure- und Linolensäurechlorid verestert. Man erhält eine dehnbare, weiche, nicht fließende, hellfarbige hasse von den oben beschriebenen Löslichkeitseigenschaften. Dieses Produkt läßt sich vorteilhaft zu Filnic-i oder plastischen Massen verarbeiten, die nach dein völligen Durchtrocknen in den ü1.ilichen Lösungsmitteln praktisch unlöslich bind. Durch Zusatz geeigneter Weichinachungsmittel «-erden Filme finit sehr wertvollen Eigenschaften erhalten. Diese Massen können auch mit geeigneten Teerfarbstoffen transparent oder finit Pigmentfarben undurchsichtig; gefärbt werden. Beispiel d.. Hexaleinölsätiresaccliaroseester stellt ein Helles, hochviskoses C)1 dar, das für sich oder :nit geringen Mengen Sikkativ einen hartelastisch, völlig klebfrei trocknenden von hohem Glanz liefert. Das 01 eignet sich besonders zur Herstellung wertvoller Lackfarben. Reibt inan beispielsweise 5o Gewichtsteile des Saccharoseesters mit 4o bis So Gewichtsteilen Zinkweiß unter Zusatz einer Lösung von o,5 Gewichtsteilen leinölsaurem Kobalt in io bis 15 Gewichtsteilen Terpentinöl an, so erhält inan einen Weißlack, der mit emailleartigem Glanz außerordentlich hart und widerstandsfähig gegen mechanischen Angriff trocknet. In der Wärme (bei ,~.o bis 8o°) verläuft der Trockenvorgang hierbei in etwa 2o bis 30 '.Minuten. Diese Lackierungen zeigen ein erheblich geringeres Vergilben als die bei gleicher Temperatur getrockneten Aufstriche aus Standölzinkweißlack.

Claims (1)

  1. PATrNT-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von trocknenden Ölen, Firnissen, Lacken, Kunstfäden, Filmen, plastischen Massen und verwandten Produkten, gekennzeichnet durch die Verwendung von Estern der ungesättigten Fettsäuren natürlicher trocknender Öle mit Mono- oder Polvsacchariden für sich allein, in Mischungen untereinander oder in Verbindung mit Lösungsmitteln, Ölen aller Art, Harzen, Sikkaticen, Weichmachungsmitteln, anderen plastischen Massen oder Cellulosederivaten, Farbstoffen u. dgl.
DEF54949D 1923-11-11 1923-11-11 Verfahren zur Herstellung von trocknenden OElen, Firnissen, Lacken, Kunstfaeden, Filmen, plastischen Massen und verwandten Produkten Expired DE411900C (de)

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