DE484167C - Verfahren zur Herstellung von Methylalkohol aus Lignin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Methylalkohol aus Lignin

Info

Publication number
DE484167C
DE484167C DEJ25605D DEJ0025605D DE484167C DE 484167 C DE484167 C DE 484167C DE J25605 D DEJ25605 D DE J25605D DE J0025605 D DEJ0025605 D DE J0025605D DE 484167 C DE484167 C DE 484167C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lignin
methyl alcohol
production
chlorine
methoxyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEJ25605D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Eduard Faerber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HOLZHYDROLYSE AG
Original Assignee
HOLZHYDROLYSE AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HOLZHYDROLYSE AG filed Critical HOLZHYDROLYSE AG
Priority to DEJ25605D priority Critical patent/DE484167C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE484167C publication Critical patent/DE484167C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/74Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation
    • C07C29/76Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment
    • C07C29/80Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment by distillation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/74Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation
    • C07C29/76Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment
    • C07C29/80Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment by distillation
    • C07C29/84Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment by distillation by extractive distillation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 1Vletbylalkobol aus Lignin Es ist schon öfters versucht worden, das Lignin wegen seines hohen Gehaltes an Methoxylgruppen zur Gewinnung von Methylalkohol zu benutzen, wobei man Chemikalien, z. B. Natronlauge, bei hohen Drucken und hoher Temperatur einwirken ließ. Die starke chemische Ein-,virkung verändert jedoch das Lignin so sehr, daß dabei teer- und kohleartige Stoffe entstehen. Außerdem wird ein beträchtlicher Teil des Methoxyls in wertlose Gase umgewandelt.
  • Nach der Erfindung läßt man Chlor bei Gegenwart von Wasser ohne äußere Wärmezufuhr auf das Lia in einwirken. Es tritt dadurch teilweise die an sich bekannte Chlorierung des Lignins ein, und .gleichzeitig wird Methylalkohol frei, der aus der wäßrigen Lösung abdestilliert wird. Durch wiederholte Behandlung des Lignins mit Chlor läßt es sich in dieser Weise vollständig umsetzen.
  • Für die Anwendbarkeit des Verfahrens ist es gleichgültig, ob das Lignin als solches oder in Form seiner Verbindungen, z. B. als Ligninsulfosäure, verarbeitet wird. Als Ausgangsstoff kann ebenso das Lignin dienen, das beim Aufschließen von Holz mit Säuren bei der Herstellung von Holzzucker zurückbleibt, als auch das bei der Herstellung von Holzcellulose anfallende Lignin.
  • Das Lignin gibt einerseits größtenteils die seinem Methoxylgehalt entsprechende Menge Methylalkohol und. andererseits einen lignixnartigen Rückstand von erhöhter Reaktionsfähigkeit, die sich bekanntermaßen darin äußert, daß das vorher praktisch unlösliche Lignin sich jetzt bereits in wäßrigen Alkalilaugen auflöst. Beispiele i. Als Ausgangsstoff dient ein Ligninrückstand, der beim Aufschließen von Holz mit konzentrierter Salzsäure in der Kälte zurückgeblieben ist. ioo g Lignin werden in io bis 2o g Wasser aufgeschwemmt und mit Chlorgas ohne Erwärmen behandelt. Man erhält einen Rückstand, der 6 bis 7 °/o Chlor und nur noch 3,6 °/o Methoxyl aufweist, gegenüber etwa 12 °/o im Ausgangsstoff; ungefähr 6 g Methylalkohol können aus den wäßr igen Lösungen abdestilliert werden.
  • 2. Über ioo g Lignin, mit 2o g Wasser befeuchtet, wird Chlorgas geleitet und Wasserdampf hinterher geschickt, der 5,5 g Methylalkohol mitnimmt. Der Rückstand weist 2o,6 °/o Chlor auf. Es ist von Vorteil, kleine Mengen Eisenchlorid als Katalysator zuzufügen.
  • 3. Eingedampfte Sulfitablauge vom spez. Gew. 424 und mit 44,5 °/o Trockensubstanz wird bei gewöhnlicher Temperatur mit Chlorgas oder Chlorkalk behandelt. Es scheidet sich ein gelbbraunes Chlorierungsprodukt ab, und man gewinnt 3,42 g Methylalkohol aus j e ioo g der angewandten Sulfitablauge.
  • Es war bekannt, daß beim Verzuckern des Holzes mit verdünnten Säuren Nebenprodukte entstehen, darunter auch Methylalkohol aus Lignin. Durch die Einwirkung von verdünnten Säuren wird aber nur eine sehr kleine Menge Methylalkohol frei gemacht. Nach der Behandlung mit Salzsäure sind noch ungefähr vier Fünftel des Methoxylls- im Lignin enthalten. Obwohl solche Rückstände noch mehr als io °/o Methoxyl, berechnet auf Trockensubstanz, enthalten, wird durch die Einwirkung von Salzsäuregas unter den Bedingungen der Chlorierung kein Methylallcohol_mehr gebildet. Die beobachtete neue Wirkung des Chlors kann also auch nicht auf die bekannte Wirkung von dabei entstehender Salzsäure zurückzuführen sein.
  • Ferner hat man auch schon Chllor zwecks Herstellung von Chlorprodukten auf Lignin und Pflanzenauszüge, z. B. Sulfitablauge, wobei man in letzterem Falle auf äußere Wärmezufuhr Wert legte, einwirken lassen. Es war aber nicht bekannt, ob dabei auch Methylalkohol entsteht. Vergleichsversuche ergaben indessen, daß; es zur Erzielung einer günstigen Ausbeute an Methylalkohol wesentlich ist, die Chlorierung ohne Eiwärmen vorzunehmen.
  • ioo g Lignin, mit etwa 5o g Wasser befeuchtet, wurden, um die Wärmeübertragung zu begünstigen, in einem Rohr von geringem Durchmesser der Einwirkung eines Chlorgasstromes von gewöhnlicher Temperatur unterworfen. Das Rohr war von einem Mantel umgeben, durch den einmal kaltes Wasser, das andere Mal auf 8o' erhitztes Wasser geleitet wurde. Die Aufarbeitung des ohne Erwärmung chlorierten Lignins ergab etwa 5,5 g Methylalkohol, während bei dem Vergleichsversuch nur 1,6 g Methylalkohol entstanden, wobei es zudem notwendig war, so viel Chlor anzuwenden, daß die Chlorierung des Lignins annähernd vollständig war. Bei Begrenzung der angewendeten Chlormenge verringerte sich die--Ausbeute entsprechend. ---

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Methylalkohol aus Lignin, dadurch gekennzeichnet, daß man Lignin oder Ligninverbindungen in Gegenwart von Wasser ohne Erwärmen mit Chlor behandelt und aus dem Chlorierungsprodukt durch WasserdampfdestilQation Methylalkohol gewinnt.
DEJ25605D 1925-01-09 1925-01-09 Verfahren zur Herstellung von Methylalkohol aus Lignin Expired DE484167C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ25605D DE484167C (de) 1925-01-09 1925-01-09 Verfahren zur Herstellung von Methylalkohol aus Lignin

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ25605D DE484167C (de) 1925-01-09 1925-01-09 Verfahren zur Herstellung von Methylalkohol aus Lignin

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE484167C true DE484167C (de) 1929-10-16

Family

ID=7202300

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEJ25605D Expired DE484167C (de) 1925-01-09 1925-01-09 Verfahren zur Herstellung von Methylalkohol aus Lignin

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE484167C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH645685A5 (de) Verfahren zur gewinnung von zuckern und lignin aus zerkleinertem lignocellulosematerial.
DE484167C (de) Verfahren zur Herstellung von Methylalkohol aus Lignin
DE647913C (de) Verfahren zur Gewinnung von Pentosen aus stark pentosanehaltigen Pflanzenteilen
DE567633C (de) Verfahren zur Herstellung von Furfurol aus Cellulose und Cellulose enthaltenden Stoffen
AT90803B (de) Verfahren zur Gewinnung von Klebstoff aus Rübenschnitzeln.
DE695489C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff
DE608249C (de) Verfahren zum Gewinnen von Alkohol aus depolymerisierten Kohlehydraten
DE73924C (de) Verfahren zur Herstellung von Papierstoff aus Pflanzenmaterial
DE301587C (de)
DE562181C (de) Verfahren zur Gewinnung gereinigten Zellstoffes
DE739668C (de) Verfahren zur Herstellung von hoch veredeltem Zellstoff aus Stroh
DE558145C (de) Verfahren zur Herstellung loeslicher Staerke
DE354865C (de) Verfahren zur Gewinnung von chemischen Produkten aus Holz und aehnlichen Materialien
DE432801C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-4-nitro-1-aminobenzol
DE742147C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Sulfitzellstoffablaugen aus Laubhoelzern
DE534621C (de) Verfahren zur Verzuckerung von Cellulose, Celluloseabfaellen oder Holz
DE349842C (de) Verfahren zur Aufschliessung von Pflanzenfasern, insbesondere von Holz, namentlich fuer Futtermittelzwecke
DE344706C (de) Verfahren zur trockenen Destillation eingedampfter Ablaugen der Cellulosefabrikation und aehnlicher Ablaugen
DE919887C (de) Verfahren zur Gewinnung hoehermolekularer Alkohole aus Gemischen mit Kohlenwasserstoffen
AT105811B (de) Verfahren zur nassen Verkohlung von Pflanzenstoffen aller Art, insbesondere von Holz.
DE532222C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff durch alkalischen Aufschluss
DE400255C (de) Verfahren zur Darstellung von chlorhaltigen Produkten aus Zellstoffablaugen
DE487103C (de) Verfahren zur Gewinnung von Glykol-Glyzerin-Gemischen
DE738014C (de) Verfahren zur Herstellung von Staerkeprodukten aus Kartoffelstaerke
DE365173C (de) Verfahren zur Herstellung eines chlorfreien, maschinenstreu- und lagerfaehigen Duengemittels aus gebranntem Kalk und magnesiahaltigen Ablaugen der Kaliindustrie