DE482374C - Plastische Schutzbinde fuer Kabel-, Gas- und Wasserrohre oder andere Koerper - Google Patents

Plastische Schutzbinde fuer Kabel-, Gas- und Wasserrohre oder andere Koerper

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DE482374C
DE482374C DEC40124D DEC0040124D DE482374C DE 482374 C DE482374 C DE 482374C DE C40124 D DEC40124 D DE C40124D DE C0040124 D DEC0040124 D DE C0040124D DE 482374 C DE482374 C DE 482374C
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  • Plastische Schutzbinde für Kabel-, Gas- und Wasserrohre oder andere Körper Die Erfindung betrifft eine plastische Schutzbinde zum Schutz von Kabeln, Rohren und anderen metallischen Körpern gegen korrodierende Eintlüsse, denen sie nach ihrer Verlegung in Erde und Mauerwerk ausgesetzt sind, wo sie stets mehr oder weniger unter dem Einfluß von Feuchtigkeiten urid chemischen Agenzien und Gasen zu leiden haben.
  • Die erfindungsgemeäße Binde besteht aus einer Grundlage von Gewebe oder Papier, die beiderseitig mit einer plastischen Masse versehen wird, welche bei den praktisch in Betracht kommenden höchsten oder niedrigsten Temperaturen ihre Plastizität nicht verliert, also nicht hart und spröde wird, sondern ihre Streichfähigkeit stets behält.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, Kabel, Rohre, Metallteile o. dgl, die in der Erde oder in Mauerwerk verlegt werden, durch Farbanstriche zu schützen, die jedoch nach einiger Zeit verspröden, infolgedessen Risse bilden, die zusammenlaufen und zu einem allmählichen Abblättern der Schutzschicht führen, so daß die schützende Wirkung eine höchst unzuverlässige und unsichere ist. Andere Schutzmittel bestehen in einem Auftrag einer Asphalt- oder Teerschicht auf die zu schützenden Rohrteile, welche sodann mit einer Jutebinde umwickelt werden; auf diese Bandage folgt eine zweite Schicht. Derartige Schutzmittel erfordern eine unwirtschaftliche und kostspielige Herstellungsweise, bei der eine jedesmalige Erwärmung des Teeres oder Asphaltes unentbehrlich ist, um ihm eine genügende Plastizität zu geben. Sie haben ferner gleichfalls den großen Nachteil, daß der Teer oder Asphalt oder eine Mischung von beiden besonders bei tieferen Temperaturen spröde werden, wobei die entstehenden Risse nicht nur die Schutzschicht durchlässiger machen, sondern auch zu einer Beschädigung der Bandagen führen, so daß, auch in diesem Falle nach einiger Zeit kein zuverlässiger und sicherer Schutz der Metallteile mehr besteht. Diese Nachteile werden durch die Schutzbinden der vorliegenden Erfindung in vollkommener Weise vermieden. Diese Binde wird fest um die zu schützenden Metallteile gewickelt. Sie ist auf beiden Seiten mit einer Masse belegt, bei der jedes Verspröden, auch bei jahrelangem Liegen unter den ungünstigsten Bedingungen, vollkommen ausgeschlossen ist. Die auf der Außenseite der derart hergestellten Bandage verbleibende Masse wird auf der Außenfläche geglättet und verstrichen, so daß eine vollkommen gleichmäßige Abdichtung der Überlappungen erreicht und damit ein Eindringen von Feuchtigkeit und schädlichen chemischen Einwirkungen für unbegrenzte Zeitdauer in zuverlässigster und sicherster Weise vollkommen unmöglich gemacht wird.
  • Als Streichmasse, die für dieses Verfahren geeignet ist, können alle solchen Stoffe oder Stoffgemische Verwendung finden, die die Bedingung erfüllen, einerseits bei erhöhten Temperaturen bis q0° nicht so weit zu erweieben, daß sie durch Eigengewicht ihre Form verändern, _ geschweige denn auszufließen oder Neigung zum Abtropfen zu zeigen, andererseits bei niedrigen Temperaturen bis -q.0° hinab durchaus plastisch zu bleiben, keine Risse oder Sprünge aufzureißen und überhaupt ihre Undurchlässigkeit gegen Gase und Flüssigkeiten vollkommen beizubehalten.
  • Als besonders zweckmäßig hat sich auf Grund eingehender Versuche für die auf die Binde aufzutragende Masse-,eine Mischung erwiesen, die aus Rückständen der Erdöldestillation, z. B. aus Protoparaffinen mit einem Schmelzpunkt von über 50°, Erdölgallerten mit einem Schmelzpunkt von etwa 2o°, mit oder ohne Zusatz von Weichbitumen mit einem Schmelzpunkt von etwa 3o°, hergestellt- wird und deren Rest aus geeigneten fein gemahlenen, chemisch durchaus-widerstandsfähigen standsfähigen Füllstoffen, wie Talk, Schwerspat, Porzellanerde, Schiefer- oder Asbeststahl u..dgl., besteht. Diese Füllstoffe dienen nicht nur dazu, um die Poren der Bandage zu dichten, sondern sie. schützen auch infolge ihrer 'ausgezeichneten elektrisch isolierenden Eigenschaften die eingebetteten M.e-. tallteile vollkommen gegen die starken zerstörenden elektrolytischen Wirkungen, die von abirrenden Erdströmen der verschiedensten Herkunft auf die in feuchter, salzhaltiger Erde eingebetteten Metalle ausgeübt werden.
  • Diese Masse wird zweckmäßig derart hergestellt, da;ß die für das Gemisch erforderlichen plastischen Stoffee entweder einzeln oder im Gemisch auf etwa i io° erwärmt werden, um jede Spur von Feuchtigkeit aus ihnen zu entfernen. Dann wird der sorgfältig getrocknete Füllstoff unter ständiger guter Durchmischung der plastischen Masse beigegeben und das Ganze noch warm oder nach dem Erkalten auf die Bänder beiderseitig aufgetragen.
  • Als Beispiel diene die folgende Zusammensetzung der Auftragsmasse: Eine Mischung von etwa 3o Teilen Protoparaffin mit einem Schmelzpunkt von etwa 6o° wird mit 2o Teilen Erdölgallerten, Schmelzpunkt a5°, und 5 Teilen Weichbitumen, Schmelzpunkt 3o°, auf i io° erwärmt, bis alle Feuchtigkeitsspuren entfernt sind. Dann werden 45 Teile fein gemahlene, gebrannte Porzellanerde unter gleichmäßiger, guter Durchmischung in die heiße Masse eingetragen und der Mischvorgang fortgesetzt, bis das Gemenge eine Temperatur von etwa a5° erreicht hat. Sodann wird die Masse auf die Bandagen maschinell beiderseitig aufgetragen, womit die erfindungsgemäße Binde fertiggestellt ist.
  • Naturgemäß sind die Mischungsverhältnisse in weiten Grenzen veränderlich, ohne dadurch die günstigen Wirkungen der Bandage zu beeinträchtigen und einen durchaus sicheren Schutz gegen Feuchtigkeit, Gase und elektrolytische Einwirkungen durch abirrende Ströme zu gewährleisten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Plastische Schutzbinde für Kabel-, Gas-und Wasserrohre- oder andere Körper, bestehend aus einer # Grundlage aus Gewebe oder Papier, die beiderseits mit einer unter Ausschluß: jeder Feuchtigkeit hergestellten Mischung -aus dauernd weichbleibenden Rückständen der Erdöldestillation, nämlich Protoparaffin, Weich--Bitumen und -gegebenenfalls indifferenten, ,den elektrischen Strom nicht leitenden Stoffen, wie z. B. Porzellanerde, überzogen ist..
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Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE739195C (de) * 1934-03-08 1943-09-14 Chemieprodukte Komm Ges Gas- und wasserdichte Durchfuehrung von Rohrleitungen, z.B. Gas-, Wasser- und Kabelleitungen durch Mauerwerk, insbesondere fuer Gasschutzkeller
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