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Wähler mit in zwei verschiedenen Richtungen beweglichen Bürsten Die
Erfindung betrifft Wähler und Schaltungsanordnungen für elektrische Anlagen, insbesondere
für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb. Der neue Wähler ist mit in zwei verschiedenen
Richtungen beweglichen Bürsten versehen, die während .der Einstellung in der einen
Richtung zwei verschiedenartige Bewegungsformen ausführen, indem sie zur Auswahl
freier Leitungen in großen Leitungsbündeln zuerst mit großer gleichförmiger Geschwindigkeit
eine Gruppenwahl und darauf in kleinen Schritten die Einzelwahl vornehmen, und ist
dadurch gekennzeichnet, daß der Bürstenträger zuerst auf einer in der Längsrichtung
bewegliche Achse verschoben wird und darauf gemeinsam mit der Achse durch eine gleichförmige
Kraft mit großer Geschwindigkeit gedreht wird, woran sich eine gemeinsame Drehbewegung
in kleinen Drehschritten auf den Einzelkontakt schließt. Der Bürstenträger wird
durch eine Feder in eine beliebig bestimmbare Lage gebracht und durch eine zweite
Fader in die Ruhelage zurückbewegt. Der in seiner Längsrichtung bewegliche Bürstenträger
wird nach seiner Einstellung auf eine gewünschte Höhe in dieser Höhe durch eine
Feder bis zu seiner Kontaktbankgruppe und dann durch einen Schaltmagneten schrittweise
herumgedreht. Zum Anhalten des Bürstenträgers in der einsgestellten Höhe ist eine
Gleitbahn angeordnet, 'welche in bekannter Weise, sobald dem Bürstenträger eine
Drehung erteilt wird, in einen Haltezahn des Bürstenträgers eingreift und dadurch
das Herabfallen desselben verhindert. Nach der -Einstellung des Bürstenträgers auf
eine gewünschte Höhe durch einen Hubmagneten wird durch einen Magneten der Bürstenträger
freigegeben. Der Wähler kann in einer Ausführungsform mit einer in der Längsrichtung
unbeweglichen Welle versehen sein, die eine Scheibe aufweist, welche eine Führungsstange
für einen= in der Längsrichtung beweglichen Bürstenträger trägt, und ein mit der
Scheibe gekuppeltes Schaltrad besitzen= das eine den Bürstenträger herumdrehende
Feder spannst. Der Wähler ist ferner mit einem Elektromagneten ausgerüstet, dessen
Anker in seiner Ruhelage das Schaltrad gegen Vorwärtsdrehung sperrt, und mit einem
weiteren Elektromagneten, dessen Anker die Scheibe mit dem Schaltrad kuppelt und
entkuppelt. Ferner kann die in der Längsrichtung unbewegliche Welle einen Magneten
tragen, der bezüglich seiner Lage auf der Welle einstellbar ist. Der .Wähler kann
ferner mit einem Bürstenträger versehen sein, der-durch einen Elektromagneten in
bezug auf eine in der Längsrichtung unbewegliche Achse in der Längsrichtung verschoben
wird, und einen zweiten Magneten besitzen, der ein auf den Bürstenträger ausgeübtes
Drehmoment
freigibt, und schließlich einen dritten Magneten aufweisen, der eine verhältnismäßig
langsame Drehung des Bürstenträgers veranlaßt. Der Wähler kann mit einer die Einstellung
des Bürstenträgers bewirkenden Feder versehen sein, die durch ein Schaltrad, welches
auf der in der Längsrichtung unbeweglichen Welle gelagert ist, gespannt wird und
auf die Welle ein Drehmoment ausübt. Zwecks Wirksammachung der obengenannten zweiten
Feder wird das Schaltrad bis zu einer Stellung herumgedreht, in welcher eine Sperrklinke
aus dem Schaltrade heraus-,-hoben wird. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
ist der Wähler dadurch gekennzeichnet, daß der Bürstenträger nach Einstellung auf
eine gewünschte Bankkontaktreihe durch eine Feder zuerst in ununterbrochener Bewegung
auf eine Bankkontaktgruppe der gewählten Reihe eingestellt und dann schrittweise
bis zu einem Einzelbankkontakt bewegt wird und bei Auslösung des Wählers durch die
Feder bis zu einem festen Anschlag weitergedreht wird, worauf er herunterfällt,
die Feder wieder gespannt wird und der Bürstenträger schließlich durch eine zweite
Feder in die Ruhestellung zurückgebracht wird. Die Rückdrehung des Bürstenträgers
in seine Anfangsstellung wird durch Umschaltglieder nach Beendigung des Federaufzuges
eingeleitet. Der Elektromagnet, ,der die Feder wieder spannt, vollführt diese Verrichtung
durch ein mit der Feder verbundenes Zahnrad, und die Umschaltglieder bestehen aus
einer das Zahnrad gegen Zurückdrehung haltenden Sperrklinke und aus Kontaktfedern,
die gleichzeitig mit der Sperrklinke aus ihrer Ruhestellung gebracht werden. Die
Kontaktfedern werden von der Sperrklinke gesteuert.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Wähler dadurch
gekennzeichnet, daß bei Rückstellung des Wählers in die Ruhelage der Besetztzustand
der ihm zugehörigen Verbindungsleitung durch eine von der Drehlage der Kontaktarme
abhängige Schaltvorrichtung aufrechterhalten wird, bis die Kontaktarme ihre Ruhelage
erreichen. Die durch ununterbrochen wirkende Kraft gedrehten Bürsten werden durch
einen Kupplungsmagneten mit dem um die Welle drehbaren, dem Federaufzug dienenden
Sohaltrade gekuppelt. Der Kupplungsmagnet wird durch einen Strom erregt, der über
einen von der Drehlage des Bürstenträgers abhängigen Kontakt fließt. Nach der anfänglichen
Erregung des Kupplungsmagneten über den genannten Kontakt hängt die Dauer seiner
weiteren Erregung vom dem Zustand der von den Bürsten bestrichenen Leitungen ab.
Die Hub-und Drehmagnete des Wählers, dessen Teile an zwei seitlichen geraden Stangen
befestigt sind, werden durch Klemmen an den Stangen befestigt, die durch von vorn
zu handhabende Schrauben festgemacht und gelöst werden können.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung und den Patentansprüchen.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt. In
dieser ist Abb. i eine Vorderansicht und Abb. 2 :eine Ansicht des Wählers von oben
gesehen.
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Abb.3 ist ein senkrechter Schnitt durch den Teil der Wählerachse,
auf welchem der Entkupplungsmagnet und die Federgehäuse sitzen.
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Abb. 4 ist eine Ansicht der oberen Lagerplatte mit der daran befestigten
Bürstenträgergleitbabn.
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Abb. 5 ist eine Ansicht des Bürstenträgers, Abb. 6 eine Oberansicht
.der Abb. 5.
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Abb. 7 ist eine Ansicht des aus Eisenblech bestehenden Magnetkörpers
des Hubmagneten ohne Magnetkern und Anker.
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Abb. 8 zeigt den aus Flacheisen bestehenden Drehmagnetkörper ohne
Kern und Anker, aber mit dem darauf befestigten Drehklinkenanschlag und der Drehklinkenführung.
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Abb. 9 zeigt die Halteklinke für das Schaltrad mit dem Sperrhebel,
der bei der Rückdrehung :des Bürstenträgers in seine Ruhelage die Sperrklinke außer
Eingriff mit dein Sperrad hält.
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Abb. io zeigt die elektrische Schaltung des Wählers.
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Der Wählerrahmen besteht aus zwei seitliehen Stangen i und 2, die
unten und oben in Schraubenzapfen 3, 4, 5, 6 enden. Die Kontaktbank hat vier Gruppen
7, 8, 9, io von j e zehn Kontaktreihen. Die einzelnen Kontaktreihen sind durch wagerechte
Doppelstriche, wie z. B. 11, 12, dargestellt. Jede Gruppe von Kontaktreihen ist
in einem Klotz aus Isolationsmaterial eingebettet, der hufeisenförmige Gestalt hat.
Jeder hufeisenförmige Kontaktbankklotz ist zwischen zwei bogenförmigen Flacheisenstücken,
wie z. B. 13 und 14, gefaßt. Die flachen Eisenbogen sind durch Schrauben wite 15
und 16, die durch den Kontaktbankklotz hindurchgehen, an diesem befestigt. An ihren
beiden Enden sind die Flacheisenbogen 13, 14 durchlocht, so daß sie, wie aus den
Abb. i und 2 ersichtlich, über die seitlichen Stangen 1, 2 geschoben werden können.
Der obere Flacheisenbogen jeder Kontaktbankabteilung 7, 8, 9, 10 ist durch Klammern
wie 17 und 18 an den Stangen z und 2 unverrückbar befestigt. Die Klammern 17, i8
bestehen aus je zwei Haken und einer sie verbindenden Brücke, durch
welche
eine Schraube i9 hindurchgeht. Nahe dein oberen Ende der Stangen i und 2 ist die
obere Lagerplatte 20 für die Wählerwelle angebracht. Diese ist ähnlich wie die Kontaktbänke
durch Schraubenklammern an den Stangen i und 2 befestigt. Die Gestalt der oberen
Lagerplatte 2o ist besonders aus den Abb. 2 und 4 ersichtlich. An ihrem hinteren
Teile hat die Lagerplatte 2o Einbuchtungen 21, 22, die in Kreisnuten von Schrauben
23, 24 eingreifen. Die Sehrauben 23, 24 sind in dem obersten Flacheisenbogen 13
eingeschraubt. Durch Drehung der Schrauben kann die horizontale Lage der Lagerplatte
2o genau eingestellt werden, auch nachdem die Schraubenklammern 25, 26 fest angezogen
sind.
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An der Vorderseite der oberen Lagerplatte 2o befindet sich ein nach
unten gebogener Streifen 27, an welchem die Bürstenträgergleitbahn 28 durch Schrauben
29', 3o befestigt ist. Die Gleitbahn ist so geformt, daß sie zum größten Teil die
mittlere Wählerachse 29 umgreift.
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Die untere Lagerplatte 3o des Wählers ist ebenfalls aus Flachmetall
hergestellt und durch Schraubenklammern 31, 32 an den Stangen i und 2 befestigt.
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Der Hubmagnet 33 besteht in der Hauptsache aus einem kastenförmigen
Eisenkörper mit zwei seitlichen Haken 34, 35 (Abb. 7), einem nach unten ragenden
Tragstück 36 und einem nach oben verlaufenden Winkelstück 37. Der Magnet wird dadurch
an der Stange 2 befestigt, daß seine Haken 34, 35 die Stange umgreifen und ein gegen
diese Haken gelegtes Flacheisenstück 38 durch Schrauben 39 (Abb.2) gegen die Haken
festgeschraubt wird. Die Schrauben 39 sind dabei in die Stange 2 eingeschraubt.
Das Tragstück 36 trägt die Halteklinke 4o, die in den Rechen. 41 am Bürstenträger
eingreift und denselben in seiner jeweilig gehobenen Lage hält. Das Tragstück 36
trägt außerdem die Anschlagschraube 42 für die Hubklinke 43. Das Winkelstück 37
nimmt die Spannschraube 44 für die Spann- oder Hubfeder 45 der Hubklinke 43 auf.
Die Hubklinke ist in ihrer Ruhelage durch die Feder 45 angehoben und sitzt an dein
Arm 46 des Ankers- 47 des Hubmagneten 33. Wird der Hubmagnet 33 erregt, so wird
der Anker 47 angezogen, also mit seinem Arm 46 um die Achse 48 gedreht. Hierbei
wird die Feder 45 gespannt und die Hubklinke 43 veranlaßt, in den nächsten Zahn
.des Rechens 41 einzufallen. Bei Aberregung des Hubmagneten zieht die Feder 45 dann
die Hubklinke 43 mit dem Rechen 41 um einen Schritt hoch, und hierbei fällt die
Halteklinke 40 in den nächsten Zahn des Rechens ein und hält diesen und damit auch
den Bürstenträger in seiner emporgehobenen Lage. Der Rechen 41 bildet einen Teil
des Bürstenträ-gers 51, der aus einem Stück Flachmaterial hergestellt ist.
Der obere Teil des Bürstenträgers hat im wesentlichen die Gestalt eines länglichen
viereckigen Rahmens mit Einkerbungen 52 an seiner rechten Seite. Unterhalb des mit
Einkerbungen 52 versehenen Teiles hat der Bürstenträger einen Arm 53, dessen Ende
zu .einer die Mittelachse 29 umfassenden Öse 54 ausgebildet ist. Am Rechen sitzen
ferner zwei Arme 55, 56, an denen zwei nach hinten gebogene flache Ösen 57, 58 sitzen.
Der obere, rahmenförmige Teil hat auch zwei nach hinten gebogene flache Ösen 59,
6o. Die Ösen 57, 58, 59, 6o sind auf eine Stange 61 geschoben, die unten in eine
Kupp-I.ungsscheibe 62 .eingeschraubt ist und oben mit einem Arm 64 durch eine Schraubenklammer
63 befestigt ist. Der Arm 64 ist durch eine zweite Schraubenklammer 65 mit der Mittelachse
29 fest verbunden. Wenn der Hubmagnetanker 47 durch Stromstöße erregt wird, hebt
der Ankerarm 46 den Bürstenträger Schritt für Schritt, und hierbei gleiten die Ösen
57, 58, 59, 6o an der Stange 61 hoch, während die Öse 54 an der Mittelachse 29 hochgleitet.
Die obere Begrenzung des Hubes des Armes 46 geschieht durch einen Anschlag 49, der
aus einem Stück Flachmaterial, wie z. B. Hartgummi, bestehen kann, das durch zwei
Schrauben 5o, 51 an dem Kasten des Magneten 33 angeschraubt ist.
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Die Welle 29 ist oben in der Lagerplatte 2o gelagert, und ihr unteres
Ende ruht auf einer Kugel 70, die in dem Mittelloch einer Nabenscheibe 71 angeordnet
ist, welche auf der Lagerplatte 3o ruht. Die Mittelachse oder Welle 29 trägt den
Entkupplu:ngsmagneten 72 und die Kupplungsscheibe 62. Der Kupplungsmagnet 72 hat
die Form eines Topfmagneten mit einem oberen Schraubenzapfen 74 mit Innengewinde,
-das auf ein Stück Gewinderohr 73 aufgeschraubt ist. Das Gewinderohr 73 ist auf
der Welle 29 befestigt, z. B. gelötet. Der Gewindezapfen 74 des Topfmagneten 72
ist von einer Isolationsmasse 75 umgeben, in welcher Schleifringe 76, 77
eingebettet sind. Der Topfmagnet 72 kann in seiner senkrechten Lage durch die Schraube
78 und die Unterlegscheibe 79 gesichert werden. Auf der Scheibe 62 ist der Anker
8o des Topfmagneten 72 gelagert. Der Anker 8o hat einen nach unten ragenden Kupplungsteil,
der durch eine Durchbrechung der Scheibe 62 hindurchgeht und in verschiedene Durchlochungen
82, 83 des Zahnrades 84 eingreifen kann.
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An der Scheibe 62 ist eine Buchse 85 befestigt. Auf der Buchse 85
sitzt wiederum
das Gehäuse 86 eines Federhauses. Die Scheibe 62,
Buchse 85 und das Federhausgehäuse 86 sind alle .durch eine Schraube 87 oder beliebige
Befestigungsglieder fest mit der Welle 29 verbunden. Das Zahnraid 84 ist auf der
Buchse 85 frei drehbar und trägt einen Stift 88, mit welchem das eine Ende einer
Feder 89 verbunden ist. Das andere Ende der Feder ist mit der inneren Nabe des Federhauses
86, also auch mit der Buchse 85 und der Welle 29, fest verbunden. Wie aus der Abb.
2 ersichtlich, greift eine Halteklinke go in das Zahnrad 84 ein, und dieses wird
durch eine Drehklinke gi durch den Drehmagneten 92 gedreht. Erfolgt diese Drehung
bei angezogenem Anker 81, also bei entkuppelter Scheibe 62, so wird die Feder des
Federhauses 86 gespannt, wie im folgenden noch näher erläutert wird. Erfolgt aber
die Drehung des Zahnrades 84 bei abgefallenem Anker 8o des Entkupplungsmagneten
72, so wird. die Welle 29 mit allen auf ihr befestigten Teilen 72, 8o, 62, 84, 86
und mit dem Bürstenträger herumgedreht. Am unteren Ende der Welle ist durch eine
Schraube 94 ein Federhaus 93 befestigt. Das eine Ende der Feder ist an der Nabe
der Nabenscheibe 71 und das untere Ende mit dem Gehäuse 93 befestigt. Jede Drehbewegung
der Welle 29 gibt also Veranlassung zu einer Spannung der Feder 95 des Federhauses
93, und dieses Federhaus dient dazu, nach dem Gebrauch des Wählers die Welle 29
mit dem Bürstenträger in die Ruhelage zurückzudrehen.
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Der Drehmagnet 92, der im wesentlichen die aus der Abb. 8 ersichtliche
kastenförmige Gestalt besitzt, ist vermittels zweier Haken 96, 97 und einer Platte
mit Schraube, ähnlich 38, 39 (Abb. 2), an der Stange 2 befestigt. Der Anker 95'
des Drehmagneten 92 hat einen umgebogenen kurzen Arm 96 für die Lagerung auf der
Achse 93'. Der Anker hat außerdem einen zweiten langen Arm 94', an dessen Ende die
Schaltklinke gi drehbar gelagert ist. An dem Arm 94' ist durch eine Schraube 97
eine Feder 98 befestigt, die gegen die Nase 99 der Schaltklinke gi drückt und diese
dadurch in Eingriff mit dem Zahnrad 94 hält. In der Ruhelage des Ankers 95' ist
der Arm 94' durch eine Feder 104, deren Spannung durch die Schrauben 105,
106 vermittels des Kippstückes 107 geändert werden kann, so geschwenkt, daß die
Schaltklinke gi gegen einen Anschlag io2 stößt. In dieser Lage der Schaltklinke
gi ist das Rad 84 gegen. eine Drehung in der Richtung des Pfeiles gesperrt. Das
Rad 84 ist gegen Drehung in entgegengesetztem Sinne durch die Halteklinke go gesperrt.
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Der Anschlag io2 ist mit einem Führungsstück für die Klinke gi aus
einem Stück gebogen, wie aus der Abb. 8 ,ersichtlich ist. Das Anschlag- und Führungsstück
ioo ist durch eine Schraube ioi an der einen Ecke des Magneten 92 befestigt, wie
aus der Abb. 8 ersichtlich ist. Wenn der Anker 95 in Schwingungen versetzt wird,
wird die Schaltklinke gi durch den Finger 103 so geführt, daß sie von dem Rade 84
zunächst abgehoben und dann bei der Zurückführung des Ankers durch die Feder 104
in den nächsten Zahn eingreift.
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Die Halteklinke go ist, wie aus der Abb. 9 ersichtlich, durch eine
Zapfenschraube i i o auf einer kleinen Platte iog gelagert. Durch eine Feder 113,
deren Ende in dem Arm 12,:2 der Platte iog eingehakt ist, wird die Klinke go gegen
das Zahnrad 84 gedrückt. Die Platte iog ist durch zwei Schrauben i i i, i i2 auf
dem oberen Schenkel des Magneten 92 befestigt. Die Klinke go hat einen Stift 116,
der als Anschlag für einen kleinen Fangarm 115 mit Nase 118 dient. Der Arm 115 wird
durch eine Feder 11q., die an dem kurzen Arm i2o des Fangarms 115 .angreift, gegen
den Stift 116 gehalten. Die Halteklinke 116 hat einen Vorsprung oder eine Nase 123,
die in dem Bereich eines Daumens 124 liegt, der auf denn Sehraltrade 84 befestigt
ist. Wird das Schaltrad 84 durch den Drehmagneten in der Pfeilrichtung so weit herumgedreht,
daß der Daumen 124 gegen die Nase 123 der Halteklinke go stößt, so wird die Halteklinke
so weit zurückgedrückt, daß der auf ihr befindliche Stift 116 sich hinter die Nase
118 des Fangarmes 115 legt. Die Halteklinke wird dann in dieser Lage gehalten, bis
der Fangarm 115 in nachfolgend erläuterter Weise durch einen Stift 125 des Rades
84 heruntergedrückt wird.
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Der Bürstenträger, der zum Teil aus dem Rechen 41 und zum Teil aus
dem rahmenförmigen Stück 51 besteht, trägt vier Bürsten 126, 127, 128, 129. Die
oberste Bürste 129 ist in der Abb. 2 in Oberansicht zu sehen. Jede Bürste ist zwischen
einem flachen Plättchen 130 und einem Winkelstück 131 befestigt. Das Winkelstück
jeder Bürste ist durch zwei Schrauben 132, 133 an denn Bürstenträger festgeschraubt.
Die Löcher in den Winkelstücken 131 sind groß genug, um eine Einstellung der Bürsten
in bezug auf das Kontaktfeld zu gestatten.
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Die Stromzuführung zu der Wicklung des Entkupplungsmagneten 72 wird
durch die Bürsten 134, 135 bewerkstelligt, die auf den Schleifringen 76, 77 schleifen.
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Es sei nun die Wirkungsweise des Wählers erklärt: Zunächst erhält
der Hubmagnet 33 Stromstöße, die den Anker 47- mit dem Arm 46 und der Hubklinke
43 in Schwing uigen
versetzen. Bei jedem Ankeranzug wird der Arm
46 dabei nach unten geschwenkt und die Feder 45 gespannt. Bei jeder Unterbrechung
zieht die Feder 45 den Arm 46 mit der Klinke 43, die in den nächsten Zahn des Rechens
41 eingegriffen hat, wieder hoch. Der Rechen 41 und damit der Bürstenträger mit
den vier Bürsten 126, 127, 128, 129 wird auf diese Weise Schritt für Schritt hochgehoben,
und dabei gleiten die Ösen 6o auf der Stange 6-i, während die Öse 54 auf der Mittelachse
29 hochgleitet. Die Halteklinke 4o gleitet von Zahn zu Zahn des Rechens 41 und hält
ihn in seiner jeweilig hochgestellten Lage. jede der Bürsten 126 bis 129 schreitet
dabei von der einen Kontaktreihe zur nächsten in ihrer betreffenden Kontaktre.ihengruppe.
Sind die Bürsten auf diese Weise auf die gewünschten Kontaktreihen eingestellt,
so wird darauf der Entkupplungs.magnet 72 erregt, der nun den Anker 8o anzieht und
den Kupplungsteil 81, siehe besonders Abb. 3, aus dem Zahnrad 84 herauszieht. Die
Feder 89 des Federhauses 86 dreht nun das Federhaus 86 sowie die Buchse 85 um die
Welle 2g zusammen mit der Scheibe 62 und dem Bürstenträger mit hoher Geschwindigkeit
herum, bis die Gruppensuchbürste einen nicht mit der Batterie verbundenen Bankkontakt
erreicht und der Entkupplungsmagnet 72 in nachfolgend näher erläuterter Weise aberregt
wird. Der Anker 8o fällt dann wieder ab und wird durch die Feder 14o veranlaßt,
äußerst rasch den Kupplungsteil 81 .des Ankers in eine Durchlochung, wie 82, 83
des Zahnrades 84, heineinzutreiben. Das Zahnrad 84 ist dann wieder mit der Scheibe
62 und dadurch auch mit der Welle 29 gekuppelt. Nun werden Stromstöße durch den
Drehmagneten 9.2 gesandt, die den Anker 95 mit seinem Arm 94 in Schwingungen versetzen.
Hierbei dreht die Schaltklinke g1 das Zahnrad 84 Schritt für Schritt herum, bis
eine freie Leitung in der als frei gekennzeichneten Gruppe rin später näher erläuterter
Weise erreicht ist.
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Am - Schluß der Verbindung erhält zunächst der Entkupplungsmagnet
72 wieder Strom, und dadurch wird der Anker 8o angezogen und die Scheibe 62 -wieder
von dem Rade 84 entkuppelt. Die Feder 89 kommt dann wieder zur Wirkung und dreht
die Welle 79 mit der Scheibe 62 und den Bürstenträger weiter herum. Es ist hier
zu bemerken, daß, sobald der Bürstenträger aus seiner normalen Drehlage gedreht
wird, eine entsprechende Lücke 52 des Bürstenträgerhalters 141 auf die Gleitbahn
28 gleitet, die nun, nachdem der Rechen 4i die Klinken 43 und 40 verlassen hat,
den Bürstenträger in seiner jeweiligen gehobenen Stellung festhält. Wird bei der
Rückstellung des Wählers der Bürstenträger'durch die Feder 89 des Federhauses 86
weitergedreht, so wird die Scheibe 62 durch einen auf ihr sitzenden Anschlag 142
und einen feststehenden Anschlag 143 angehalten, nachdem der Bürstenträgerhalter
141 die Gleitbahn 28 verlassen hat. Sobald der Bürstenträgerhalter 141 die Gleitbahn
28 verläßt, fällt der Bürstenträger bis zur Scheibe 62 wieder herab. Nun erhält
der Drehmagnet 92 weitere Stromstöße, und das Zahnrad 84 zieht hierbei die entspannte
Feder 98 wieder auf. Sobald die Feder -wieder gespannt ist, stößt der Daumen 124
gegen die Nase 123 der Halteklinke go, die nun durch die Nase 118 des Fangarmes
115 in ihrer zurückgeworfenen Stellung gehalten wird. Die Stromstöße durch den Drehmagneten
92 hören nun auf bzw. der Magnet 92 wird nun zunächst dauernd erregt gehalten, so
daß das Zahnrad 84 freigegeben ist. Kurz vorher wird der Entkupplungsmagnet 72 aberregt,
so daß die Scheibe 62 durch den Kupplungsteil 81 des Ankers 8o mit dem Zahnrad 84
gekuppelt ist. Nun kommt die Feder 95 des Federhauses 93 zur Wirkung, die
die Welle 29 mit dem Zahnrad 84, der Scheibe 62, dem Magneten 72 und dem Bürstenträger
mit seinen Bürsten in die Ruhelage zurückdreht, in welcher die Hubklinke 43 und
die Halteklinke 40 wieder mit dem Rechen 41 in Eingriff gelangen.
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Die Wirkungsweise des Gruppenwählers sei nun an Hand der Schaltung
(Abt. 1o) beschrieben. Es sei angenommen, daß der Gruppenwähler durch einen ersten
Gruppenwähler mit den Bürsten Zoo, 2Ö1, 2o2 belegt worden ist, so daß ein Strom
über die Bürste 2o2, Prüfleitung 203, Ruhestellurigskontakt 2o4, Widerstand
2o5- -zum Pluspol der Batterie fließt. Hierdurch wird in bekannter Weise das Prüfrelais
in dem nicht dargestellten ersten Gruppenwähler erregt und die anrufende Leitung
nach dem Stromstoßrelais 2o6 durchgeschaltet. Das Relais 2o6 wird erregt und schließt
die Kontakte 207, 2o8, 2o9, während es die Kontakte 21o, 211 öffnet. Am Kontakt
207 wird das Auslöserelais 212 eingeschaltet (Minuspol, 21o, 212, Widerstand 213,
Pluspol). Das Relais 212 schließt am Kontakt 214 einen Haltestromkreis und stellt
durch seinen Kontakt 216 für die Prüfleitung 203 einen über den Widerstand
205 verlaufenden Stromweg her, der von dem Kontakt 2o4 unabhängig ist. Will
der Teilnehmer die Bürsten 217, 218, 219, 22o beispielsweise auf die vierte Kontaktreihe
des Wählers einstellen, so ist sein Stronnstoßgeber (Nummernscheibe) so eingerichtet,
daß er nicht wie bei den üblichen Schaltungen nur vier Unterbrechungen, sondern
fünf Unterbrechungen der Teilnehmerschleife
verursacht. Die erste
Unterbrechung oder .der erste Abfall des Ankers des Stromstoßrelais 2o6 verursacht
die Erregung des Relais 222, und die darauffolgendr Schließung der Teilnehmerschleife
oder der Anzug des Ankes des Stromstoßrelais hat die Erregung des Relais 22,1 zur
Folge, welches erst den Stromkreis des Wählermagneten 33 vorbereitet. Beim ersten
Abfall des Stromstoßrelaisankers wird nämlich durch die öffnung -des Kontaktes 2o8
zunächst der Kurzschluß des Umsteuerrelais 222 aufgehoben, so daß dieses Relais
erregt wird durch einen Strom, der vom Minuspol über 21q., 222, Widerstand 223 nach
dem Pluspol verläuft. Es wird hierbei der Kontakt 224 geschlossen und der Kontakt
225 geöffnet. Wenn der Anker des Stromstoßr elais 2o6 nun wieder erregt wird, fließt
ein Strom vom Minuspol über Kontakt 226 des Relais 227, 2o9, 224, linke Wicklung
des Relais 221 nach dem Pluspol, so daß das Relais 221 erregt wird und seine Kontakte
228, 229, 23o schließt. Beim nächsten Abfall des Stromstoßrelais 2o6 erhält nun
der Hubmagnet 33 einen Stromstoß, der vom Minuspol über 214, 211, 228, 33 nach dem
Pluspol fließt. Die weiteren drei Nummernstromstöße geben dann Veranlassung zu drei
weiteren, durch den Hubmagneten 33 fließenden. Stromstößen, so daß die Kontaktarme
217, 218, 2i9, 22o auf die vierte Kontaktreihe eingestellt werden.
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Nach der Hubstromstoßreihe erfolgt eine kurze Pause in der Stromstoßgabe,
während welcher das Umsteuerrelais 222 am Kontakt 2o8 so lange kurzgeschlossen bleibt,
daß es seinen Anker abfallen läßt. Der Entkupplungsmagnet 72 erhält dann einen Stromstoß,
der vom Minuspol über 226, 2o9, 225, 72, 230, 231 nach dem Pluspol verläuft.
Dadurch wird die Kupplungsscheibe 62 (Abb. i und 3) von dem Zahnrad 84 entkuppelt,
und die Feder 89 treibt nun die Bürsten mit hoher Geschwindigkeit herum. Sobald
die Bürsten aus der normalen Drehlage gelangen, werden die Kontakte 204, 231 durch
die Scheibe 62 geöffnet, nachdem zuvor ein Kontakt 232 geschlossen wurde. Es sei
nun angenommen, daß die ersten zwei Gruppen von beispielsweise j e zehn Verbindungsleitungen
in der Kontaktreihe besetzt sind. Es werden dann die Kontaktketten 233 bis 235 und
236 bis 238 geschlossen sein, so daß der Pluspol der Batterie mit dem Kontakt 232
und. mit dem Kontaktstreifen 239 verbunden ist. Der Entkupplungsmagnet 72 erhält
infolgedessen weiter Strom, zunächst über die Kontaktkette 233 bis 235, Kontakt
232, 240 und dann über die Kontaktkette 236 bis 238, Kontaktstreifen 239, Bürste
22o und Kontakt 240. Ist die nächste Verbindungsleitungsgruppe frei, d. h. ist noch
eine Verbindungsleitung in dieser Gruppe nicht besetzt, so wird die Kontaktkette
242 bis 244 an irgendeinem Kontakt, z. B. 243, der betreffenden freien Verbindungsleitung
der Gruppe von dem Pluspol abgeschaltet sein. Wenn die Bürste 22o den Kontaktstreifen
241 erreicht, wird. infolgedessen der Entkupplungsmagnet 72 stromlos, so daß er
seinen Anker abfallen läßt und die Kupplungsscheibe 62 mit dem Bürstenträger urid
der Welle 29 mit dem Zahnrad 84 kuppelt. Das Zahnrad 84 hält dann die Bürsten 217
bis 22o in einer Stellung fest, wo die Bürste 22o mit dem Kontakt 245 in BerÜhrung
steht. Es wird nun das Relais 2q.6 erregt durch einen Strom, der vom Minuspol über
226, 209, 225, Entkupplungsmagnet 72, 24o, 22o, 245, rechte Wicklung
:des Relais 246 nach dem Pluspol verläuft. Das Relais 246 schließt seine Kontakte
247, 248. Durch den letzten schaltet es sich in einen Haltestromkreis ein (Pluspol,
2,46,248; 214, Minuspol), und über den Kontakt 247 erregt es das Relais 227, Pluspol,
247, 227, Minuspol. Das Relais 227 schaltet den Drehmagneten 92 ein (Minuspol, Unterbrecher
249, Kontakt 25o, 92, 251, 252, Pluspol). D-er Drehmagnet dreht nun die Bürsten
vermittels des Zahnrades 8.4 und der damit gekuppelten Scheibe 62. Sobald die Bürsten
eine freie Leitung in der Verbindungsleitungsgruppe erreichen, wird das Prüfrelais
253 in bekannter Weise erregt durch einen vom Minuspol über 254, 253, Bürste 2i9,
Prüfbankkontakt 255 nach dem Leitungswähler oder nach dem nächsten Gruppenwähler
fließenden Strom. Das Prüfrelais 253 öffnet am Kontakt 252 den Stromkreis des Drehmagneten
92. Wenn das Prüfrelais die Sprechleitung 256,257 durchschaltet, schließt
es gleichzeitig den Kontakt 258 und hält hierdurch das Stromstoßrelais 2o6 erregt.
Am Schluß der Verbindung wird in bekannter Weise der Stromkreis des Prüfrelais 253
aberregt, und gleichzeitig wird beim Anhängen des Hörers seitens des anrufenden
Teilnehmers das Stromstoßrelais 2o6 und darauf auch das Auslöserelais 212 aberregt.
Der Entkupplungsmagnet 72 erhält nun Strom vom Minuspol über 215, 72, Kontakt 26o,
261 nach dem Pluspol, und die Feder des Federhauses 86 dreht nun die Bürsten 217
bis 22o weiter herum, bis der Anschlag 142 (Abb. i und 2) gegen den festen Anschlag
143 stößt. Der Bürstenträger mit den-Bürsten 217 bis 22o fällt dann herunter. Durch
das Abfallen des Prüfrelais 253 wird gleichzeitig der Drehmagnet 92 erregt .durch
einen vom Pluspol über 252, 251, 92, 2,50, 249 nach dem Minuspol fließenden
Strom. Da der Entkupplungsmagnet 72 noch erregt ist, wird nun das Zahnrad 84 allein
herumgedreht und
die Feder des Federhauses 86 gespannt. Ist diese
Feder voll gespannt, so stößt der Daumen 124 (Abb. 2) gegen die Nase 123 (Abb.2
und io) und drückt die Sperrklinke go so weit zurück, daß ihr Stift 116 hinter die
Nase 118 rutscht. Gleichzeitig wird der Kontakt 261 geöffnet und der Kontakt 262
geschlossen. Durch die Öffnung des Kontaktes 261 wird der Kupplungsmagnet und gleichzeitig
auch das Relais 227 aberregt. Das letzte hatte sich durch seinen Ankerkontakt 264
in einen über denKontakt 261 verlaufenden Haltestromkreis eingeschaltet. Durch den
Kontakt 262 wird der Drehmagnet 92 nun dauernd erregt gehalten, so daß das Zahnrad
84 nun freigegeben ist. Das zweite Federhaus 93 dreht nun die Welle 29 mit allen
an ihr montierten Teilen, zu welchen auch die Bürsten gehören, in die Ruhelage zurück.
Sind diese Teile in der Ruhelage angelangt, so stößt ein an dem Zahnrade 84 angebrachter
Stift i25 (Abb. 2) den Fangarm 115 herunter, so daß der Stift 116 an der Halteklinke
9o über :die Nase 118 zurückrutschen kann. Die Klinke go fällt damit wieder in das
Zahnrad 84 ein, und dabei wird der Kontakt 262 geöffnet und der Drehmagnet 92 ausgeschaltet.
Da die Scheibe 62 auch ihre Ruhestellung erreicht hat, sind die Kontakte 23i und
2o4. nun auch wieder geschlossen, und der Wähler kann nun durch einen über die Leitung
203 und den Widerstand 2o5 gesandten Prüfstrom wieder belegt werden.
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Wird der Wähler belegt und infolgedessen das Strotnstoßrelais 2o6
erregt, ohne daß der Teilnehmer darauf seine Nummernscheibe betätigt, so wird beim
Anhängen des Hörers nur das Relais 222 während eines kurzen Augenblicks erregt und
fällt dann bei der durch den Kurzschluß 2io verursachten Aberregung des Auslöserelais
212 ebenfalls ab. Der Hubmagnet erhält also keinen Stromstoß, und der Wähler wird
in keiner Weise betätigt.