DE47668C - Rettungstuch mit zusammenfügbarem Stangengerüst - Google Patents
Rettungstuch mit zusammenfügbarem StangengerüstInfo
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- DE47668C DE47668C DENDAT47668D DE47668DA DE47668C DE 47668 C DE47668 C DE 47668C DE NDAT47668 D DENDAT47668 D DE NDAT47668D DE 47668D A DE47668D A DE 47668DA DE 47668 C DE47668 C DE 47668C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
- A62B—DEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
- A62B1/00—Devices for lowering persons from buildings or the like
- A62B1/20—Devices for lowering persons from buildings or the like by making use of sliding-ropes, sliding-poles or chutes, e.g. hoses, pipes, sliding-grooves, sliding-sheets
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- Health & Medical Sciences (AREA)
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- Business, Economics & Management (AREA)
- Emergency Management (AREA)
- Emergency Lowering Means (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. December 1888 ab.
Die Erfindung besteht in einem transportablen und leicht zusammenfügbaren Rettungsapparat, welcher von der Feuerwehr zur Rettung
von ganz hülflosen Personen benutzt werden kann, wenn alle Treppen oder Ausgänge
eines brennenden Hauses gesperrt sind.
Der Apparat ist gekennzeichnet durch zwei aus mehreren kürzeren Theilen zusammengesetzten,
eine Art Gerüst bildenden Stangen, an deren oberen Enden Schnurscheiben oder Kloben angebracht sind, über welche Seile
zum Aufwinden eines als Gleitbahn dienenden Teppichs und andere Hülfsapparate laufen.
In der Zeichnung ist der Apparat sowohl in seiner Zusammensetzung wie in einzelnen
Theilen gezeigt.
Fig. ι und 2 zeigen Vorder- und Seitenansicht.
Fig. 3, 4, 5, 6 und 7 sind einzelne Theile.
Die beiden als Gerüst dienenden Stangen sind aus mehreren kürzeren Theilen zusammengesetzt,
Fig. ι und 2, von denen zwei ungefähr 5 m lang, während die übrigen der
Zweckmäfsigkeit wegen nur 2 bis 3 m lang sind.
Alle Stangentheile, mit Ausnahme der oberen, sind gleicher Construction. Das eine Stangenende
2 ist konisch gebildet und an der Spitze mit einem eisernen Zapfen 4 versehen, während
das andere 3 konisch ausgehöhlt und am Boden mit einem eisernen Futter 5 versehen
ist, in dessen Loch der Zapfen 4 eintritt, wenn die Stangen .1 zusammengesetzt werden. Als
Sicherung dient der an der Innenseite der Aushöhlung von 3 angebrachte, durch eine Feder
nach innen getriebene Sperrhaken 6, der sich gegen einen an dem Zapfen angebrachten
Bund 7 legt. Wenn die Verbindung der Stangen 1 gelöst werden soll, drückt man
gegen den Sperrhaken 6 durch ein Loch in der Platte, an welcher der Sperrhaken befestigt
ist, Fig. 3. Die beiden Stangenenden sind mit eisernen Ringen verstärkt, während das unterste
Stangenende aufserdem noch mit eisernen Spitzen 8 und Beschlagtheilen 9 zum Festhalten
der Leinen ausgerüstet ist.
Das oberste Stangenende trägt die Scheibe 12, 13 für die Seile 10 und 11 und die Rollen
14, welche das Aufstellen des Apparates erleichtern, indem sie an der Hauswand in die
Höhe gleiten. Die Seile sind endlos und mit eingesplifsten Schleifen 15 versehen, Fig. 4,
in welche die Karabinerhaken 16 zum Festhalten der Traverse 21, Fig. 1 und 4, angehängt
sind. An dem untersten Stangenende sind zur Befestigung der Seile noch drehbare Zapfen 17 angeordnet, welche in entsprechende
Ausschnitte 18 der Stangen zurückgeschlagen werden können. Die Leinen werden entweder
so lang gemacht, dafs sie auch für die höchsten Häuser benutzt werden können, oder in solchen
Längen verwendet, welche den einzelnen Stangentheilen entsprechen. Die Leinen sind dann mit
Haken versehen, so dafs sie nach Wunsch verlängert werden können. An der Traverse 21
wird der aus Segeltuch bestehende Teppich 20 befestigt, welcher natürlich so lang sein mufs,
um auch bei den höchsten Häusern in schräger Stellung vom obersten Stock bis zur Erde
reichen und dabei als Gleitbahn dienen zu können. An den Seiten des Teppichs sind
Ringe oder Schleifen zum Durchziehen der Seile 24 angebracht; letztere dienen zum Anspannen
des Teppichs, welcher im Querschnitt eine hohle Form annimmt, so dafs man vor seitlichem Abrutschen ganz gesichert ist. Der
Teppich soll nicht unter 1,5 m und am besten 2 bis 3 m breit sein.
Dieser Teppich ist als das eigentliche R.ettungsmittel gedacht und der Apparat würde
somit schon complet sein. Um ihn jedoch auch für schwächliche Personen benutzen zu
können, ist noch ein Rettungssack 30 angebracht. Derselbe ist an einem hölzernen Rahmen
31, 32 befestigt, dessen kürzere Theile 32 sich beim Transport zusammenlegen lassen,
wie in Fig. 5 punktirt angedeutet. Der Rahmen 31, 32 wird an die über die Scheiben 12
und 13 laufenden Seile ι ο und 11 gehängt
und somit der Sack gehoben oder gesenkt; letzterer ist noch mit einem oberen Boden versehen,
der in den Sack gehängt und mittelst Haken an dem Rahmen befestigt ist; die Haken
lassen sich nach aufsen hin umschlagen. Der obere Boden kann von Personen benutzt werden,
die nicht in den Sack selbst hinuntersteigen wollen; für letzteren Zweck ist der für
drei Personen ausreichende Sack an der Seite noch mit einer Leiter versehen. Der obere
Boden ist so eingerichtet, dafs ein Drittel desselben aufgeklappt werden kann, so dafs eine
Oeffnung zum Einsteigen entsteht. Auf diese Weise können die Personen sowohl in den
eigentlichen Sack als auch auf den oberen Boden steigen. Die Seile können auch durch
Ketten ersetzt werden. Der Apparat ist sehr leicht zu bedienen und läfst sich in 1 bis
1,5 Minuten zusammensetzen und aufstellen, so dafs in ganz kurzer Zeit drei Personen damit
von der höchsten Etage auf die Strafse befördert werden können. Die ganze Einrichtung
wird auf einen Wagen gepackt und weiterbefördert, indem man die Stangen und Seile zusammenlegt, den Teppich und den
Sack zusammenrollt und mit mehreren Riemen festschnallt.
Die in Fig. 7 gezeigte Gabel wird bei der Aufstellung des Apparates benutzt; letztere kann
natürlicherweise auch mit Teppich oder Sack allein angewendet werden, dagegen ist es doch
vorzuziehen, beide Theile gleichzeitig anzuwenden, und zwar den Teppich zuerst aufzuspannen,
dann den Sack nochzuziehen und letzteren mit den schwächlichen Personen auf
der Aufsenseite des Teppichs herunterzulassen, wobei dieser zur Sicherung dient.
Wie hieraus hervorgeht, dient dieser Apparat zum Bewerkstelligen einer absolut sicheren
Hülfe von aufsen, ohne irgend .welche Befestigung an der Wand oder im Fensterrahmen
nöthig zu machen, welche Befestigung gewöhnlich zweifelhafte Sicherheit gewährt. Mittelst
des Sackes läfst sich auch, wenn es nöthig ist, ein Mann hochziehen, um schwachen oder
kranken Personen, die sonst auf keine Weise gerettet werden können, Hülfe zu bringen.
Sonst wirkt auch der Teppich allein so sicher, dafs man ohne Gefahr mit dem Kopfe voran
herunterrutschen kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein leicht transportabler Rettungsapparat zur Anwendung bei Feuersbrünsten, gekennzeichnet durch zwei aus mehreren Theilen zusammengesetzte, eine Art Gerüst bildende Stangen 11, in deren oberen Enden Schnurscheiben 12, 13 oder Führungen angebracht sind, über welche Seile 10, 11 oder Ketten zum Aufwinden eines als Gleitbahn dienenden Teppichs und eines an dem zusammenlegbaren Rahmen 31, 32 befestigten, mit doppeltem Boden 34 und Strickleiter versehenen Sackes 30 laufen, zum Zweck, auch ganz unbehülfliche und schwache Personen auf bequeme Art aus Feuersgefahr retten zu können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47668C true DE47668C (de) |
Family
ID=322693
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT47668D Active DE47668C (de) | Rettungstuch mit zusammenfügbarem Stangengerüst |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47668C (de) |
-
0
- DE DENDAT47668D patent/DE47668C/de active Active
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