DE250561C - - Google Patents

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DE250561C
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Germany
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tent
hammock
trees
attached
ring
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DENDAT250561D
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04HBUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
    • E04H15/00Tents or canopies, in general
    • E04H15/02Tents combined or specially associated with other devices
    • E04H15/04Tents combined or specially associated with other devices suspended type, e.g. from trees or from cantilever supports

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Tents Or Canopies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 250561 KLASSE 33 d. GRUPPE
RUDOLF WENZELIDES in WIEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Mai 1910 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein allseitig geschlossenes, zusammenlegbares Zelt, das ohne Anwendung" von Stützen, Streben o. dgl. zwischen Bäumen von einer einzelnen Person in gebrauchsfähige Stellung gebracht werden kann, wobei in dem Zelt eine von denselben unabhängige Hängematte untergebracht werden kann.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung ist
ίο darin gelegen, daß das Gerippe des Zeltes aus hinreichend starken Schnüren, der Form des Zeltes entsprechend, gebildet ist, das zum Gebrauch entsprechend verspannt wird, während die aus einem leichten, wasserdichten Stoff bestehende Zelthaut das Gerippe lose umgibt. Zum Gebrauch erfolgt die Verspannung des Gerippes durch Stricke oder Seile zwischen Bäumen oder sonstigen festen Punkten derart, daß die ganzen Spannungen ausschließlieh von den Schnüren aufgenommen werden und der leichte Bekleidungsstoff' nach keiner Richtung hin beansprucht wird. Die die Hängematte tragenden Schnüre oder Seile gehen durch vertikale, gegen den Eintritt von Wind geschützte Längsschlitze in der Zeltverkleidung hindurch zu zwei Bäumen, an denen auch die Zeltverspannung befestigt ist, so daß das Zelt bzw. dessen Gerippe von dem Gewicht der Hängematte sowie der in derselben liegenden Person entlastet ist.
Dieses Zelt ist in der Zeichnung in beispielsweiser Ausführungsform in Fig. 1 im Längsschnitt und in Fig. 2 in Oberansicht dargestellt. Fig. 3 veranschaulicht einen Teil eines Querschnittes. In den Fig. 4 bis 6 ist eine Einzelheit in drei Ansichten bzw. 40
Schnitten dargestellt. Die Fig. 7 bis 12 veranschaulichen die einzelnen Entwickelungsstufen der Schaffung des Aufhängepunktes bzw. der Verspannung des Zeltgerippes.
Das Zelt besteht aus einem aus Schnüren, ,Stricken oder Seilen gebildeten Gerippe in Form eines Parallelopipedes mit pyramidenförmigem Dach. Dieses Gerippe ist mit Ausnahme einer Seitenfläche, die als Eingang dient, allseitig mit einem möglichst leichten, wasserdichten Stoff derart bekleidet, daß bei dem Verspannen des Gerippes die Zugspannungen ausschließlich von den Schnüren und nicht von der Bekleidung aufgenommen werden, letztere daher nicht auf Zug beansprucht wird. Ebenso kann die untere Fläche, die als Boden dient, durch einen hinreichend kräftigen, wasserdichten Stoff gebildet sein, der jedoch ganz lose, ev. lösbar am unteren Zeltrand angeordnet ist, so daß sich diese Stoffschicht den Unebenheiten des Bodens anschmiegen kann, ohne dabei gespannt zu werden. An dem auf diese Weise gebildeten Zelt kann an der Verbindung der Seitenbekleidung mit der Bodenfläche 2 bzw. am unteren Rand der Seitenwand in bekannter Weise ein nach außen gehender Stoffstreifen 3 befestigt sein, der, auf den Boden gelegt und beschwert, das Eindringen von Wind von unten her verhindert.
In den Seitenwandungen des Zeltes sind als Fenster Ausschnitte vorgesehen, die am Umfang mit einer Stoffverstärkung 4 als Rahmen versehen sind und zur Aufnahme eines luftdurchlässigen Gewebes 5 dienen (Mosquito fenster). Eine an der Unterseite des
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Rahmens befestigte Klappe 6 ermöglicht das Fenster zu schließen, zu welchem Zwecke an entsprechenden Stellen Haken und Ösen 7 bzw. 8 vorgesehen sind.
Der Eingang" in das Zelt kann ebenfalls durch eine Stofffläche 9 (Fig. 3) aus demselben Material wie die übrige Bekleidung abgeschlossen werden. Zur Verbindung dieses als Tür dienenden Abschlusses ist an der offenen Seite ein ringsherumgehender Stoffstreifen 10 vorgesehen, der eine Reihe von Befestigungsmitteln trägt, an denen die Stofffläche 9 befestigt werden kann, so daß das Zelt allseitig geschlossen ist. Dieser Ab-Schluß kann nun, um das Zeltinnere zugänglich zu machen, unten und an einer Seite gelöst werden, worauf nach Lösung an der Oberseite die Stofffläche beiseite geschoben oder nach Lösen der zweiten Seite als Vorhang wirkt, der ev. vordachartig \'orgespannt und in dieser Stellung durch an Bäumen befestigte Schnüre festgelegt werden kann.
Um die Ecken des parallelopipedischen Teiles des Zeltes festlegen und verspannen zu können, ist es erforderlich, einen Punkt des ganzen Zeltes, und zwar vorteilhaft die Spitze des pyramidenförmigen Daches festzulegen und das bekleidete Zeltgerippe daselbst aufzuhängen. Um nun die Festlegung dieser Stelle einer einzelnen Person in der erforderlichen Höhe zu ermöglichen, ohne die Bäume erklettern zu müssen, ist ein das Zelt tragendes Seil (Tragseil) 11 erforderlich, das an zwei Ringen eines Hilfsseiles 12 festgelegt ist.
Diese Festlegung erfolgt nun in folgender Weise:
An dem Hilfsseil 12 werden zunächst "in einer etwas geringeren Entfernung, als jene der Bäume, zwischen denen das Zelt verspannt werden soll, zwei Ringe 13, 14 befestigt. Ferner wird an den Seilenden je ein Belastungsgewicht (Stein, Säckchen mit Sand u. dgl.) 15 befestigt. An dem Ring 13 wird sodann das eine Ende des Tragseiles 11 festgelegt, während durch den Ring 14 eine endlose Schnur 16 hindurchgezogen wird. Das dem Ring 14 zunächst liegende Ende des Hilfsseiles wird sodann in Manneshöhe an dem einen Baum 17 (Fig. 7) vorläufig bei 18 befestigt, während das andere Ende durch ein geeignetes Hilfsmittel, z. B. eine Stange oder einen Stock, der vorteilhaft gegabelt ausgebildet ist, so hoch als möglich gehoben und gespannt wird. Für diesen Zweck kann auch das Gewehr eines Jägers, der Bergstock eines Touristen o. dgl. dienen, und es kann das gabelförmige Haltestück auf die jeweils zu verwendende Stange o. dgl. aufgesetzt werden. Die erforderliche Spannung wird durch das Belastungsgewicht erzielt. Hierdurch wird das Seilende so hoch gehoben, als dies möglich ist und wird gespannt um den zweiten Baum 19 gewickelt, was dadurch geschehen kann, daß man mit hoch gehobener Tragstange einigemal um den Baum herumgeht. Schließlich wird das Belastungsgewicht über das gespannte Seil mehrmals geworfen, wodurch die auf diese Weise* geschaffene Verbindung unter Berücksichtigung der Rauhheit der Rinde vollkommen festhält.
Nun wird die vorläufige Befestigung bei 18 gelöst und dieses Ende des Hilfsseiles in gleicher Weise an einer möglichst hoch gelegenen Stelle an dem Baum 17 festgelegt (Fig. 8). Die Anbringung des Hilfsseiles in der beschriebenen Weise erfolgt ohne Schwierigkeit, da hierbei das Zeltgewicht nicht an dem Hilfsseil hängt und das Gewicht des Seiles selbst mit dem daran hängenden Tragseil Ii und der endlosen Schnur 16 gering ist.
Nun wird das Zelt zwischen den Bäumen auf den Boden gelegt, das Tragseil durch einen Ring oder eine öse 20 an der Zeltspitze durchgezogen, worauf das Tragseilende bei 21 an der endlosen Schnur .16 befestigt wird (Fig. 9). Wird nun die endlose Schnur in der Richtung des Pfeiles (Fig. 9) gezogen, so wird die Tragschnur 11 durch den Ring 14 durchgezogen. Nun kann das Zelt hochgezogen werden, bis der Ring 20 die erfor- derliche Höhe über dem Erdboden hat, worauf das freie Ende des Tragseiles an dem Baum 17 festgelegt wird. Es hängt nun das ganze Zelt mit dem Ring 20 an der Tragschnur frei herab (Fig. 10).
Alsdann kann an die Verspannung geschritten werden. Zu diesem Zwecke sind an allen Ecken des Gerippes Schnüre oder Seile befestigt, von denen zunächst die oberen 22 (Fig. 11) und sodann die unteren 23 (Fig. 12) angezogen und festgelegt werden. Dabei werden zunächst zwei einander gegenüberliegende Schnüre an den beiden Bäumen befestigt, an denen das Hilfsseil befestigt ist, worauf die beiden anderen Schnüre an befiebigen geeigneten Punkten festgelegt werden. Als solche Punkte können entsprechend gelegene Bäume oder, in Ermangelung solcher, am Boden befindliche, feste Punkte in entsprechender Entfernung, wie Wurzeln, schwere Steine o. dgl. dienen. Erforderlichenfalls kann als solcher Punkt ein zugeschnittener Pflock oder Pfahl Verwendung finden.
Ist auf diese Weise das Zelt verspannt, so wird der auf den Boden gelegte Stoffstreifen 3 beschwert. Schließlich kann die Abschlußtür 9 an den Streifen 10 befestigt werden.
Das Zelt an sich ist nun vollständig gebrauchsfertig. In demselben können an den Zeltecken entsprechend kräftige Haken zum Aufhängen der Kleider sowie sonstiger Aus-
rüstung vorgesehen sein. Es wird dadurch eine Belastung" direkt auf das Schnurgerippe übertragen und die Zeltbekleidung nicht beansprucht. An dem oberen Ring 20 kann an einer nach innen ragenden Schnur noch ein Ring 24 oder Haken vorgesehen sein, der zum Aufhängen einer Lampe oder zu sonstigen Zwecken dienen kann.
Soll in dem Zelt als Schlafstelle eine Hängematte vorgesehen werden, so darf diese an dem Zelt selbst nicht befestigt werden, da dieses die Last der besetzten Hängematte nicht aushalten kann. Es muß daher die Hängematte an außerhalb des Zeltes befindlichen Stellen festgelegt werden. Hierzu dienen wieder die Bäume, an denen das Hilfsseil befestigt ist. Um dies zu ermöglichen, sind in der Zeltwandung in den Ecken Längsschlitze 25 (Fig. 4 bis 6) vorgesehen, durch welche die Befestigungsseile 26 der Hängematte 27 hindurchgeführt werden. Infolge des Längsschlitzes wird das Zeltgerippe bzw. die Zeltbekleidung bei Belastung oder Entlastung der Hängematte nicht beeinträchtigt.
Um zu verhindern, daß bei diesem Schlitz Wind o. dgl. in das Zelt eindringt, ist in bekannter Weise um den Schlitz ein Sack 28 angeordnet, der ein Loch für den Durchgang des Seiles der Hängematte trägt. Die Ränder des Loches werden- um das Seil derart festgelegt (z. B. durch Binden), daß der Sack bei Schwankungen der Hängematte nachgeben kann.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Zusammenlegbares, zwischen Bau- j men ohne besonders aufzustellende und | mitzuführende Stützen und Streben auf- j stellbares, aus einem Gerippe aus Schnü- :
    ren und einer Zelthaut bestehendes Zelt, dadurch gekennzeichnet, daß die aus einem leichten, wasserdichten Stoff bestehende Zelthaut an den einzelnen Flächen mit dem der Form des Zeltes ent- ' sprechend gebildeten Gerippe derart zu einem einheitlichen Ganzen vereint ist, daß beim Aufstellen des Zeltes nur die Schnüre gespannt werden, während die Zelthaut von den Spannungen entlastet ist.
  2. 2. Zelt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zelthaut an zwei einander gegenüberliegenden Seitenkanten Längsschlitze (25) für den Durchgang der Tragseile (26) einer Hängematte besitzt, so daß die Hängematte an außerhalb des Zeltes befindlichen Bäumen befestigt werden kann, zum Zwecke, das Gerippe des Zeltes von der Hängematte zu entlasten.
  3. 3. Verfahren zum Aufhängen eines Zeltes an einem Punkt zwischen zwei Bäumen, dadurch gekennzeichnet, daß ein zwei Ringe (13, 14) tragendes Hilfsseil (12) mit einer dasselbe hochhaltenden Stange mit den Enden an zwei Bäumen festgelegt wird, worauf ein an dem einen Ring (13) befindliches Tragseil nach Durchführung durch den Tragring (20) des Zeltes an einer endlosen Schnur (16) befestigt und darauf durch den anderen Ring (14) hindurchgezogen wird, so daß das Zelt an dem Tragring (20) hochgezogen wird, . dessen Aufhängungspunkt sich in der Mitte des Tragseiles einstellt, worauf an den Ecken des Zeltgerippes befindliche Schnüre (22,23) zu feststehenden Punkten geführt und daselbst festgelegt werden, um das die Zelthaut tragende Gerippe zu verspannen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0046714A1 (de) * 1980-08-21 1982-03-03 Michel Draux Verankerungs- oder Gründungsverfahren für ein Bauelement oder dgl.
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WO2012035320A1 (en) * 2010-09-15 2012-03-22 Alex Shirley-Smith A collapsible habitable structure
DE202012010206U1 (de) * 2012-10-25 2013-10-31 Baumhaustechnik GbR (vertretungsberechtigte Gesellschafter: Weißenmayer Karl, 75365 Calw, DE; Weißenmayer Tobias, 75389 Neuweiler Breitenberg, DE) Baumhaus

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WO1982000673A1 (fr) * 1980-08-21 1982-03-04 M Draux Procede d'ancrage ou de constitution de fondations pour element de construction ou similaire
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