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Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein zusammenlegbares Zelt, das ohne Anwendung von Stützstangen, Streben oder dgl. zwischen zwei Bäumen von einer einzelnen Person in gebrauchsfähige Stellung gebracht werden kann.
Erfindungsgellläss ist das aus Schnüren oder dgl. der Form des Zeltes entsprechend gebildete Gerippe, das mit der Zelthaut lose verbunden ist, in bezug auf diese derart bemessen, dass bei aufgestelltem Zelt stets nur die Schnüre gespannt werden, während die Zelthaut von den Spannungen entlastet bleibt, so dass für dieselbe und zur Verminderung des Gesamtgewichtes und Volumens ein sehr leichter, dünner, wasserdichter Stoff Verwendung finden kann. Dabei kann eine als Tur dienende Seitenwandung abnehmbar sein.
Das Gerippe wird an den Ecken durch Stricke oder Seile zwischen Bäumen oder sonstigen festen Punkten verspannt. Die die Hängematte tragenden Schnüre oder Seile gehen durch vertikale Längsschlitze in der Zeltverkleidung hindurch zu zwei Bäumen, an denen auch die Ze1tgorippeverspannung befestigt ist, wobei diese Schlitze zur Verhinderung des Eintrittes von Wind durch einen Sack geschlossen sind.
Wesentlich für die Aufstellung des Zeltes durch eine einzige Person ist, dass das ganze Zelt an einer zwischen den Bäumen festzulegenden Stelle aufgehängt ist und bildet das Verfahren zur Schaffung und Festlegung dieses Aufhängungspunktes ebenfalls einen Teil der vorliegenden Erfindung.
Dieses Zelt ist in der Zeichnung in beispielsweiser Ausführungsform in Fig. 1 im
Schnitt und in Fig. 2 in Draufsicht dargestellt. Fig. 3 veranschaulicht einen Teil eines Querschnittes. Die Fig. 4 bis ( ; zeigen eine Einzelheit. Die Fig. 7 bis 12 veranschaulichen die einzelnen Phasen der Schaffung des Aufhängungspunktes und der Verspannung des Zeltgerippes.
Das Zelt besteht bei der dargestellten Ausführungsform aus einem aus Schnüren,
StrickenoderSeilengebildetenGerippeinFormeinesParallelopipedesmitpyramiden- förmigem Dach. Dieses Gerippe ist mit Ausnahme einer Seitenflächp, die al. s Eingang dient. allseitig mit einem möglichst leichten, wasserdichten Stoff derart bekleidet, dass bei dem Verspannen dos Gerippes die Zugspannungen ausschliesslich von den Schnüren und nicht von der Bekleidung aufgenommen werden, letztere daher hiebei nicht auf Zug beansprucht wird.
Ebenso kann die untere Fläche, die als Boden dient, durch einen hinreichend kräftigen, wasserdichten Stoff 2 gebildet sein, der jedoch ganz lose, eventuell lösbar am unteren Zeltraud angeordnet ist, so dass sich diese Stoffschicht den Unebenheiten des Bodens an- schmiegen kann, ohne dabei gespannt zu werden. An dem auf diese Weise gebildeten Zelt ist an der Verbindung der Seitenbekleidung mit der Bodenfläche 2 bzw. am unteren Rand der Seitenwandnng ein nach aussen gebenden Volant 3 befestigt, der bei der Aufschlagung des Zeltes auf den Boden gelegt und zwecks Verhinderung des Eindringens von Wind von unten her beschwert wird.
In den Scitenwandungen des Zeltes sind als Fenster Ausschnitte vorgesehen, die am
Umfange mit einer Stoffverstärkung 4 als Rahmen versehen sind und zur Aufnahme eines
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demselben Material besteht, wie die übrige Bekleidung. Zur Verbindung dieses als Tür wirkenden Abschlusses ist an der offenen Seite ein ringsherum gehender Stoffstleifen 10 vor- gesehen, der eine Reihe von Befestigungsmitteln trägt, an denen die Stoffflächo 9 befestigt werden kann, so dass das Zelt allseitig geschlossen ist.
Um die Ecken des parallelopipedischen Teiles des Zeltes festlegen und verspannen zu können, ist es erforderlich, einen Punkt des ganzen Zeltes, und zwar vorteilhaft die Spitze des pyramidenförmigen Daches festzulegen und das bekleidete Zeltgerippe daselbst aufzuhängen. Damit nun die Festlegung dieser Stelle in der erforderlichen Höhe durch eine einzelne Person leicht möglich ist, ist ein das Zelt tragendes Seil (Tragseil) 11 erforderlich, das an zwei Ringen eines Hilfsseiles 12 festgelegt ist. Diese Festlegung erfolgt nun in folgender Weise.
An dem Ililfsseile 12, an dessen Enden Gewichte 15 (Sandsäckchen) befestigt sind,
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andere Ende des Seiles 12 durch ein geeignetes Hilfsmittel (z. B. eine Stange, die vorteilhaft gegabelt ausgebildet ist), so hoch als möglich gehoben, durch das Belastungsgewicht gespannt und um den zweiten Baum 19 gewickelt, was dadurch geschehen kann, dass man mit hochgehobener Tragstange einige Male um den Baum herumgeht. Schliesslich wird das Belastungsgewicht mehrmals über das gespannte Seil geworfen.
Nun wird die Hilfsbefestigung bei 18 gelöst und dieses Ende des IIi1fsseiles in
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11llfsseiles in der beschriebenen Weise erfolgt ohne Schwierigkeit, da ja das Zeltgewicht noch nicht an dem Hilfsseil hängt.
Nun wird das Zelt zwischen den Bäumen auf den Boden gelegt, das Tragseil 11 durch einen an der Zeltspitze angebrachten Ring 20 durchgezogen, worauf das Tragseilende bei 21 an der endlosen Schnur 16 befestigt wird (Fig 9). Wird nun die endlose Schnur in der Richtung des Pfeiles (Fig. 9) gezogen, so wird die Tragschnur J durch den Ring 14 hindurchgeführt und das Zelt hochgezogen, bis der Ring 20 die erforderliche Höhe
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Es hängt nun das ganze Zelt mit dem Ring 20 an der Tragschnur frei herab (Fig. 10).
Darauf wird an die Verspannung geschritten. Zu diesem Zwecke sind an allen Ecken des Gerippes Schnüre oder Seile befestigt, von denen zunächst die oberen 22 (Fig. 11) und sodann die unteren 23 (Fig. 12) fest angezogen und festgelegt werden. Dabei werden zunächst zwei einander gegenüberliegende Schnüre an jenen zwei Bäumen befestigt, an denen tia-z Ililfsseil befestigt ist, worauf die beiden anderen Schnüre an beliebigen, geeigneten Fixpunkten festgelegt und damit das Gerippe verspannt wird. Solche Fixpunkte können entsprechend gelegene Bäume oder in Ermanglung solcher am Boden befindliche feste Pssskte is entsprechender Entfernung, wie Wurzeln, schwere Steine oder dgl., bieten.
ErforderhcheBfalls findet eiu zugeschnittener Pflock oder Pfahl Verwendung.
Ist auf diese-Weise das Zelt verspannt, so wird der auf den Boden gelegte Volant 3 beschwert, so dass ein Eindringen von Wind von unten her nicht stattfinden kann. Schliesslich kann die Abschlusstür 9 an den Streifen 10 befestigt werden.
Das Zeh an sich ist nun vollständig gebrauchsfertig. In demselben werden, wenn wünschenswert, an den Zeltecken entsprechend kräftige Haken zum Aufhängen der Kleider
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auf das Scbnurgprippe übertragen und die Zeltbekleidung selbst nicht beansprucht. An dem oberen Ring 20 kann an einer nach innen ragenden Schnur noch ein Ring 24 oder Haken zum Aufhängen einer Lampe oder zu sonstigen Zwecken vorgesehen sein.
Soll in dem Zelte als Schlafstelle eine Hängematte vorgesehen werden, so kann diese an dem Zelte selbst nicht befestigt werden, da dieses die Last der besetzten Hängematte nicht aushalten kann. Es muss daher die Hängematte an ausserhalb des Zeltes befindlichen Stellen festgelegt werden. Hiezn dienen wieder die Bäume, an denen das Hilfsseil befestigt ist. In den Ecken der Zeltwandung sind Längsschlitze 25 (Fig. 4 bis 6) vorgesehen, durch welche die Befestigungsseile 26 der Hängematte 27 hindurchgeführt werden können. Infolge des Längsschlitzes wird das Zeltgerippe bzw. die Zeltbokleidung bei Belastung oder Entlastung der Hängematte nicht beeinträchtigt.
Um nun zu verhindern, dass durch diesen Schlitz Wind oder Regen in das Zelt eindringt, ist um jeden Schlitz ein Sack 28 angeordnet, der ein Loch für den Durchgang des Setles der Hängematte aufweist und dessen Enden um das Hängemattenseil festgebunden worden.