DE47607C - Neuerung bei der Darstellung von Schwefelnatrium und Schwefelkalium aus den betreffenden Sulfaten - Google Patents

Neuerung bei der Darstellung von Schwefelnatrium und Schwefelkalium aus den betreffenden Sulfaten

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DE47607C
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F. H. GOSSAGE und TH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/22Alkali metal sulfides or polysulfides
    • C01B17/24Preparation by reduction
    • C01B17/26Preparation by reduction with carbon

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Sulfaten.
Der Zweck dieser Erfindung ist die Darstellung von Schwefelnatrium und Schwefelkaliuin aus den betreffenden Sulfaten im fabrikmäfsigen Mafsstabe, ohne dafs, wie es bisher geschehen und aus der Praxis bekannt ist, der in Verwendung stehende Schmelzofen oder Reductionsofen durch die intensiv corrodirende Wirkung des geschmolzenen Schwefelalkalis einer raschen Zerstörung ausgesetzt wird.
Aus zahlreichen, im grofsen Mafsstabe ausgeführten Versuchen hat sich ergeben, dafs, wenn zur üblichen Mischung eines Alkalisulfats mit Kohle, Koks u. dergl. kohlenstoffhaltiger Substanz noch eine gewisse Menge einer chemisch indifferenten Substanz, wie z. B. Chlornatrium (Kochsalz), hinzugefügt wird, die corrodirenden Wirkungen der sich bildenden Schwefelalkalien auf das Mauerwerk des Reductionsschmelzofens nahezu gänzlich aufgehoben werden, indem das Kochsalz durch seine Gegenwart während des Schmelzprocesses als Verdünnungs- oder Umkleidungsmittel des entstehenden Schwefelalkalis (z. B. Schwefelnatrium) wirkt.
Ein weiterer beachtenswerther Vortheil der Anwendung eines Verdünnungs- oder Umhüllungsmittels liegt darin, dafs das geschmolzene Schwefelalkali, ohne Oxydation zu erleiden, in offenen Kästen oder Wagen aus dem Ofen gezogen werden kann, um an freier Luft zu erkalten, da die Umhüllung durch das hinzugefügte Kochsalz den directen Zutritt des Sauerstoffes der Luft verhindert und dadurch Oxydation vermieden wird.
Die Mischungsverhältnisse, welche die Erfinder als die bewährtesten für die Erzeugung von Schwefelnatrium gefunden, sind nachstehende :
Schwefelsaures Natrium 100,
Kohle 50,
Kochsalz 31.
Das Gemenge wird in einen Sodadrehofen (Revolver) oder offenen Handsodaofen gebracht und darin bis zum Schmelzen der Masse erhitzt. Die Reduction des Sulfats findet äufserst lebhaft statt und ist in der Regel in 2 bis 3 Stunden beendet. Die Handhabung des Ofens ist genau dieselbe wie bei dem bekannten Leblanc-Sodaprocefs. Die Charge wird nun auf gewöhnliche Art aus dem Ofen in offene Wagen (wie beim Sodaprocefs gebräuchlich) gezogen, um darin zu erkalten.
Genau dieselben Mischungs- wie Manipulationsverhältnisse gelten für die Erzeugung von Schwefelkalium.
Das wie beschrieben gewonnene Rohproduct bezw. das Rohschwefelnatrium hat folgende durchschnittliche procentische Zusammensetzung:
Einfach Schwefelnatrium 35,1 pCt,
Kohlensaures Natrium 9,8 -
Sulfate 2,1
Hyposulfit 1,4
Kochsalz 19,2 -
Unlöslicher Rückstand (Kohle etc.) 32,2 -
Soll nun das Rohschwefelnatrium auf handelsfähiges krystallisirtes Schwefelnatrium verarbeitet werden, so wird dasselbe auf gewöhnliche Art systematisch in heifsem Wasser gelöst; die erhaltenen Laugen, welche auf ein specifisches Gewicht von ι ,32 gebracht sind, werden, nachdem man sie hat klären lassen, direct in die Krystallisationsgefäfse abgezogen. Die resultirenden Mutterlaugen, welche neben kohlensaurem Natron und Kochsalz noch die oben genannten Verunreinigungen· enthalten, werden, entweder zur Neuauflösung oder auf sonstige Art nützlich weiter verwendet.
Soll das Rohschwefelnatrium direct auf marktfähiges Natriumbicarbonat oder auf einfaches Carbonat verarbeitet werden, unter Wiedergewinnung des im^Schwefelnatrium enthaltenen· Schwefels als solchen oder als schweflige Säure zur Schwefelsäurefabrikation geeignet, so benutzen wir das in der Patentschrift No. 41985 beschriebene Verfahren.

Claims (1)

  1. Patent-An sp ruch:
    Die Darstellung von Schwefelnatrium oder Schwefelkalium direct aus den betreifenden Sulfaten durch Erhitzen derselben mit Kohle, Koks oder dergleichen anderen kohlenstoffhaltigen Substanzen unter Anwendung einer chemisch indifferenten Substanz, wie Chlornatrium (Kochsalz), zum Zwecke der Verdünnung oder Umhüllung des durch die Reduction gebildeten Schwefelalkalis, um dessen zerstörende Einwirkung auf das Mauerwerk des Schmelzofens- zu verhindern:
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