AT88341B - Verfahren zur Darstellung blauer Wollfarbfstoffe. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung blauer Wollfarbfstoffe.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Darstellung blauer Wollfarbfstoffe. In der deutschen Patentschrift Nr. 194094 ist ein Verfahren zur Darstellung eines blauen Farbstoffes beschrieben, das darin besteht, dass man die l-Aminonaphtalin-4. 6. 8-trisuIfosäure mit reduzierend wirkenden Schwefelverbindungen in alkalischer Lösung erhitzt und die Schmelze alsdann in Wasser einträgt. Hierauf wird angesäuert und nach dem Erkalten von ausgeschiedenem Schwefel und auskristallisierter Aminonaphtolsulfosäure abfiltriert, das Filtrat schwach alkalisch gemacht und der Farbstoff durch Einblasen von Luft vollständig abgeschieden. Nach diesem Verfahren gelingt es jedoch im technischen Betriebe nicht, befriedigende Ausbeuten zu erhalten. Es ist nun gefunden worden, dass die schlechte Ausbeute einerseits durch die Einwirkung der beim Ansäuern freiwerdenden schwefeligen Säure und des Schwefelwasserstoffes auf die in der sauren Lösung neben der I. 8-Aminonaphtol-4. 6-disulfosäure vorhandene Leukosäure verursacht wird. Andrerseits beeinträchtigen etwa zurückgebliebene Mengen dieser reduzierend wirkenden Gase die Bildung des Farbstoffes beim Alkalischmachen der Lösung und wirken ausserdem auf den bereits gebildeten Farbstoff, zumal bei höherer Temperatur, nachteilig ein. Dementsprechend kann die Ausbeute gemäss der vorliegenden Erfindung erhöht und die Sicherheit des Verfahrens gewährleistet werden, dadurch, dass man die beim Ansäuern freiwerdenden Gase zeitig beseitigt oder aus der alkalischen bzw. neutralen Lösung, worin sie noch, mit Alkali verbunden sind, durch geeignete Fällungsmittel entfernt. Dies kann z. B. in der Weise geschehen, dass man die saure Lösung durch Einblasen von Luft von den vorhandenen, reduzierend wirkenden Gasen befreit oder aber die mit Wasser verdünnte Schmelze vor dem Ansäuern mit EMI1.1 Verbindungen in unlösliche überführt. Beispiel i : Man erwärmt ISO kg Schwefelnatrium mit 100 kg Natronlauge von etwa 30% bis zum Schmelzen des Schwefelnatriums und trägt alsdann il4-9 kg I-Aminonaphtalin-4. 6. 8-trisuIfosäure ein. Nun schliesst man das Schmelzgefäss, steigert die Temperatur auf zirka 1600 und hält die Schmelze ungefähr 8 Stunden bei dieser Temperatur. Nach dieser Zeit lässt man die Temperatur sinken, nimmt die Schmelze unter Verdünnung mit Wasser heraus, stumpft das Alkali mit Säure zum grössten Teil oder völlig ab, filtriert vom Schwefeleisen ab, säuert in Filtrat bei Temperaturen zwischen 20 und 300 die bei der Verschmelzung gebildete Aminonaphtoldisulfo- säure aus und filtriert diese ab. Der beim Aussäuern freiwerdende Schwefelwasserstoff und die gleichfalls freiwerdende schwefelige Säure werden baldmöglichst durch Durchblasen von Luft aus der Lösung entfernt. Die auf diese Weise von den reduzierenden Gasen befreite Lösung wird neutralisiert oder alkalisch gemacht, auf etwa 800 erwärmt und zur völligen Abscheidung des Farbstoffes eine zeitlang mit Luft durchblasen. Beispiel 2 : Die Verschmelzung der I-Aminonaphtalin-4. 6. 8-trisulfosäure geschieht wie bei Beispiel I. Nachdem man die fertige Schmelze mit Wasser verdünnt und das Alkali mit Säure grösstenteils oder völlig abgestumpft hat, wird die schwefelige Säure mit Chlorcalcium oder Chlorbarium aus der Lösung als schwefeligsaurer Kalk bzw. Baryt ausgefällt. Der Schwefelwasserstoff wird <Desc/Clms Page number 2> durch lösliche Eisensalze, wie Eisenvitriol oder Eisenchlorür, als Schwefeleisen abgeschieden. Sind die schwefelige Säure und der Schwefelfarbstoff auf diese Weise vollständig aus der Lösung abgeschieden und durch Filtrieren entfernt, so wird sauer gestellt, die etwa noch vorhandene geringe 11enge reduzierender Gase durch kurzes Durchblasen von Luft entfernt, die abgeschiedene Aminonaphtoldisulfosäure nebst dem ausgefallenen Schwefel abfiltriert und nun der Farbstoff durch Neutralisieren oder Alkalischmachen des Filtrats und nachfolgendes Erwärmen abgeschieden. Weiterhin ist festgestellt worden, dass auch die i-Aminonaphtalin-4. 8-disulfosäure durch Verschmelzen mit reduzierend wirkenden Schwefelverbindungen bei Gegenwart von Alkali einen ähnlichen Farbstoff liefert, der ebenfalls Wolle in saurem Bade blau anfärbt. Die Aufarbeitung dieses Farbstoffes kann zweckmässig in analoger Weise, wie oben beschrieben, ausgeführt werden. Beispiel 3 : Man erwärmt 275kg kg Schwefelnatrium conc. mit 215 kg Ätzkali und 170 Wasser bis zum Schmelzen und trägt alsdann 325 kg 1-Aminonaphtalin-4. 8-disulfosäure ein. Hierauf schliesst man das Schmelzgefäss, steigert die Temperatur auf etwa 210 und hält dabei ungefähr i bis 2 Stunden. Nach dieser Zeit lässt man die Temperatur sinken, nimmt die Schmelze unter Verdünnung mit Wasser heraus, stumpft das Alkali mittels Säure zum grössten Teil oder völlig ab und fällt mit Eisenvitriollösung den noch vorhandenen chemisch gebundenen Schwefelwasserstoff als Schwefeleisen aus und filtriert dieses ab. Das Filtrat wird sauer gestellt, die abgeschiedene Aminonaphtolsulfosäure nebst dem ausgefallenen Schwefel abfiltriert, die noch'vor- handenen : Mengen S02 und H2S durch Durchblasen von Luft aus der Lösung entfernt und nun der Farbstoff durch Neutralisieren oder Alkalischmachen des Filtrates mit Soda und Erwärmen abgeschieden. PATENT-ANSPRÜCHE : I. Verfahren zur Darstellung eines blauen Wollfarbstoffes aus der 1-AminonaphtaIin- 4.6. 8-trisulfosäure durch Verschmelzen mit alkalischen Schwefelverbindungen, dadurch gekenn. zeichnet, dass man die Schmelze nach dem Verdünnen mit Wasser vor der Abscheidung des Farbstoffes von den reduzierend wirkenden Gasen bzw. deren Verbindungen befreit, sei es durch Zugabe geeigneter Fällungsmittel zur alkalischen oder neutralisierten Schmelzlösung oder durch Austreiben der reduzierenden Gase mit Luft o. dgl. nach dem Ansäuern der Schmelzlösung.
Claims (1)
- 2. Verfahren zur Darstellung eines blauen Wollfarbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man die i-Aminonaphtalln-. 8-disulfosäure mit reduzierend wirkenden Schwefelverbindungen in Gegenwart von Alkali behandelt, die Reaktionsmasse von den reduzierend wirkenden Gasen oder ihren Verbindungen, gegebenenfalls nach Verfahren gemäss Anspruch i, befreit und den Farbstoff durch Erwärmen der alkalischen Lösung abscheidet.
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