DE475557C - Verfahren zur Darstellung von alkoholfreiem Aluminiumaethylat - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von alkoholfreiem Aluminiumaethylat

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DE475557C
DE475557C DEC35971D DEC0035971D DE475557C DE 475557 C DE475557 C DE 475557C DE C35971 D DEC35971 D DE C35971D DE C0035971 D DEC0035971 D DE C0035971D DE 475557 C DE475557 C DE 475557C
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DE
Germany
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alcohol
aluminum
ethylate
preparation
reaction
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Expired
Application number
DEC35971D
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English (en)
Inventor
Dr Hans Meerwein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/68Preparation of metal alcoholates
    • C07C29/70Preparation of metal alcoholates by converting hydroxy groups to O-metal groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von alkoholfreiem Aluminiumäthylat Zur Darstellung von Aluminiumäthylat verfuhr man bisher in der Weise, daß man Aluminiunlspäne unter Zusatz geeigneter Katalysatoren, wie Quecksilberchlorid, Zinntetrachlorid, Jod, mit überschüssigem Alkohol übergoß oder das Aluminium in Anteilen in überschüssigen Alkohol eintrug (vgl. H e n 1 e , Bericht der deutschen chemischen Gesellschaft, Bd. 53, S. 719 und die Patentschrift 286 596). Unter lebhafter Wasserstoffentwicklung und starkem Aufblähen des Reaktionsgemisches scheidet sich das Aluminiumäthylat als graue, kristallinische Masse ab. Die Erscheinungen sind die gleichen, wenn man in der angegebenen Weise in Gegenwart indifferenter Lösungsmittel, wie Toluol, Xylol, Dekalin usw. (vgl. F r i e d 1 ä n d e r , Fortschritte der Teerfarbenfabrikation usw., Bd. 1z, S. 30, Mitte), arbeitet.
  • Das sich abscheidende, in allen =Lösungsmitteln nahezu unlösliche Aluminiumäthylat enthält Kristallalkohol und geht erst bei längerem Erhitzen. auf zio bis 22o° unter Abdestillieren des Kristallalkohols in das leicht schmelzbare, in vielen Lösungsmitteln leicht lösliche Aluminiumäthylat über.
  • Es wurde nun gefunden, daß man sofort das leicht lösliche und leicht schmelzbarie kristallalkoholfreie Alunniniumäthylat erhält, wenn man dafür Sorge trägt, daß bei - der Darstellung des Äthylats das Aluminium stets 'un überschuß vorhanden ist. Dies läßt sich in einfacher Weise dadurch ,erreichen, daß man den Alkohol in dein Maße, wie er verbraucht wird, zu dem überschüssigen Aluminium hinzufließen läßt, das entweder in etwas geschmolzenem Aluminiumäthylat od"er in einem im diffieren4en Lösungsmittel, wüte Toluol, Xylol, suspendiert ist. Unter diesen Bedingungen verläuft die Reaktion von Anfang bis zu Ende vollkommen ruhig und gleichmäßig; es findet keine Kristallabscheidung und kein Aufblähen der Reaktionsmasse statt; vielmehr erhält man das Aluminiumäthylat sofort entweder in geschmolzener Form oder in beliebig konzentrierter Lösung. Da die Bildung des Aluminiumäthylats unter starker Selbsterwärmung verläuft, ist es nur notwendig, im Beginn und gegen Schluß, wenn die Reaktion träge wird, verhältnismäßig kurze Zeit zu :erwärmen. Ein mehrstündiges nachträgliches Erhitzen, wie es bei dem bisUeaügen Darstellungsverfahren zur Vollendung der Reaktion erforderlich war, ist nicht notwendig. Den zur Erzielung einer raschen Umsetzung .erforderlichen Katalysator, wie Quecksilberchlorid, Zinntetrachlorid, Jod (vgl. Hiilyer und Crooker, American Chemical Journal, Bd. i9, S. 37), löst man zweckmäßig in dem allmählich zugießenden Alkohol, wodurch eine gleichmäßige, während der ganzen Dauer der Reaktion anhaltende Ka.talysatorwirkung erzielt wird.
  • Vor dem bisher . üblichen Verfahren zur
    Darstellung von Alumininamäthylat besitzt Idas
    vorliegende Verfahren den großen Vorzug,
    daß man durch die allmähliche Zugabe des
    Alkohols die Reaktion vollkommen in der
    Hand behält, daß man däher in der Lage
    ist, den Ansatz beJ'ebig groß zu wählen,
    ohne eine allzu- stürmische Reaktion, wie sie
    bei der Einwirkung großer Alkoholmengen
    auf Aluminium eintritt, befürchten zu müssen.
    Das Verfahren arbeitet außerdem äußerst
    sparsam, da .ein längeres Erhitzen und das
    langwierige, sehr lästige Zusammenschmelzen
    des kristallalkoholhaltigen Aluminiurriäthy_
    lats nicht notwendig sind.
    Beispiele
    i. 6 g Aluminiumgries werden mit 2o g
    Aluminiumäthylat zusammengeschmolzen. In
    die Schmelze läßt man. unter Rühren 33 ccm
    absoluten Alkohol, in dem eine kleine Menge
    Quecksilberchlorid gelöst ist, .allmählich zu-
    fließen. Es scheidet sich kein festes Adkoho-
    lat ab, vielmehr erhält man das AJ»minium.-
    äthylat sofort als dunkel gefärbte Schmeize,
    die man unmittelbar der Destillation unter-
    werfen kann. Die Ausbeute an reinem Alu-
    miniumäthylat beträgt 28,58.
    Will man grö!ßeme Mengen Äthylat darstel-
    len, so kann man von neuem, und zwar jetzt
    größere Mengen A@umimimn und Alkohol in
    der gleichen Weise hinzugeben.
    2. i oo g Aluminiumgries werden mit 65.o ccm
    Xylol .übergossen rund das Xylol zum
    Sieden @erhitzt. Hierauf läßt man 4q.0 ccm
    absoluten Alkohol, in dem eine kleine Menge
    HgC12 und Jod gelöst ist" allmählich zufließen.
    Die Reaktion setzt sofort ein, -und das Xylol
    bleibt auch nach Entfernung der Reizquelle
    im lebhaften Sieden. - Nach Zugabe von .etwa
    32o,ccm Alkohol wird die Heizung wieder in
    Gang gesetzt und nach Zusatz der gesamten
    Alkoholmenge noch 1/" Stunde w eibar gekocht.
    Nach dem Filtrieren und Abdestillieren dies
    Xylolsbleibt das Aaunniniumäthylat vollkom-
    men. rein und in .einer Ausbeute von 3.82g
    zurück.
    3. Zu 2o ;g Alumimumgries, .die sich in
    einem mit Rückfiußkühler und Tropftrichter
    versehenen Kolhen befi den, l'äßt man unter
    gleichzeitigem Erhiltzen des Kolhens .i.oo ccm
    Alkohol .allmählich zugießen. In den ersten
    Anteilen Aas Alkohols werden zur Einlex-
    tung der Reaktion. ietwas Jod -und Quecksilber-
    chlorid aufgelöst. Im Anfang .der Reaktion
    ist es infolke ungunstiger Durchmischung
    nicht zu vermeiden, daß sich das alkoholhal-
    tige, schwer schmelzbare Äthylat :bildet. Ist
    jedoch -erst einmal .etwas geschmolzen ,wes Äthy-
    lat entstanden, so geht die Auflösung des Alu-
    miniums ruhig und .ohne Abscheidtung des
    festen alkoholhaltigen Äthylats vonstatten.
    Das entstandene Aduminiumäthylat kann nach
    beendeter Reaktion in üblicher Weise; z. B.
    durch Destillation im Vakuum, gereinigt wer-
    den. Die Ausbeute an reinem Aluminium-
    äthylat beträgt 8o g.
    Gegenübler der bisher b.ekanneen Arbeits:-
    weis@e für die Herstellung kristallalkoholfreier
    Alkalialkoholate (vgl. L a s s a r - C o h n, Ar-
    beitsmethoden für organisch-chemitsche Labo-
    ratorien, SpeziAler Teil, igo7, S. 73o und
    731) ist zu bemerhen, äaß es bei der bies.oai-
    deren Reaktionsfähigkeit der Alkalimeta»e,
    die diejenige aller übrigen Metalle übertrifft,
    nicht vorauszusehen war, da@ß sich auch das
    viel reaktionsträgere Aluminium mit dem
    Kristallalkohol des kristallalkoholhaltigen
    Aluminiumäthylats umsetzen würde. Dieser
    Analogieschluß gilt z. B. nicht für das Ma-
    gnesiumäthylat, dessen kristallalkoholhaltige
    Form sich zwar leicht durch Einwirkung von
    überschüssigem Alkohol .auf aktiviertes Ma-
    gnesium in Gegenwart von Benzol oder Toluol
    gewinnen lä@Bt, deren kristallalkoholfreie Ver-
    bindung -aber bei Verwendung der berechne-
    ten Alkoholmenge nicht erhalten werden kann.
    Die Patentschrift 386 688 der Klasse i2o
    beschreibt ein Verfahren zur Darstellung von
    chlorhaltigem Aduminiumäthylat aus Alkohol
    und Aluminium in Gegenwart von Essigester
    als Lösungsmittel unter Zusatz von Alumi-
    niumchlorid. Reines Aluminiumäthylat und
    chlorhaltiges Uumimumäthylat sind aber zwei
    ganz verschiedene Stoffe. Während -das reine
    Aluminiumäthylat in absolutem Äthylalkohol
    und Essigester praktisch .unlöslich ist, löst
    sich das' .chlorhaltige AZiumimumäthylat in
    beiden Lösungsmitteln leicht auf. Es findet
    daher bei .der Darstellung des chlorhaltigem
    Alum;niunnäthylats auch bei Verwendung von
    überschüssigem Alkohol keine K.ristallabschei-
    dung statt. Die .Schwierigkeiten, welche sich
    bei der Darstellung .des reinen Aluminium-
    äthylats aus seiner Schwerlöslichkeit in über-
    schüssigem Alkoholergeben, bestehen daher
    für die Bereitung des chlorhaltigen Alu-
    miniumäthylats nicht.
    Die Ausbeuten an reinem -Alunvniumalko-
    holat sind wie folgt:
    Beispiel z : 28,5 g - -93,4,0/01
    Beispiel 2,: 3'82 g - g¢
    Beispiel 3 :. 80 9 - 86404
    auf den angewandten -Alkohol berechnet.

Claims (1)

  1. PATPNTAN"SPRÜCFIP: i. Verfahren zur Darstellung von alko- holfreiem Alumimiumä,thylat.aus Aluminium und absolutem Alkohol -in Gebgenwart von Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, i daß man den Alkohol allmählich in dem Maße, wie er verbraucht wird, zum Alu-.
    minium hinzufließen läßt, mit der Maßgabe, daß Glas Aluminium stets im LTberschuß vorhanden ist. a. Ausführungsform des unter i ge.-kennzeichneten Verfahrens, darin bdst:ehend, daß man das Aluminium in geschmolzenem Aluminium,äthylat oder einem indifferenten Lösungsmittel suspendiert zur Anwendung bringt. 3. Ausführungsform des unter i und 2 gekennzeichneten Verfahrems, darin bestehend, daß der Katalysator in dem zufließenden Alkohol gelöst zur Anwendung =gelangt.
DEC35971D 1925-01-04 1925-01-04 Verfahren zur Darstellung von alkoholfreiem Aluminiumaethylat Expired DE475557C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE762783C (de) * 1940-09-14 1953-08-10 Maerkische Seifen Ind Verfahren zur Gewinnung von Alkoholen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE762783C (de) * 1940-09-14 1953-08-10 Maerkische Seifen Ind Verfahren zur Gewinnung von Alkoholen

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