DE474428C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Verschliessen von Gasleitungen nach Erloeschen der Flamme - Google Patents

Vorrichtung zum selbsttaetigen Verschliessen von Gasleitungen nach Erloeschen der Flamme

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DE474428C
DE474428C DEH114271D DEH0114271D DE474428C DE 474428 C DE474428 C DE 474428C DE H114271 D DEH114271 D DE H114271D DE H0114271 D DEH0114271 D DE H0114271D DE 474428 C DE474428 C DE 474428C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23NREGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
    • F23N5/00Systems for controlling combustion
    • F23N5/02Systems for controlling combustion using devices responsive to thermal changes or to thermal expansion of a medium

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Gas Burners (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum selbsttätigen Verschließen von Gasleitungen nach Erlöschen dir Flamme Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet die weitere Ausgestaltung des Patents 473 56o, das sich auf eine Vorrichtung zum selbsttätigen Verschließen von Gasleitungen nach Erlöschen einer Flamme bezieht, wobei in der Nähe des mit dem Gasabsperrorgan in Verbindung stehenden Sperrades bzw. der Sperrscheibe sich eine vom Ausdehnungskörper bewegte Sperrklinke befindet. Durch das Zusatzpatent wird dne wesentliche Vereinfach::ung der Konstruktion des Hauptpatents bei zuverLässiger Wirkungsweise erzielt, da hierdurch nicht nur die richtige Wirkungsweise, sondern auch die Unzugänglichkeit gegenüber äußeren Eingriffen sowie die Reinhaltung der Vorrichtung gewährleistet wird.
  • Das Neue der zusätzlichen Erfindung beruht darauf, daß alle zur Sperrung und Freigabe des Gasabsperrorgans dienenden Teile, bis auf den Ausdehnungskörper selbst, innerhalb des Gehäuses des Absperrorgans untergebracht sind. Der Ausdehnungskörper kann aus hochhitzebeständigem Stoff ausgeführt werden, welches sich auch bei unmittelbarer Flammeneinwirkung durch Kohleaufnahme nicht zerstören läßt. Ein solcher Baustoff ist z. B. Chromnickel bzw. Chromnickeleisen oder eine ähnliche Legierung. Dieses Material ist wesentlich dauerhafter bei unmittelbarer Flammeneinwirkung als,z. B. Platin, welches in den bekannten Vorrichtungen meistens angewandt wird.
  • Eine besondere Art des Ausdehnungskörpers beruht erfindungsgemäß darauf, daß derselbe als Gabel ausgebildet ist, deren zwei Arme der Flammenhitze unmittelbar ausgesetzt sind. Hierdurch wird erreicht, daß einerseits die wirksame Endverschiebung im Verhältnis zur linearen Ausdehnung, andererseits die der Flamme ausgesetzte Länge des Ausdehnungskörpers wesentlich vergrößert wird. Dies hat z. B. in der Anwendung auf Gasküchen eine weittragende Bedeutung. Der der Erwärmung unterliegende Draht kann bei der Anwendung der Vorrichtung auf Laboratoriumsbrenner (Bunsenbrenner) erfindungsgemäß eine besondere Ausgestaltung erhalten. In diesem Falle kann sein oberes Ende an einer Blechhülle befestigt werden, die parallel zur Brennerhülle angeordnet und im oberen Teil neben der Brennerflamme offen gehalten wird. Auf diese Weise wird erreicht, daß nur der aus der Blechhülle herausragende obereDrahtteil von der Brennerflamme erwärmt wird und daher auch beim Zurückschlagen der Flamme die Wirkung des Ausdehnungskörpers aufhört, was ein Erlöschen bzw. Verschließen der Gaszufuhr zur Folge hat.
  • Der Erfindungsgegenstand ist auf der beiliegenden Zeichnung in einigen Ausführungsbeispielen dargestellt worden.
  • Abb. i ist ein Hauptlängsschnitt, Abb.:2 ein Ouerschnitt in Höhe der Sperrvorrichtung Jurch den Gashahn.
  • Abb. 3 zeigt eine Seitenansicht bzw. teilweisen Längsschnitt einer mit mehreren Brennern versehenen Heizvorrichtung von Gasöf en o. dgl.
  • Abb. 4 ist die Draufsicht eines Gasküchenherdes, währendAbb.5 denAusdehnungsdraht in größerem Maßstabe darstellt.
  • Abb. 6 zeigt einen mit der Vorrichtung versehenen Bunsenbrenner in der Seitenansicht bzw. im Längsschnitt.
  • Abb. 7 ist ein Querschnitt der mit einem Reibungsgesperre versehenen Vorrichtung. Im Gehäuse i ist der Hahnkonus 2 mittels Handgriffs 4 drehbar angeordnet. Auf dem dünneren oberen Halse des Konus 2 ist das Sperrädchen 5 mit Reibung drehbar, wobei die gegenseitige Drehung durch die beiden Stifte 6 und 7 begrenzt wird, von denen 6 im Sperrade, 7 im Konushalse sitzt. Eine S chraubenfeder 12" deren oberes Ende im Sperrad 5, das untere dagegen im Hahngehäuse i be- festigt ist, sucht das Sperrad und durch gegenseitige Einwirkung der Stifte 7 und 6 auch den Hahnkonus 2 stets in die Verschlußstellung zurückzudrehen.
  • Im oberen wagerechten zylindrischen Ansatz des Gehäuses i wird der darin geführte, mit einer Sperrklinke versehene Kolben io durch die Druckfeder ii stets in die Stellung verschoben, in welcher die Klinke am Sperrrade 5 anliegt. An der mit Gewinde versehenen gegenüberliegenden Kolbenstange greift mittels Schraubennippels 8 das Ende des als Ausdehnungskörper dienenden hitodb,estä-adigen Drahtes, Bandes o. dgl. 9 (z. B. eines Chromnickeldrahtes) an, welcher derWirkung der Gasflamme ausgesetzt ist und dessen anderes Ende festgeklemmt ist.
  • Zur Erklärung der Wirkung der Vorrichtung diene z. B. die Heizeinrichtung nach Abb. 3, worin der vorhin beschriebene Gashahn mit 14, das mehrere Flammen speisende Gasrohr mit 18 bezeichnet ist, und worin der mit dem Nippel 8 verbundene Ausdehnungsdraht 9 in 19 f estgeklemmt ist.
  • Durch Drehung am Handgriff 4 wird der bisher durch die Feder 1:2, wie beschrieben, verschlossen gehaltene Hahnkonus 2 in die Offenstellung gebracht, in welcher die Stifte 6 und 7 sich berühren, worauf das aus 18 ausströmendeGas entzündet wird. Das brennende Gas erwärmt nun unter ständiger Offenhaltung des Hahns durch den Handgriff 4 den Draht 9 und verursacht dadurch dessen Längsausdehnung, welche den Eintritt der Sperrklinke in die Zahnlücke des Sperrades 5 und eine Behinderung der letzteren an der Zurückdrehung zur Folge hat. Nunmehr kann also der Handgriff 4 losgelassen werden, ohne daß ein selbsttätiges Schließen des Hahns und infolgedessen ein Erlöschen der Flammen zu befürchten wäre. Es steht jedoch nichts im Wege, den Hahnkonus 2 mittels des Handgriffs 4 etwas zur Regelung der Flammengröße zu drehen; das Sperrad 5 bleibt dabei stets in der Offenstellung.
  • Erlischt jedoch aus irgendeinem Grunde die Flamme bzw. die Flammenreihe, so kühlt sich der Draht (das Band) 9 ab und verkürzt sich infolgedessen, was denAustritt derSperrklinke aus der Sperrzahnlücke zur Folge hat. Hierdurch wird das Sperrad 5 frei und wird durch die Feder 1:2 in die Verschlußstellung zurückgebracht, wobei durch Einwirkung der Stifte 6 und 7 aufeinander auch der Hahnkonus --, stets sicher geschlossen wird.
  • Die Abb. 5 zeigt die Anwendung der neuen Vorrichtung auf einen Gasküchenherd. Der Gashahn 14 mit Handgriff 4 ist an der Herdplatte 2,:2 entsprechend angeordnet. Der Ausdehnungsdraht 9, vgl. Abb. 5, ist auch hier am Schraubennippel 8 befestigt. Er hat je- doch zwei Abzweigungen g' und g", deren Enden in den am Gasbrenner 23 vorgesehenen Befestigungspunkten 2o und zi z. B. in der Weise angreifen, daß die verdickten Drahtenden an entsprechenden Ösen hängen. Die innere Feder ii sorgt hier wie auch in allen anderen Fällen für die richtige Spannung des Drahtes 9, und der Schraubennippel 8 gestattet stets eine genaue Einregulierung der Lage der Sperrklinke gegenüber dem Sperrrade 5.
  • Schließlich ist in Abb. 6 als Beispiel die Anwendung der Vorrichtung auf einen Laboratoriumgasbrenner (sogenannter Bunsenbrenner) dargestellt. Der an sich bekannte Brenner 13 ist mit dem Gashahn 14 versehen, der z. -B. durch das Rädchen 16 betätigt wird. Der wiederum am Nippel 8 angreifende Ausdehnungsdraht9 ist oben in 17 am oberen Ende einer mit dem Brenner 13 verbundenen Blechhülse 15 befestigt, die oben nach dem Brenner zu offen ist. Die in der beschriebenen Weise zustande kommende Gasflamme wirkt also auf den oberen Teil des Ausdehnungsdrahtes 9 ein. Es ist charakteristisch, daß die Vorrichtung auch stets bei jedem bekannten »Zurückschlagen« der Flamme im Bunsenbrenner zur Wirkung gelangt, da ja, bei der gewählten Konstruktion, jedes »Zurückschlagen« eine Abkühlung des Ausdehnungsdrahtes 9 zur Folge haben muß.
  • Statt des in Abb. i und :2 dargestellten Zahngesperres kann, wie in Abb. 7 dargestellt, auch einReibungsgesperre angewandt werden. Es tritt dann an Stelle des gezahnten Sperrrades 5 das Reibrad :25, und die Sperrklinke am Kolben io ist durch den Teil:24 ersetzt, der zur Vergrößerung der Reibung mit einem entsprechenden Belage (Fiber) ausgelegt sein kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum selbsttätigen Verschließen von Gasleitungen nach Erlöschen der Flamme, bei welcher in der Nähe des mit dem Gasabsperrorgan in Verbindung stehenden Sperrades sich eine vom Ausdehnungskörper bewegte Sperrklinke befindet, nach Patent 473 56o, dadurch gekennzeichnet, daß alle zur Sperrung und Freigabe des Gasabsperrorgans dienenden Teile, bis auf den Ausdehnungskörper selbst, innerhalb des Gehäuses des Ab- sperrorgans angeordnet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausdehnungskörper als Gabel ausgebildet ist, deren zwei Arme der Flammenhitze ausgesetzt sind. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und -2 in Anwendung auf Laboratoriumsbrenner (Bunsenbrenner), dadurch gekennzeichnet, daß der der Erwärmung unterliegende Draht am oberen Ende einer Blechhülle befestigt ist, die parallel zur Brennerhülle (13) angeordnet und im oberen Teil neben der Brennerflamme offen gehalten ist, so daß nur der aus der Blechhülle herausragende obere Drahtteil von der Brennerflamme erwärmt wird.
DEH114271D 1927-12-13 1927-12-13 Vorrichtung zum selbsttaetigen Verschliessen von Gasleitungen nach Erloeschen der Flamme Expired DE474428C (de)

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