AT128499B - Einrichtung zur selbsttätigen Sicherung gegen unbegrenztes Ausströmen von nichtentzündeten Gasen aus Gasgeräten. - Google Patents

Einrichtung zur selbsttätigen Sicherung gegen unbegrenztes Ausströmen von nichtentzündeten Gasen aus Gasgeräten.

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AT128499B
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Hans Junga
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Hans Junga
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Description


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   Die Erfindung bezieht sich auf selbsttätige Sicherheitseinrichtungen gegen unbegrenztes Ausströmen nichtentzündeten Gases aus Gasgeräten wie etwa Gasherden, Gasöfen usw., bei welchen die Temperaturdifferenz zwischen dem heissen (brennenden) und kalten (nicht entzündeten) Gase zur Steuerung bzw. Sperrung der Gaszufuhr zum Gerät herangezogen wird, indem in der Flamme des Gasgerätes oder in wirksamer Nähe derselben ein temperaturempfindliches Steuerorgan, welches Temperaturschwankungen in mechanische Bewegungen umsetzt, angeordnet ist und ein in der Gaszuleitung vorgesehenes Absperrorgan in solchem Sinne steuert, dass dieses nur bei hohen Temperaturen, also bei brennender Flamme, die Gaszufuhr zum Gasgerät freigibt. 



   Bei diesen Einrichtungen besteht aber die Gefahr, dass beim Anzünden der Flamme, jedoch vor erfolgter Zündung, allzu grosse Mengen nicht entzündeten Gases dem Gasgerät entströmen, welche, weil sie explosionsgefährlich sind, eine nachfolgende Zündung sogar zu einer Gefahr machen würden. Um   diesem Übelstand abzuhelfen,   wird erfindungsgemäss für die Zündung ein besonderer Gasbehälter vorgesehen, der eine Gasmenge fasst, die einerseits für eine ernstliche Gefährdung der Umgebung nicht ausreicht, anderseits für eine sichere Zündung der Flamme genügt. Zur neuerlichen Füllung mit Gas kann dieser Gasbehälter in den Betriebspausen, also bei abgesperrtem Gasgerät, mit der Hauptgaszuleitung in Verbindung stehen oder zeitweise in Verbindung gebracht werden.

   Sowie die Zündung der Flamme erfolgt ist, öffnet das temperaturempfindliche Steuerorgan unter der Einwirkung der erhöhten Temperatur der Gase das Absperrorgan der Hauptgaszuleitung, so dass der dauernde Gasnachschub zur Flamme gesichert ist. 



   An Hand der schematischen Figuren der Zeichnung sei ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Fig. 1 zeigt die Sicherheitseinrichtung und die Absperrorgane in ihrer Stellung bei brennender Gasflamme, Fig. 2 die Schaltung der Absperrorgane bei ausgelöschter Flamme bzw. abgeschaltetem Geräte und Fig. 3 die Schaltung der Absperrorgane nach Einschaltung des Zündhahnes, aber vor erfolgter Zündung des Gases. 



   An das Gasgerät, einen Gaskocher oder Gasherd   1,   ist die Gaszuleitung 2 angeschlossen, welche den üblichen Drosselhahn 5 enthält und entweder von der Hauptgaszuleitung 3 oder von der Zündleitung 4 gespeist wird. In dem Gasherd 1 ist ein Metallstab 6 mit verhältnismässig hohem Wärmedehnungskoeffizienten derart angeordnet, dass er bei brennender Gasflamme auf erhöhte Temperatur gebracht wird und sich dabei frei ausdehnen kann. Statt des Metallstabes könnte auch ein Bimetallstreifen oder -spirale oder irgendein andres   wirkungsgleiches   Organ verwendet werden, überhaupt jede Vorrichtung, welche Temperaturschwankungen in mechanische Bewegungen mittelbar oder unmittelbar umsetzt.

   Der temperaturempfindliche Stab 6 überträgt seine Bewegungen (Dehnungen oder Verkürzungen), die er seinen Temperaturschwankungen entsprechend ausführt, mittels eines Hebelwerke   oder,. Gestänges 7   oder irgendeines andern geeigneten Übertragungsmittels oder-mechanismus auf ein Zahnsegmentpaar   8,   9, dessen Zahnsegment 9 das Absperrorgan 10 der Hauptgaszuleitung, das als   Dreiweghah11.   ausgebildet ist, steuert. Der Dreiweghahn besitzt zwei um 90  auseinanderliegende Endstellungen, nämlich die "Offenstellung" (Fig. 1), bei welcher das Gas aus der Hauptleitung 3 durch den Hahn zum Kocher frei durchgelassen wird, und die Sperrstellung" (Fig. 2 und 3), bei welcher die Gaszufuhr zum Kocher gesperrt ist.

   Ist der Metallstab 6 erhitzt (ausgedehnt), so nimmt der Hahn 10 die "Offenstellung" ein, ist dagegen der Stab 6 erkaltet (verkürzt), so nimmt der Hahn 10 die "Sperrstellung" ein. 

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   Die Zündleitung 4 wird vom Gasbehälter 11 über das Absperrorgan 12, welches als Dreiweghahn ausgebildet ist, gespeist. Auch der Hahn 12 kann zwei um 90  auseinanderliegende Endstellungen, die "Offenstellung" (Fig. 3) und die Sperrstellung" (Fig. 1 und Fig. 2) einnehmen. Wenn sich beide Dreiweghähne 10 und 12 in der Sperrstellung befinden (Fig. 2), so steht der   Zündungsgasbehälter   11 in kommunizierender Verbindung mit der Hauptzuleitung 3. Der Hahn 12 kann von Hand aus betätigt werden, er ist aber ausserdem mit dem Absperrorgan 10 derart mechanisch gekuppelt, dass die Offenstellung des letzteren die Sperrstellung des Hahnes 12 bedingt. Eine solche Kupplung der beiden Absperrorgane kann z.

   B. an den Figuren der Zeichnung durch die Regel veranschaulicht werden, dass die beiden Hähne 10 und 12 relativ zueinander um nicht mehr als   900 verdreht   werden   können, unterhalb   dieses Winkels aber unabhängig voneinander bewegt werden können. Konstruktiv kann dies auf verschiedenste Weise, beispielsweise durch einen Mitnehmerarm, durch eine Verklinkung od. dgl., die die beiden Hähne erst bei 900 Relativverdrehung miteinander kuppeln, durchgeführt werden. 



   Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende : Fig. 2 zeigt die Schaltung, wenn der Gaskocher sich ausser Betrieb befindet. Auch wenn der Drosselhahn 5, wie in der Zeichnung angedeutet, versehentlich offen geblieben ist, so ist dennoch der Kocher durch den Hahn 10 von der Hauptleitung 3 abgesperrt. 



  Dagegen steht letztere, wie bereits erwähnt, mit dem Gasbehälter 11 über die Hähne 10 und 12 in Verbindung. Soll nun der Gaskocher 1 in Betrieb gesetzt, d. h. eine Gasflamme entzündet werden, so wird der Hahn 12 von Hand aus geöffnet (um   900 nach rechts gedreht),.   so dass die Schaltung der Fig. 3 entsteht, in der das Gas aus dem Behälter 11 zu dem Kocher 1 strömt. Die Zündung kann nun in beliebiger und üblicher Weise mittels eines Zündhölzchens, eines besonderen Zündflämmehens od. dgl. vorgenommen werden.

   Wird aus irgendeinem Grunde das rechtzeitige Entzünden der ausströmenden Gase versäumt, so entsteht dadurch dennoch keine Gefahr, da der Behälter 11 ja nur eine beschränkte Menge an Gas liefert ; es kann die Zündung aber auch wiederholt werden, indem der Hahn 12 von Hand aus in die Sperrstellung (Fig. 2) zurückgedreht wird, worauf sich der Behälter 11 von neuem mit Gas füllt, und sodann wieder für eine neuerliche Zündung geöffnet wird (Fig. 3). 



   Sobald sich die Gase entzündet haben, findet ein rascher Temperaturanstieg und eine entsprechende Ausdehnung des Metallstabes 6 statt. Dadurch wird das Zahnsegmentpaar   8,   9 aus der Stellung der Fig. 3 in jene der Fig. 1 bewegt und damit auch der Hahn 10 in die Offenstellung gedreht, so dass das Gas aus der Hauptleitung 3 freien Zutritt zum Brenner 1 hat und die weitere Speisung der brennenden Flamme übernimmt. Da die Hähne 10 und 12 bereits (in Fig. 3) um 90 Winkelgrade gegeneinander verstellt waren, wird der Hahn 12 beim Öffnen des Hahnes 10 von diesem gleichfalls (nach links) gedreht und in die Sperrstellung (Fig. 1) gebracht.

   Die ganze Einrichtung befindet sich nun in der in Fig. 1 angedeuteten   Betriebsschaltung   und verbleibt in dieser Schaltung, solange die   Flamme-selbstverständlich   können es auch mehrere Flammen sein-brennt. 



   Löscht die Flamme aus irgendeinem Grunde aus, so kühlt sich der Metallstab 6 schnell ab und zieht sich zusammen. Es bewegt sich infolgedessen das Zahnräderpaar   8,   9 unter Einwirkung einer (nicht eingezeichneten) Feder in die Stellung der Fig. 2, wodurch der Hahn 10 in die Sperrstellung gedreht wird und die Hauptgaszuleitung 3 selbsttätig absperrt, so dass ein   Weiterausströmen nicht entzündeten   Gases verhindert wird. Der Hahn 12 wird diesmal nicht mitgedreht, da ja der Relativwinkel von   900 zwischen   beiden Absperrorganen unterschritten wird. Die ganze Vorrichtung befindet sich nun wieder in der Anfangs-oder Ruhestellung der Fig. 2. 



   Wie aus dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung hervorgeht, ist der Aufbau der Sicherheiteinrichtung sehr einfach und besteht nur aus wenigen Bauelementen. Diese oder einige unter ihnen können vorteilhafterweise in einem gemeinsamen Gehäuse eingekapselt werden, so dass nur der Handgriff für die Betätigung des Hahnes 12 von aussen zugänglich ist ;

   in der Zeichnung sind die Teile, welche beispielsweise in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht werden können, durch ein gestrichelt ge-   zeichnetes Rechteck   13 eingerahmt worden. 
 EMI2.1 
 Gase aus Gasgeräten mit einem in oder in der Nähe der Flamme angeordneten temperaturempfindlichen Steuerorgan, welches ein Absperrorgan der Gaszuleitung in solchem Sinne steuert, dass es die Gaszuleitung nur bei brennender Flamme offen halten kann, dadurch gekennzeichnet, dass ein besonderer Gasbehälter (Zündungsgasbehälter), der bei abgesperrtem Gasgerät von der Hauptgaszuleitung aus gefüllt werden kann oder mit ihr in Verbindung steht, das Gas für die Zündung des Gasgerätes liefert.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absperrorgan der Zündleitung bei gesperrter Hauptleitung nach Belieben und unabhängig vom Absperrorgan der Hauptleitung von Hand aus geöffnet oder geschlossen werden kann, dagegen bei geöffneter Hauptleitung vom Absperrorgan der letzteren gezwungen wird, die Sperrstellung einzunehmen.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrorgan der Hauptgaszuleitung als Dreiweghahn ausgebildet ist, der die Hauptleitung entweder mit dem Gasgerät oder mit dem Zündungsgasbehälter verbindet. <Desc/Clms Page number 3>
    4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrorgan der Zündleitung als Dreiweghahn ausgebildet ist, der den Zündungsgasbehälter entweder mit dem Gasgerät oder mit der Hauptgaszuleitung verbindet. EMI3.1
AT128499D 1930-07-04 1930-07-04 Einrichtung zur selbsttätigen Sicherung gegen unbegrenztes Ausströmen von nichtentzündeten Gasen aus Gasgeräten. AT128499B (de)

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