DE473560C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Verschliessen von Gasleitungen nach Erloeschen der Flamme - Google Patents

Vorrichtung zum selbsttaetigen Verschliessen von Gasleitungen nach Erloeschen der Flamme

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DE473560C
DE473560C DEH109247D DEH0109247D DE473560C DE 473560 C DE473560 C DE 473560C DE H109247 D DEH109247 D DE H109247D DE H0109247 D DEH0109247 D DE H0109247D DE 473560 C DE473560 C DE 473560C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23NREGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
    • F23N5/00Systems for controlling combustion
    • F23N5/02Systems for controlling combustion using devices responsive to thermal changes or to thermal expansion of a medium

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum selbsttätigen Verschließen von Gasleitungen nach Erlöschen der Flamme Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine besondere Ausgestaltung der an sich bekannten Vorrichtung zum selbsttätigen Verschließen von Gasleitungen nach Erlöschen einer Flamme, bei welcher in der Nähe des mit dem Gasabsperrorgan in Verbindung stehenden Sperrades sich eine vom Ausdehnungskörper bewegte Sperrklinke befindet. Die bekannten Vorrichtungen dieser Art waren meistens mit besonderen selbsttätigen Anzündern, Zündflammen o. dgl. ausgerüstet, da bei ihnen die Möglichkeit fehlte, den Gaszufluß nach erfolgtem Öffnen von Hand beliebig regeln - zu können. Diesen Übelstand der verwickelten Bauart bei beschränkter Handhabungsweise beseitigt die vorliegende Erfindung. - Das Neue des Erfindungsgegenstandes besteht darin, daß statt vielseitiger bzw. mehrerer Einzelvorrichtungen das zur Vorrichtung gehörige Gasabsperrorgan (Gashahn, Gasventil) als einziger den Gaszufluß öff- nender, schließender und regelnder Teil ausgebildet ist. Erfindungsgemäß ist nämlich das Sperrad bzw. die Sperrscheibe mit dem Gasabsperrorgan nicht fest verbunden, sondern nimmt es nur bei der Rückkehr in die Verschlußstellung mit. Hierdurch Wird in der Offenstellung eine Drehung des Hahns bzw. eine Bewegung des Ventils von Hand zwecks Regelung der Gaszufuhr ohne weiteres ermöglicht. Die neue Vorrichtung zeichnet sich gegenüber den bekannten Konstruktionen durch große Einfachheit, zuverlässige Wirkungsweise und leichteste Instandhaltung aus und kann mit Vorteil z. B. bei Gasküchen u. dgl " - Anwendung finden.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in einigen Ausführungsbeispielen auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt worden.
  • Abb. i stellt im Grundriß eine mit der neuen Vorrichtung versehene Gasküche dar; . Abb. 2, ist eine Einzeldarstellung des aus zwei Metallen zusammengesetzten Körpers; Abb. 3 zeigt schematisch die unmittelbare Wirkung eines Gas- oder Flüssigkeitsmediums auf die Absperrorgane; Abb. 4 ist ein Längsschnitt bzw. teilweise Ansicht durch einen Gashahn gemäß der Erfindung; Abb. 5 stellt im größeren Maßstabe die hintere Befestigung des Ausdehnungskörpers dar; Abb. 6 ist ein Grundriß zu Abb. 4; Abb. 7 zeigt schematisch die abgeänderte Wirkungsweise eines Gas- oder Flüssigkeitsmediums auf die Absperrorgane.
  • Bei der in den Abb. 1, 4, 5 ünd 6 dargestellten Ausführungsforin des Erfindungsgegenstandes, bedeutet i den Gasherd mit Brenner. Das Gaszuführungsrohr:2 (vgl. Abb. 4) ist mit dem Hahn 3 versehen, an welchem mittels Klemmschraube 6 eine Platte 7 mit Reibung drehbar angebracht ist. Die Feder 8 ist bestrebt, die Platte 7 und infolgedessen den Hahn 3 in die Verschlußstellung zurückzudrehen. Am Gasrohr 2, ist ein BÜgel 4 angebracht, an welchem mittels Schrauben 5 der flache Bock 7' befestigt ist, welcher in io eine Drehachse für den Sperrhebel 9 besitzt. Die Feder 12 sucht den Sperrhebel 9 (vgl. Abb. 6) stets nach links zu drehen. Die Platte 7 ist mit einem Zähnchen ii versehen, welchem eine Sperrklinke i i' am einarmigen Hebel 9 entspricht. Solange der Sperrhebel 9 sich in der durch die Regelschraube 15 genau einstellbaren Rechtsstellung befindet, hindert die Sperrklinke i i' durchaus nicht eine Drehung der Platte 7 und infolgedessen auch des Hahns 3, da dann das Sperrzähnchen ii an der Sperrklinke i i' vorbeigleitet. Wird j edoch der Hebel 9 um einen kleinen Betrag nach links gedreht, so verhindert die Sperrklinke ii' jede Drehung des Zähnchens ii und infolgedessen auch die Zurückdrehung des Gashahns 3 in die Sperrlage, was zu bewirken die Feder 8 bestrebt ist. Der Hahn 3 kann mit Reibung trotz der Offenstellung des Plättchens 7 von Hand gedreht werden. Infolgedessen kann also die Gaszufuhr von Hand geregelt werden, trotzdem die Platte 7 in der Offenstellung ist. Sobald jedoch durch Zurückweichen der Sperrklinke i i' der Sperrzahn i i freigegeben und infolgedessen Platte7 mittels der Feder 8 in die Verschlußstellung zurückgedreht wird, wird Gashahn 3 auf jeden Fall geschlossen.
  • In der Nähe der Gasflamme oder in der Gasflamme selbst befindet sich der Ausdehnungskörper 17, z. B. ein Draht aus Kupfer oder einem anderen Metall von möglichst hoher Ausdehnungsziffer. Draht 17 ist mittels Verbindungen 16, 16' einerseits mit dem Draht14, andererseits mit dem Drahtstück 17' (vgl. Abb. 5) verbunden. Das Drahtstück 14 greift an der Öse 13 des einarmigen Hebels 9 an, während das Drahtstück 17' durch eine Öffnung im Führungsbolzen 18 hindurchtritt, 'wo es mittels Klemmschraube ig festgeklemmt werden kann. Das Drahtstück 17' ist am Ende mit einer Öse versehen, an welcher eine starke Zugfeder 2o angreift, deren hinteres Ende am Zapfen 21 befestigt ist, welcher z. B. auf der unteren Seite der Herdplatte i angeordnet ist. Solange die Klemmschraube ig gelöst ist, hat die Zugfeder 2,o das Bestreben, den Ausdehnungsdraht 17', 7, 14 fest anzuziehen, was zur Folge hat, daß der Hebel 9 an das Ende der Regelschraube 15 mit Kraft angedrückt wird. In dieser Lage kann also mit Hilfe der Schraube 15 die genaue Stellung der Sperrklinke i il gegenüber dem Zähnchen 11 einreguliert werden. Sobald der Ausdehnungsdraht 17' durch Festdrehen der Klemmschraube ig unbeweglich gemacht wird, ist die Vorrichtung gebrauchsfähig und wirkt in der folgenden Weise: Der Gashahn 3 wird in die Offenstellung gedreht, wodurch das Plättehen 7 samt Zähnchen ii ebenfalls in die Offenstellung, und zwar entgegen der Wirkung der Feder 8, gelangt. Wird Jetzt das Gas angezündet, so wird der Ausdehnungsdraht 17 infolge Erwärmung eine Verlängerung erfahren, was zur Folge hat, daß der Hebel 9 unter Mitwirkung der Feder 12 sich nach links dreht und hinter das Zähnchen ii mit seiner Sperrklinke i i' tritt. Hierdurch wird das Sperrplättchen 7 festgehalten, wobei jedoch die Gaszufuhr durch Drehung des Hahns 3 von Hand ohne weiteres geregelt werden kann. Wird die Gasflamme ausgelöscht, so zieht sich der Ausdehnungsdraht 17 wieder zusammen, der Hebel 9 samt Sperrklinke i i' gelangt in seine Rechtsstellung, bis er an der Regelschraube 15 wieder anliegt, und das Sperrzähnchen ii wird freigegeben, so daß die Feder 8 Plättchen 7 und infolgedessen auch den Hahn 3 in die Verschlußstellung zurückbringt. Es wird also beim Erlöschen der Gasflamme stets ein selbsttätiger Verschluß der Gaszufuhr bewirkt. Bei etwaigen bleibenden Längenänderungen des Ausdehnungskörpers 17 würde die Rechtsstellung des Hebels 9 nicht genau sein. Um eine solche Fehlerquelle auszuschalten, braucht nur die Kleminschraube 19 *gelöst zu werden. Hierdurch zieht die Feder:2o den Draht 17 nach rechts, so daß Hebel 9 an die Regelschraube 15 angedrückt wird und hierdurch seine genau bestimmte Lage erhält. Nach Wiederfestklemmen der Schraube ig ist die Vorrichtung stets wieder gebrauchsfähig.
  • Statt eines Ausdehnungskörpers kann bei der Vorrichtung ein anderes Mittel, z. B. die in Abb. 2 dargestellte Einrichtung, Anwendung finden. Hierbei ist zwischen den Befestigungen 16 ein Bügel angeordnet, welcher die Gasflamme umäibt und der aus zwei Metallen von ungleicher Ausdehnungsziffer 22, 23 besteht. Infolge ungleicher Ausdehnung wird der Bügel bei eintretender Erwärmung verbogen, wodurch eine ähnliche Wirkung auf den Hebel 9 herbeigeführt wird wie bei der Anwendung des Ausdehnungsdrahts. Es kann auch (vgl. Abb. 3) zwischen die Befestigungen 16, 16' ein Zylinder 24 eingeschaltet werden, in dem sich der Kolben 25 bewegt. Die in diesem Zylinder enthaltene Luft bzw. das darin enthaltene Gas (evtl. eine Flüssigkeit) dehnt sich infolge der Erwärmung durch die Gasflamme aus und bewirkt eine Verstellung des Hebels 9 im vorher beschriebenen Sinne.
  • Eine weitere Ausführungsform der Verstellvorrichtung infolge -der Wärrnewirkung der Gasflamme zeigt Abb. 7. Hierin ist mit 26 ein kleiner Zylinder bezeichnet, welcher durch die Membran 26' verschlossen wird. Die Membran:26' bewirkt mittels Stange28 die Drehung eines Hebels 29, der wiederum die Stange 3o bewegt, welche ihrerseits an der Befestigung 16 anliegt. Es ist klar, daß durch die Wärmewirk-ung der Gasflamine 16 die Stange 3o und infolgedessen auch der Hebel 9 nach links versetzt werden, sobald die Meinbran:26' infolge der Ausdehnung des Gas-oder Flüssigkeitsinhalts des Zylinders 26 ausgebaucht wird.
  • Durch die angeführten Ausführungsbeispiele sind die Möglichkeiten der Verwirklichung des Erfindungsgegenstandes durchaus nicht erschöpft. So kann z. B. als Verschlußorgan für die Gaszufuhr ein Ventil oder ein Kolben dienen, welcher durch die Ausdehnung eines Gas- oder Flüssigkeitsmediums unmittelbar in die Verschlußstellung gebracht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Vorrichtung zum selbsttätigen Verschließen von Gasleitungen nach Erlöschen der Flamme, bei welcher in der Nähe des mit dem Gasabsperrorgan in Verbindung stehenden Sperrades sich eine vom Ausdehnungskörper bewegte Sperrklinke befindet, dadurch gekennzeichnet, daß der der Sperrung unterliegende Teil (7) den beweglichen Teil des Absperrorgans nur bei der Rückkehr in die Verschlußstellung mitnimmt, indem er ihn z. B. vor sich herschiebt und die Verstellung von Hand zwecks Regelung der Gaszufuhr bei geöffnetem Absperrorgan und brennender Flamme zuläßt.
DEH109247D 1926-10-25 1926-12-14 Vorrichtung zum selbsttaetigen Verschliessen von Gasleitungen nach Erloeschen der Flamme Expired DE473560C (de)

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