DE47154C - Einrichtung zur leichteren Bewegung des senkrechten Keilverschlusses bei Geschützen - Google Patents
Einrichtung zur leichteren Bewegung des senkrechten Keilverschlusses bei GeschützenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A3/00—Breech mechanisms, e.g. locks
- F41A3/02—Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis
- F41A3/10—Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis with sliding breech-block, e.g. vertically
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72: Schusswaffen und Geschosse'.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. November 1888 ab.
Die nachstehend beschriebene Erfindung bezweckt eine Erleichterung der Bedienung von
Hinterladekanonen mit senkrechtem oder annähernd senkrechtem Keilverschlufs durch
Ausgleichung der beim Heben und Senken des Verschlufskeiles aufzuwendenden Kräfte.
In der beiliegenden Zeichnung ist A das mit den Schildzapfen versehene Bodenstück des
Rohres, B ist der Verschlufskeil, welcher durch eine Schubkurbel α auf und nieder bewegt
wird. Letztere, welche in dem speciellen Falle in dem ■. am Bodenstück angebrachten Schildzapfen
gelagert ist, wird mit Hülfe eines Handhebels C gedreht und überträgt diese Bewegung
auf den Verschlufskeil mittelst eines Zapfens, welcher in einer in denselben eingefrästen
Nuth gleitet.
Um den Stofs des fallenden Verschlufskeiles zu mildern und die durch den Fall ausgeübte
Kraft zugleich für den späteren <Hub aufzuspeichern, ist die Kurbelwelle α in Fig. 2
mit einer Schraubenfeder versehen.
Die Kurbelwelle ist zu dem Zwecke durchbohrt und die Schraubenfeder mit dem einen
Ende in die Wandung einer Büchse b eingelassen, welche drehbar in der Ausbohrung der Kurbelwelle
gelagert ist. Die Kopfscheibe der Büchse b ist mit einem Haken versehen, welcher sich
beim Beginn des Hubes gegen einen in die Stirnfläche des Schildzapfens eingeschraubten
Zapfen c anlegt und durch denselben an der weiteren Drehung, verhindert wird.
Das andere Ende der Schraubenfeder ist dagegen mit der Kurbel fest verbunden und macht
deren Drehung mit. Durch die letztere wird demgemäfs die Schraubenfeder angespannt 'und
die Geschwindigkeit des fallenden Verschlufskeiles vermindert. Beim demnächstigen Hub
des Verschlufskeiles unterstützt dagegen die Schraubenfeder die Aufwärtsbewegung des Handhebels
C und infolge dessen findet ein Ausgleich der Kräfte statt, welche bei der Abwärts-
' und bei der Aufwärtsbewegung des Verschlufskeiles aufgewendet werden.
In den Fig. 3 und 4 ist eine Abänderung der Construction dargestellt. Die Schildzapfen
sind in diesem Falle nicht am Bodenstück angebracht und infolge dessen fehlt der Platz
für eine genügend lange Schraubenfeder.
Die Aufgabe ist durch Einschaltung einer besonderen Kurbel d gelöst, deren Zapfen in
einer in der Wand des Keilloches angebrachten schrägen Nuth gleitet.
Die Kurbel ist drehbar in dem Verschlufskeil gelagert, und ihre Nabe ist mit einem vierkantigen
Loch versehen,' in welches eine aus Blattfedern zusammengesetzte Torsionsfeder
hineingesteckt ist. Das andere Ende dieser Feder steckt in der Nabe eines Hebels e, welcher
in einer Aussparung des Verschlufskeiles gelagert ist und mit Hülfe der Schraube / in
einer Stellung befestigt wird, welche der gewünschten Anfangsspannung der Feder entspricht.
Eine an der Nabe des Hebels e angebrachte Hülse umgiebt die Feder und verhütet
gröfsere Durchbiegungen derselben. (/
Beim Senken des Verschlufskeiles wird die Kurbel d durch das Gleiten ihres Zapfens in"
der schrägen Nuth gedreht und die Torsionsfeder gespannt. Diese Spannung unterstützt
die demnächstige Aufwärtsbewegung des Ver-
schlufskeiles, und es findet also auch bei dieser Abänderung ein Ausgleich der Kräfte statt.
Fig. 5 und 6 zeigen die Lösung der Aufgabe mittelst einer Druckfeder. Dieselbe ist
auf der Welle der Schubkurbel α angeordnet, welche an ihrem freien Ende mit steilem
Schraubengewinde versehen ist. Die Schraubenmutter b bildet eine Hülse, welche in dem
Bodenstück der Kanone verschiebbar, aber nicht drehbar ist. Wird nun die Kurbelwelle a
mit Hülfe des Handhebels C gedreht, so schraubt sich, die Hülse b in das Bodenstück
ein und prefst die Schraubenfeder zusammen. Bei dem demnächstigen Zurückdrehen des Hand-·
hebeis dehnt sich die Schraubenfeder wieder aus und erleichtert durch ihren Druck auf die
Schraubenmutter b das Heben des Verschlufskeiles B.
In den Fig. 7 und 8 ist die Aufgabe mittelst einer starken Bandspiralfeder gelöst, deren
äufseres Ende am Bodenstück und deren inneres in einer auf den Vierkant der Welle a
aufgeschobenen Hülse b befestigt ist. Eine Scheibe c dient zum Verschluss des Gehäuses
und zur Führung für die Hülse b bezw. für die mit ihr verbundene Kurbelwelle a.
Die Wirkungsweise dieser Construction ist genau dieselbe, wie oben mehrfach beschrieben.
Man könnte die Zahl der Abänderungen natürlich noch vermehren, doch erscheint dies überflüssig,
da das Wesen der Erfindung, nämlich die Entlastung des Keiles durch. eine unter
Federdruck stehende Kurbel, durch die gewählten Beispiele genügend klargestellt ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei Geschützen mit senkrechtem oder annähernd senkrechtem Keilverschlufs die Anbringung einer Feder, welche auf eine Kurbel, event, die Schubkurbel α wirkt, deren Zapfen in einer Nuth des Verschlufskeiles gleitet, durch welche Einrichtung der Stofs ■ des fallenden Verschlufskeiles gemildert und die durch den Fall ausgeübte Kraft zugleich für den späteren Hub aufgespeichert werden soll.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47154C true DE47154C (de) |
Family
ID=322213
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT47154D Expired - Lifetime DE47154C (de) | Einrichtung zur leichteren Bewegung des senkrechten Keilverschlusses bei Geschützen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47154C (de) |
-
0
- DE DENDAT47154D patent/DE47154C/de not_active Expired - Lifetime
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