DE47143C - Orgel mit Zungenwerk - Google Patents
Orgel mit ZungenwerkInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10B—ORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
- G10B3/00—Details or accessories
- G10B3/04—Reservoirs
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Zungenorgeln mit einem oder zwei Manualen
und insbesondere auf solche Instrumente dieser Art, bei denen eine möglichst volle Entwickelung
des Zungentones durch Pfeifen, Mundstücke oder rohrförmige Erweiterungen in einem
gegebenen Räume gesichert werden soll.
Bei der vorliegenden Construction der Orgel soll dem an den Tasten Stehenden ein bequemerer
Zutritt zu den Zungen und den übrigen beweglichen oder einstellbaren Theilen
möglich sein.
Nach der Ansicht des Erfinders ist es , vortheilhaft, die Schieber und aufsenliegenden
Klappen zur Regulirung des Windes in Wegfall zu bringen, da erstere die Festigkeif des
Orgelgehäuses beeinträchtigen und durch Werfen und Klemmungen in ihren Führungen in Unordnung
gerathen; letztere dagegen nicht zur Anwendung gelangen können, wenn man nicht die Gestalt der Pfeifengruppen und anderer
Theile auf Reihen beschränken will, welche mit der Erzeugung eines kräftigen und vollständig
gedämpften Tones, wie er bei solchen Instrumenten nöthig ist, nicht in Einklang zu
bringen sind.
Zu diesem Zwecke kommt für jedes Register ein besonderer Resonanzkasten mit einem unabhängigen
Ventil zur Verwendung, das mit dem gemeinsamen Windkasten in Verbindung steht, wodurch die Arbeitsweise des Registers
in bedeutendem Mafse vereinfacht wird'
Die Erfindung bezieht sich aufserdem noch auf gewisse Constructionsdetails und die Combination
von Organen, die in den Zeichnungen des leichteren Verständnisses halber mit angegeben
sind.
Fig. ι zeigt in kleinem Mafsstabe die allgemeine
Anordnung einer Zungenorgel mit zwei Manualen, Fig. 2- im Längenschnitt und
gröfseren Mafsstabe und Fig. 3 in Vorderansicht mit theilweisem Schnitt zwei Resonanzkästen
nebst Zubehör. In Fig. 4 sind zwei schräg gestellte Hebel G, in Fig. 5 in gröfserem
Mafsstabe und Schnitt ein selbstthätig wirkendes Windentlastungsventil dargestellt, während
Fig. 6 in perspectivischer Ansicht eine auf die Drähte zur Bewegung der Hebel G geschraubte
Hülse und Fig. 7 die Endansicht des Windkastens mit den Ventilen und den Registerhebeln
zeigt..
In Fig. ι sind X X1 die Taster zweier
Manuale, YY1 die Tastenhebel und ZZ1 die
Zugstangen oder Drähte der Orgel. Sämmtliche Theile sind von der üblichen Anordnung;
nur sind die Drähte so angeordnet, dafs sie sich aufserhalb des Bereiches der einzelnen
Resonanzkästen vor denselben befinden, wie weiter unten angegeben.
Die Zahl der über einander liegenden Resonanzkästen entspricht der Anzahl der Register
und Manuale; jeder Resonanzkasten besteht aus den drei bestimmten Theilen, nämlich einer
Windlade A, einem Zungenkasten B und einem Kanalkasten C. Die Windlade ist derjenigen
einer Pfeifenorgel hinsichtlich der Anordnung des Ventils a, der dasselbe anpressenden
Feder α l und des Zugdrahtes a2 ähnlich. Das
die Vorderseite der Windlade abdeckende Brett a3 wird, um es abnehmen zu können
und gleichzeitig an Raum zu sparen, durch
federnde Drahthäkchen α4 festgehalten, die in das Fleisch des Zungenkastens und der Windlade
eingeschraubt sind und deren vordere Enden die obere und untere Kante des-Brettes a3
übergreifen (Fig. 2).
Es empfiehlt sich, an der Rückseite der Windlade ein am besten aus einem kleinen
Blasebalg a1 bestehendes Entlastungsventil anzubringen;
die Unterplatte dieses Blasebalges ist an der Hinterwand der Windlade A befestigt
und mit einer Oeffnung versehen, welche über ein durch die Windladenhinterwand gehendes
Loch a5 zu liegen kommt. In geringer Entfernung von letzterem ist in derselben Wand
eine zweites Loch a8 angebracht, Fig. 5, das durch eine Scheibe a° abwechselnd geöffnet
und geschlossen wird; letztere sitzt an einem von der beweglichen Platte des Blasebalges a1
abstehenden Arme. Tritt nun durch Oeffnen des Ventils α Wind in die Windlade A ein,
so tritt dieselbe auch in den Blasebalg a7 ein, so dafs letzterer sich aufbläht und dadurch
Scheibe a9 das Loch a8 überdeckt; wird jedoch
Ventil α wieder geschlossen, so wird die weitere Luftzuführung abgeschlossen, worauf Blasebalg
a7 zusammenklappt und Loch a8 geöffnet
wird. Hierdurch wird ein unrichtiger Druck in der Windlade, der fälschlicher Weise auf
die Zungen einwirken würde, sowie eine Störung des Orgelwerkes durch-Entweichen von Wind
durch Loch a8 vermieden.
Zungenkasten B ist wie gewöhnlich mit Längsnuth und Windöffnung versehen; in dieser
Nuth ist jedoch die Zunge b in der Weise befestigt, dafs sich ihr freies Ende gegen den unteren
Rand der Windöffnung anlegt, wobei der Sitz der Klappe α unmittelbar unter dem
freien Zungenende liegt.
Ueber dem Zungenkasten liegt der Kanalkasten C, dessen Kanal c sich an die Oeffnung
im Zungenkasten anschliefst. Der Kanal erstreckt sich von hier direct nach dem Raum W
auf der Orgelhinterseite, der zur Aufnahme der in der Zeichnung weggelassenen Pfeifen, Mundstücke
oder rohrförmigen Erweiterungen bestimmt ist.
Durch die beschriebene Anordnung erhält jede Zunge die unter ihr liegende zugehörige
Klappe und den über ihr liegenden Kanal, so dafs eine ununterbrochene Durchgangsöffnung
zwischen der Spitze der Zunge und der äufsersten Befestigungsstelle geschaffen ist,
wodurch der Ton seine geeignete Ausbildung erhält. Der Zungenkasten ist an seiner vorderen
Fläche mit einer Oeffnung ausgerüstet, durch welche die Zunge eingesetzt oder für
Stimm- und Reparaturzwecke herausgenommen werden kann; diese Oeffnung wird von einem
Deckel oder einer Leiste D abgeschlossen, die bei d an der Vorderfläche des Resonanzkastens
drehbar gelagert ist und durch eine oder mehrere stets gespannte Federn E in geöffneter
oder geschlossener Stellung gehalten wird. Fig. 2 zeigt die Anordnung der Feder, die
auch durch andere Mittel ersetzt werden kann.
Deckel -D sowohl, wie das unter demselben angeordnete Brett a3 erstreckt sich als einheitliches
Stück über die gesammte Vorderfläche der Orgel, um die einzelnen Kammern in der
Reihe zu überdecken; Deckel und Brett können jedoch auch in Theile getrennt werden, in
welchem Falle dann jeder Theil seine besonderen Federn und Haltevorrichtungen erhält.
Es empfiehlt sich, den Hauptwindkasten F an den Enden des Instruments vertical in dessen
Gehäuse und rechtwinklig zu den einzelnen Windladen anzuordnen, die mit dem Hauptkasten
durch von den Registern bethätigte Klappen ff in Verbindung stehen; Ζ1/1 sind
die im Kasten F untergebrachten Hebel, welche die Bewegung von den Registern auf die
Klappen übertragen (Fig. 7).
Bei einer. Orgel nach vorliegender Erfindung müssen die Drähte ZZ1 zur Bewegung der
Hebel G an der Stirnfläche der Resonanzkästen der Reihe nach vorbeigeführt werden.
Um nun freien Raum gegenüber den Enden der Zungenkastenlöcher zu lassen, müssen die
Drähte ZZ1 in verticaler Richtung zwischen
den genannten Löchern und nicht in der Ebene der Zugdrä'hte a1 liegen, die an die
einzelnen Klappen α in den Windladen angeschlossen sind. Ein Zusammentreffen der
Drähte Z Ζλ mit den Zungen bei deren Herausziehen
aus ihren Kästen wird dadurch vermieden, dafs die einzelnen Hebel G, von denen je 'einer für eine Note dient, von vorn nach
hinten schief oder» schräg gestellt wird, wie in Fig. 3 und 4 angegeben.
Die hinteren Enden dieser Hebel werden bei g g drehbar an Längsleisten HH befestigt,
welche an der Unterseite der Windlade sitzen, so dafs die Drähte zum Niederziehen der
Klappen α mit den Hebeln G verbunden werden können, während die vorderen Enden der
letzteren in einer Linie mit den Drähten ZZ1
liegen, wodurch die Zungen bei ihrer Herausnahme kein Hindernifs finden und die gesammte
Anordnung ohne Reibung und seit-.. liehen Zug in Thätigkeit gesetzt werden kann.
Um andererseits die einzelnen Resonanzkästen nebst Zubehör für Reparaturzwecke aus
der hinteren Partie der Orgel ziehen zu können, ohne die Lage der anderen Kästen zu verändern
und das ganze Zugwerk zu stören, sind sämmtlicbe Enden der Hebel G bei gx gabelförmig gespalten, so dafs trotz des Durchganges
der Drähte ZZ1 durch die Hebelenden keine
permanente Verbindung mit denselben vorhanden ist und das oben erwähnte Herausziehen
leicht und bequem vorgenommen werden kann.
In geringem Abstande von der Kreuzungsstelle der Drähte Z Z1 mit den Hebeln G wird
auf den Drähten ein mit Schraubengewinde besetzter Knopf K aufgelöthet oder in anderer
Weise befestigt, auf dessen Gewinde eine Hülse L von der doppelten Länge des Knopfes K aufgeschraubt
wird. Das untere Ende der Hülse legt sich gegen. den Hebel G an, so dafs durch
Auf- und Niederschrauben der Hülse die gewünschte Einstellung zwischen Hebel und Draht
gesichert wird.
Da für gewöhnlich der Knopf K aus Metall, dagegen die Hülse aus weichem Holz hergestellt
wird, so braucht die Innenfläche der letzteren nicht mit Gewinde versehen zu werden.
Durch Anbringung' eines sich von der oberen bis zur unteren Hülsenkante erstreckenden
Spaltes /, Fig. 6, wird die dem Holze eigenthümliche Federkraft zur Herstellung einer
dichten Verbindung mit dem mit Gewinde besetzten Knopf benutzt, während die Hülse
gleichzeitig auf den Draht aufgeschoben werden kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Orgel mit Zungenwerk, gekennzeichnetdurch folgende Einrichtungen:ι. Anordnung der Ventile α innerhalb der sich über die gesammte Orgelbreite erstreckenden und nur bei Reparaturen zu öffnenden Windlade A dergestalt, dafs jedesVentil unterhalb des die Zunge einschliefsenden Zungenkastens B liegt;
Anordnung der aufsen liegenden Zugdrähte ZZ1 zwischen je zwei durch eine Leiste D überdeckten Zungenkästen B in Verbindung mit der Anordnung schräg gestellter, vorn gegabelter Hebel G dergestalt, dafs die Zugdrähte ZZ1 nicht in die Ebene der Ventildrähte a1 fallen, behufs bequemerer Zugänglichkeit zu den Zungen- und Windkasten A und B;Verbindung der Zugdrähte ZZ1 mit den Hebeln G durch auf den Drähten befestigte, mit äufserem Gewinde versehene Knöpfe K, auf denen eine geschlitzte Hülse L bis zur Berührung mit dem Hebel G aufgeschraubt wird;Anordnung der beiden Kanäle a5 und as in der Hinterwand der Windlade, von denen ersterer beständig durch einen Blasebalg α7, letzterer durch eine an der beweglichen Blasebalgplatte sitzende Klappe a9 abwechselnd geschlossen ist (Fig. 5), zum Ausgleiche irgend welcher zufälligen Undichtheiten ;Anordnung der über einander liegenden Windladen A und des Hauptwindkanales F dergestalt, dafs die genannte Räume verbindenden Oeffnungen durch Ventile/überdeckt und letztere durch im Hauptwindkanal F liegende Hebel f1 bewegt werden (Fig. 3 und 7).Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47143C true DE47143C (de) |
Family
ID=322203
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT47143D Expired - Lifetime DE47143C (de) | Orgel mit Zungenwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47143C (de) |
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0
- DE DENDAT47143D patent/DE47143C/de not_active Expired - Lifetime
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