DE46775C - Ausdehnbare Matrize an Knopfpressen - Google Patents

Ausdehnbare Matrize an Knopfpressen

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DE46775C
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J. C. SCHOTT in Providence, Rhode
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A44HABERDASHERY; JEWELLERY
    • A44BBUTTONS, PINS, BUCKLES, SLIDE FASTENERS, OR THE LIKE
    • A44B1/00Buttons
    • A44B1/08Constructional characteristics
    • A44B1/12Constructional characteristics covered by fabric
    • A44B1/126Manufacture not otherwise provided for

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 44: Kurzwaaren.
Ausdehnbare Matrize an Knopfpressen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. December 1887 ab.
Die bisher bekannt gewordenen Maschinen zur Herstellung von Stoff knöpfen nehmen keine Rücksicht auf die Unterschiede in der Stärke der verschiedenen Stoffe, mit welchen die Metallblechscheibe des Knopfobertheiles überzogen wird, so dafs bei Anwendung eines dicken Stoffes dieser in die Prefsform so stark eingezwängt wird und eine solche Reibung erleidet, dafs leicht eine Beschädigung des Stoffes entsteht.
Diesem Mangel wird durch vorliegende Erfindung abgeholfen, welche darin besteht, dafs eine bis zu gewissem Grade ausdehnbare Matrize benutzt wird, so dafs hierdurch ein Ausgleich für - die verschiedenen Stoffstärken geschaffen und der.Stoff vor jeder allzu starken, ■beschädigenden Spannung bewahrt wird. Die Maschine zeichnet sich aufserdem durch einige Neuerungen an der Einrichtung des Prefskolbens .aus, welcher die Patrize bethätigt, insbesondere kommt hierbei ein hin- und herschwingender Halter für den Prefskolben zur Anwendung.
Fig. ι beiliegender Zeichnung zeigt die Knopfmaschine in Seitenansicht, Fig. 2 in Oberansicht mit zur Seite gedrehtem Prefskolben-. halter. Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt nach 3-3, Fig. i. Der Handhebel, mittelst dessen der Prefskolben bethätigt wird, ist in vorgenannten Figuren abgebrochen dargestellt; Fig. 4 zeigt diesen Handhebel für sich in kleinerem Mafsstabe.
Fig. 5 veranschaulicht in gröfserem Mafsstabe einen Theil der Platte des Untersatzes, mit einem Brett, auf welchem aus dem Stoff mittelst eines ringförmigen Messers die zum Beziehen des Knopfobertheiles erforderlichen Scheiben ausgeschnitten werden. Fig. 6 und 7 zeigen im Schnitt die Werkzeuge, durch welche die Vereinigung der verschiedenen Theile des Knopfes bewirkt wird, und zwar im Anfang und am Schlufs der Thätigkeit. '.
Fig. 8 ist ein Schaubild der sich erweiternden Matrizenform.
Die obere Platte des Untersatzes 7 bildet in dem mittleren verstärkten Theil 8 das Bett für die Matrize^ welche aus einem geschlossenen starren Ring 9 und einem zweiten inneren Ring 10 besteht, der aus Federstahl besteht, bei 11 aufgeschlitzt ist und geringeren äufseren Querschnitt hat, als die lichte Weite des Ringes 9 beträgt, so dafs ein Weiten des Ringes ι ο stattfinden kann. Um ein unbeabsichtigtes Herausheben bezw. Drehen des Ringes 10 zu verhindern, ist die Lage desselben durch einen Stift 12 gesichert, welcher durch den äufseren Ring 9 in die Bohrung 35 des inneren Ringes ι ο eintritt. Der obere Rand des Ringes ι ο ist nach innen zu abgeschrägt, so dafs beim Eindrücken eines stärkeren Gegenstandes das Auseinanderfedern des Ringes 10 in geeigneter Weise eingeleitet wird.
Die Patrize besteht ebenfalls aus zwei Theilen, dem mittleren vollen Stempel 13 mit nach dem Untertheil des Knopfes ausgehöhlter unterer Endfläche und der auf 13 verschiebbaren Ringhülse 14, welche sich mittelst eines Schlitzes 1 5 an dem in dem Stempel 13 befestigten Stift 16 führt, so dafs also die beiden Theile 13 und 14 eine gewisse gegenseitige Verschiebung erhalten können.
Die Bethätigung der Patrize erfolgt durch den senkrecht verschiebbaren Prefskolben 17, welcher lose in einem zur Seite drehbaren Halter sitzt. Letzterer besteht aus der oberen Platte 18, welche um den in dem Ständer ig befestigten Schraubstift 38 drehbar ist, dem Bügel 37, der die unteren Enden des letzteren verbindenden Büchse 23 und dem die oberen Enden des Bügels verbindenden Steg 29.
Das freie Ende der Platte 18 ist mit einem Griff 20 versehen. Während der Thätigkeit der Maschine ruht das freie Ende des Halters in dem mit einem Schlitz versehenen Kopf 21 des Ständers 22, welcher symmetrisch zu 19 auf dem Untersatz 7 angeordnet ist. Der Schlitz in dem Kopf 21 ist so begrenzt, dafs bei vollständigem Einschieben des freien Endes des Halters in denselben der in der Büchse 23 geführte Prefskolben 17 genau zu der Patrize centrirt ist.
Der Prefskolben ist unten mit einem verbreiterten Kopf versehen und wird für gewöhnlich durch eine Spiralfeder 24, deren unteres Ende sich auf die Büchse 23 stützt, während das obere Ende sich gegen einen in dem Kolben befestigten Stift 25 legt, in angehobener Lage erhalten. Das Niederdrücken des Prefskolbens 17 erfolgt unter Zusammenpressen der Spiralfeder 24 mittelst des mit Excenter 27 versehenen Handhebels 26, welcher um den in dem Steg 29 befestigten Stift 28 drehbar ist.
Wie Fig. 5 veranschaulicht, kann die Maschine nach Beseitigung der Matrize mit der Patrize auch zum Ausschneiden der zum Beziehen des Knopfes dienenden Stoffscheiben benutzt werden. Man legt hierzu auf der Platte 8 des Untersatzes ein Brett 31, auf welchem der Stoff 32 ausgebreitet wird, setzt dann centrisch unter den Kopf des Prefskolbens 17 auf den Stoff einen mit einer Schneidkante versehenen Ring 30 auf, dessen Gröfse der gewünschten Stoffscheibengröfse entspricht, und drückt mittelst des Hebels 26 den Kolben 17 nieder, so dafs'die gewünschte Scheibe aus dem Stoff herausgeschnitten wird.
Der Vorgang bei Anfertigung der Knöpfe ist folgender: Der Halter 18 wird zur Seite gedreht, Fig. 2, und die Patrize aus der Matrize entfernt. In letztere wird nun zunächst die Stoffscheibe 32 eingedrückt und' auf dieselbe die Blechscheibe 34 gelegt, welche durch be-^ sonderes Stanzen bereits vorher in die geeignete Form gebracht ist (Fig. 6).. Der aufgebogene Rand dieser Scheibe ist nach oben gerichtet.
Alsdann wird der bereits vorher für sich fertig gestellte Untertheil 39 des Knopfes in die Aushöhlung 36 des Stempels 13 eingelegt und aus dieser zusammen mit der darauf verschiebbaren Hülse 14 in die Matrize, d. h. in den federnden Ring 10 eingesetzt. Die Hülse 14 ist dabei ausgezogen, so dafs durch den abgeschrägten Rand derselben der obere Rand der Stoffscheibe nach innen umgebogen wird.
Sobald nun der Prefskolben 17 niedergedrückt ,wird, schiebt sich der Stempel 13 innerhalb der Hülse 14 nach unten vor, der Kiiopfuntertheil legt sich auf den umgebogenen Stoffrand, faltet letzteren beim weiteren Vordringen des Stempels 13 vollständig um den aufrecht stehenden Rand der Obertheilblechscheibe 34 herum und dringt schliefslich selbst in diesen aufgezogenen Theil ein. .
Inzwischen ist der Stempel 13 derart in der Hülse 14 vorgeschoben worden, dafs letztere nunmehr von dem oberen stärkeren Theil des Stempels 13 mitgenommen wird. Hierbei wird schliefslich der nach oben gerichtete Rand der Obertheilscheibe 34 durch den nach innen abgeschrägten Rand der Hülse 14 zusammen mit dem umgefalteten Stoffrand in der aus Fig. 7 ersichtlichen Weise nach innen über den Rand des Untertheiles umgebogen und hierdurch die Vereinigung zwischen Ober- und Untertheil herbeigeführt.
Bei diesem Vorgange wird der Ring 10 in einem der Stoffstärke entsprechenden Mafse aus einander federn und somit jedes den Stoff beschädigende Zwängen vermieden.
Es leuchtet ein, dafs die Matrize auch blos aus dem federnden Ring 10 bestehen könnte, doch ist die Anwendung des äufseren Ringes 9 zweckmäfsig zur Begrenzung der maximalen Weitung des federnden Ringes.
Mit Bezug auf die Herstellung der Maschine sei bemerkt, dafs der Untersatz 7 mit den beiden Ständern 19 und 22, sowie der Halter 18 mit Bügel 37, Büchse 23 und Steg 29 als je ein Gufsstück hergestellt werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Knopfpressen die Anwendung einer vorzugsweise aus einem geschlitzten federnden Ring (10) bestehenden ausdehnbaren Matrize, welche sich für gewöhnlich zum kleinsten Durchmesser zusammenschliefst und deren äufserste Erweiterung durch einen geschlossenen Ring (9) oder feste Anschläge begrenzt wird, zu dem Zwecke, die Presse ohne Auswechselung der Werkzeugstücke für verschiedene Stärken des Knopf bezuges benutzen zu können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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