DE20263C - Neuerungen in der Fabrikation von Hacken und ähnlichen Werkzeugen - Google Patents

Neuerungen in der Fabrikation von Hacken und ähnlichen Werkzeugen

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DE20263C
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CHR. GABRIEL und J. SCHNEIDER in Eslohe, Westfalen
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K11/00Making cutlery wares; Making garden tools or the like
    • B21K11/10Making cutlery wares; Making garden tools or the like axes; picks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 49: Mechanische Metallbearbeitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. März 1882 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft Neuerungen in der Fabrikation von Hacken und ähnlichen Werkzeugen, speciell in der Herstellung der an diesen Werkzeugen befindlichen Augen.
Die Erfinder stellen die Augen mittelst besonderer Matrizen in Schmiedemaschinen in der durch beiliegende Zeichnung veranschaulichten Weise her.
Fig. ι zeigt die Ansicht der Presse mit drei Matrizen A B und C nebst Scheere D. Fig. 2 zeigt die Matrize A in oberer Ansicht. Fig. 3 und 4 sind Schnitte nach Linien 1 -1 und 2 - 2 in Fig. 2 der Matrize A mit Stempel. Fig. 5 ist ein Schnitt durch Matrize B mit Stempel. Fig. 6 ist ein Schnitt durch Matrize C mit Stempel. Fig. 7 zeigt eine fertige Hacke, Fig. 8 eine nach demselben Verfahren hergestellte Wagenkapsel.
Die Matrize A enthält zwei Formen α und b, sie erfüllt den Zweck, den Eisen- oder Stahlstab vorzudrücken bezw. vorzubereiten; derselbe wird zunächst in der Form α und dem entsprechenden Theil «' des Stempels A1 von der hohen Kante geprefst, Fig. 3, dann in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise in den Theil b der Matrize von der flachen Seite geprefst. Durch diese beiden Operationen wird der Stab an den für das Auge bestimmten Stellen mit einer Verstärkung versehen, welche die Herstellung des Auges in den folgenden Operationen ermöglicht.
Der in der Matrize so vorbereitete Eisenoder Stahlstab wird nun so in die Vertiefung der Matrize B, Fig. 5, gelegt, dafs der von oben, kommende Dorn d des Stempels B1 in den mittleren Theil des Stückes hineindrückt und so das Auge der Hacke etc. vorbildet.
Fertig wird das Auge jedoch durch diesen Druck nicht; der Dorn geht nicht durch, sondern läfst einen dünnen Boden stehen. Dieser Boden wird nun in einer besonderen Presse herausgestofsen; das Stück erhält nämlich eine neue Hitze und kommt in die Matrize C, wo sowohl das Auge durch den genau passenden Dorn f des Stempels C1 die genaue Form erhält, als auch die Hacke selbst an beiden Seiten des Auges durch die obere Matrize genau auf gewünschte Dimensionen ausgeprefst und wobei der Grat abgestofsen wird. Das Hackenmaterial wird sogleich durch die an der Presse angebrachte Scheere D auf Mafs abgeschnitten.
Um das fertiggeprefste Fabrikat aus der Matrize C entfernen zu können, ist dieselbe verschiebbar gemacht, während ihre genaue Stellung unterhalb des Stempels C1 durch einen Anschlag g fi^irt wird.
Das Fertigmachen der Hacke ist nun sehr einfach, da nur die beiden Enden, oder bei einfachen Hacken das eine Ende auf gewöhnliche Weise ausgeschmiedet bezw. verstählt zu werden braucht.
Der durchdrückende Dorn / nimmt einen Theil des Eisens oder Stahles mit herunter, während ein anderer Theil, nachdem der Raum um denselben herum ausgefüllt ist, sich, nach oben hin drückt. Besonders ist dies bei dem Pressen in Matrize B der Fall, wo das ganze Stück sich durch das Eindringen des Domes in die Höhe hebt und das Auge nach unten zu nur um etwa 5 mm verlängert. Dadurch, dafs der Dorn gerade in der beschriebenen

Claims (1)

  1. Weise eindringt und nicht durchstöfst, sondern unten einen dünnen Boden läfst, wird einestheils der Verlust an Material aufs Aeufserste beschränkt und anderenteils das Reifsen des Auges vermieden.
    Man kann auf diese Weise runde, ovale und viereckige Augen von jeder Gröfse und bis 80 mm Höhe und darüber herstellen, also alle Sorten Hacken, Disseln und ähnliche Sachen, insbesondere auch Wagenkapseln.
    Pa-tent-An s ρ ruch:
    Das beschriebene Verfahren zur Herstellung der Augen an Hacken, Disseln und ähnlichen Werkzeugen, von Wagenkapseln und ähnlichen Gegenständen durch Pressen, charakterisirt durch die auf einander folgenden Operationen: Vorbereiten des Auges in der Matrize A, Einpressen der Höhlung des Auges in Matrize B, Durchstofsen des Bodens und Fertigstellung des Auges in Matrize C.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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