-
Oberhalb des Förderguts frei aufgehängte Vorrichtung zum Regeln der
Fördergeschwindigkeit des Förderguts in einer Rinne oder Schütte Die Erfindung betrifft
eine Zuführungs-und Regelvorrichtung für das Zubringen von Materialien, wie Koks,
Kohle, Steine, Sand, Erze oder andere körnige oder pulvrige Stoffe, wobei es gleichgültig
ist, ob es sich um leicht bewegliche, nicht haftende oder um klebrige und Widerstand
bietende Stoffe handelt und-ob das Material aus Vorratskammern oder anderen Behältern
befördert werden soll, oder ob die Vorrichtungen dazu dienen sollen, den Fluß von
bereits in Bewegung befindlichen Materialien zu beschleunigen, zu verzögern oder
zu unterbrechen.
-
Die Erfindung besteht in einem geschlossenen Band, das sich kreisförmig,
eliptisch, in der Längsrichtung oder sonstwie so bewegt, daß die Bewegung des unteren
Teils des Bandes in Richtung der Gleitbewegung des Förderguts erfolgt.
-
Die Einrichtung gemäß der Erfindung ist selbst nachgiebig, um die
notwendige selbsttätige Einsfellung zu ermöglichen. Zu. diesem Zweck besteht die
Erfindung aus einem nachgiebigen Gliederbande, das in entsprechender Lage zu der
Austrittsöffnung oder dem Zuführungskanal angeordnet ist. Es kann hierbei die Einrichtung
so getroffen sein, daß das biegsame Gliederband die Stange oder andere Mitnehmervorrichtungen
trägt, um das Bewegen des Materi4ls z%i sichern. Die Einrichtung kann auch so getroffen
sein, daß an einer Scheibe Stangen angebracht sind, sei es direkt oder mittels irgendwelcher
Aufhängeglieder, wobei die Scheibe oder das Rad um einen Mittelpunkt beweglich ist
und die Lage zur Ausflußöffnung oder dem Zuführungskanal einstellbar ist.
-
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise in drei
Ausführungsformen veranschaulicht. Es zeigt: Abb. i Schnitt durch die Anordnung,
Abb. a Seitenansicht, Abb.3 Endansicht, Abb. q. Ansicht der abgeänderten Ausführungsform,
Abb. 5 und 6 Seiten- und Endansicht einer dritten Ausführungsform, Abb.7 Schnitt
durch eine Abänderung an der Vorrichtung nach Abb. 5 und 6.
-
Bei der Ausführungsform der Erfindung für irgendein Anwendungsgebiet,
z. B. bei der Verwendung für die Überwachung des Materialausflusses aus einem Vorratskasten,
wie sie in den Abb. i bis 3 dargestellt ist, ist für die Auslaßöffnung eine Zuführungs-
und Überwachungseinrichtung vorgesehen. Diese besteht aus einer Anzahl Stangen a,
die auf einem oder mehreren endlosen Gliederbändern b angeordnet sind. Die Glieder
greifen in ein oder . mehrere Kettenräder c oder.,andere
Vorrichtungen
ein, wodurch die Glieder ständig bewegt werden und damit auch die von ihnen getragenen
Stangen verschoben werden, zum Zwecke, die Materialzufuhr zu regeln. Die die Bänder
b tragenden Kettenräder c sitzen auf einer Welle d, die in Lagern drehbar ist und
die Bänder in solcher Richtung und mit solcher Geschwindigkeit bewegt, daß sich
das Material in der Gleitrinne in derselben Richtung und mit der gleichen Geschwindigkeit
bewegt. Wenn ein unzulässig großes Materialstück zur Fördervorrichtung gelangt,
so wird diese dank ihrer nachgiebigen Ausbildung ausweichen und den Durchgang des
Materialstückes zulassen, worauf sie wieder in ihre gewöhnliche Arbeitsstellung
zurückkehrt. Änderungen in der Fördermenge können, wenn die Vorrichtung an einer
Vorratsbehälteröffnung zum Zwecke des Regulierens des Materialflusses angebracht
ist, dadurch herbeigeführt werden, daß die Vorrichtung durch Stellschrauben e oder
irgend andere geeignete Mittel gehoben bzw. gesenkt wird. Es versteht sich, daß
die Bewegung relativ zur Auslaßöffnung geschieht, so daß der Auslaß zum Zwecke der
Einstellung bewegt werden kann, anstatt die Zuführungsvorrichtung zu bewegen.
-
Wenn bei der Arbeit die Vorrichtung nachgibt, um große Materialstücke
durchzulassen, obgleich die Vorrichtung und ihre Teile sehr schwer sind, so geschieht
dies Nachgeben infolge der Tatsache, daß die Vorrichtung plötzlich bei den großen
Materialstücken festgehalten wird und der Riemen bzw. die Kette deshalb über dieser
Stelle nachgeben. In der Ruhestellung dagegen besitzt die- Vorrichtung nicht diese
Fähigkeit des Nachgebens, und sie wirkt daher mit ihrer ganzen Masse dem Durchtritt
des Materials entgegen und hält so dessen Bewegung auf.
-
Damit das Gewicht des äußeren oder zurücklaufenden Teils der Vorrichtung
diesen Widerstandsdruck unterstützen kann, können die Glieder des Kettenbandes mit
winklig oder schräg zulaufenden Enden ausgerüstet sein, die, wenn sie sich am unteren
Ende des Riemenganges befinden, gegen Platten f anlegen, die hierfür vorgesehen
sind, wodurch ein erheblicher Gewichtsteil des rücklaufenden Riemenstückes auf die
Arbeitsseite übertragen wird.
-
Bisweilen kann es vorteilhaft sein, den Druck der Arbeitsseite der
Vorrichtung zu erhöhen und insbesondere diese Druckerhöhung an einer Stelle stärker
auftreten zu lassen als an einer anderen, was auf verschiedene Weise erreicht werden
kann. So kann man z. B. innerhalb des Riemens bzw. der Kette Rolleng vorsehen, die
drehbar auf Wellen h sitzen. An .diesen sind Glieder i angeordnet, die dazu dienen,
die Wellen und Rollen von der Welle d abzustützen, auf der das Kettenrad sitzt.
Zweckmäßig geschieht das Abstützen gegen eine verlängerte Nabe der die Welle tragenden
Lager. Solche Wellen können zusammen oder einzeln belastet werden, um der Vorrichtung
verschieden großen Widerstand mitzuteilen, während durch ihre Fortbewegung aus der
Arbeitsseite des Riemens dieser Teil von jedem besonderen Druck, der .eine Folge
der Welle wäre, entlastet werden kann. Wenn sie genügend weit bewegt worden sind,
um auf der entgegengesetzten Seite der Vorrichtung zu wirken, so kann ein Teil des
Druckes davon von der Arbeitsseite abgelenkt werden.
-
Die zur Verwendung kommenden Stangen können voll oder hohl sein und
jeden beliebigen Querschnitt besitzen. Sie können auch in sich biegsam sein und
feste oder nachgiebige Zapfen o. d;gl. Ansätze tragen, um die Reichwirkung für das
Erfassen des unebenen Materials zu vergrößern. Die Stangen können auch anstatt von
Gliederbändern von einem oder mehreren endlosen Gliederverbindungen, Ketten, Riemen
oder Stangen, oder anderen biegsamen Übertragungsorganen gehalten werden.
-
Der Riemen, die Kette o. dgl. kann von jeder geeigneten Länge sein
und kann an mehreren Stellen '(s. Abb. q.) von Kettenrädern c, cl, c2 o. dgl. gehalten
werden, anstatt nur am Ende unterstützt zu sein, wie beispielsweise beim oben beschriebenen
Ausführungsbeispiel.
-
Anstatt die Zuführungs- und Regelvorrichtung biegsam auszugestalten,
kann sie auch mehr oder weniger starr odernachgiebig sein. In diesem Falle 'wird
sie beweglich angeordnet; so daß sie entsprechend gegenüber dem Auslaß bzw. dem
Gleitkanal eingestellt werden Mami. So können z. B. die Stangen a auf einer oder
mehreren Scheiben h, sei es direkt (s. Abb. 5 und 6) oder mittels Gliedern L oder
anderen beweglichen Teilen (s. Abb. 7) befestigt sein. In letzterem Falle können
die Glieder auch unmittelbar durch Ketten 11 oder entsprechende Organe miteinander
verbunden werden. Die Welle der Trommel bzw. Scheibe kann Kettenräder m tragen,
die mit Gliederketten n o. dgl. zusammenwirken, wobei diese in Eingriff mit einem
zweiten Kettenrad o kommen, das in ein oder mehrfacher Ausführung auf der Welle
p sitzt. Diese läuft in Lagern, die von dem Vorratskasten getragen werden. Die Gliederketten
können in diesem Falle selbst die Aufhängemittel für die Trommel oder die Scheibe
sein, so daß letztere beweglich je nach der jeweiligen Lage der Zuführungsöffnung
bzw. des Gleitkanals angeordnet sind; oder die,
Wellen der einzelnen
Kettenräder können untereinander gekuppelt sein, durch Verbindungsstangen oder Glieder
r, um ihre gegenseitige Entfernung festzulegen und die Riemen von dem Zuge des Tromme:gewichtes
zu entlasten. Solche Verbindungsglieder können in der Länge einstellbar sein, um
auch die Riemenspannung verändern zu können, und es ist aus der Konstruktion ersichtlich,
daß praktisch das ganze Gewicht der Trommel bzw. der Scheibe oder anderer die Stange
tragender drehbarer Glieder zur Wirkung auf das Material kommt.
-
Es ist klar, daß die vorerwähnten Konstruktionseinzelheiten nur beispielsweise
gegeben sind. Die Erfindung besteht im wesentlichen in der Schaffung einer Förderuni
Regelvorrichtung für den Zufluß, wobei sie sich selbsttätig den verschiedenen Bedingungen
anpaßt, unter denen sie arbeiten muß. Es kann daher die Form und die Bauart der
Vorrichtung, ihre Anordnung gegenüber der Üffnung oder dem Kanal, durch den hindurch
das Material tritt, und die Einrichtung zum Drehen der Zuführungsvorrichtung mittels
Hand oder Kraft geändert werden, je nachdem jeweils beabsichtigten Verwendungszweck,
der Art des zu behandelnden Materials oder aus anderen Gründen.