-
Schreibmaschine mit Tabulator und Kraftantrieb zur selbsttätigen Rückführung
des Wagens Bei Schreibmaschinen mit Tabulatorwerk und Kraftantrieb zur Rückführung
des ZVagpns ist es vorgeschlagen worden, zur Vermeidung von Beschädigungen der Maschine
während des Wagenrücklaufes das Tabulatorgetriebe unwirksam zu machen. Diese bekannte
Einrichtung schließt jedoch die Gefahr von Störungen insbesondere dann nicht aus,
wenn die Maschine mit einer selbsttätigen Anlaßvorrichtung versehen ist, die den
Kraftantrieb am Ende einer Schreibzeile selbsttätig zur Wirkung bringt. In diesem
Falle besteht die Gefahr, daß eine Tabulatortaste bereits gedrückt ist, wenn die
Anlaßvorrichtung zur Wirkung kommt.
-
Dieser Nachteil der bekannten Einrichtung wird gemäß der Erfindung
dadurch ver:#nieden, da.ß ein von den Tabulatortasten bewegter Sperrteil beim Niederdrücken
der Tabulatortaste zur Wirkung kommt, der :entweder das Wagenrückführgetrieb.e vom
Motor abschaltet oder den Motorstromkreis unterbricht oder gleichzeitig beide Schaltmaßnahmen
ausführt.
-
Die Erfindung ist durch die Zeichnung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar zeigt Abb. i einen von vorn nach hinten durch die Maschine geführten Teilschnitt,
Abb.2 eine rechtseitige Fortsetzung dieses Schnittes und Abb. 3 eine Einzelheit,
teils in Ansicht, teils im Schnitt. Die Erfindung ist beispielsweise an einer Remington
- Schreibmaschine mit Grundplatte i, Deckplatte 2 und Wagen 5 dargestellt, die an
der Vorderseite des Rahmens Tabulatortasten 16 trägt, die durch Gestänge
üblicher Art auf das Wagenschaltwerkeinwirken.
-
Zur Zurückführung des Wagens dient ein auf dem Gehäuseteil 32 angeordneter
Elels-tromotor 33, dessen Welle 34. durch eine elastische Kupplung 36 auf eine waagerechte
Welle einwirkt, die am vorderen Ende ein Kegelrad 37 trägt. Dieses ist in
Eingriff mit einem Kegelrad 38, das frei auf :einer senkrechten Welle 4o drehbar
ist, die durch ein Stirnrad .i2 auf eine Zahnstange .13 am Wagen 5 einwirkt.
-
Das Rad 38 trägt an der Unterseite nach unten ragende Kupplungszähne
q.q., die mit den Zähnen 4.5 eines Kupplungsgliedes 4 6 in Eingriff gebracht
werden können, das auf dem unteren Teil der Welle ¢o verschiebbar, aber undrehbar
angebracht ist. Gewöhnlich ist die Kupplung offen. Die Bewegung des Kupplungsteiles
46 erfolgt mit Hilfe eitler in eine Umfangsnut- eingreifenden Rolle rin am freien
Ende des Armes 5o eines Winkelhebels 50, 51, der auf dem rechten Ende einer
im Gehäuse 32 drehbaren Schaltwelle 53 durch eine Klemmschraube 52 festgeklemmt
ist. An dem zweiten abwärts gerichteten Arm 51 des 'Winkelhebels greift eine Stange
54
an, deren freies Ende in der aus Abb. 2 erkennbaren Weise in dem geschlossenen Teil
des Gehäuses 32 endigt. Eine auf der Stange 54 angebrachte Schraub:erifeder 55 sucht
die Welle 53 und den Winkelhebel 50, 51 im U'hrzeigerdrehsinne in Abb. i zu drehen
und damit die Kupplung einzurücken.
-
Die Welle 53 ist nach der linken Seite der Maschine durchgeführt und
trägt dort einen vorwärts gerichteten Arm 57 (Abb. 1), der normal von einer um den
Zapfen 6o drehbaren Klinke 58 @erfaßt wird, die durch eine bei 61 angreifende Feder
in Sperrstellung gehalten wird und von der eine Verbindungsstange 62 zu einer selbsttätigen
oder von Hand zu bedienenden Auslösevorriclztung führt. Sobald diese Auslösevorrichtung
in Tätigkeit gesetzt und damit der Arm 57 freigegeben wird, wird die Kupplung 44
45, 46 von der Feder 55 ,geschlossen.
-
Der Stromkreis des Motors 33 ist im Gehäuse 32 über zwei an einem
Isolierklotz 66 befestigte Federn 63, 64 geführt. Die Feder 64 sucht den Kontakt
67 geschlossen zu halten, wird aber gewöhnlich durch das freie Ende der Stange 54
zurückgedrückt, die auf den Isolierkopf 69 am Ende der Feder 6-einwirkt. Ist die
Klinke 58 ,ausgelöst, so ist der Stromkreis bei 67 geschlossen. Da nun die Kupplung
ebenfalls geschlossen ist, so ward der Wagen 5 durch den Motor nach rechts zurückgeführt.
In nicht darg,-stellter Weise wird am Ende der Rückführhewegung des Wagens der Arm
57 abwärts gedrückt, so daß die Kupplung gelöst und der Strom. kreis unterbrochen
wird; der Arm wird dann wieder von der Klinke 58 erfaßt.
-
Damit nun der Wagen nicht während des Rücklaufes durch Handhaben einer
Tabulatortasfie vorze¢tig und plötzlich angehalten werden kann, ist an der von den
Tabulatortasten aus beeinfiußten verschobenen Stange 25 des Universalschenenwerk
:es des Tabulators ein Arm 7o angebracht, der über einen der von der Einschaltfeder
55 beeinflußten Teile ragt; im Beispiel ragt er in. der aus Abb. 3 erkennbaren Weise
über den die Rolle 47 tragenden Zapfen 48 des Winkelhebelarmes 5o. Normal steht
er in solcher Höhe darüber, daß er das Emporgehen des Armes und damit das Einrücken
der Kupplung nicht beeiinträchtigt. Wenn aber eine Tabulatortaste gedrückt wird,
so wird der Arm abwärts bewegt. Infolgedessen kann der Arm 5o nicht emporgehen,
auch wenn die Klinke 58 ausgelöst wird, und zwar so lange nicht, wie eine Tabulatortaste
16 gedrückt ist.
-
Wenn also eine Tabulatortaste gedrückt ist, wenn die Klinke 58 selbsttätig
oder von Hand ausgelöst wird, so kann die Rückführung nicht eintreten. Wird aber
eine Taste 16 gedrückt, während der Motor schoneingeschaltet ist und den Wagen nach
rechts zurückführt, so wird zunächst der Schreiber an der Taste 16 einen erhöhten
Widerstand finden, weil der Arm 7 0 auf den Zapfen 48 trifft. Wenn der Schreiber
nicht beachtet, daß er die Tabulatortaste vorzeitig gedrückt hat, und wenn er die
Taste kräftig :eindrückt, so setzt er zwar das Tabulatorwerk in Tätigkeit, trennt
aber mit Hilfe der Nase 7 0 und des Armes 5o die Kupplung 44 45, 46 und öffnet gleichzeitig
durch Rückschieben der Stange 5 5 den Stromkreis des Motors. Infolgedessen können
keine Störungswirkungen durch die unzeitige Handhabung cüer Tabulatortaste eintreten.
-
Im Beispiel ist die Höhenlage der Nase 70 an der Stange 25 mit Hilfe
von durch Schlitze 72 hindurchtretenden Sehrauben 71 einstellbar.