DE46324C - Filtrirapparat zur wiederholten Filtration unter Luftabschlufs - Google Patents

Filtrirapparat zur wiederholten Filtration unter Luftabschlufs

Info

Publication number
DE46324C
DE46324C DENDAT46324D DE46324DA DE46324C DE 46324 C DE46324 C DE 46324C DE NDAT46324 D DENDAT46324 D DE NDAT46324D DE 46324D A DE46324D A DE 46324DA DE 46324 C DE46324 C DE 46324C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filter
repeated filtration
filtrir
exclusion
air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT46324D
Other languages
English (en)
Original Assignee
steppuhn & borcke, vorm. E. A. DORN & lottermoser in Königsberg i. Pr., Hinter-Lomse 9—12
Publication of DE46324C publication Critical patent/DE46324C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D29/00Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor
    • B01D29/085Funnel filters; Holders therefor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Filtration Of Liquid (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in KÖNIGSBERG r. Pr.
Der in beiliegender Zeichnung und Beschreibung erläuterte Apparat dient einmal dazu, Flüssigkeiten zu filtriren, deren Trübung erst vollständig verschwindet, wenn das Filtrat, so lange es noch getrübt erscheint, immer wieder auf dasselbe Filter gebracht wird. Ferner ist er construirt, um Flüssigkeiten, die flüchtige Bestandteile enthalten, ohne Verdampfungsverlust filtriren zu können. Sodann dient der Apparat zur Filtration von Flüssigkeiten, welche durch Sauerstoff leicht veränderliche (oxydirbare) Körper enthalten.
Dieser Apparat findet bei der Herstellung von Eisenwässern und anderer Brunnen Verwendung, überhaupt in Fällen, in welchen in einem absolut geschlossenen sauerstofffreien Raum filtrirt werden mufs.
Der Filtrirapparat besteht aus den beiden cylindrischen Gefäfsen α und b, deren jedes an den von einander abgewendeten Seiten durch einen Deckel luftdicht verschraubt werden kann. Die einander zugekehrten Böden, welche mit Ventilen zum Abschlufs der Gefäfse versehen sind, tragen halbkugelförmige Schalen, die mit einem um zwei Zapfen drehbaren Ring so verschraubt sind, dafs dieselben einen dritten geschlossenen Raum c bilden, in welchem an ebenfalls am Drehring befindlichen zwei Zapfen ein Trichter d drehbar aufgehängt ist, dafs er leicht nach oben abgehoben werden kann, dessen Schwerpunkt jedoch durch ein angebrachtes Gewicht so tief nach unten verlegt ist, dafs, beim Drehen des ganzen Apparates um seine horizontale Achse, der Trichter immer seine verticale Lage beibehalten mufs. Zur Unterstützung des ganzen Apparates und Ermöglichung der Drehung dienen die mit Lagern versehenen Böcke e und/, auf welchen die Zapfen des Drehringes gelagert sind. Jeder Deckel trägt für den Durchgang der mit Gewinde versehenen Ventilspindel eine Stopfbüchse, aufserdem einen Füllstutzen, welcher durch eine mit Hahn und Schlauchansatz versehene Kapselmutter geschlossen wird. Der Hahn dient einerseits zum Füllen des ganzen Apparates mit dem Gase, in welchem die Filtration stattfinden soll, durch Anlegen eines Schlauches, andererseits ist er zugleich Ablafshahn für die fertig filtrirte Flüssigkeit. Die einander zugekehrten Böden sind aufserdem durch zwei Rohre verbunden, die an jedem Boden durch ein Ventil abgeschlossen werden können, und zwar geht das Rohr h vom Boden des Gefäfses α nach dem unteren Gefä'fs b und noch innerhalb desselben bis nahe zur Decke, während umgekehrt das Rohr i vom Boden des Gefäfses b durch den Boden von α bis nahe zur Decke desselben reicht. Jedes Rohr kann leicht durch Lösen einer Rohrverschraubung abgenommen werden, um ein Abheben der oberen Apparathälfte und Erneuern des Filters vornehmen zu können. Diese Rohre h und i haben einmal den Zweck, den Uebertritt des Gases von einem Gefäfs zum anderen beim Durchgang der Flüssigkeit von oben durch das Filter nach unten zu ermöglichen, andererseits eine directe Verbindung beider Gefäfse für die Flüssigkeit ohne Durchgang durch das. Filter
herzustellen. Letzteres ist von Bedeutung für den Fall, dafs das Filtrat schon nach zweimaligem Passiren des Filters absolut blank sein sollte.
Zum Schlüsse sei noch die Arretirungsvorrichtung k erwähnt, welche den Zweck hat, den Apparat bei gefülltem oberen Behälter a in seiner Lage zu erhalten. Sämmtliche Gefäfse und Rohre bestehen aus Kupfer und sind innen sorgfältig verzinnt.
Die Filtration mit dem betreffenden Apparat geschieht in folgender Weise:
Die mit besonders präparirter Filtrirkohle in entsprechender Quantität versetzte trübe Flüssigkeit bringt man in das Gefäfs a, nachdem der ganze Apparat nach aufsen hermetisch geschlossen ist und die Luft in demselben durch reine Kohlensäure mittelst Verdrängens ersetzt worden ist. (Es kann statt der Kohlensäure auch jedes andere in Bezug auf die zu filtrlrende Flüssigkeit indifferente, freien Sauerstoff nicht enthaltende Gas verwendet werden.) Man öffnet darauf das am Boden von α befindliche Ventil und läfst die Flüssigkeit mit der Kohle allmälig auf das doppelte Faltenfilter fliefsen, welches der Trichter d enthält, wobei man gleichzeitig durch die Fenster g g den Stand der Flüssigkeit im Trichter beobachtet. Das Filtrat gelangt in das Gefäfs b, dessen Ventil natürlich geöffnet ist. Erscheint das Filtrat durch Beobachten desselben am Flüssigkeitsstande von b trübe, so schliefst man zunächst das Ventil von b, dreht den ganzen Apparat um 18o° um seine horizontale Achse, wodurch α und b ihre Plätze tauschen; hierauf öffnet man das Ventil von b ebenso wie das von a und läfst die Flüssigkeit aus b durch das Filter in α gelangen, was in der beschriebenen Weise so lange fortgesetzt wird, bis das Filtrat ganz spiegelblank erscheint. Der Trichter d behält bei den Drehungen, die mit dem Apparat vorgenommen werden, stets seine ursprüngliche Lage bei, da er stabil hängt und die Reibung an den beiden Zapfen nur eine geringe ist.
Falls man es vermeiden will, das. noch trübe erste Filtrat, welches sich also in b befindet, nach Drehung des Apparates zum zweiten Male filtrirt nach α gelangen zu lassen, dessen inneren Wandungen naturgemäfs Filterkohle anhängen mufs, so kann man nach Drehen des Apparates, wodurch also Gefäfs b nach oben kommt, den Inhalt desselben (erstes Filtrat) durch Oeffnen der beiden Durchgangshähne an der rechten Seite durch das Rohr i wieder nach α fliefsen lassen und durch nochmaliges Drehen des Apparates die Filtration aus α in das reine Gefäfs b vornehmen. Es sei noch erwähnt, dafs der ganze Apparat vollkommen geschlossen bleibt, bis die Filtration ihr Ende erreicht hat. Es ist dieses hauptsächlich dadurch möglich, dafs die beiden Röhren i und h beim Entleeren des einen und Füllen des anderen Gefäfses (a und b) die verdrängte Gasart ungehindert durch i bezw. h in das andere Gefäfs übertreten lassen, also der Ausflufs ebenso ruhig von Statten geht, als wenn die Filtration nicht in einem geschlossenen Raum vor sich geht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Apparat zur wiederholten Filtration trüber und eisenhaltiger Flüssigkeiten unter. Abschlufs der atmosphärischen Luft, bestehend aus zwei gleichen Behältern α und b, welche durch absperrbare Ventile mit einem zur Aufnahme des Filters dienenden mittleren Gefäfse c so verbunden sind, dafs das ganze System ohne Aenderung der Stellung des Filters d um seine Achse gedreht werden kann und so durch wiederholte Filtration die Klärung der trüben und eisenhaltigen Flüssigkeit erzielt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT46324D Filtrirapparat zur wiederholten Filtration unter Luftabschlufs Active DE46324C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE46324C true DE46324C (de)

Family

ID=321442

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT46324D Active DE46324C (de) Filtrirapparat zur wiederholten Filtration unter Luftabschlufs

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE46324C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2040896C3 (de) Unterdruck-Abwassersystem
DE46324C (de) Filtrirapparat zur wiederholten Filtration unter Luftabschlufs
DE237688C (de) Vorrichtung zur Auflösung und Verteilung von festen Körpern, z.B. Düngemitteln, aus einem Mischkasten mit Rohranschlüssen für die Zu- und Ableitung der Flüssigkeit bestehend.
CH643337A5 (de) Zwickelhahn fuer einen behaelter zur sterilen entnahme von fluessigkeitsproben.
DE2348175C3 (de) Trennbecken zum Trennen von Feststoffen und Flüssigkeiten
DE2220647A1 (de) Filtrierbehaelter
DE117510C (de)
DE120686C (de)
DE76529C (de) Transportgefäfs und Vorrichtung zum Entlüften, Sterilisiren und Füllen desselben
DE195170C (de)
DE45544C (de) Apparat zur Herstellung gashaltiger Getränke
DE917360C (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen jedesmaligen Beimengen einer kleinen Menge einer reinigenden und/oder desinfizierenden Fluessigkeit zum Wasser eines Spuelkastens fuer sanitaere Anlagen
DE123647C (de)
DE20940C (de) Füllmaschine zum gleichzeitigen Anfüllen einer gröfseren Zahl von Gefäfsen
DE331001C (de) Reinigungs- und Entfettungsanlage
DE22945C (de) Neuerungen an Bierdruckapparaten
DE171219C (de)
AT77264B (de) Reinigungsapparat.
DE73204C (de) Vorrichtung zur sich selbst regelnden Flüssigkeitsentnahme aus geschlossenen Behältern
DE327409C (de) Vorrichtung zum Absperren eines Rezipienten von der Saugleitung der Luftpumpe oder der aeusseren Luft
DE361418C (de) Verfahren und Vorrichtung zum infektionsfreien Anstechen und Abfuellen von Behaeltern mit zersetzungsfaehigem Inhalt
DE530600C (de) Einrichtung zur Erzielung gleichmaessigen Ausfliessens einer Fluessigkeit aus einem Behaelter
DE2346807C3 (de) Weinbehälter für Wohnungen in Form eines ZierfäBchens aus Holz
DE408397C (de) Abzapfvorrichtung fuer Fluessigkeiten
DE380997C (de) Abflussregler