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Schaltungsanordnung für Alarmanlagen, bei denen die in eine Alarmempfangsstelle
einlaufenden Alarmrufe an weitere Alarmempfangsstellen gegeben werden Die Erfindung
bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Alarmanlagen, bei denen die in eine
Alarmempfangs.stelle einlaufenden Alarmrufe an eine weitere Alarmempfangsstelle
gegeben werden.
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In Alarmanlagen, bei denen einlaufende Alarmrufe in einer Zentralstelle
gesammelt und von dieser an weitere Alarmempfangsstellen (Unterwachen) weitergegeben
werden sollen, ist es wünschenswert, daß diese Unterwachen, ,die den einzelnen Bezirken
von Alarmgebestellen zugeteilt sind, möglichst frühzeitig von einem einlaufenden
Alarm innerhalb ihres Bezirkes verständigt werden.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, dieser- Forderung gerecht
zu werden, was dadurch erreicht wird, daß in der die Alarnrrufe weitergebenden Alarmempfangsstelle
Schalteinrichtungen vorgesehen sind, welche vor Weitergabe der Alarmrufe an andere
Alarmempfangsstellen in diesen Schaltmittel zur Abgabe eines Voralarms zur Wirkung
bringen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für die vorliegende Erfindung
dargestellt. Gezeigt ist in der Abbildung eine Alarrngebestelle AGSt 431 mit dem
Sprechapparat N, eine Verteilungsstelle VStl, die Alarmempfangsstelle HB'W mit den
zum Verständnis der Erfindung notwendigen Schalteinrichtungen und zwei weitere Alarmempfangsstellen
FWl und FW2. Der in der Abbildung dargestellte Wähler WI mit den Schaltarmen w",
w12, w13 und 1v14 ist ein Drehwähler bekannter Bauart. Der -%,Vähler'W2 mit den
beiden dargestellten Schaltarmen w21 und w22 ist ein Hebdrehwähler bekannter Bauart.
Seine zugehörigen Fortschaltemagneten sind der Hubmagnet H und der Drehmagnet D2.
Der Drehmagnet Dl ist der Fortschaltemaanet für den Wähler W1.
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Es sei vorgekommen, daß ein Alarm von der Alarmgeb,estelle AGSt431
nach der AlarmempfangsstelleHBW gegeben werden soll. Von dieser wird dann der Alarm
nach den weiteren Alarmempfangs.stellen FWl und FW2 in einer für die Erfindung unwesentlichen
Weise weitergegeben. Wie der Alarm von der Alannempfangsstelle HB'W nach der Ala.rmempfangsstelle
FWl oder FW2 weitergegeben wird, ist in der Abbildung nicht dargestellt. In der
Alarmgebestelle AGSt 431 sind an sich bekannte, in der Zeichnung nicht dargestellte
Einrichtungen vorgesehen, durch welche die Kennzeichnung der Alarmgebestelle in
der AlarmempfangsstelleHBW erreicht wird.
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Die Alarmgebestelle AGSt4331 ist durch eine Verbindungsleitung mit
der Verteilungsstelle VSt1 verbunden, in welcher vermittels Anrufsucher die Durchschaltung
nach der Alarmempfangsstelle HBW in bekannter Weise erreicht wird. Das in'der VerteilungsstelleVStl
angeordnete
Relais A dient als Stromstoßrelais für die von der AlarmgebestelleAGSt431 gegebenen
Stromstöße. Das Relais B dient Schaltungsvorgängen, die in der Abbildung nicht dargestellt
und für das Wesen der Erfindung belanglos sind. Mit Hilfe seines Kontaktes 1a vermittelt
das Stromstoßrelais A die Weitergabe der empfangenen Stromstöße an die AlarrnempfangsstelleHBW.
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Die Kennzeichnung der Alarmgebestelle AGSA31 in der Alarmempfangsstelle
HBW wird, wenn von dieser Alarmgebestellle ein Alarm (z. B. Feueralarm) gegeben
wird, dadurch erreicht, daß an dieser Alarmgebestelle z. B. mit Hilfe einer Nummernscheibe
(in der Abbildung nicht dargestellt) e9me bestimmte Nummer, in unserem Ausführungsbeispiel
die Nummer q.31, gewählt wird und diese Nummer in der Alarmempfangsstelle durch
Aufleuchten von Lampen dem Beamten angezeigt wird. Dabei stellt sich der Anrufsucher
AS in die Verbindungsleitung a b auf diese Alarmgebestelle ein. Über die
c-Ader des Anrufsuchers wird mit dieser Mnstellung ein Prüfstromkreis geschlossen:
Erde, c-Arm des Anrufsuchers AS, c-Ader, Wicklungen 1 und II des Prüfrelais P, Ruhekontak
t 3f, Batterie, Erde. Mit dem Ansprechen des Relais P wird durch den Kontakt 2p
die Wicklung II des Relais kurzgeschlossen, wodurch eine Belegung derselben Verbindungsleitung
von seiten einer anderen Alarmgebestelle unterbunden wird. Infolge Ansprechens des
Relais P wird der Kontakt 5p ,geöffnet und der Auslösemagnet M des Wählers W2 abgeschaltet.
Durch Schließen des Kontaktes i2p wird ein Stromkreis für die Anruflampe L» geschlossen:
Erde, Arbeitskontakt 12p, Lampe LII, Batterie, Erde. Durch das Aufleuchten der Anruflampe
LII wird der Beamte in der AlarmempfangsstelleHEW auf den ankommenden Alarmruf aufmerksam
gemacht. Durch Schließen des Kontaktes q.p wird ein Erregerstromkreis für das Stromstoßempfangsrelais
J der Alarmempfangsstelle HBW geschlossen: Erde, Ruhekontakt la, Drosselspulen
Dr, a- und b - Arm des Anrufsuchers AS, a- und b-Ader der Verbindungsleitung,
Drosselspulen Dr, Relais J, Arbeitskontakt qp, Batterie, Erde. Die Alarmempfangsstelle
HBW ist ;nunmehr zum Empfang der ersten Stromstoßreihe vorbereitet.
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Der Alarmgeber an der Alarmgebestelle AGSt 431 wählt nun, z. B. mit
Hilfe seiner Nummernscheibe, die Ziffer q.. Den dadurch entstehenden Stromstößen
folgt das Relais A in der Verteilungsstelle VStl, und mit Hilfe des Kontaktes 1a
werden diese Stromstöße auf dem oben beschriebenen Wege auf das Relais J der AlarmempfangsstelleHBW
üblertragen. Sobald das Relais J anspricht, entsteht ein Erregerstromkreis für das
Relais I(1, welches als Verzögerungsrelais ausgebildet ist und infolgedessen während
der ganzem. Stromätoßreihe erregt bleibt: Erde, Relais I<1, Arbeitskontakt 2I1,
Batterie, Erde. Durch Ansprechen des Relais I(1 wird der Korntakt 2o k1 geöffnet
und ein Ansprechen der Relais V1, V2 und V3 verhindert.
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Durch denKontakt 71 werdendie Stromstöße ¢ der ersten Stromstoßreihe
auf dein Drehmagneten Dl des Wählers W1 übertragen: Erde, Drehmagnet D1, Ruhekontakt
8 v1, Stromstoßkontakt 71, Batterie, Erde.
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Der Wähler W1, wird dadurch vier Schritte weitergedreht. Mit seinem
Schaltarm w13 bereitet er einen Stromkreis für die Relais V1, V2 und V3 vor. Nach
Beendigung der ersten Stromstoßreihe (vier Stromstöße) wird das Relais I(1 wieder
stromlos, da der Kontakt 2i1 seinen Erregerstromkreis dauernd unterbricht. Durch
Schließen des Ruhekontaktes 2o kl wird infolgedessen ein Erregerstromkreis für das
Relais V1 geschlossen: Erde, Ruhekontakt 2o k1, Ruhekontakt 15 v1, Relais Vi, Ruhekontakt
22f, Schaltarm w13 des Wählers W1, Batterie, Erde. Durch Umlegen seines Kontaktes
15 v1 schafft sich das Relais V1 einen von I(1 unabhängigen Haltestromkreis: Erde,
Arbeitskontakt 15 v1, Relais V1, Ruhekontakt 22 f, Schaltarm w13 des Wählers W1,
Batterie, Erde.
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Gleichzeitig wird der Kontakt 28 v1 geschlossen, wodurch ein Erregerstromkreis
für das Relais I2 einer in beliebiger Art (durch Taste WTl) angeschlossenen weiteren
Alarmempfangss!telle FW1 geschlossen wird: .Erde, Relais I2, Signalleitung SL1,
Taste WT1, Ruhekontakt 29v3, Arbeitskontakt 28 v1, Batterie, Erde. Das Relais R
bewirkt durch Schließen seines Kontaktes 3o# die Einschaltung der Voralarmhupe
AH. Gemäß der Erfindung wird nun der Beamte in der Alarmempfangsstelle FW1
durch die Voralarmhupe AH aufmerksam gemacht, da;ß ein Alarm einläuft.
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Gleichzeitig mit diesen Vorgängen wird durch Erregen des Relais V1
der Kontakt 8 v1 umgelegt. Wählt nun der Alarmgeber in der Alarmgebestelle AGSt431
.d,e Ziffer 3 seiner Nummer, dann wird die dadurch entstehende Stromstoßreihe, bestehend
aus drei Stromstößen, auf den Hubmagneten H des Wählers W2 übertragen: Erde, HubmagnetH,
Ruhekontakt 9 v2, Arbeitskontakt 8 v1, StromstoßkOntakt 71, Batterie, Erde. Während
dieser zweiten Stromstoßgabe wird das Relais I(1 in gleicher Weise wie oben, beschrvaben,
wieiderum erregt und hierdurch der Kontakt 2o k1 geöffnet, -so daß das Relais V2
beim Schließen des Kopfkontaktes i8k nicht ansprechen kann. Der Wähler W2 wird durch
die zweite Stromstoßreihe (drei Stromstöße) auf seine dritte Dekade. gehoben.
lach
Beendigung der zweiten Stromstoßreihe wird das Relais I(1 wieder stromlos und schließt
seinen Ruhekontakt zo k1, worauf das Relais V2 erregt wird: Erde, Ruhekontakt 2o
k1, Ruhekontakt 160, Kopfkontakt 18k, Relais V2, Ruhekontakt aal, Schaltarmw13 des
Wählers W1, Batterie, Erde. Der Kopfkontakt 18,1 wurde beim Heben des Wählers W2
in die bestimmte Dekade geschlossen. Durch Umlegen des Kontaktes 16v2 wird ein von
dem Kontakt 2o k1 unabhängiger Haltestromkres für das Relais V= herbestellt. Der
Kontakt g v' wird ungelegt und der Drehmagnet D=' des Wählers W2 für den Empfang
der dritten Stromstoßreihe vorbereitet.
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Wählt nun der Alarmgeber in der Alarmgebestelle AGSt431 .die dritte
und letzte Ziffer seiner Nummer (die Ziffer i), so wird dieser Stromstoß auf folgendem
Stromwege auf den DrehmagnetenD2 des Wählers W' übertragen: Erde, Drehmagnet D2,
Ruhekontakt to v3, Arbeitskontakt 9v2, Arbeitskontakt 8 v1, Stromstoßkontakt 71,
Batterie, Erde. Die Schaltarme (in der Abbildung sind nur die Schaltarme w='1_,
w22 dargestellt) des Wählers W= werden in der bestimmten Dekade (dritte Dekade)
entsprechend des Stromstoßes uni einen Schritt weitergeschaltet. Beim Eindrehen
des Wählers wird der Wellenkontakt igw auf eine beliebige mechanische Weise beschlossen.
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Wird nun nach Beendigung der dritten Stromstoßreihe das Relais I(1
stromlos, das während der Stromstoßgabe durch Schließen des Kontaktes z il wieder
angesprochen hatte, so wird ein Erregerstromkreis für das Relais V3 geschlossen:
Erde, Ruhekontakt aokl, Ruhekontakt 17v3, Wellenkontakt igw, Relais Vs, Ruhekontakt
221, Schaltarrri w13 des Wählers W1, Batterie, Erde.
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Durch Umlegen des Kontaktes=17 v3 wird ein von I(1 unabhängiger Haltestromkreis
für das Relais V3 hergestellt.
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Sobald das Relais V3 anspricht, öffnet es seinen Kontakt 29 v3 und
schaltet somit den Voralarm nach den weiteren Alarmempfangsstellen FW4, FW' ab.
Gleichzeitig wird der Kontakt 13 v3 geschlossen und die Lampe LIII eingeschaltet.
Durch Aufleuchten der Lampe LIII wird dem Beamten in der Alarmempfangsstelle HBW
angezeigt, daß die Alarmgabe von seriten der Alarmgebestelle AGSt431 (Nummernwahl)
beendet ist. Durch Umlegen des Kontaktes iov- wird der DrelimagnetD2 des Wählers
W2 abgeschaltet und das Relais I(2 erregt: Erde, Relais 1(2, Arbeitskontakt i o
0, Arbeitskontakt g v2, Arbeitskontakt 8 v1, Stromstoßkontakt 7i, Batterie, Erde.
Mit seinem Kontakt i i k2 bewirkt das Relais I(2 die Einschaltung der Lampe L1:
Erde. Arbeitskontakt i I k2, Lampe L1, Batterie, Erde. Durch Aufleuchten
der Lampe L1 wird dem Beamten in der Alarmempfang sstelle.HBIV angezeigt, daß die
Alarmgebestelle AGSt43' von dem Alarmgeber nach Abgabe des Alarms (nach Beendigung
der Nummernwahl) verlassen worden ist.
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Der Beamte in der Alarmempfangsstelle HBW schaltet nun seinen Abfrageapparat
AbA in die Verbindungsleitung a, b ein. Die Schaltungsanordnung für den Abfrageapparat
AbA ist in der Abbildung nicht dargestellt, da diese Schaltungsanordnung für die
v orliegende Erfindung unwesentlich ist. Befindet sich der Alarmgeber noch an der
Alarmgebestelle AGSt431, so läßt sich der Beamte der Alarmempfan,gss@telle HBW nähere
Mitteilungen betreffs des gegebenen Alarms (z. B. Größe und Art des Feuers) geben.
N ist der Sprechapparat der Alarmgehestelle AGSt431.
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Ist der Abfrageap:parat AbA in die Verbindungsleitung a, b
eingeschaltet, dann entsteht ein Erregerstromkreis für das Relais L: Erde, Stöpsel,
Klinke, Relais L, Batterie, Erde. Das Relais L schließt seine Kontakte
231, zq.1 und 251 und schaltet die der anrufenden Al.armgebestelle
AGSi431 entsprechenden Lampen H4, Z3, El im Lampenfeld ein. Der Wähler W2 ist dabei
so durchgebildet, daß sein Schaltarm w21 über Kontaktbänke läuft, die in der Drehrichtung
des Wählers durchverbunden sind, während der Schaltarm w22 Kontaktbänke durchläuft,
die in der Hebrichtung des Wählers durchverbunden sind. Hierdurch wird erreicht,
daß ein Lampenfeld von 3Xio Lampen ein Nummernbereich von iooo Nummern eindeutig
zu beherrschen-- vermag. Die in der Abbildung gezeigten Pfeile kennzeichnen in bekannter
Weise die Vielfachschaltung des Lampenfeldes. Der Beamte in der Alarmempfan,gsstelleHBW
gibt dann in irgendeiner beliebigen Weise, z. B. durch Nummernwahl, die aufgenommene
Nummer, in unserem Ausführungsbeispiel die Nummer q.31, an die nächste Alarmempfangsstelle,
z. B. FW', weiter.
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Ist der Alarm an die nächste Alarmempfangsstelle (FW') weitergegeben,
dann drückt der Beamte die Taste AT. Hierdurch wird das Relais F erregt: Erde, Relais
F, Schaltarm w12 des Wählers W1, Auslösetaste AT, Batterie, Erde. Das Relais F ist
an den fünften Kontakt der Kontaktbank des Wählers W1 angeschlossen. Die Schaltarme
1v11, w12, w'" und 1v14 wurden durch Abgabe der ersten Stromstoßreihe, bestehend
aus vier Stromstößen, auf den fünften Kontakt der Kontaktbank eingestellt. Das Relais
F schafft sich durch seinen Kontakt 26j einen Haltestromkreis. Mit seinem Kontakt
27i legt es den selbsttätig wirkenden Unterbrecher UB an den
DrehmagnetenD1
des Wählers W1 über den Schaltarm W11. Dadurch wird der Wähler W1 in seine Ruhestellung
zurückgedreht. Durch öffnen des Kontaktes 22t werden die Erregerstromkreise für
die Relais V1, V2 und V3 geöffnet, und durch öffnen des Kontaktes 3f wird der Dauerstromkreis
für das Prüfrelais P unterbrochen. Der Ruhekontakt 5p schließt infolgedessen einen
Erregerstromkreis für den Auslösemagneten M des Wählers W-: Erde, Ruhekontakt
5p, Auslösemagmet M, Kopfkontakt 6J#, Batterie, Erde. Der AuslösemagnetM bewirkt
dann: auf irgendeine mechanische Weise die Auslösung des Wählers W2, worauf sich
die Anlage wieder im Ruhezustandle biefindet.