DE459474C - Tragbares Schwerhoerigengeraet mit Verstaerkeranordnung - Google Patents
Tragbares Schwerhoerigengeraet mit VerstaerkeranordnungInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R25/00—Electric hearing aids
- H04R25/04—Electric hearing aids comprising pocket amplifiers
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Description
Bei elektrischen Geräten für Schwerhörige stehen folgende Bedingungen im Vordergrund:
geringes Gewicht, große Lautstärke, geringer Stromverbrauch. Die üblichen Schwerhörigengeräte besitzen ein oder mehrere
Mikrophone, die von einer Trockenbatterie gespeist werden und in deren Stromkreis
ein Telephon liegt. Allen derartigen Apparaten ist aber der Mangel gemeinsam,
ίο daß die Stromschwankungen, die bei Auftreffen
von Schallwellen auf die Mikrophonmembranen in den Mikrophonen hervorgerufen werden, nur einen sehr geringen Teil des konstanten,
die Alikrophone durchfließenden Betriebsstromes ausmachen; mit anderen Worten,
daß das Mikrophon durch den Schall nur in außerordentlich geringem Maße ausgesteuert
wird. Der größte Anteil des Stromes geht nutzlos verloren. Man ist zwar in der Lage, durch geeignete Ausführung des Mikrophonkontaktes
die Aussteuerung zu verbessern, z. B. vergrößert eine Vergröberung
des Kontaktmaterials (Kohlengrieß bzw. Kugeln) die Lautstärke, jedoch wird dieser
Vorteil durch den großen Nachteil einer schlechten Sprachwiedergabe erkauft. Für
eine gute Lautwiedergabe ist es notwendig, möglichst viele Kontakte anzuordnen, so daß
eine gute Lautwiedergabe durch die große ZahL der Kontakte als statistischer Mittelwert
gewährleistet ist. Verstößt man gegen diese Bedingung, so wird die Lautwiedergabe notwendig
schlechter.
Diese Übelstände werden durch den Gegenstand vorliegender Erfindung beseitigt. Gemäß
der Erfindung wird ein beliebiges Mikrophon zur Aufnahme der Schallschwingungen benutzt,
das eine möglichst gute Sprachwiedergabe ergibt, ohne daß dabei die Lautstärke im Vordergrund steht. Die hierin erzeugten
Stromschwankungen werden dazu benutzt, elektromagnetisch ein zweites Mikrophon zu
steuern, in dessen Stromkreis das Telephon liegt. Es ist vorteilhaft, auch für das zweite
Mikrophon eine unempfindliche, aber gut arbeitende Kontaktanordnung bei möglichst
großer Dämpfung der Membran zu benutzen. Die Stromschwankungen im Stromkreis des
zweiten Mikrophons sind ungleich höher als die beim ersten Mikrophon.
Die Vorteile dieser Verstärkung lassen sich in verschiedener Richtung ausnutzen. So kann
man z. B. mit leidlich empfindlichen Mikrophonen und Telephonen arbeiten, bei gleicher
Lautstärke aber den Strombedarf ganz außerordentlich herabsetzen. Bekanntlich steigt
durch diese Maßnahme die Lebensdauer der Batterie in weit höherem Maße, als dem geringeren
Stromverbrauch entspricht. Man kann aber auch bei gleichem oder etwas höherem Stromverbrauch die Lautstärke der Apparate
ganz außerordentlich steigern. Es läßt sich bequem die tausendfache physikalische Lautstärke
erreichen. Endlich aber kann man auch bei gleichem oder ähnlichem Strombedarf die
Apparate wesentlich verkleinern. Es ist mög-
lieh, das Empfangsmikrophon auf die Größe eines Mantelknöpfs zu bringen, ferner als
Telephon solche zu benutzen, die direkt in den Gehörgang eingeführt werden. In der
Praxis wird man die obengenannten Vorteile in geeigneter Weise kombinieren, also etwa
die Größe der Apparate etwas reduzieren bei gleichzeitiger Erhöhung der Lautstärke.
Der Gegenstand der Erfindung ist in den ίο Abb. ι bis 5 beispielsweise dargestellt.
Abb. ι zeigt ein allgemeines Schaltungsschema. Hierin bedeutet 1 ein Element oder
eine Batterie in der Regel von 3 bis 4 Volt, 2 einen Ausschalter, 3 das durch den Schall
erregte Mikrophon, 4 die Erregerwicklung des gesteuerten Mikrophons 5 und 6 einen Vorschaltwiderstand,
7 endlich das Abhörtelephon.
Abb. 2 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel, bei dem durch das AufnahmemikiO-phon
3 zwei gesteuerte Mikrophone 5 und 8 beeinflußt werden. Der durch das Aufnahmemikrophon
3 gehende Strom der Batterie 1 läuft über die Steuerwicklung 4 des Mikrophons
5. Dessen ebenfalls aus der gleichen Batterie bezogener Strom durchfließt die
Steuerwicklung 9 des zweiten gesteuerten Mikrophons 8, über welches der Batteriestrom
des Telephons 7 geführt ist. Es findet also in den beiden gesteuerten Mikrophonen 5
und 8 nacheinander eine zweimalige Verstärkung statt.
In Abb. 3 ist schematisch eine Anordnung beispielsweise dargestellt, bei der das Aufnahmemikrophon
und das gesteuerte Mikrophon kombiniert sind. Das Aufnahmemikrophon 10 liegt hierbei unmittelbar in Reihe
mit dem Regelwiderstand 6, dem Telephon 7 und einer Steuerwicklung 11 an der Batterie
i. Diese Steuerwicklung beeinflußt unmittelbar die Kontaktgabe des Aufnahmemikrophons
10. Es ergibt sich dementsprechend eine verstärkte Stromschwankung im
Mikrophon im Rhythmus der diesem aufgedrückten Schallschwingungen.
Die Anordnung ist den bei Verstärkerröhren bekannten Rückkopplungsschaltungen ähnlich.
Solche Schaltungen sind auch bereits bei Mikrophonanordnungen unbeabsichtigt angewendet
worden, jedoch wurde hierbei, der in einer Primärwicklung erzeugte Kraftfluß zum
weitaus größten Teil von einer die Primärwicklung umgebenden Sekundärwicklung aufgenommen.
Ein sehr kleiner Teil des Kraftflusses gelangte daher zur Rückwirkung auf
die Membran. Im wesentlichen arbeitete die bekannte Anordnung als indirekte Telephonschaltung,
d. h. mit zwischengeschalteter Induktionsspule. Demgegenüber wird bei der Erfindung der gesamte in der Erregerspule
erzeugte Fluß ausschließlich auf die Membran zur Einwirkung gebracht, so daß eine
kräftige Rückkopplungswirkung entstehen kann, die unter Umständen auch zur Erzeugung
von Schwingungen Veranlassung geben kann. Diese lassen sich aber einerseits durch
Wahl der Stromrichtung im .Falle der Verwendung eines polarisierten Magnetsystems
oder durch entsprechende Wahl der Anordnungsseite bei einem Weicheisenmagnetsystem,
andererseits durch geeignete Ausführung des Mikrophonkontaktes, der keine entsprechende
Phasenverschiebung erzeugen darf,
■ leicht vermeiden.
■ Die Elemente der schematisch dargestellten ι Schaltungen können je nach der zweckmäßig-
! sten Verwendungsart der Anordnung räum- ; lieh auseinandergezogen werden. Beispiele
j hierfür sind in den Abb. 4, 5 und 6 gegeben.
Gemäß Abb. 4 ist das Aufnahmemikrophon 3 besonders klein ausgeführt zu denken
und besitzt einen Durchmesser von ungefähr 25 bis 30 mm. Es kann mittels einer Lasche
12 an einen Knopf befestigt werden, oder es kann zur Befestigung am Rande einer Tasche
ein Haken dienen. Zweckmäßig ist es, das Aufnahmemikrophon möglichst so hoch (beispielsweise
in Schulterhöhe) anzuordnen, daß es in der Höhe des Mundes der sprechenden Person liegt. Das Aufnahmemikrophon steht
durch eine Leitung mit der Batterie 1 in Verbindung, an die mittels weiterer besonderer
Leitungen einerseits ein für unmittelbare Anordnung in der Ohrmuschel geeignetes Ohrtelephon
7 entsprechend kleiner Bauart, andererseits das Verstärkermikrophon 5 angeschlossen
sind. In dem Gehäuse dieses Mikrophons sind zweckmäßig auch der regelbare Widerstand 6 und der Schalter 2 angebracht,
die jeder für sich mittels Knöpfen 13, 14 bewegt werden können. Die Verbindung der
einzelnen Leitungen mit der Batterie 1 erfolgt durch eine Steckverbindung 15.
Bei der Anordnung nach Abb. 5 ist das Aufnahmemikrophon 3 mittels der Steckvorrichtung
15 unmittelbar an der Batterie 1 befestigt,
und das gesteuerte Mikrophon 5 und das Ohrtelephon 7 sind durch besondere Leitungen
mit der Steckvorrichtung 15 verbunden. Die Leitungsführung ist hier etwas einfächer
als bei der Einrichtung nach Abb. 4. Da sich bei jener aber die einzelnen Apparatelemente
leichter verbergen lassen, ist die Anordnung besonders für die Verwendung durch Damen geeignet. Die Einrichtung nach Abb. 5
ist mehr für Herren gedacht, wobei dann das Aufnahmemikrophon mit der Batterie in der
oberen Westen- oder Rocktasche, das Verstärkermikrophon 5 in der unteren entsprechenden
Tasche getragen wird. Es kann die Batterie 1 allein in die Tasche gesteckt werden,
so daß das Aufnahmemikrophon 3, das
auch bei diestr Anordnung die angedeuteten sehr geringen Abmessungen aufweist, über
den Rand herausschaut. Im allgemeinen ist jedoch die Lautwirkung der neuen Anordnung
derart groß, daß es, abgesehen von Fällen sehr großer Schwerhörigkeit, fast immer
möglich ist, auch das Aufnahmemikrophon gänzlich in der Kleidung zu verbergen, da die
Schallwirkung durch die Stoffe hindurch auch
ίο dann noch völlig ausreichend ist.
Abb. 6 zeigt schließlich ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem das Aufnahmemikrophon
3 mit dem Verstärkungsmikrophon 5 unmittelbar zusammengebaut und auf die Batterie 1 aufgesteckt ist. Es kommt dann
nur noch eine einzige zu dem Telephon 7 führende Leitung in Betracht. Diese Type ist
zunächst für die Verwendung für Herren gedacht; bei genügend langer Anschlußleitung
können die Batterie und die Mikrophone auch in einer Damenhandtasche untergebracht
werden.
Es ist natürlich möglich, die einzelnen Apparatelemente entsprechend den Bedingungen
der Anwendung in anderer Weise zu kombinieren. Das kann sich besonders auf den Ausschalter und den Regulierwiderstand
beziehen, die man sowohl am Verstärkungsmikrophon als auch am Aufnahmemikrophon,
in seltenen Fällen, bei Verwendung eines Dosenhörers, auch am Telephon anordnen
kann.
Claims (3)
1. Tragbares Schwerhörigengerät mit Verstärkeranordnung, gekennzeichnet
durch die Verwendung eines zwischen dem Aufnahmemikrophon für möglichst gute Sprachwiedergabe und von kleinen
Abmessungen und dem Ohrtelephon eingeschalteten Mikrophonverstärkers derart kleiner Bauart, daß das Gerät nebst der
zugehörigen, alle Stromkreise speisenden Trockenbatterie leicht in der Tasche getragen
werden kann.
2. Schwerhörigengerät nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch eine Kaskadenschaltung mehrerer Verstärkermikrophone.
3. Schwerhörigengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikrophonverstärker
mit dem Aufnahmemikrophon derart nach Art der bekannten Rückkopplung kombiniert ist, daß die von
einem im Stromkreise des Aufnahmemikrophons liegenden Magnetsystem erzeugten 'Kraftflüsse ausschließlich zur
Rückwirkung auf das Mikrophon gebracht werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES66862D DE459474C (de) | 1924-08-21 | 1924-08-21 | Tragbares Schwerhoerigengeraet mit Verstaerkeranordnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES66862D DE459474C (de) | 1924-08-21 | 1924-08-21 | Tragbares Schwerhoerigengeraet mit Verstaerkeranordnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE459474C true DE459474C (de) | 1928-05-10 |
Family
ID=7499124
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES66862D Expired DE459474C (de) | 1924-08-21 | 1924-08-21 | Tragbares Schwerhoerigengeraet mit Verstaerkeranordnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE459474C (de) |
-
1924
- 1924-08-21 DE DES66862D patent/DE459474C/de not_active Expired
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