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Fernsprechstation mit in einem Zusatzgehäuse angeordneter Verstärkungseinrichtung.
Bei der Anwendung von Lautverstärkungseinrichtungen, die in Verbindung mit Fernsprechstationen verschiedener Ausführung benutzt werden, ist es zweckmässig, die Lautverstärkungseinrichtung in einem besonderen Zusatzgehäuse unterzubringen.
Um die von Zeit zu Zeit erforderliche Auswechslung der empfindlichen Teile der Ver- stärkungseinrichtungen, die bei fester Verbindung zwischen dem Fernsprechapparat und dem die Verstärkungseinrichtung enthaltenden Gehäuse umständlich ist, und die volle Ausnutzung der Fernsprechstation beeinträchtigt, bequem durchführen zu können, ist erfindungsgemäss eine leicht lösbare Verbindung zwischen Fernsprechapparat und Zusatzgehäuse durch solche Kontaktelemente vorgesehen, die bei Trennung der Verbindung die normale Sprechschaltung des Fernsprechapparates selbsttätig herstellen, so dass dieser nach erfolgter Trennung als gewöhnliche Sprechstelle ohne Lautverstärkung ohne weiteres wieder betriebsfertig ist.
Der gebräuchliche Handumschalter für die bedarfsweise Einschaltung der Verstärkungs-
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geschlossenes, nach Bedarf leicht auswechselbares Ganzes bildet, das an bestehenden Tischoder Wandstationen bequem angebracht werden kann.
Die Fernsprechstationen selbst können von beliebiger Schaltung sein, doch wird stets bei denselben die Anordnung so getroffen, dass die bei der Station zur Herstellung der Verbindung mit der Lautverstärkereinrichtung dienenden Kontaktfedern bei normalem Verkehr die Schaltverbindungen so herstellen, wie dies für den Sprechverkehr ohne Verstärkung notwendig ist.
Erfolgt dagegen die Anfügung der Lautverstärkungseinrichtung, z. B. durch einen mehrteiligen Verbindungsstöpsel, so wird die Fernsprechstation selbsttätig auf dieselbe geschaltet.
In Fig. I ist beispielsweise eine Fernsprechstation für Zentralbatteriebetrieb in Verbindung mit einer Lautverstärkungseinrichtung dargestellt. Der punktierte Teil schliesst die Fernsprechstation mit den Anschlusskontaktfedern 1 bis 6 ein. Von der Lautverstärkungseinrichtung her
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beweglichen Leitungsschnur in Zusammenhang stehen oder aber zu einem festen Teil vereinigt sein können.
Im vorliegenden Falle ist für die Lautverstärkungseinrichtung die bekannte Vereinigung eines Telephons mit einem von einer Batterie gespeisten Mikrophon zu einem Verstärker angenommen und als Ausgleichsschaltung das in Fig. 2 im Prinzip dargestellte, ebenfalls bekannte System. Einander entsprechende Teile sind in Fig. i und 2 mit denselben Bezeichnungen versehen.
Die-Ausgleichsschaltung ist bekanntlich notwendig, um eine Beeinflussung des Verstärkers durch das Mikrophon der eigenen Fernsprechstation zu verhindern, da sonst im Hörer ein Pfeifen auftritt. Die Ausgleichsschaltung besteht beispielsweise aus einer Kombination des Verstärkers 13, dem'ein. Kondensator-M zur Sperrung des Zentralbatteriestromes vorgeschaltet ist, mit zwei einander gleichen Ohmschen Widerständen 15 und 16 und einer der Aussenleitung a, angenähert angepassten künstlichen Leitung 17, wodurch die von dem Stationsmikrophon erzeugten Stromschwankungen, dem Prinzip der Wheatstoneschen Brücke entsprechend, von dem Verstärker 13 ferngehalten werden.
Die in Fig. 1 dargestellte Anordnung zeigt den Lautverstärker bei eingeschalteter Stellung des Handumschalters 18, mit dem die Schalthebel 19 bis 25 gekuppelt sind. Mit dem Schalt-
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Schalthebel 21 und den Verstärker-M sendet. Von der Sekundärwicklung 28 gelangen die induzieren, verstärkten Sprechströme über die Schalthebel 22 und 25 zum Telephon der Fernsprechstation, wobei die Sekundärwicklung 29 abgeschaltet ist.
Für die Primärwicklung 30 der Station besteht ein Stromweg von der a-Leitung über Wicklung 30, Mikrophon 31, Einschalthaken 32, Kontaktfeder 2, Kontaktstift 8, Schalthebel 201 Widerstand 15, Schalthebel 19, Kontaktstift 7 und Kontaktfeder 1 zur b-Leitung. Ankommende Sprechströme nehmen ihren Weg von der a-Leitung über 4, 10, 23) 17, 13, 14, 19,'1 und 1 zur b-Leitung.
Bei Umlegung des Handumschalters wird der Lautverstärker vollkommen abgetrennt und durch die Brücke 33 die b-Leitung geschlossen, während die Brücke 34 die Sekundärspule 29 einschaltet.
Das Schliessen der b-Leitung und Einschalten der Sekundärspule 29 geschieht aber auch selbsttätig durch die Kontaktfedern 1 und 2 sowie 5 und 6, sobald eine vollständige Abtrennung der Verstärkungseinrichtung von der Fernsprechstation erfolgt.
In ähnlicher Weise würden sich auch bei Stationen für lokale Mikrophonspeisung die Verbindungen zwischen Verstärker und Fernsprechstation herstellen lassen, ohne dass im Prinzip eine Änderung eintritt.
Fig. 3 und 4 veranschaulichen Ausführungsbeispiele der Erfindung. Fig. 3 veranschaulicht eine Wandfernsprechstation, bei der beispielsweise die Verbindung zwischen Fernsprechapparat und Zusatzgehäuse durch eine Schnur mit Stöpsel und Klinke erfolgt. Es bedeutet a eine normale Fernsprechstation, b das Zusatzgehäuse mit der Verstärkungseinrichtung, eden Handumschalter
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daran befestigten Verbindungsstöpsel und f die an dem Stationsapparat angeordnete Klinke.
Fig. 4 zeigt eine Tischstation. Erfindungsgemäss wird bei dieser wegen Raumersparnis das Zusatzgehäuse als Untersatz für den Fernsprechapparat ausgebildet. Um bei einer derartigen Anordnung eine gute mechanische Verbindung zwischen Apparat und Untersatz zu erzielen und die übliche vieladrige Verbindungsschnur zwischen den beiden Gehäusen zu vermeiden, wird die Verbindung durch einen an der Oberseite des Untersatzes angebrachten Stöpsel hergestellt, der in eine an der Unterseite des Fernsprechapparates vorgesehene Klinke eingreift, welche beim Herausziehen des Stöpsels die normale Schaltung der Fernsprechstation herstellt.
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Aufsetzen oder Abnehmen des Fernsprechapparates von dem Untersatz.
Es bedeutet auch hier a einen normalen Fernsprechapparat, der in üblicher Weise durch ein Kabel b und eine Rosette c mit der Zuleitung verbunden ist. Dieser normale Fernsprechapparat steht auf einem Untersatz d, der den Verstärker und alle für die Zusatzschaltung erforderlichen Teile enthält, die mit Hilfe des Schalters e an die Station a angeschaltet werden können.
Zur elektrischen und mechanischen Verbindung zwischen Station und Untersatz ist erfindungsgemäss an der Oberseite des letzteren ein Stöpsel g vorgesehen und an der Unterseite des Apparates eine Klinke h zur Aufnahme des Stöpsels, wobei die Klinke beim Abnehmen der Fernsprechstation vom Untersatz die normale Schaltung selbsttätig herstellt. Diese Verbindung zwischen Fernsprechstation und Untersatz lässt sich auch zweckmässig bei der Ausbildung des Untersatzes als Wandkonsole verwenden.
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