DE453779C - Vorrichtung zum Pruefen von Ringlaeufern fuer Spinnmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum Pruefen von Ringlaeufern fuer Spinnmaschinen

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DE453779C
DE453779C DEH106099D DEH0106099D DE453779C DE 453779 C DE453779 C DE 453779C DE H106099 D DEH106099 D DE H106099D DE H0106099 D DEH0106099 D DE H0106099D DE 453779 C DE453779 C DE 453779C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N3/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N3/20Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress by applying steady bending forces

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Description

  • Vorrichtung zum Prüfen von Ringläufern für Spinnmaschinen. Es ist bereits bekannt, zum Prüfen des Materials von Ringen zangenartige Vorrichtungen zu benutzen, mittels welcher die Ringe aufgebogen werden. Bei diesen Vorrichtungen werden die Ringe im Innern der Zange untergebracht und mittels Klemmschrauben festgespannt. Die zu prüfender- Ringe müssen also verhältnismäßig große Abmessungen besitzen. Kleine Ringe, wie z. B. Ringläufer für Spinn- oder Zwirnmaschinen, mittels dieser Vorrichtungen zu prüfen ist nicht möglich, da das Einspannen solcher Ringe mittels Klemmschrauben schwer durchführbar ist und viel Zeit in Anspruch nehmen würde.
  • Durch die Erfindung wird eine Vorrichtung geschaffen, mittels welcher eine Prüfung selbst von kleinsten ringförmigen Körpern, insbesondere Ringläufern für Spinn- oder Zwirnmaschinen, möglich ist und bei welcher die erwähnten Schwierigkeiten nicht vorhanden sind. Es kommt zwar auch eine zangenartige Spannvorrichtung zur Verwendung, jedoch mit dem charakteristischen Merkmal, daß die Ringkörper (Ringläufer) nicht im Innern der Zange mittels Schrauben befestigt werden, sondern daß die Ringläufer von nach außen stehenden Ansätzen der Zange an den Stirnseiten ihrer freien Enden erfaßt und gehalten werden. Das Aufsetzen der Ringläufer auf die Ansätze kann infolgedessen mit einer Hand ausgeführt werden, so daß die andere Hand zur Bedienung anderer Teile der Prüfvorrichtung frei ist.
  • Es ist ferner bekannt, die Vorrichtungen mit einem Zeiger auszurücken, durch welchen der Aufbiegungsgrad des Ringes angezeigt werden soll. Mittels einer solchen Einrichtung können keine genauen Meßergebnisse erzielt werden, da hierbei eine sehr aufmerksame Beobachtung des Zeigers und Aufschreiben des Winkelgrades im Augenblick des Bruches des Ringläufers erforderlich ist.
  • Bei der Erfindung wird durch die Anordnung einer Schreibvorrichtung dafür gesorgt, daß die Püfungsergebnisse genau registriert werden, wodurch ein Vergleich der einzelnen Prüfergebnisse erleichtert und die Gesamtzeit der Prüfung abgekürzt wird.
  • Schließlich besitzt die Erfindung noch den Vorteil, daß sowohl der Anzugsschenkel der Zange, der Zeiger und auch die Schreibvorrichtung an einem einzigen Gestänge vereinigt sind, so däß Bedienung und Beobachtung besonders einfach ist.
  • Die Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht, und es stellt dar: Abb. t eine Ansicht eines Ringläufers, Abb.2 eine Aufsicht auf einen Teil der Vorrichtung nach der Erfindung, Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Abb. 2, Abb. d. eine Aufsicht auf einen Teil einer etwas anderen Ausführungsform, Abb. 5 eine Aufsicht auf einen Teil einer weiteren Ausführungsform, Abb.6 eine Seitenwand der Ausführungsform nach Abb. 5.
  • Nachdem ein Ringläufer z auf seine vorscl: riftsmäßige Größe, z. B. seinen Durchmesser 2 und seine Maulbreite 3, mittels bekannter Lehren geprüft ist, kommt er auf die eigentliche Prüfungsvorrichtung, welche im wesentlichen aus einer Zange mit einem kurzen Schenkel 4 und einem langen Schenkel 5 besteht. Beide Schenkel weisen gemäß der Erfindung kleine zweckmäßig hinterachnittene Ansätze 4', 5' zum Aufsetzen des Ringläufers i auf und sind gegeneinander um einen Drehpunkt 6 schwenkbar. Bei dem Ausführungsbeispiel der Abb. 2 ist der Schenkel 4 dabei fest auf einer Grundplatte 7 angeordnet, während der Schenkel s über einen gewissen Bereich verschwenkt werden kann und einen Zeiger 8 besitzt, welcher auf einer Skala g spielt. Verstellbare Anschläge io, ii sind ferner vorgesehen, deren Zweck später noch erläutert werden wird. Diese Vorrichtung genügt bereits zur einfachen Prüfung, doch ist zweckmäßig die Vorrichtung für den Prüfzweck noch dadurch verfeinert worden, daß auf oder unter der Grundplatte 7 Mittel zum Aufzeichnen des jeweiligen Ausschlages des Schenkels 5 vorgesehen sind. Bei dem Ausführungsbeispiel der Abb.2 ist z. B. unter der Grundplatte ein Schieber 12 angeordnet, auf welchem ein Papierblatt 13 befestigt werden kann, und in der Grundplatte 7 ist ein entsprechender Schlitz 14 vorgesehen, durch welchen ein Schreibstift i5 in dem Schenkel s hindurchgreift.
  • Die Verwendung der Vorrichtung geschieht in folgender Weise: Der Anschlag i i wird auf eine bestimmte Stelle, z. B. den Punkt 16, eingestellt, nachdem man vorher z. B. durch Meßinstrumente festgestellt hat, daß die Stellung des Schenkels 5 in diesem Punkte einer Aufbiegung des Ringläufers entspricht, wie sie gerade für das Aufstreifen auf seinen Laufring erforderlich ist. Der Schenkel s wird in eine Lage verbracht, in welcher ein Aufstreifen des Ringläufers auf die beiden Ansätze der Schenkel 4 und 5 möglich ist. Sodann wird langsam der Schenkel s mit der Hand in der Richtung des Pfeiles A bis zu dem an der Stelle 16 befindlichen Anschlag i i bewegt. Springt der Ringläufer, ehe dieser Anschlag erreicht wird, so ist dies ein Zeichen, daß seine Härte zu groß ist. Wird der Anschlag i i erreicht, ohne daß der Ringläufer springt, so kann entweder durch Zurückführen des Schenkels 5 in die Anfangsstellung festgestellt werden, ob der Ringläufer `nieder in seine Grundform zurückkehrt oder eine Formveränderung aufweist, also zu weich ist. Letzteres kann auch dadurch festgestellt werden, daß nach Lösen des Anschlages i i und Zurückführen in seine Außenstellung nach der Abb.2 der gleiche Ringläufer oder ein Ringläufer des gleichen Satzes weiter aufgebogen wird. Läßt sich nämlich der Ringläufer bis zum Anschlag des Schenkels 5 an die Außenstellung des Anschlages i i aufbiegen, so wird voraussichtlich eine mit dem Auge deutlich sichtbar bleibende Formveränderung eintreten, und es liegt ein untrüglicher Beweis dafür vor, daß der betreffende Ringläufer zu weich ist. Springt dagegen der Ringläufer bei der Bewegung des Schenkels 5 von dem Punkt 16 bis zum Punkt i i, so erkennt man, daß der Ringläufer die richtige Härte besitzt. Durch Ablesen der Skala 9 oder durch die Aufzeichnung auf dem Papierblatt 13 kann mit ziemlicher Sicherheit festgestellt werden, in welchem Punkt der Skala oder der Aufzeichnung der Ringläufer springt.
  • Bei der eben beschriebenen Vorrichtung liegt allerdings noch die Möglichkeit vor, daß der eben genannte Punkt des Zerspringend des Ringläufers nicht völlig genau, sondern nur annähernd festgestellt werden kann, indem die Bedienungsperson beim Springen des Ringläufers nicht sofort mit der Weiterbewegung des Schenkels 5 aufhört. Wenn es sich auch in der Praxis gezeigt hat, daß die vorbeschriebene Prüfung bereits schon sehr genaue Resultate liefert, so ergeben doch die Ausführungsformen nach den Abb. ¢ bis 6 völlig genaue Resultate, welche von der Aufmerksamkeit und dem Willen der Bedienungsperson gänzlich unabhängig sind. Zu diesem Zweck ist der Schenkel s wie der Schenkel s der Abb. 2 ausgebildet, dagegen der Schenkel 4 als ein ebenfalls um den Drehpunkt beweglicher Schenkel 17 angeordnet und durch irgendein einstellbares Zugmittel, z. B. eine Zugfeder 18, welche zur Sicherheit in eine Hülse i9 eingeschlossen sein kann, belastet: Ein Anschlag 2o ist vorgesehen, welcher den Schenkel 17 in seiner Nullage.hält, und ein Arm mit beliebigen Schreibmitteln kann an dem Schenkel 17 angebracht sein, wie bei 21 in strichpunktierter Linie angedeutet.
  • Wenn bei dieser Vorrichtung ein Ringläufer auf die Ansätze der Schenkel 5 und 17 aufgesetzt und der Schenkel s in Richtung des Pfeiles A ähnlich wie bei dem Gegenstand der Abb. 2 verschwenkt wird, so wird unter Dehnung der Feder 18 der Schenkel 17 in Richtung des Pfeiles B mitverschwenkt. In dem Augenblick, in welchem der Ringläufer bricht, wird der Schenkel 17 sofort durch die Feder in seine Nullage zurückgeführt, und die Aufzeichnung muß infolgedessen genau den Punkt ergeben, in welchem der Bruch stattgefunden hat, ganz gleich, ob die Bedienungsperson im Augenblick des Bruches mit dem Verschwenken des Schenkels 5 aufgehört oder denselben noch weiter bewegt hat.
  • Die Ausführungsform nach den Abb. und 6 entspricht im wesentlichen der Ausführungsform nach der Abb.4., nur daß der bewegliche Schenkel 17 durch das Hebelwerk 22, 23 einer Waage 24 belastet ist. Wie die Feder i8 durch entsprechende Einstellung ihrer Stellschrauben kann durch Auflegung von Gewichten eine bestimmte Belastung des Ringläufers eingestellt werden. Auch hier ist ein Arm mit dem Schenkel 17 in beliebiger Weise verbunden, wie bei 25 in strichpunktierten Linien angedeutet, und vermag auf einem unter der Platte 7 befindlichen Papier mittels eines durch einen Schlitz 26 hindurchreichenden Schreibstiftes Aufzeichnungen zu machen.
  • Zweckmäßig bilden die Ansätze zur Aufnahme des Ringläufers nicht ein Stück mit den Schenkeln der Zange, sondern sind aus besonders gutem Material hergestellt und besonders gehärtet in die Schenkel eingesetzt und mit diesen durch beliebige Mittel, z. B. Verschraubung, verbunden.
  • Selbstverständlich kann an Stelle der beschriebenen Vorrichtung zum Aufzeichnen irgendeine andere bekannte Vorrichtung, z. B. eine sich drehende Papierwalze o. dgl., verwendet werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Prüfen von Ringläufern für Spinnmaschinen, aus einer zum Spannen der Ringläufer dienenden Zange o. dgl. mit einem Anzugsschenkel und einem auf einer Skala spielenden Zeiger bestehend, dadurch gekennzeichnet, daß an der Zange o. dgl. besondere Mittel zum Erfassen der einander zugekehrten Ringenden an deren Stirnseiten vorgesehen sind, z. B. nach außen vorstehende Ansätze, auf welche die Ringläufer zur Prüfung sich von außen lose aufsetzen lassen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Anzugsschenkel der Zange mit Zeiger und eine Schreibvorrichtung in einem einzigen hebelartig bewegbaren Gestänge vereinigt sind, welches sich leicht bedienen und in allen Teilen mühelos überwachen läßt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auch der zweite Schenkel der Zange beweglich angeordnet ist und unter dem Einfluß eines einstellbaren Zuggliedes (Feder, Gewicht o. dgl.) steht, und auch mit einer Schreibvorrichtung zur Aufzeichnung des Ausschlages ausgerüstet ist.
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