DE448696C - Verfahren zur Darstellung haltbarer, wasserunloeslicher Verbindungen der Alkaloide - Google Patents

Verfahren zur Darstellung haltbarer, wasserunloeslicher Verbindungen der Alkaloide

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DE448696C DEH98819D DEH0098819D DE448696C DE 448696 C DE448696 C DE 448696C DE H98819 D DEH98819 D DE H98819D DE H0098819 D DEH0098819 D DE H0098819D DE 448696 C DE448696 C DE 448696C
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  • Verfahren zur Darstellung haltbarer, wasserunlöslicher Verbindungen der Alkaloide. Es wurde gefunden, daß Nucleinsäuren, Nucleine, Nucleoproteide und die diese Verbindungen enthaltenden Eiweißarten mit Alkaloiden haltbare, wasserunlösliche Ve:-bindungen von hohem therapeutischem Werte eingehen können, wenn man Mischungen der Ausgangsstoffe erwärmt und die sich bildende Eiweiß-Alkaloid-Verbindung auf geeignete Weise auskoaguliert.
  • Beispiel i.
  • ioo kg Trockenhefe (oder die entsprechende Menge Naßhefe) werden mit 5001 Wasser zu einem Brei angerührt und auf 6o° erwärmt. Man gibt unter gutem Umrühren 2 kg Morphinhydrochlorid in d.o 1 Wasser zu und hält die Temperatur 1/2 Stunde auf 6o bis 65°. Durch Einleiten von Dampf erhitzt man zum Sieden und koaguliert die Verbindung aus, welche dann durch Zentrifugieren, Filtrieren oder Trocknen fertiggestellt wird. Auf diese Weise erhält man nach dem Zerkleinern ein gelblich-graues, wasserunlösliches Pulver von angenehmem, schwäch bitterem Geschmack. Beispiel e.
  • i kg Trockenhefe (oder die entsprechende Menge Naßhefe) wird mit einer Lösung von 5o g Berberinhydrochlorid in io 1 `Wasser von 70° zu einem dünnen Brei verrührt. Man erhitzt dann auf 75 bis 80°; worauf in 2o Minuten vollständige Bindung eingetreten ist. Nun wird die farblose oder höchstens ganz schwach gelb gefärbte Lösung abdekantiert und der Niederschlag nach einer -der bekannten Methoden zur Trockne gebracht. Die Verbindung stellt nach dem Pulverisieren ein tief gelb gefärbtes, wasserunlösliches Pulver von angenehm bitterem Geschmack dar. Beispiel 3. 9,5 kg Nuclein, dargestellt aus Frischhefe, werden in 40 1 Wasser suspendiert und auf 5o° erhitzt. Man löst 5oo g Chininhydrochlorid in io 1 heißem Wasser und läßt diese Lösung unter gutem Rühren zu der Nucleinsuspension zufließen. Die Temperatur wird dann langsam auf 6o° erhöht, worauf nach 30 Minuten die Verbindung vollständig ist. Man erhitzt nun auf ioo° und koaguliert die Verbindung aus. Diese wird auf die bekannte Weise getrocknet und stellt ein graues; wasserunlösliches bitteres Pulver dar. Beispiel q.. 5o kg entbitterte Trockenhefe werden in einem mit Rührwerk und Dampfschlange versehenen geschlossenen Gefäß mit 5o l kaltem Wasser zu einem Brei angerührt. Dann wird eine Lösung von 5 kg Chininhydrochlorid in 7501 heißem Wasser unter gutem Rühren zufließen gelassen. Man erwärmt hierauf 2o Minuten auf 8o° C: und leitet dann direkten Dampf ein, bis die Hefe-Chinin-Verbindung völlig auskoaguliert ist. Die neue Verbindung wird durch Zentrifugieren von der Flüssigkeit getrennt und getrocknet. Sie bildet ein grauweißes, in Wasser unlösliches Pulver. Das zur Verwendung gelangte Chinin ist vollständig fixiert und durch Wasser nicht mehr auswaschbar. An Stelle von Chininhydrochlorid können mit gleichem Erfolg andere Chininsalze Verwendung finden.
  • Die nach dem neuen Verfahren hergestellten wasserunlöslichen Alkaloidverbindungeii sind verschieden von denjenigen, welche-nach dem Verfahren der Patentschrift i i9 oho erhalten werden. Besonders die therapeutische überlegenheit der neuen Verbindungen ist in die Augen springend. Gibt man einem jungen Versuchshund z. B. Apomorphin-Hefeeiweiß entsprechend 6 mg Apomorphin pro Kilogramm Hund, so tritt starkes Erbrechen auf; setzt man .die Dosis herab, so tritt bei q. bzw. 2 mg pro Kilogramm die starke expektorierende Wirkung des Apomorphins auf, die sich durch starken Speichelfluß bemerkbar macht.
  • Gibt man den gleichen Versuchshunden nach dem bekannten Verfahren hergestelltes Casein-Apomorphin in gleichen Dosen,- so tritt nie irgendwelche Wirkung auf. Daraus ersieht man, daß die Bindung des Alkaloids an das Hefeeiweiß jenes vor der Zerstörung durch die Verdauungssäfte schützt; infolgedessen kann es seine Wirkung auf den Organismus entfalten.
  • Die gleichen Vorzüge der neuen Verbindungen bestehen auch gegenüber den Alkaloid-Eiweiß-Verbindungen des amerikanischen Patents i 523 755, Seite i, Zeile 39 ff., in dem die Vereinigung von Leim oder anderen Eiweißstoffen nicht jedoch von Nucleinsäure oder Nucleoproteiden mit Alkaloiden erwähnt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung haltbarer, wasserunlöslicher Verbindungen der Alkaloide, dadurch gekennzeichnet, däß man Nucleinsäuren, Nucleoproteide oder die diese Verbindungen enthaltenden Eiweißarten-mit Lösungen von Alkaloidsalzen in der Wärme mischt und .die sich bildende Verbindung auskoaguliert.
DEH98819D 1924-10-12 1924-10-12 Verfahren zur Darstellung haltbarer, wasserunloeslicher Verbindungen der Alkaloide Expired DE448696C (de)

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