DE407486C - Verfahren zur Darstellung jod- und bromhaltiger Eiweissverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung jod- und bromhaltiger Eiweissverbindungen

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DE407486C
DE407486C DEH92293D DEH0092293D DE407486C DE 407486 C DE407486 C DE 407486C DE H92293 D DEH92293 D DE H92293D DE H0092293 D DEH0092293 D DE H0092293D DE 407486 C DE407486 C DE 407486C
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  • Verfahren zur Darstellung-jod- und bromhaltiger Eiweißverbindungen. Aus der Patentschrift 324747, Kl.3oh, ist ein Verfahren zur Herstellung von Heilmittelpräparaten aus basischen organischen Farbstoffen und Eiweißkörpern der Hefe bekannt geworden.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß man zu neuen, therapeutisch äußerst wirksamen Produkten gelangt, wenn. man gewisse, nach dem oben angeführten bekannten Verfahren hergestellte Verbindungen von Eiweißkörpern und basischen Farbstoffen, die ein leicht austauschbares Chloratom im Farbstoffmolekül enthalten, mit Jod- und Bromsalzen behandelt.
  • Als solche Farbstoffeiweißverbindungen konun.en vornehmlich in Betracht die Kombinationen beispielsweise von Hefe, Nucleinen, Nucleinsäuren und ähnlichen Eiweißkörpern mit Triphenylmethan-, Ketonimin-, Thia,zin-, Safranin-, Acridinfarbstoffen bzw. deren Chlorhydraten und Azoniumchloriden. Beispiel i.
  • 9o kg entbitterte Hefe werden mit Zoo 1 Wasser gequollen und unter gutem Umrühren versetzt mit einer Lösung von iokg 3,6-Diamino-io-methylacridiniumchlorid in Zoo 1 heißem Wasser, worauf so lange bei etwa 9o bis ioo° C gehalten wird, bis eine Probe zeigt, daß der Farbstoff an das Eiweiß gebunden ist. Die Reaktionsmasse wird alsdann mit 6 kg Natriumjodid, gelöst in 2o 1 Wasser, versetzt, woräuf-nach kurzer Zeit die Umsetzung, in das Jodderivat erfolgt ist. Durch Filtrieren oder Zentrifugieren wird von der Flüssigkeit getrennt und der Niederschlag bei gelinder Temperatur getrocknet. Die neue Verbindung wird so als schön gelbes Pulver erhalten. Beispiel 2.
  • 3oo kg Rohliefehrei, enthaltend 95 kg Trokkenhefe, werden mit einer Lösung von 5 kg Methylenblau in 5o 1 Wasser versetzt und alsdann unter gutem Umrühren auf eine Temperatur von etwa 9o bis ioo° C gebracht; der Farbstoff wird durch die Hefe reduziert und als Leukoverbindung gebunden. Hierauf wird eine Lösung von 2,5 kg Natriumbromid zugegeben und noch etwa eine halbe Stunde bei derselben Temperatur gehalten, worauf die Umsetzung beendet ist. Durch Filtrieren, Waschen und Trocknen wird die bromierte Verbindung des Leukom-ethylenblaus mit der Hefe unter der Einwirkung des Luftsauer. stoffs oxydiert zu der tiefblau gefärbten Brommethylenbl,au-Hefeverbindung. Beispiel 3.
  • 5 kg nucleinsaures Natrium (aus Hefe) ! werden in 40 1 heißem Wasser gelöst und mit einer Lösung von 5 kg 3,6-Diamino-iomethylacridiniumchlorid in 5o 1 Wasser unter gutem Rühren zusammengegeben. Es entsteht ein dicker gelber Niederschlag, der durch i o Minu;en langes Einleiten von Dampf gut ausgeflockt wird. A- der Reaktionsmasse werden 3 kg .jodnatrium, gelqst;iR 2o 1 Wasser, langsam zulaufen gelassen. ISie Umsetzung erfolgt sofort. Der Niederschlag wird in üblicher Weise von 'der Lösung getrennt und stellt nach dem Trocknen ein tief braun gefärbtes, in Wasser unlösliches Pulver dar. Beispiel ¢. 5o kg gewaschene Frischhefe, entsprechend 5 kg Trockenhefe, werden mit einer Lösung von o, 5 kg Methylviolett (Pyoctanin) in i o 1 Wasser auf ioo° C; erhitzt, bis der Farbstoff gebunden ist. Alsdann gibt man 3 1 einer i oprozentigen jodnatriumlösung hinzu, kocht kurze Zeit mit Dampf auf und verfährt des weiteren, wie im vorhergehenden Beispiel beschrieben. Die neue Verbindung ist ein tief violett gefärbtes, wasserunlösliches Pulver. Beispiel 5. i o kg Nuclein (dargestellt aus Bierhefe) werden mit Wasser zu einem dicken Brei verrührt; o,5kg Auramin, in iol Wasser gelöst-, werden langsam unter gutem Rühren bei 5o° C. zugegeben. Man steigert die Temperatur auf 8o° C und hält so lange bei dieser Temperatur, bis der Farbstoff aufgenommen ist. Hierauf erfolgt die Umsetzung durch Zugabe von 3 1 einer i oprozentigen jodnatriumlösung. Die Aufarbeitung geschieht wie vorher beschrieben.
  • Beispiel 6.
  • i oo kg rohe Frischhefe, entsprechend i o kg Trockenhefe, werden mit o, i kg Safranin gelöst in 1 1 Wasser eine halbe Stunde lang bei ioo' C behandelt, worauf die Umsetzung durch Zugabe von 6oo g i opr ozentiger Jodnatriumlösung erfolgt. Das in üblicher Weise abgeschiedene und getrocknete Produkt stellt ein rot gefärbtes, wasserunlösliches Pulver dar.
  • An Stelle der hier beschriebenen Hefeeiweißstoffverbindungen können auch andere Eiweißfarbstoftverbindungen dieser Behandlungsweise mit entsprechendem Erfolg unterworfen «erden.

Claims (1)

  1. PATI?NT-ANSPRU(;i1: Verfahren zur Darstellung jod- und bromhaltiger Eiweißverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man Eiweißfarbstoffverbindungen, welche durch Behandlung von Eiweißkörpern mit solchen organischen Farbstoffen entstanden sind, die ein leicht austauschbares Chloratom enthalten, in wässeriger Suspension mit Lösungen von jod- oder bromwasserstoffsauren Salzen behandelt.
DEH92293D 1922-12-20 1923-01-04 Verfahren zur Darstellung jod- und bromhaltiger Eiweissverbindungen Expired DE407486C (de)

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