DE447804C - Briefschliessmaschine mit Frankiereinrichtung - Google Patents

Briefschliessmaschine mit Frankiereinrichtung

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DE447804C
DE447804C DE1925V0020218 DEV0020218D DE447804C DE 447804 C DE447804 C DE 447804C DE 1925V0020218 DE1925V0020218 DE 1925V0020218 DE V0020218 D DEV0020218 D DE V0020218D DE 447804 C DE447804 C DE 447804C
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DE1925V0020218
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    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43MBUREAU ACCESSORIES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B43M5/00Devices for closing envelopes
    • B43M5/04Devices for closing envelopes automatic
    • B43M5/042Devices for closing envelopes automatic for envelopes with only one flap

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  • Labeling Devices (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Briefschließmaschine mit Frankiereinrichtung, bei der die Briefe selbsttätig fortlaufend an den das Anfeuchten, Zusammenklappen und Andrükken bewirkenden Einrichtungen vorbeigeführt werden, und besteht darin, daß die Bahn der Briefe über eine die Frankiereinrichtung überwachende Waage führt, deren Ausschlag die Zahl der aufzubringenden Marken oder Stempel bestimmt. In der Bahn der Briefe ist ein Anschlag angeordnet, durch dessen Verstellung aufeinanderfolgende, vorübergehende Antriebsimpulse für die gewöhnlich stillstehende Frankiereinrichtung (Führungsrollen zum Zuführen der Marken oder Druckwalzen zum Aufdrücken der Stempel) ausgelöst werden; die Anzahl der Impulse wird hierbei durch den Ausschlag der Waage bestimmt. Der in der Bahn der Briefe angeordnete Anschlag ist als Stromschalter ausgebildet, der von einem Brief mitgenommen wird und dann einen Stromkreis ein oder mehrmals je nach Ausschlag der ebenfalls mit einem Schalter verbundenen Waage vorübergehend schließt und hierdurch jedesmal der Frankiereinrichtung den Antriebsimpuls erteilt, der zum Zuführen einer Marke oder eines Stempels erforderlich ist. Die Frankiereinrichtung ist durch eine Rutschkupplung mit dem ständig laufenden Antrieb gekuppelt, wird aber gewöhnlich durch ein Gesperre festgehalten, dessen Gesperrezahn beim vorübergehenden Schließen des Stromkreises zur Auslösung des Antriebsimpulses elektromagnetisch ausgehoben wird und nach einer bestimmten Drehung der Antriebswelle wieder einschnappt. Die Frankiereinrichtung besitzt weiterhin einen Zuführer, der bei jedem Antriebsimpuls den gelochten Markenstreifen um eine Marke vorschiebt und sein Ende hierdurch in den Bereich eines Greifers bringt, der die vorgeschobene Marke vom Streifen abreißt und fortführt. Weitere Erfindungsmerkmale gehen aus der nachstehenden Beschreibung hervor.
In der Zeichnung stellen dar:
Abb. ι einen Grundriß, teilweise wagerechten Schnitt, nach der Linie 1-1 der Abb. 2, Abb. 2 einen mittleren Längsschnitt,
Abb. 3 einen Aufriß für das einstellbare Band zum Befeuchten der Briefhüllenklappe,
Abb. 4 einen Schnitt nach der Linie 4-4 der Abb. 1 für die Vorrichtung zur Zuführung und Abtrennung der Marke,
Abb. 5 einen Schnitt nach der Linie 5-5 der Abb. 1 für die Markenzuführung,
Abb. 6 einen Schnitt nach der Linie 6-6 der Abb. 2 für die Vorrichtung zum Befeuchten und Zuführen der Marke,
Abb. 7 den Aufriß des Auslösers für die Markenzuführung,
Abb. 8 einen Aufriß für eine andere Ausführungsform der Erfindung.
10 ist das Gestell, auf welchem alle Antriebsteile gelagert sind. Der Zuführungstisch 11 liegt im Abstande oberhalb der Fuß-
platte des Gestelles in wagerechter Lage zwischen den Seitenwänden, und ein Antriebsmotor M und seine Transmission sind in dem Raum unterhalb des Zuführungstisches gelagert. Der Antriebsmotor treibt zunächst eine Zwischenwelle 12 durch Riemen 13 an, diese überträgt den Antrieb durch Riemen 14 auf die Hauptwelle 15, von welcher die weiteren Antriebe abgeleitet werden. Stromleitungen 16, 17 führen zu einer elektrischen Kraftquelle; die Leitung 16 ist an die eine Klemme des Motors gelegt und die Leitung 17 an den einen Pol des Motorschalters 18, während der andere Pol des Schalters durch eine Leitung 19 an die andere Polklemme gelegt ist.
Vorschub der Briefhüllen.
Die Briefhülle wird durch die Maschine über den Tisch 11 durch Greifer geführt, welche die Form von Rollen erhalten. Hierzu dienen obere Rollen 20 an dem vorderen Teil der Maschine, die auf Welle 21 gelagert- sind und mit unteren Rollen 22 auf Wellen 23 zusammen arbeiten; die Eingriffsstellc zwischen den oberen und den unteren Rollen liegt im wesentlichen in der Ebene des Tisches oder etwas darüber, damit die Rollen die Briefhüllen aufnehmen und erfassen können, wenn diese über den Tisch vorrücken. Die Anzahl der Führungsrollen hängt von den verschiedenen Arbeitsbedingungen ab; in der Zeichnung sind drei Paare dargestellt. ~
Unterhalb der Führungsrollen 20, 22 neben der Vorrichtung zum Zuführen der Marke liegen weitere Paare von Führungsrollen, von denen zwei Paare dargestellt sind; jedes Paar enthält eine obere Rolle 24 auf einer Welle 25 und eine untere Rolle 26 auf einer Welle 27. Diese Rollen haben einen nachgiebigen Belag, z. B. aus Gummi; neben der Zuführung haben sie die Aufgabe, die Klappe an die Briefhülle anzudrücken und eine oder mehrere Marken auf dieser anzubringen. Alle Wellen der Rollen sind in dem Maschinengestell drehbar gelagert und die oberen Wellen 21 und 25 derart, daß sie eine Aufwärts- und Abwärtsbewegung ausführen können, um der Aufnahme von Briefhüllen verschiedener Dicke angepaßt zu werden; diesem Zweck dienen senkrechte Schlitze 28" in den Seitenwänden des Maschinengestelles. Die oberen Rollen können mit den unteren durch Zahnräder verbunden werden, um auch angetrieben zu werden.
Gemäß Abb. 1 liegen die Eingriffsstellen der Zuführungsrollen 20, 22 auf der einen Seite der Zuführungsbahn der Hüllen und reichen nicht bis zu den Klappen, um diese während der ersten Stufen der Zuführung der Briefhülle durch die Maschine zu berühren.
Eine Briefhülle E ist strichpunktiert in Afcb. 1 in der Lage dargestellt, in welcher sie von den Rollen erfaßt und geführt wird. Die Klappe F ist gleichfalls strichpunktiert dargestellt. So wird die Briefhülle an dem Eintrittsende der Maschine von den Rollen nur an dem Rande gegenüber den Klappen erfaßt, so daß diese außerhalb des Bereiches liegt, in welchem die Rollen während des Anfeuchtens der Klappe und während der darauffolgenden Zeit die Klappe berühren. Die sich anschließenden j Rollen-24, 25· haben-eine solche Lage, daß die Eingriffsstellen in der Bahn der Klappe F liegen, um diese während des letzten Vor-Schubes und während des Verschließens zu erfassen.
Jedes Paar von Zuführungsrollen wird unmittelbar angetrieben, z. B, mittels einer Kette 29, Kettenrad 30 auf der Hauptwelle 15, Kettenräder 31 auf den beiden unteren Wellen 23 (Abb. 1 und 2). Das äußerste vordere Paar Rollen (Abb·. 1) wird von einem Riemen 32 angetrieben, der über die danebenliegende Welle 23 geführt ist, und die folgenden Rollenpaare werden von der danebenliegenden Welle 23 durch Riemen 33, 34, Kettenräder auf den Wellen 23, 27 angetrieben. Auf diese Weise erhalten alle Rollen dieselbe Vorschubgeschwindigkeit von "der Hauptantriefosweile. · "-""...
Befeuchten und Verschließen
der Klappen.
Die Vorrichtung zum Befeuchten und Schließen der Klappen (Abb. 1 und 2) besteht aus einer Lenkplatte 35 mit einer gekrümmten führenden Kante oder Nase dicht neben dem Tisch ii, die unter die Klappe der vorrückenden Hülle gelangt, um diese von dem Stapel anzuheben. Jede Hülle wird nämlich in die Maschine so eingeführt, daß ihre Klappe aufwärts zeigt, und daß die Klappenkante dicht an der Führungsplatte 36 anliegt. Wenn die Hülle vorrückt, wird die Klappe von der Hülle durch die aufwärts geneigte Fläche der Lenkplatte 35 angehoben» Die gummierte Unterfläche der Klappe wird mittels eines feuchten Kissens oder Bandes 37 angefeuchtet, welches quer zu der Vorschub- no richtung der Hüllen umläuft; es wird in einer Rinne 38 dicht neben dem Führunstisch 11 geführt. Die hintere Kante der Lenkplatte 35 reicht über die ihr zugekehrte Seite der Rinne 38 und ist an ihr befestigt. Der obere Lauf des feuchten Bandes liegt oberhalb der Lenkplatte 35, während der untere Lauf in der Rinne 38 liegt. Eine Druckplatte 39 ist an einer Querstange 40 befestigt, trägt in Abständen vorwärts vorspringende abgerundete Nasen und liegt im Abstande oberhalb des feuchten Bandes, um die gummierte
Fläche der Klappe zur Berührung mit dem feuchten Bande zu bringen, wenn die Klappe vorwärts geführt wird. Das feuchte Band bewegt sich relativ zu der Bewegung der Hülle, so daß eine gleitende Berührung zwi- ! sehen Band und gummierter Fläche stattfindet, wodurch die Befeuchtung wirkungsvoller wird. Eine abwärts geneigte Leitplatte 4r erfaßt die Klappe, wenn sie aus dem
ίο feuchten Bande heraustrittt, um ihre Berührung mit den Rollenwellen 21 zu verhindern; es besteht jedoch ein beträchtlicher Zwischenraum zwischen der unteren Kante der Leitplatte 41 und dem Tisch 11, so daß die Klappe nicht bis zur Berührung mit der Hülle an dieser Stelle gedrückt wird.
Das befeuchtende Band 37 wird durch eine Riemenscheibe 42 angetrieben, die an dem die Feuchtigkeit enthaltenden Behälter 43 gelagert ist. Die Welle der Riemenscheibe 42 wird durch Kegelräder 44 angetrieben. Der Riemen läuft von der Riemenscheibe 42 durch die Rinne 38 über Führungsröllen 45 und 46. Eine der Führungsrollen 45 ist einstellbar, wie durch Stellschrauben 47, zur Änderung der Spannung oder zur Regelung der Aufnahme der Feuchtigkeit durch den Riemen, um der gummierten Klappe mehr oder weniger Feuchtigkeit zuzuführen. Die von dem Riemen abfallende Feuchtigkeit wird in der Rinne 38 gesammelt und in das Gefäß 43 zurückgeführt.
Zuweilen ist es vorteilhaft, eine Hüllenführungsplatte an der der Platte 36 gegenüberliegenden Seite des Tisches 11 zu verwenden; zu diesem Zweck sind schwingende : Führungsplatten 48 in Abständen längs des. ! Tisches angeordnet; sie sind an der nächst- i liegenden Seitenplatte bei 49 drehbar ge- j lagert, so daß sie aufwärts geschwungen werden können. Die vorderen Enden dieser Führungsplatten 48 sind zweckmäßig an der unteren und inneren Kante geneigt, damit eine vorrückende Hülle von außergewöhnlieber Breite r.pstoßen kann, um die Führungsplatten aufwärts außerhalb der Bahn J der Hülle zu heben. Hilfsplatten 48' können neben jeder Führungsplatte 48 verwendet werden, aber in weiteren Abständen von der Führungsplatte 36, um als Führungen für besonders breite Hüllen zu dienen.
Für gewisse Arbeiten ist es erwünscht, ein flüssiges Klebmittel auf den Klappen anzubringen, anstatt eine gummierte Klappe zu befeuchten; in diesen Fällen kann das Band 38 dazu verwendet werden, um flüssigen, in dem Behälter 43 enthaltenen Klebstoff aufzubringen.
Die Anordnung der Eingriffsstellen der Zuführungsrollen, wie oben beschrieben, schafft einen bedeutenden Raum außerhalb des Bandes 38, in welchem die Klappen nicht gegen die Hüllen gepreßt werden; so tritt eine Pause ein nach dem Befeuchten, bevor das Verschließen vorgenommen wird. Während dieser Pause wird das Klebmittel erweicht, oder der flüssige Gummi wird teilweise aufgesaugt; in jedem Falle wird der Verschluß sicherer, wenn die Klappe die Rollen erreicht.
Wenn die Hülle durch die vorderen Zuführungsrollen 20, 22 vorgerückt wird, begegnet die Klappe einer Leitplatte 50, die etwas vor dem ersten Paar der Verschließrollen 24 angeordnet ist, um die Klappe abwärts in die Eingriffssteile der Rollen abzubiegen. Die Leitplatte 41 biegt die Klappe nicht gegen die Hülle ab, weil ihre Aufgabe darin besteht, die Klappen zu verhindern, daß sie auswärts von der Hülle abstehen, um durch die Rollenwellen 31 versperrt zu werden; gewöhnlich kommt die Leitplatte 41 nicht in Berührung mit den Klappen. Das Verschließen der Hülle durch die Klappen erfolgt, wenn die Klappe in die Eingriffsstelle der Verschließwalzen 24, 26 eintritt.
Vorrichtung zum Zuführen
der Marken.
Die Briefmarken werden aus einem Vorrat zugeführt, beispielsweise von einem perforierten Briefniarkenstreifen, von dem Streifen abgetrennt, angefeuchtet und auf der Hülle befestigt, ohne Unterbrechung des Vorrückens der Briefhülle durch die Maschine. Die zur Erreichung dieses Zweckes dienende Vorrichtung ist in den Abb. 2, 4, 5 und 6 dargestellt und enthält die Vorrichtung zum Befeuchten der Briefmarke und zur Zuführung (Abb. 5 und 6) und die Vorrichtung zur Abgäbe der Briefmarken (Abb. 2 und 4) an die Zuführungsvorrichtung, wie dieses zum Aufkleben der Briefmarken auf die Briefhüllen erforderlich ist.
Die Vorrichtung zur Zuführung der Briefmarken und zum Befeuchten besteht aus den oberen und unteren Zuführungsrollen 51 und 52, einem genuteten Rad 53 und einem Band 54. das zwischen der Nut der unteren Rolle 52 in der T\ut des Rades 53 und über eine obere Scheibe 55 läuft, die unmittelbar unter dem Tisch 11 neben dem ersten Paar Verschließrollen 24, 26 drehbar gelagert ist. Ein Bandspanner 56 dient zur Regelung der Spannung des Bandes 54. Das Briefmarkentragband läuft über eine mittlere Rinne in der unteren Führungsrolle 52 (Abb. 5) und wird von dieser auf der Welle 57 angetrieben; diese erhält ihren Antrieb von einer Kette 58, Welle 59, Hauptwelle 15 mittels der Zahnräder 60, 61 (Abb. 1).
Eine Rolle 62 (Abb. 1 und 6) zum Marken-
befeuchten ist auf der Welle 59 befestigt und besitzt eine mittlere tiefe Nut zur Aufnahme des Förderbandes 54. Das die Marke tragende Rad 53 und die Befeuchterwalze 62 berühren mit ihren Umfangen dieselbe Tangentialebene; der Umfang des Markenrades 53 liegt gegenüber der Nut der Walze 62 (Abb. 6). Die Befeuchterwalze 62 taucht in den Abteil des Flüssigkeitsbehälters 63 ein, der über die Längswand des Maschinengestelles hinausragt (Abb. 1).
Neben der Walze 62 sind federnde Druckplatten 64 angeordnet, welche die gummierten Flächen der Marken an die Umflache der Walze andrücken. An dem Austrittsende der Zuführungsvorrichtung für die Marken neben der Antriebsscheibe 55 des Förderbandes liegt eine schmale Rolle 65, die das Band 54 berührt und die vordere Kante der Marke aufnimmt und sie in die Verschließrollen 24, 2,6 einführt, so daß die Marke auf die Briefhülle geklebt wird, welche gerade über diese Stelle hinausgeführt wird. Die obere Zuführungsrolle 51 für die Marke wird von einer Welle66 getragen (Abb. 5), die in einem besonderen Rahmen gelagert und mit der unteren Rolle durch Zahnräder 67 verbunden ist. Die Rolle 51 wird federnd gegen die untere Rolle gedrückt durch einstellbare Federn 68, 69 an jedem Rollenende. Die eine Feder, z. B. 69, kann stärker sein als die andere, um die Rollen an dem einen Ende in dichtere Berührung mit der entsprechenden Markenstreifenkante zu bringen als an dem anderen Ende, so daß diese Kante des Markenstreifens hier fester erfaßt wird. Der-• selbe Zweck könnte mit Federn von gleicher Stärke erreicht werden, aber nur durch Einstellung der Feder 69, um einen größeren Druck auf das betreffende Wellenende auszuüben, als von der anderen Feder 68 erreicht wird. Diese Anordnung läßt den Markenstreifen an dem losen Ende der Rollen leicht gleiten oder zurückbleiben und bewirkt das Abreißen einer Marke, wie später erläutert. Die Abgabe der Marken aus einem Vorrat an die Zuführungsvorrichtung ist aus Abb. 1, 2 und 4 ersichtlich; sie besteht aus dem Greifer mit den Greiferrollen 70, 71, von denen beide oder nur eine auf der Umflache gezahnt sein können. Die untere Rolle 70 ist zur Aufnahme eines Plattenträgers 72 genutet, der den Markenstreifen in die Eingriffsstelle der Rollen führt. Die Rollen sitzen auf den Wellen 73, 74, die in einem besonderen Rahmen gelagert und durch Zahnräder 75 verbunden sind. Die obere Rolle ist mit einstellbaren Federn 76 versehen, ähnlich wie es für die Rolle 51 beschrieben war. Die Ein-Stellvorrichtung 76 übt jedoch gleichen Druck an beiden Enden der Rolle 70 aus, damit der Markenstreifen an beiden Kanten gleichmäßig fest erfaßt wird.
Die Rollen 70, 71 werden von der Hauptwelle 15 durch die Zahnräder 60, 61, loses Zwischenrad 77 und Gleitkupplung auf der Welle 74 angetrieben. Die Gleitkupplung besteht aus einem Zahnrad 78 auf der Welle 74, das in Eingriff mit dem losen Rade 77 steht. Das Zahnrad 78 ist mit der Welle 74 durch die Reibungsscheiben 79, 80 verbunden; die Scheibe 79 sitzt fest auf der Welle, die Scheibe 80 wird mit ihrer Hülse in die eine Seite des Zahnrades 78 mittels der Feder 81 gedrückt, die zwischen der Scheibe 80 und der auf der Welle festen Muffe 82 liegt.
Ein nach außen tretender Handgriff 83 dient zur Zuführung der Marken oder zur Einstellung des Markenstreifens zu den Rollen 51, 52 von Hand. Die Marken werden in Form eines perforierten Streifens JT auf einer Haspel 84 geführt.
Die Rollen 70, 71 sind mit einer Verzögerungsvorrichtung verbunden (Abb. 7), bestehend aus einem Rade 85, dessen Umfang mit einem oder mehreren Zähnen versehen ist, einer Sperrklinke 86, die gewöhnlich durch Feder 87 in Eingriff mit dem Rade 85 gehalten und durch einen Elektromagneten 88 gesteuert wird.
Um anzuzeigen, wenn ein Markenstreifen erschöpft ist, ist eine Glocke 89 (Abb. 2) mit einem federnden Klöppel 90* vorgesehen, dessen Arm 91 über einen Schlitz 92 der Markenführungsplatte 72 liegt. Der Klöppel wird durch den Markenstreifen gewöhnlich außer Berührung mit der Glocke gehalten; sobald der Streifen erschöpft ist, wird er ausgelöst und schlägt an die Glocke, wobei der Arm 91 durch den Schlitz 92 fällt.
Die Regelung der Marken-• zuführung
und das Aufkleben der Marke erfolgt selbsttätig durch die Briefhülle entweder mittels ihrer Vorschubbewegung oder mittels ihres Gewichtes oder mittels beider. Zu diesem Zweck ist ein Schwinghebel 93 (Abb. 2) vorgesehen, dessen Antriebsarm 94 in der Vorschubbahn des Vorschubes der Brief hülle liegt no und dessen Kontaktarm 95 durch eine Feder immer in der Arbeitsstellung gehalten wird. Dieser Schwinghebel kann in beliebiger Lage auf der Maschine angebracht werden, wie in Abb. 2 gezeigt ist, teilweise schematisch. In der Bahn des Kontaktarmes 95 liegen Federkontakte 96, 97, die gegeneinander isoliert sind. Der Kontakt 96 liegt oberhalb des freien Endes in der Bahn des Kontaktarmes 95, ein Isolierstreifen 98 verhindert den Kontakt zwischen den Kontakten 96, 97, wenn der Kontakt 97 sich abwärts bewegt, gestat-
tet aber den elektrischen Kontakt, wenn der Kontaktarm 95 aufwärts schwingt.
Um die Regelung mittels des Gewichtes der Briefhülle zu bewirken, ist ein Gewichtsschalter 99 angeordnet, der von dem Gewicht der Briefhülle beeinflußt wird, wenn diese in der Maschine vorgeschoben wird. Dieser Schalter enthält isolierte Federkontakte 100, 101, die von einem Kolben 102 beeinflußt werden; das obere Ende des Kolbens trägt eine Platte 103 in der Bahn der Briefhülle, ihre obere Fläche liegt unmittelbar über der Fläche des Zuführungstisches 11. Der vordere Teil der Platte 103 ist abwärts geneigt, damit die vorrückende Briefhülle ihn berührt und über die Fläche gleitet. Die Platte 103 liegt neben den Zuführungsrollen 20, 22, so daß die Briefhülle B (Abb. 1) an dem Rande erfaßt wird, der von der Klappe entfernt liegt, wenn er über den Schalter 99 gleitet. Eine Feder 104 drückt den Kolben 102 gewöhnlich in die Ruhestellung, ihre Kraft ist so groß, daß der Kolben niedergedrückt wird, wenn die Briefhülle ein vorher bestimmtes Gewicht überschreitet.
Der Abstand der hintereinanderliegenden Paare der Zuführungsrollen 20, 22 und die Lage des Schalters 99 zu diesen Rollen ist eine solche, daß die Briefhülle von den Rollen nur an einer einzigen Stelle erfaßt wird in dem Zeitpunkt, in welchem die Briefhülle die Lage einnimmt, wo sie ihr ganzes Gewicht auf die Platte 103 äußert. Der Walzeneingriff liegt etwas oberhalb der Fläche des Tisches 11, und die obere Fläche der Platte 103 liegt auch in einem Abstande über dem Tisch; infolgedessen ruht das Gesamtgewicht der Brief hülle auf der Platte 103. Ein kleiner Teil kann von den Greiferrollen gehalten werden, aber ein bestimmter Teil des Briefhüllengewichtes äußert sich auf den Schalter
99, der so eingestellt ist, daß er die Kontakte
100, 101 schließen kann, wenn das tatsächliche Gewicht der Briefhülle einen vorher bestimmten Wert erreicht.
Gemäß Abb. 2 ist eine Leitung 105 an den Kontaktarm 95 gelegt und an die Leitung 17 angeschlossen, während Leitungen 106, 107 den Kontakt 96 mit dem Magneten 88 verbinden. Wenn der Kontaktarm 95 den Kontakt 96 berührt, dann wird der Magnet 88 durch folgenden Stromkreis erregt: Leitungen 17, 105, Kontaktarm 95, Kontakt 96, Leitungen 106, 107, Magnet 88, Rückleitung 108, Speiseleitung 16. Durch den Ausschalter 109 in der Leitung 108 kann der Magnet ausgeschaltet werden.
Der Federkontakt 100 des Gewichtsschalters 99 ist an den Magneten 88 durch Leitung 110 und Leitung 107 angeschlossen, der Federkontakt 101 ist an den Kontakt 97 durch Leitung 111 angeschlossen. Wenn die Kontakte 95, 97 und gleichzeitig die Kontakte 100, 102 geschlossen werden, so wird der Magnet 88 durch folgenden Stromkreis erregt: Speiseleitung 17, Leitung 105, Kontaktarm 95, Kontakt 97, Leitung in, Kontakte 100, 101, Leitungen 106, 107, Magnet 88, Rückleitung 108 zur Speiseleitung 16.
70 Selbsttätige Steuerung der
Maschine.
Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, die Zuführungsvorrichtung für die Briefhülle und die Marke einzurücken, wenn eine Briefhülle in die Maschine eingeführt ist, und sie auszurücken, wenn eine Briefhülle das letzte Paar der Zuführungsrollen verlassen hat. Zu diesem Zweck wird eine einfache Einrichtung verwendet, welche den Schalter 18 (Abb. 2) zur Steuerung des Motors M enthält. Dieser Schalter wird durch eine Steuerung beeinflußt, welche die in den Seitenplatten der Maschine oberhalb des Tisches 11 gelagerten Wellen enthält; jede Welle trägt einen oder 8g mehrere abwärts und rückwärts geneigte Arme 113. Die Wellen 112 sind hintereinander angeordnet, und jede ist an eine Schubstange 114 durch Lenker 115 angeschlossen. Das bewegliche Element des Schalters 18 ist 9P durch Lenker 116 an die Schubstange 114 angeschlossen. Diese Steuerung ist so eingestellt, daß sie den Schalter 18 immer offen hält. Durch Schließen des Schalters 18 wird der Motor erregt und die Maschine angelassen.
Die Arbeitsweise
der bisher beschriebenen Maschine ist folgende:
Angenommen, die Maschine stehe still, eine Briefhülle, mit der Anschriftseite nach unten und ihrer aufgeschlagenen Klappe nach rechts in der Vorschubrichtung der Briefhülle £ in der Pfeilrichtung (Abb. 2), wird von Hand an den Zuführungsrollen 20, 22 eingeführt; gerade vor dem Rolleneingriff und während der Arbeiter noch die Briefhülle hält, begegnet ihre vordere Kante dem ersten Einrückarm 113, hebt ihn etwas aus no der in Abb. 2 gezeigten Lage und schließt den Schalter 18, um den Motor anzulassen. Der Schalter und sein Einrücker haben ein geringes Gewicht, dessen Trägheitsmoment und Reibung vernachlässigt werden können, so daß das Einrücken durch die Briefhülle sehr leicht vonstatten geht.
Der Arbeitsgang der Maschine, in welchem das Schließen und Aufkleben der Marke auf eine einzelne Briefhülle vollendet wird, wird so von Hand eingeleitet, bevor die Briefhülle durch den Vorschubantrieb vorgeschoben
wird, und zwar selbsttätig mittels der Briefhülle 'bei ihrer Einführung in die Maschine. Nach Anlassen des Motors, wird die Kraft auf die Hauptwelle 15 übertragen, und die ganze Maschine einschließlich der Zuführung für die Briefhülle und die Marke wird dann eingerückt, die ersten Zuführungsrollen 20, 22 erfassen die Briefhülle und führen sie in die Maschine ein. Die abgerundete vordere Nase des Klappentrenners 35 greift unter die Klappe der Briefhülle, führt sie über das feuchte Band 37, wo sie befeuchtet wird, worauf das Schließen dann, wie oben beschrieben, erfolgt.
Die dann folgenden Arme 113 liegen so dicht zusammen, daß einer oder mehrere von ihnen immer in Berührung mit der vorrückenden Briefhülle bleibt, und die Maschine führt dann ununterbrochen und stetig die 2Q Briefhülle hindurch, bis sie den letzten Arm 113 verläßt, wo der Schalter 18 selbsttätig geöffnet und der Motor stillgesetzt wird. Jede Brief hülle kann dann aus der Maschine ausgeworfen werden, bevor eine andere eingeführt wird; die Maschine arbeitet zu diesem Zweck sehr schnell, und der Motorstromkreis wird zwischen der Einführung von aufeinanderfolgenden Briefhüllen unterbrochen. Die nachfolgende Briefhülle kann jedoch einju geführt werden, bevor die vorhergehende die Maschine verlassen hat, um die Maschine ununterbrochen arheiten zu lassen, nur die Markenzuführung bleibt unterbrochen, weil sie von jeder Brief hülle unter Mitwirkung des Steuerarmes 94 gesteuert wird.
Die Vorrichtung zur Abgabe und zum Abtrennen der Marken wird von der zugeführten Briefhülle gesteuert, und zwar durch den Gewichtsschalter 99 und die Kontakte 95, 96, welche geschlossen sind, wenn die Briefhülle dem Antriebsarm 94 begegnet. Die Kontakte 95, 96 werden zuerst durch die vorrückende Briefhülle geschlossen, dann infolge der Bewegung des Kontaktarmes 95 unmittelbar geschlossen, wodurch der Magnet 88 sofort erregt und die Sperrklinke 86 außer Eingriff mit einem Zahn des gezahnten Rades 85 gelangt. Die Sperrklinke wird jedoch, wenn der Schalter 99 nicht geschlossen ist, sofort in die Sperrstellung durch Feder 87 gezogen, greift in den nächsten vorbeigehenden Sperrzahn ein und sperrt die Zuführungsrollen 70, 71. Diese Bewegung der Zuführungsrollen. schaltet den Markenstreifen um eine vorher bestimmte Länge' vorwärts, gewöhnlich um die Länge einer Marke; das vordere Ende des Streifens wird in die Zuführungsrollen 51, 52 eingeführt, welche während des Ganges der Maschine beständig umlaufen. Hier ist daran zu erinnern, daß die Reibungskupplung (Abb. 4) die Zuführungsrollen 70, 71 immer. anzutreiben sucht, weiche "durch die Klinke 86 gesperrt gehalten werden. Beide Rollenpaare werden gewöhnlich so. angetrieben, daß sie die Marken um dieselbe Länge schalten; wenn aber die Klinke 8fidie Rollen 70, 71 enthält, wird ein Differentialzug auf den vorrückenden Streifen ausgeübt, der eine oder mehrere. Marken an der Perforierung des Streifens ahreißt, . . . -
Infolge des ungleichen Druckes an. den gegenüberliegenden Enden der Greiferrollen 51, 52 hat.die fest erfaßte. Streifenkante vorzurücken; infolgedessen, wird, der trennende Zug an der fest erfaßten Kante begonnen und längs der . Streifenbreite fortgesetzt,. die Trennung findet beim Eintritt der Abreiß-. wirkung statt. Der zur Trennung erforderliche Zug wird ÄUt diese Weise stark vermindert und das Trennen wirkungsvoller und 8q sicherer. . .
Wenn jedoch das. .Gewicht der Briefhülle einen, vorher bestimmten Wert.überschreitet, werden die Kontakte 100,. 102. geschlossen, und zwar in dem. Zeitpunkt, in welchem der bewegliche Kontaktarm 95. den .zweiten Kontakt 97 schließt. Dieser zweite Kontakt ist so eingestellt^ daß das. Schließen in dem Augenblick oder kurz vorher eintrittj wenn die Zuführung der ersten Märke vollendet worden ist, in welchem die Rolle 70 und das Sperrad 85 jjerade eine halbe Umdrehung gemacht haben. Infolgedessen werden beide Schalter 99 und 95, 97 gleichzeitig geschlossen. Der Magnet 88 wird wieder durch den obenerwähnten Stromkreis erregt, die Klinke 86 ;über_den nächstfolgenden Zahn des Sperrades 85 gehoben und.ejne neue Marke durch, die Zuführungsrollen zugeführt. Die so zugeführten Marken werden aber nicht abgetrennt. Sollen diese Marken voneinander getrennt werden, so kann dieses durch eine entsprechende Anordnung der Zähne auf dem Sperrad geschehen, indem man das Übersetzungsverhältnis der Zuführungsrollen oder die Zeiträume zum Schließen der Kontakte ändert. Das Abtrennen einer aus mehreren Marken bestehenden Einheit von dem Streifen kann in der gleichen Weise erfolgen, wenn die Zuführungsrollen durch die Klinke 86 angehalten werden.
Es ist ersichtlich, daß immer wenigstens nur eine Marke von den Zuführungsrollen abgegeben und von dem Streifen in Abhängigkeit von der zugeführten Brief hülle abgetrennt wird, daß eine weitere Anzahl von Marken zugeführt und unter der vereinigten Wirkung des Gewichtes der Briefhülle und ihrer Vorwärtsbewegung zugeführt und abgetrennt wird in dem Falle, in welchem das Gewicht einen vorher bestimmten Wert erreicht.
Wenn das nachschiebende Ende der Briefhülle an dem Antriebsarm 94 vorbeigeht, kehrt der Kontaktarm 95 in seine Anfangsstellung zurück. Das Schließen der Stromkreise durch den Magneten bei dieser Rück-, wärtsbewegung wird verhindert, weil der Gewichtsschalter 99 sich öffnet, sobald die Briefhülle an ihm vorbeigeht, und ferner, weil der elektrische Kontakt zwischen den Kontakten 95, 96 durch die Isolierung 9S verhindert wird.
Es wird besonders hervorgehoben, daß die Vorrichtung zum Zuführen der Briefhülle und der Marke einschließlich der Markenabgaberollen mit _der Hauptantriebswelle ohne Unterbrechung verbunden sind, da keine andere Übertragung oder Kupplungen bestehen außer der einfachen Gleitkupplung, welche die Verzögerung der Abgaberollen bewirkt. Natürlieh kann auch eine andere Kupplungsart als die Gleitkupplung verwendet werden, um durch die Briefhülle den Antrieb ein- und auszurücken.
Bei oder kürz vor der Abtrennung der Briefmarke von dem Streifen wird die abgetrennte Marke in einer mittleren Zone entlang zwischen dem Rad 53 und dem Bande 54 erfaßt, und die vorstehenden Markenkanten werden fest an die befeuchtenden Flächen der Rollen 62 mittels der federnden Platten 64 angedrückt. Die befeuchteten Teile der Marken berühren nicht das Rad oder das Band, so daß diese Teile der Maschine vom Klebstoff oder von Feuchtigkeit frei bleiben.
Die abgetrennte Marke ist in Abb. 6 mit S1 bezeichnet in der Lage, in welcher sie von dem Tragrad und dem Band erfaßt und mit den gummierten Randflächen zur Berührung mit den befeuchtenden Rollen mittels der Federplatten 64 gebracht wird. Die Marke wird der oberen Seite des Führungsrades zugeführt, hierbei von der Rolle 65 geleitet, zwischen die verschließenden Zuführungsrollen 24, 26 geleitet und auf die vorrückende Briefhülle angedrückt. Wenn die Marke die Stelle erreicht, wo sie angeklebt werden soll, dann rücken sie und die Briefhülle mit der gleichen Geschwindigkeit "vor, da keine Verzögerung in ihrer beider Vorschubgeschwindigkeit stattfindet. Die Marke wird außerdem noch durch das letzte Paar der Zuführungsrollen 24, 26 in die Lage gedrückt, in welcher die sichere Berührung stattfinden soll.
Mit der vorbeschriebenen Einrichtung werden die Vorrichtung zur Zuführung der Briefhtille und die Vorrichtung zur Zuführung der Marke so gleichzeitig betätigt, daß Marke und Briefhülle an den Rollen 24, 26 in dem Zeitpunkt ankommen, in welchem die Marke in der gewünschten Zone der Briefhülle aufgebracht wird. Da die ganze Maschine eingerückt wird, wenn eine Briefhülle eingeführt · wird, und ausgerückt wird, wenn die Brief- :' hülle die Maschine verläßt, so steht die Maj schine still mit Ausnahme der Zeiträume, in j welchen sie ihren Arbeitsvorgang für eine Briefhülle ausführt; hierdurch wird unnütze Abnutzung der Maschine verhindert und an Betriebskraft gespart.
Die in Abb. 8 gezeigte Ausführungsform der Erfindung dient dazu, einen Aufdruck auf die Briefhülle zu machen anstatt eine Marke aufzukleben. Die Vorrichtung zum Abtrennen, Führen und Anbringen der Marke ist fortgelassen, während die anderen Teile der Maschine verblieben sind, deren Bezugszahlen mit dem Ind^x α bezeichnet sind.
Ein Druckzylinder 120 ist in dem Maschinengestell drehbar gelagert: er trägt Druckplatten 121, deren Druckflächen in der Bahn 8c der vorrückenden Briefhülle und etwa in einer Reihe mit den Eingrifrsstellen der Zuführungsrollen liegen. Eine drehbare Andrückrolle 122 liegt über dem Druckzylinder 120, um die Briefhülle an die Druckplatten anzudrücken. Der Druckzylinder 120 und die Andrückrolle 122 können durch ein Paar Zuführungs- und Verschließrollen 24, 26 ersetzt werden oder neben ihnen bestehen. Eine Farbvorrichtung zur Zuführung von Farbe zu den Druckplatten ist in Form einer Rolle 123 mit Farbkissen vorgesehen und liegt so, daß das Farbkissen die Druckplatten 121 mit Reibung berührt, welche die Farbrolle mitnimmt.
Die Welle 74« entspricht der Welle 74 (Abb. 4) mit der Ausnahme, daß die Markenrollen und ihr Antrieb fortgelassen sind. Die Welle 74a wird von der Hauptwelle 15° durch .., Riemen 124, der mit dem Rad 78° der Gleitkupplung verbunden ist, angetrieben, und die Druckwalze 120 wird von einem Riemen 125 angetrieben, der über eine an der Welle 74° befestigte Riemenscheibe läuft. Die Sperrung 85°, 86° entspricht der früher beschriebenen, ebenso die Schaltungen 93" und 99" mit der Ausnahme, daß sie weiter hinten an dem Führungstisch na liegen, um den Eintritt des Zeitpunktes, in welchem der Aufdruck erfolgt, richtig bestimmen zu können. Die Druckwalze 120 wird so gesteuert, daß sie eine oder mehrere Druckzeichen auf die vorrückende Briefhülle aufbringt, und die Steuerung erfolgt durch den Vorschub der Briefhülle und ihr Gewicht in ähnlicher Weise wie früher beschrieben. Die Druckwalze dreht sich um i8o°, um einen einzigen Aufdruck aufzubringen, wenn der durch Gewicht gesteuerte Schalter 99° nicht geschlossen wird; wenn er aber geschlossen wird, dann werden zwei Aufdrücke hintereinander aufgedrückt, weil dann der Druckzylinder 120 eine vollständige

Claims (11)

Umdrehung macht. Die Druckzeichen können den Betrag der bezahlten Postgebühr anzeigen; eine Zähler vor richtung 126 kann mit der Welle 74a verbunden sein, um die bestimmte Postgebühr zu zählen. Diese Zählervorrichtung kann geschützt untergebracht sein, so daß sie zur Einstellung nur der Behörde oder den hierzu Berechtigten zugänglich ist. β *° Patentansprüche:
1. Brief schließmaschine mit Frankiereinrichtung, bei der die Briefe selbsttätig fortlaufend an den das Anfeuchten, Zusammenklappen und Andrücken bewirkenden Einrichtungen vorbeigeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn der Briefe über eine die Frankiereinrichtung überwachende Waage (103) führt, deren Ausschlag die Zahl der aufzubringenden Marken oder Stempel bestimmt.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Bahn der Briefe ein Anschlag (94) angeordnet ist, durch dessen Verstellung. aufeinanderfolgende, vorübergehende Antriebsimpulse für die gewöhnlich stillstehende Frankier ungs einrichtung (Führungsrollen 71, 72 zum Zuführen der Marken oder Druckwalze 120 zum Aufdrücken der Stempel) ausgelöst werden, wobei die Anzahl der Impulse durch den Ausschlag der Waage (103) bestimmt wird.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der als Schalter ausgebildete Anschlag (94), wenn er von einem Brief mitgenommen wird, einen Stromkreis ein oder mehrmals, je nach Ausschlag der ebenfalls mit einem Schalter (100, 101) verbundenen Waage, vorübergehend schließt und hierdurch jedesmal der Frankierungseinrichtung den Antriebsimpuls erteilt, der zur Zuführung einer Marke oder eines Stempels erforderlich ist.
4. Maschine nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Frankierungseinrichtung durch eine Rutschkupplung (78, 80) mit dem ständig laufenden Antrieb gekuppelt ist, aber gewöhnlich durch ein Gesperre festgehalten wird, dessen Gesperrezahn (86) beim vorübergehenden Schließen des Stromkreises zur Auslösung des Antriebs impulses elektromagnetisch (Magnet 88) ausgehoben wird und nach einer bestimmten Drehung der Antriebswelle (74) wieder einschnappt.
5. Maschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Frankierungseinrichtung einen Zuführer (Rollen 70, 71) aufweist, der bei jedem Antriebsimpuls den gelochten Markenstreifen um eine Marke vorschiebt und sein Ende hierdurch in den Bereich eines Greifers (Rollen 51, 52) bringt, der die vorgeschobene Marke (oder die vorgeschobenen Marken bei mehreren aneinandergereihten Impulsen) vom Streifen abreißt und fortführt.
6. Maschine nach Anspruch 4 und ζ, dadurch gekennzeichnet, daß1 der Zuführer von einem Walzenpaar (70, 71) gebildet wird, das den intermittierenden Antrieb durch die Rutschkupplung und das Gesperre erhält.
7. Maschine nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer von einem Walzeupaar (51, 52) gebildet wird, das an beiden Seiten verschieden stark zusammengedrückt wird und daher das vorgeschobene Streifenende an der einen Kante mit größerer Zugkraft ergreift als an der anderen, um ihn, an einer Streifenkante beginnend, abzureißen.
8. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Führung der Briefe über die Waage dienenden Förderwalzen (20, 21) am Rand des Briefes angreifen und das von ihnen der Waage entzogene Teilgewicht des Briefes durch passende Eichung der Waage ausgeglichen wird.
9. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (70, 71) die Marke einem nur längs der Markenmittellinie angreifenden Förderer (Band 54) übergibt, der die Marke über eine nur die frei herausstehenden Markenränder 100 · anfeuchtende Einrichtung (62, 64) führt.
10. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anfeuchten des gummierten Briefrandes ein nasses, quer zum Briefvorschub laufendes endloses Band (37) dient.
11. Brief schließmaschine mit Markenaufklebeeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung der Marken durch Greifer (51, 52) erfolgt, die die Marken von dem aufgerollten, gelochten Markenstreifen abreißen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE1925V0020218 1925-04-29 1925-05-15 Briefschliessmaschine mit Frankiereinrichtung Expired DE447804C (de)

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GB (1) GB257316A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1000260B (de) * 1953-11-19 1957-01-03 Ernst W Kummer Brieffalt- und Kuvertiermaschine

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1000260B (de) * 1953-11-19 1957-01-03 Ernst W Kummer Brieffalt- und Kuvertiermaschine

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GB257316A (en) 1926-08-30

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