Vorschubvorrichtung fÜr Plarkenaufklebe- oder Markenausgabevorrichtungen
o. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf solche Vorschubvorrichtungen für Markenaufklebe-
oder .#larkenausgabevorrichtungen o. dgl., bei denen der Markenstreifen, der an
einer vor seinem Ende liegenden Stelle am Zurückgehen gehindert ist, durch einen
gegen sein Ende stoßenden Anschlag zurückgeschoben wird, so daß er sich krümmt,
dann von einem Vorschubwerkzeug an seinem Ende erfaßt und durch,dessen Bewegung
zunächst straff gezogen und gleich darauf um eine oder mehrere Markenlängen gefördert
wird. Hierbei kommt es häufig vor, daß der Streifen, besonders wenn er feucht ist,
sich nicht zurückschieben läßt, sondern daß sein Ende entsprechend der Strecke,
um die er zurückgeschoben werden soll,umklappt oder einreißt, was natürlich eine
falsche Lage der abzutrennenden Marke zur Folge hat. Die E, rfindung bezweckt,
diesen Übelstand zu beseitigen.
Es bezeichnet S den Markenstreifen, B die
Markenbahn,
8 eine Bremse, die den Streifen an einer vor seine,-n Ende liegenden Stelle
am Zurückgehen hindern soll, Z däs Vorschubwerkzung, an dem sich der AnschlagA züm
Zurückschieben des Streifenendes befindet, und 17 zwei gleich ausgebildete, an der
Markenbalm bei iS drehbar gelagerte Bügel, die dazu bestimmt sind, dein Streifenende
künstlich eine Krümmung zu erteilen. Die Harkenbahn B wird aus der unteren dicken
Platte i, welche eine flache rechteckige Ausfräsung von Markenbreite besitzt (Abb.
6),
und einem Deckbleche 2 gebildet. Der Brernsliebel 8, welcher fest
auf der in zwei Ansätzen 6 der Platte i drehbar gelagerten Welle
7 sitzt, endigt in zwei Zinken, die durch die beiden Aussparurigen
25 (Abb. 5) der Platte i in die Markenbahn hineinragen und an zwei
Stellen auf den Streifen drücken. Den Aussparungen 25 gegenüber befinden
sich inn Deckbleche 2 die genau so gestalteten Aussparungen :26, die von
dem Streifen überbrückt werden. Sobald der für gewöhnlich zum Zwecke selbsttätiger
Verriegelung an die letzte Marke angeklebte Papierstreifen unter der Bremse fortgezogen
ist, dreht sich der Hebel 8 unter der Wirkung der Feder 9 entgegengesetzt
dem Uhrzeigersinne herum und verriegelt mittels der Achse 7 (in nicht dargestellter
Weise) die Antriebseinrichtung. Es sind an dem Bremshebel 8 zwei Zinken
vorbanden, damit die Bremse sich stärker auf den ihn Streifen durchzudrücken. legen
kann, ohne je mehr daß Gefahr solcher vorliegt Zinken '
vorhanden sind, um
so stärker kann die Bremse drücken. Der Hebel 8 dient also einerseits zum
Festhalten des Streifens beim Zurückschieben seines freien Endes durch den Anschlag
A und anderseits zum selbsttätigen Verriegeln der Antriebseinrichtung. Zum
erstgenannten Zwecke kann man auch eine besondere (nicht gezeichnete) Bremse anbringen,
die am besten so gesteuert wird, daß sie entweder nur dann drückt, wenn der Streifen
ge-
krümmt wird, oder, wenn sie dauernd -wirkt, während dieser Zeit am stärksten
drückt, so
daß das Streifenende durch die Bügel 17 bei Festkleben an der Markenbahn
sicher losgerissen wird. Der Hebel 8 würde in diesem Falle nur zum Verriegeln
der Antriebseinrichtung dienen. Die Platte i und das Deckblech --> besitzen vorn
je eine rechteckige Aussparung 2,2 Lind 21 für das Zugreifen der das Vorschubwerkzeug
(Z) bildenden Zange (Abb. 4 bis 6). Das Deckblech :2 besitzt außerdem vorn
noch zwei seitliche Aussparungen :23
für das Durchtreten des Spanners Sp,
welcher den Streifen beim Abreißen der vorderen Marke festhält, so daß an dem Deckbleche
vorn zwei Zinken:24 stehenbleiben. In der Aussparung 22 der unteren Platte führt
sich ein,- kleine Brücke i i, welche von den an der Platte i befindlichen Winkeln
ig gehalten \-,-ird und mit einer Führungsleiste 12 fest verbunden ist. Diese ist
ihrerseits in einer von der Platte i abgeschlossenen rechteckigenAussparung eines
an der Unterseite der Platte i befestigten Halters io geführt. Eine Zuge feder
13, welche das hakenförmige Ende der Leiste 1:2 mit dem feststehenden, auf
den Winkeln ig befestigten Plättchen 14 verbindet, ist bestrebt, die Leiste 12 mit
der, Brücke i i so weit nach rechts zu schieben, bis das hakenförmige Ende
der Leiste i?, gegen den auch als Anschlag dienenden Halter io anschlägt. In dieser
Stellung schneidet die Vorderkante der Brücke j i mit der Vorderkante der Platte
i gerade ab (Abb. 1, 3, 5). Die Brücke i i soll erstens die Aussparung 22
in der Vorderkante der Platte i ausfüllen, damit der Markenstreifen beim Abreißen
der vorderen Marke auf seiner ganzen Breite unterstützt ist, -Lind zweitens soll
sie mittels der Führungsleiste 1:2 die doppelt vorhandenen Bügel 17 auf und
ab, bewegen. Dies wird durch zwei seitlich an der Leiste 12 befindliche Lappen 15
mit Fenstern 16 erzielt (Abb. 5), durch welche die beiden Bügel 17 hindurchragen.
Diese werden- von den Lappen 15 nach oben gedrückt, wenn die Lappen sich
nach links bewegen, und treten durch Ausschnitte 2o (Abb. 5) der Platte i
senkrecht zur Markenbahn in diese ein. Dies geschieht, wenn die Vorschubzange Z
mit der unteren Maulhälfte die Brücke ii entgegen der Wirkung der Feder 13 zurückschiebt
(Abb.:z). Damit die Streifenkrümmung eintreten kann, ist aus dem Deckbleche 2 ein
rechteckiger Lappen 3 herausgedrückt. Wenn der Streifen gekrümmt wird, wird
sein Ende etwas zurückgezogen, jedoch sind die Verhältnisse so gewählt, daß sich
das Streifenende langsamer bewegt als der Anschlag A, so daß es von diesem
eingeholtwird und hierauf der Streifen durch die von dem Anschlage ausgeübte Schubwirkul
-ig noch weiter gekrümmt wird, wodurch er von den Bügeln 17 abgehoben wird. Damit
das Streifenende infolge der Trägheit des Streifens nicht zu weit fliegt und sich
vom Anschlage A entfernt, ist ein leichter Gewichtsliebel 5 angebracht,
welcher bei 4 an dem Deckbleche 2 sehr leicht drehbar gelagert ist. An Stelle dieses
Hebels 5 kann auch eine schwache Feder angebracht sein. Nachdem die Zange
Z die in Abb. 2 gezeichnete Stellung erreicht hat, schließt sie sich, wobei das
Streifenende in ihrem Maule festgeklemmt wird, und bewegt sich darauf nach rechts.
Hierdurch gestattet sie der Brücke i i, ihr bis in die in Abb.. i und,
3 gezeichnete Stellung Zu folgen, wobei die Bügel 17 durch die Schlitze 20
hindurch unter Vermittlung der
Leiste 1:2 wieder aus der Markenbahn
entfernt werden. Die Bügel 17 können daher nicht hindern, daß sich bei der
Rück-bewegung der Zange der Streifen wieder streckt und dann, ohne Reibung zu erfahren,
um eine oder mehrere Markeillängen vorgezogen wird. In Abb. 3 bis
5 ist der Streifen in einer Lage dargestellt, bei der er etwa um eine halbe
Marken-Mnge vorgezogen worden ist. -Nachdem der Streifen uni eine ganze oder mehrere
ganze Markenlängen gefördert worden ist, wird er durch den Spanner Sp festgeklemint,
woräuf der vor diesem befindliche Streifenteil von einer nicht gezeichneten Abreißvorrichtung
abgerissen und verausgabt wird.
Durch die beschriebene - Anordnung der senkrecht zur Markenbahn
beweglichen, bügelförmig gekrümmten Glieder 17 werden die eingangs erwähnten, bei
den bekannten Vorschubvorrichtungen vorhandenen Übelstände mit voller Sicherheit
beseitigt. Dadurch nämlich, daß die Bügel 17 von unten her in die Markenbalm
eintreten, wird der - Markenstreifen, falls er infolge von Feuchtigkeit auf
der Markenbahn festgeklebt sein sollte, von dieser abgelöst und vor dem Auftreffen
des Anschlages A in eine Lage gebracht, in der er von demAnschlage regelrechtzurückgeschoben
werden kann, ohne umgeklappt oder eingerissen zu werden. Ebensowenig ist infolge
derWirkung der Bügel 17 ein Umklappen oder Einreißen des Markenstreifens
möglich, wenn dieser infolge von Feuchtigkeit sich derart gewölbt hat, daß die Krümmungsachse
in die Längsrichtung fällt; denn dadurch, daß der Streifen vor dem Auftreten des
Anschlages A
auf das Streifenende durch die Bügel 17 bereits eine Krümmung
um eine querliegende Achse erhalten hat, ist mit Sicherheit gewährleistet, daß er
regelrecht durch den Anschlag zurückgeschoben wird. Die Anordnung der Bügel 17 wirkt
auch dann noch vorteilhaft, -wenn der Markenstreifen vollkommen trocken ist. Denn
beim Fehlen der Bügel könnte hierbei der Fall eintreten, daß das Streifenende im
Augenblicke des Auftreffens des Anschlages vollkommen gerade ist, wodurch ebenfalls
leicht ein Umklappen oder Einreißen des Streifenendes verursacht werden kann, da
die Kraft, die beim Auftreffen des Anschlages auf das verhältnismäßig wenig widerstandsfähige
Streifenende ausgeübt wird, offenbar um so größer ausfällt, je weniger das
Streifenende (um eine quer zu seiner Längsrichtung liegende Achse) gekrümmt ist.
Ein weiterer Vorteil besteht noch darin, daß das Streifenende (lurch die Bügel
17 bereits eine rückwärts glerichtete Bewegung erhalten hat, wenn der Anschlag
A auftrifft, so daß dieser nicht die Reibung der Ruhe, sondern nur die wesentlich
kleinere Reibung derBewegung zu überwinden hat.